Alleine Einschlafen mit 3.,5J. - Wird das noch mal was?

    • (1) 13.01.17 - 23:01

      Meine Große ist jetzt 3,5 Jahre, schläft seit Geburt bei uns im Bett und auch nur mit Begleitung ein. Ersteres stört mich eigentlich nicht (gegen Schlafen im eigenen Bett hätte ich allerdings auch nichts einzuwenden, nun ja), aber die Einschlafbegleitung artet jeden Abend in ein zähes, manchmal 1stündiges Prozedere aus. Ihre kleine Schwester (15 Monate) lege ich ohne Probleme in ihr Bettchen in ihrem Zimmer, gehe raus und sie schläft sofort ein. Dann gehe ich mit der Großen ins Schlafzimmer, lege mich mit ihr hin, lese ihr eine Geschichte vor, singe noch 1-2 Lieder und dann heißt es kuscheln, kraulen, streicheln, und sie fängt immer wieder an über alle möglichen Dinge zu erzählen. Und dann will sie wieder gestreichelt werden, ist kurz ruhig, und fängt wieder an zu quatschen und wühl, wühlt, wühlt. Irgendwann bin ich dann meist genervt und will einfach, dass sie endlich schläft. Ich denke an die anderen Dinge, die ich noch gern erledigen würden in den wenigen Stunden, die mir noch vom Abend bleiben. Sie ist nur 3h am Vormittag in der Kita, den Rest des Tages sind wir zusammen, reden und unternehmen viel, also dass sie abends Nähe von mir nachholen müsste sehe ich eigentlich nicht.

      Lange Rede, kurzer Sinn: Hat jemand eine Idee, wie ich sie ans alleine Einschlafen gewöhnen kann? Oder ist es dafür schon zu spät und ich muss jetzt warten, bis sie selbst auf die Idee kommt? Wir haben es schon zweimal probiert, habe die Schlafzimmertür aufgelassen und im Wohnzimmer gelesen. Hab es wegen großen Tränen nach wenigen Minuten abgebrochen. "Ich kann nicht ohne dich Schlafen!" :'-(

      Sie macht übrigens keinen Mittasschlaf mehr und wir fangen um 19 Uhr an mit der Tortur ;)

      • Hallo!

        Versuche doch mal, sie im Zimmer der Kleinen schlafen zu lassen (dann ist sie ja nicht alleine, sondern die Große). Wenn sie sagt, dass sie nicht schlafen könne, drücke ihr ein Nachtlicht und ein Buch in die Hand. Meine Nr. 1 würde mich auch ewig zutexten, wenn ich nicht den Raum verließe. Gegen Aufstehen, weil sie "etwas trinken müsse" hat bei uns jede Dame eine NUK-Flasche mit Wasser (Tülle = Hard spout) im Bett. Die halten dicht.

        Alles Gute,
        Gruß

        Fox

        • Hallo Fox, bei der Schwester ins Zimmer wird nix. Damit würde sie die Kleine nur wachhalten. Vielleicht wenn sie etwas älter sind, dann fände ich die Idee sogar ganz süß.

          Nachtlicht und Flasche hab ich ihr bei unserem "Versuch" natürlich auch dagelassen, hat aber nix gebracht. Sie ruft halt recht schnell nach mir und wenn ich dann komme, ist sie auch erst mal beruhigt aber weint ganz doll, wenn ich dann doch wieder gehe.

      Wie wäre es mit vorlesen, kuscheln und einem Hörspiel oder leiser Musik? Mein Sohn würde mich auch ewig zutexten, wenn ich nicht nach unserem Ritual sein Hörspiel anmachen würde. Er hat ein wäremekissen, das er sich auf den Bauch legt und nach dem vorlesen kuscheln wir noch, ich singe 2 Lieder, spreche mit ihm über den Tag und dann sage ich gute Nacht, geb ihm ein küsschen und mache das Hörspiel an. Er hat ein nachtlicht und eine trinkflasche mit Wasser am Bett, so dass er warm ist, trinken kann, genug Licht hat ohne sich zu fürchten und etwas, dem er zuhören kann und dabei einschlafen kann. Unser Ritual dauert insgesamt 30 Minuten und danach sage ich konsequent gute Nacht und mache das Hörspiel an und gehe raus. Er darf seinen kuschrltiere im Bett gern noch was erzählen, singen oder sonst was. Aber allein. Ich stehe nach dem gute Nacht sagen nur noch im Notfall zur Verfügung und er weiß das.

      • Danke Sassi. Vorlesen uns kuscheln machen wir eh jeden Abend. Hörspiel hatte ich auch schon probiert, aber erstens kapiert sie die nicht so recht und zweitens regt sie sowas eher auf, als dass es einschläfernd wirkt. Das Problem ist einfach, dass sie gleich nach mir ruft, sobald ich rausgehe und dann weint, wenn ich wieder rausgehe. Sie kommt dann auch einfach raus und weint "Ich kann nicht ohne dich schlaaaafen!". Musste sie ja auch nie in 3,5 Jahren... Ist halt was ganz komisches für sie, alleine dazuliegen.

    Meiner hört Schlaflieder und hat ein Nachtlicht an. Ich sage ihm immer, dass ich mich umziehe, die Zähne putze und dann noch mal wieder bei ihm vorbei schaue. (Mach ich natürlich nicht, weil er dann in der Regel eingeschlafen ist.) Dann darf ich rausgehen.

Hallo, 19 Uhr finde ich viel zu früh zum Schlafen - wenn sie es nicht selbst einfordert. Ich habe beide Kinder auch sehr lange einschlafbegleitet. Ich spreche allerdings nichts mehr, wenn das Licht aus ist - daswussten immer beide.

Umgestellt auf Hörspiel haben wir so etwa ab 4 bzw. 4,5 Jahren - ohne Druck. Geweint hat niemand dabei. Es gab anfangs auch mal eine Belohnung ...

VG Bettina

  • Hallo

    also mit sohn ist fast 5,5 Jahre und geht gegen 19/19.30 Uhr schlafen. Denke das kommt doch darauf an seit wann das Kind wach istund wie der Tag so ist. Junior sagt auch nicht von selbst das er jetzt schlafen gehen will aber ich sehe ihm an das er müde ist. Vielleicht ist die Tochter der TE auch noch nicht müde weil nicht genug ausgelastet mit 3 Stunden Kindergarten.

    LG

    • Meine Tochter hat noch nie gesagt, dass sie müde ist und jetzt schlafen will. Schlafen ist für sie was ganz Furchtbares. Silvester war sie bis nach Mitternacht wach (ohne Mittagsschaf selbstverständlich) und ich musste sie trotzdem noch nötigen, dass wir jetzt endlich mal ins Bett gehen.

      Länger Kita geht übrigens auch nicht, ich bin noch zu Hause und hab damit nur einen 5h-Platz. Die letzten beiden Stunden sind da Mittagsschlaf, und das ist das Letzte was ich gebrauchen kann :-p

Später klappt auch nicht besser, habe ich natürlich probiert ;) Hinzu kommt, dass sie morgens nicht aufsteht, wenn sie erst nach 8 Uhr einschläft. Im Moment sind Hörspiele noch nix, sie stellt 1000 Fragen, wenn ich eins anmache und wird dazu noch ganz aufgeregt...

Hallo,
ich kenne dein Problem sehr gut.
Wir hatten auch das Problem.
Dazu muß ich sagen das er mit 6,5 Monaten schwer krank wurde und wir 1/2 Jahr im Krankenhaus in einem Bett geschlafen haben.

Er ist am Anfang nur auf meinem Bauch eingeschlafen,und danach konnte er nur neben mit schlafen mit dichtem Körperkontakt.
Wir haben uns ganz langsam vorgehalten.

Als er dann in seinem Bett geschlafen hat, hab ich erst immer daneben gesessen bis er eingeschlafen ist.
Einmal hat meine Tochter gerufen und ich hab gesagt,bleib schonmal liegen,ich komm gleich nochmal.
Das hatte dann etwas länger gedauert und als ich zurück kam,war er eingeschlafen.

Ab da musste ich dann jeden Abend noch etwas wichtiges erledigen.
Mittlerweile klappt es gut, manchmal kommt er noch oft rausgelaufen, aber oft klappt es.
Viel Glück und gute nerven

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