Verdacht auf Unterforderung

    • (1) 18.01.17 - 22:43

      Hallo ihr lieben.
      Ich fang gleich mal mit dem "Problem" an.
      Mein Sohn ist im Dezember 6 Jahre alt geworden. Vor knapp einem Jahr wurde ich im Kindergarten angesprochen mal den Kinderarzt zwecks Ergotherapie anzusprechen da er sich schwer konzentrieren kann und leicht ablenkbar ist. Der KA meinte es sei alles im rahmen und das die Erzieher mehr auf ihn eingehen müssten. Das Thema war dann auch erstmal vom Tisch. Nun ist mir selber extrem aufgefallen das sich sein Verhalten seit anfang Dezember sehr doll und plötzlich geändert hat. Man kann sagen was man will es geht in einem Ohr rein und ins andere wieder raus. Regeln?! Was sind Regeln?! Aus langeweile oder wut wird abends im Bett die Tapete kaputt gemacht. Im Kindergarten wurde ich wieder vermehrt angesprochen. Sogar schon gefragt ob zuhause alles in Ordnung ist. Aber da ist nichts vorgefallen und eigentlich alles wie immer. Jedenfalls ist in den letzten Tagen viel passiert und ich weiß nicht wirklich was ich davon halten soll. Auf drängen der Erzieherin hab ich einen Termin beim Kinder-Amtsarzt gemacht (bin mit seinem jetztigen KA nicht zufrieden und der nimmt einen nicht ernst) wo nachgeschaut werden soll ob er vllt eine Frühförderung braucht was eigentlich auch schon zu spät wäre. Heute meinte nun die Erzieherin das er auch unterfordert sein könnte. Er würde schon sehr viel wissen, kreativ sein und das sein Verhalten auch anzeichen einer Hochbegabung sein könnten. Er ist clever und sehr interessiert an vielen Themen aber welches Kind ist das nicht?! Ist das wirklich auffälliges/sonderbares Verhalten oder vllt auch völlig normal für einen 6jährigen? Es ist gerade schon ziemlich viel aufeinmal und die Anmeldung an der Schule steht auch kurz bevor. Sollte ich sein Verhalten ansprechen, das er Probleme wegen Konzentration ect. hat?

      Lg, Nixnuxi

      • (2) 18.01.17 - 22:53

        Hallo,

        Dein Sohn kann unterfordert sein, aber er ist nicht hochbegabt, weil er Blödsinn macht. Es gibt genügend Materialien, um Vorschulkinder zu beschäftigen und ihnen altersgerechte Angebote zu machen. Überlege, ob ihm ein Angebot außerhalb der Kita helfen könnte, wie Sportverein o.ä.

        LG
        Yoha

        • (3) 18.01.17 - 23:12

          Ich hab schon viele Materialen besorgt seinem Alter entsprechend. Aber er ist da wirklich schon ewas weiter und findet das mittlerweile nur noch langweilig das ich damit gar nicht mehr ankommen brauche weil er nach 5 minuten keine lust mehr darauf hat.. wobei das auch wieder die Konzentration sein könnte. Seit 3 monaten geht er einmal die Woche zum Fußball was ihm auch gut tut aber eine Änderung an ihm ist nicht wirklich zu bemerken.

      Hallo,

      solange ihr selbst nicht wisst, was Sache ist, würde ich das bei der Schulanmeldung nicht erwähnen! Die sollen sich selbst ein Bild von eurem Sohn machen - vielleicht wird er in der Schule so gefordert, dass er ruhiger wird? Und wenn er wirklich Konzentrationsschwierigkeiten hat, sollte das in der Schule doch eher auffallen, als im Kindergarten, auch ohne, dass man die vorher darauf hinweist, oder?

      Die Idee mit einem anderen Kinderarzt ist bestimmt gut - klemmt euch dahinter, aber redet mit den Leuten, die euren Sohn kennen. Mit der Lehrerin dann, wenn sie "dran" ist.

      LG!

    • Komisch.Deine Schreibweise erinnert mich an folgende Diskussion.

      http://www.urbia.de/forum/6-kids-schule/4863154-6jaehriger-sohn-ist-unaufmerksam-in-der-schule-und-stoert-den-unterricht#p-32899476
      In beiden Fällen ein Frischling.#kratz

      Hallo,

      Man versucht in der von dir eröffneten Diskussion zu verstehen, was du eigentlich willst. Geht es dir darum, ob du erwähnen solltest, ob er unterfordert ist.

      Einiges in deiner Beschreibung stimmt nicht. Man fängt jetzt nicht mit Frühförderung an. Man befürwortet keine Frühförderung nur weil Söhnchen unterfordert sein könnte. Im Rahmen der Begutachtung für die Drühförderung siehst du nicht nur den Amtsarzt und solche Frage hättest du ihm stellen können bzw. der Frühförderstelle, die mit deinem Kind denn arbeitet.

      Ich arbeite beruflich u.a. mit der Dame (Leterin der Förderschule) zusammen, die Kinder testet, die dann gleich Sonderbedarf bekommen, Sie zeigten mir dass sie sehr wohl Möglichkeit haben mit Hilfe von 2 Testreihen genau festzustellen, ob außergewöhnliche Intelligenz vorliegt. Sie erzählte, dass des Öfteren vorkommt, dass Eltern Vorschulkinder meinen x,y...dass sie bis jetzt ein einziges Kind hatte bei dem es auch gestimmt hat.

      Ich sehe sehr viele Kinder bei denen wir Peobleme in der Konzentration feststellen. Diese seien dann in den wenigsten Fällen auf eine Unterforderung zurückzuführen. Kinder mit hohem IQ arbeiten auch keine Vorschulhefte durch.

      Wenn bei euch die Frühförderung angeblich läuft, sind es exakt die Fschleute, die du ansprechen solltest.

      #winke

      • Stimmt der andere Beitrag klingt ähnlich. Nur das mein Kind noch nicht zur Schule geht und ich das bin dahin vllt etwas in den Griff kriegen will das er da keine Probleme kriegt. ????

        Nein es geht darum ob ich bei der Schulanmeldung erwähnen sollte das er Konzentrationsprobleme hat.
        Und das mit der Frühförderung hat der Kindergarten gesagt/vorgeschlagen. Der Arzt wo wir demnächst einen Termin haben meinte ja am Telefon das das schon zu spät wäre. Ich hab mich auch ehrlicherweise noch nicht belesen was da überhaupt dann gemacht wird. Aber bei dem Termin wird ja dann auch erstmal geprüft ob er das überhaupt braucht oder iwas anderes gemacht werden kann.

        Und er arbeitet ja eben auch keine Vorschulhefte durch weil er darauf keine lust hat und ihm das zu langweilig ist. Damit brauch ich bei ihm gar nicht mehr ankommen.

        Im moment läuft bei uns noch gar nichts ????

        • Hallo,

          Ich habe sehr wohl den Unterschied in beiden Diskussion mitbedacht. Es ist ja aber an sich unerheblich. Man muss selbst entscheiden ob man dir antwortet.

          Ihr bekommt keine Frühförderung mehr. Nicht aufgrund deiner Beschreibung.

          Du solltest natürlich deine Bedenken äußern. Du kannst dich genauso mit deinen Zweifeln an die Sonderpädagogin wenden so wie es die anderen Elter auch getan haben. Wenn auf der anderen Seite dein Kind Förderbedarf von Anfang an bekommen sollte, warum nicht. Du kannst da genauso dein Kind testen lassen, dann weißt du bescheid.

          Lass dich von Profis beraten.

          Sollte bei euch die Frühförderug doch noch kurz laufen, hat die Frühförderstelle das beste Auge drauf. Diese wird dann z.B. die Diagnostik in einem SPZ anregen. Klar würde ich es erwähnen.

          #winke

    (8) 19.01.17 - 08:07

    Was macht den das Kind so am Nachmittag.

    Mein Sohn kommt im Sommer auch in die Schule und beschwert sich fast täglich das der KIndergarten langweilig ist, aber das kenne ich von den älteren Kindern im letzten Jahr, ich denke du könntest dein Kind anders fördern, mein Sohn geht 4mal die Woche zum Sport, das tut ihm gut.

    Das die Kinder viel wissen und interessiert sind ist indem Alter völlig normal, meine inzwischen 7 jährige konnte mit noch nicht mal lesen und schreiben, hat sie sich selber durch abschauen angeeignet, trotzdem ist sie nicht hochbegabt.

    (9) 19.01.17 - 08:47

    also in unserem Kindergarten haben die Erzieherinnen erzählt, dass solche Fälle öfter vorkommen...

    es gibt einfach ein Alter von Kindern, bei denen es einfach "zeit für die Schule" wird ... sie sind im Kindergarten unterfordert - es wird langweilig, die Kinder verändern sich... manchen wird es aufgrund der kommenden Veränderung mulmig (schulanfang wird zur Zeit wohl überall Thema sein?)

    Könnte vielleicht auch sowas sein? Man muss ja nicht gleich von Hochbegabung sprechen: aber es ist einfach Fakt, dass es kurz vor der Schule einfach für alle Beteiligten oft anstrengend ist...

    und dass in dieser Zeit so ne "Bock-Phase" kommt hört man ebenfalls öfter...

    (10) 19.01.17 - 08:50

    Hallo!

    Ich kann natürlich nicht sagen, wo genau die Baustelle deines Sohnes liegt, aber wenn Kinder im Vor- und Grundschulalter unterfordert sind, kann es hilfreich sein, sie ein Instrument lernen zu lassen. Frag ihn doch mal, ob er da zu irgendetwas Lust hat.
    Der Unterricht sollte dann natürlich nicht in einer Gruppe, sondern maximal zu zweit stattfinden, ich persönlich denke sogar, dass 30min Einzelunterricht optimal sind. Zum einen ist das eine Zeitspanne, die ein Kind in dem Alter normalerweise durchhalten kann, und zum Anderen kann sich da die Lehrkraft ganz auf das eine Kind konzentrieren. Und beim Erlernen eines Musikinstrumentes wird das evt. unterforderte Gehirn mal ganz anders gefordert.

    LG

    (11) 19.01.17 - 09:15

    Dein Kind kommt sicher dieses Jahr in die Schule? Ja, es ist nunmal oft der Fall, daß sich Kinder vor der Einschulung so verhalten. Warum meint man eigentlich immer gleich, es wäre Hochbegabung?

    (12) 19.01.17 - 21:37

    Hallo,

    viele Vorschulkinder sind unterfordert, weil sie den Kindergarten einfach in und auswendig kennen.
    Da schnellt die Rate der "Hochbegabten" stark nach oben. ;-)

    Außerdem sind die meisten Vorschulkinder sehr anstrengend.

    Unsere Große ist zur teenagerartigen Zicke mutiert, so dass ich mich gefragt habe, wie das werden soll, wenn sie 13 ist, wenn sie mit 5 schon so loslegt. #zitter
    Unser Sohn hat gemeint, er wäre jetzt der Chef vom Kindergarten und könne die Kleinen tyrannisieren. #aerger

    Das liegt daran, dass die Kinder in dem Alter in einer Übergangsphase sind, wo sie richtig schulreif werden, gepaart mit einer Menge Unsicherheit, was in der Schule auf sie zukommt.

    Wenn sie dann eingeschult sind und festgestellt haben, dass die Schule gar nicht so schlimm ist, werden sie wieder friedlicher.

    Rede mal mit Müttern von anderen Vorschulkindern. Bei uns hatte eigentlich jeder Sachen zu berichten, zu was für komischen Wesen ihre Kinder plötzlich mutiert waren. ;-)

    Ansonsten müssen die Kinder aber auch durch langweilige Phasen durch, bzw. mal kreativ werden, was man im Kindergarten machen könnte.
    Weder in der Schule, noch im Beruf ist es ständig spannend, egal, ob man hochbegabt ist oder nicht. Man muss lernen, damit zu leben.

    Nachmittags kannst Du Deinem Sohn ja Futter bieten. Es gibt doch genug von Büchern, über Konstruktionsspielzeug, Brettspiele, anspruchsvolle Puzzle, LÜK usw.
    Wenn Du das Gefühl hast, dass ihm die Sachen für sein Alter zu langweilig sind, nimm' etwas für Ältere. Unsere Kinder hatten seit dem Kindergartenalter auch fast nur Sachen für Ältere, weil ihnen die Sachen für ihr Alter zu langweilig waren.

    Wenn Dein Sohn Musik mag, kann er vielleicht ein Instrument lernen.

    LG

    Heike

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