Gibt es eine Oma- Kind- Kur?

    • (1) 19.01.17 - 11:00

      Hallo,

      Meine schwiegermutter nervt etwas.

      Bis november war es angeblig die alte unisolierte Wohnung die meine kinder krank machte und nun hat sie zwar keine erklärung aber liegt mir ständig in den ohren mit einer Mutter-Kind-Kur.

      Die will und werde ich aus persönlichen Gründen nicht machen. Davon abgesehen halte ich das für meine Kinder unnötig.

      Sie meint soooo oft krank ist nicht normal. Wir sind jetzt das 2. Winterhalbjahr ständig krank. Der arzt meinte jährlich bis zu 15 infekte im ersten kiga jahr sei durchaus normal.... das kommt grad noch so hin auch wenn es gefühlt 100 infekte sind.

      Meiner meinung lag es letztes jahr daran das die große ihr erstes kiga jahr hatte. Und dieses jahr liegt es daran das die kleine ihr erstes kiga jahr hat.

      Die kinder stecken sich zu Hause dann auch ggf gegenseitig an. Beide stecken mich an und ich steck dann iwie auch die kinder manchmal an. Es ist ein kreislauf der erst wieder besser wird wenn das wetter wärmer wird.

      Wir sind "regelmäßig" beim Arzt und das wartezimmer ist IMMER proppe voll. So eine gesundheitliche ausnahme scheinen wir also nicht zu sein.

      Kurz um ich halte eine kur auch für eine übertriebene maßnahme. Es sollen lieber die kinder mit Asthma und chronischen lungenerkangungen etc diese chance bekommen. Denn ich bin mir ziemlich sicher kommenden frühling/ sommer hat sich das thema vorerst erledigt.

      SM nörgelt aber weiter rum.

      Sie ist privat versichert und Rentnerin. Sie hat also zeit. So dachte ich mir wenn sie meint die kinder bräuchten unbedingt eine kur, dann soll sie doch fahren?!

      Aber geht das überhaupt? Kann ich für einen 3 wöchigen zeitraum meine Aufsichtspflicht auf die Oma übertragen? Der Kk dürfte es ja ziemlich egal sein wer als betreuung mitfährt. Wobei ich mir da auch nicht so sicher bin. Nach dem aufstand mit dem kinderkrankentagegeld...

      Nun gut. Habt ihr schonmal oma / Opa mit dem kind auf kur geschickt?

      Geht das? Ein paar Erfahrungen wären toll.

      Vielen Dank und

      LG

      Da ist schon das erste Problem. Deine Schwiegermutter ist privat versichert. D.h. sie kann über ihre Kasse keine Kur beantragen. Deine Kasse wird es auch nicht bezahlen. Bleibt also nur noch die Kur für Deine Kinder. Die Frage ist auch, ob Deine Kinder so eine lange Zeit auf ihre Mama verzichten wollen/könnten//würden.

    • (5) 19.01.17 - 13:53

      Ihr seid beide auf dem Holzweg!

      Eine Mutter-Kind-Kur macht man nicht für das Kind. Dabei geht es um die Mutter und nur in den seltensten Ausnahmefällten können die Kinder dabei auch "therapiert" werden. Im Grunde geht es bei der Mutter-Kind-Kur darum, dass die Mutter wieder Kraft tanken kann, neue Ansätze zur Stressbewältigung etc. bekommt.

      Soll ein Kind therapiert werden, dann muss man eine Kur oder Reha für das Kind beantragen und dann darf eine Begleitperson mit, die dann aber wiederum keine Gesprächstherapien und dergleichen hat, sondern halt einfach nur dabei ist. Ich denke, das kann theoretisch durchaus eine Oma sein.

      Aber warum sollte kein Kind so etwas brauchen? Erkältungen und Infekte sind doch völlig normal, genau so wie du es ja auch sagst.

      Also nein, ich bin da ganz bei dir: lass diese Therapien mal die Kinder machen, die es nach einer Krebserkrankung, wegen Asthma oder sonst etwas wirklich brauchen.

      Meine Freundin war schon mehrere Jahre im Rahmen einer Mutter-Kind-Kur auf Fehmarn.
      Dort wurden die Kinder wegen Asthma behandelt und sie war die Begleitperson.
      Das geht sicher auch mit der Oma.

      • (7) 19.01.17 - 17:36

        Das ist dann keine Mutter-Kind-Kur sondern eine Kind-Eltern-Reha. Da ist es egal, wer die Begleitperson ist, das kann auch eine Tante oder Oma sein (ist gar nicht so selten die Oma). Diese Reha muss aber meist über die Rentenversicherung beantragt werden und das geht nur bei "echten " Diagnosen. Infektanfälligkeit zählt da nicht, sondern nur richtige chronische Erkrankungen wie Asthma, Neurodermitis, Diabetes...

    (8) 19.01.17 - 15:48

    Wenn deine Kinder keine chronische Krankhekt haben, bekommt ihr keine Kur - keine Chance.

    Lass die Oma doch 1,2 Wochen Urlaub an der See mit den beiden machen. Vielleicht in einem Center Park oder sowas

    (11) 19.01.17 - 17:38

    Eine Kur schon, denn die ist ja eine Vorsorgemaßnahme für die Mütter. Aber keine Reha.

(12) 19.01.17 - 17:46

Grundsätzlich hat auch eine Oma ein Recht auf eine Oma-Kur(Mütterkur) oder Oma-Kind-Kur, und zwar dann, wenn sie diejenige ist, die in erster Linie das Kind erzieht, also soweit ich weiß mindestens 60% der Zeit. Das klärt man ab Besten bei einer Beratungsstelle ab.

Aber bei Euch ist die Situation ja eine andere. nicht die Oma braucht dringend eine Kur, sondern die Kinder sind oft krank. Dann wäre nur die Überlegung, eine Reha für die Kinder zu beantragen und die Oma als Begleitperson mitzuschicken, was ohne Probleme geht. Aber da müssen die Kinder eine chronische Erkrankung haben und nicht nur infektanfällig sein.

Was eventuell noch geht, ist eine offene Bäderkur für die Kinder. Da müssten dann Oma und Opa mit den Kindern für 3 Wochen in einen entsprechenden Kurosrt fahren, eine Unterkunft suchen und dann dort mit der Genehmigung der Krankenkasse zuz einem Bäder- oder Kurarzt gehen, der dann Verordnungen aufschreibt. Bringt aber insgesamt nicht viel...Da müsstet Ihr Euch noch bei der Krankenkasse erkundigen.

(13) 22.01.17 - 14:22

Das, was du meinst gibt es - aber das ist keine Oma-Kind-Kur.
Bei einer Mutter-Kind-Kur ist die Mutter die kurbedürftige Person, die Kinder sind die Begleitpersonen und werden normalerweise nicht behandelt. Eine Behandlung der Kinder ist die Ausnahme und die Behandlung, so sie denn genehmigt ist, ist niemals eine intensive Behandlung. Die Kur gilt eben der Mutter. Alternativ könnte hier natürlich auch die Oma fahren, wenn sie die Hauptbezugsperson wäre (das ist bei euch aber nicht der Fall).
Wenn deine Kinder kurbedürftig sind, brauchen sie eine Kinderkur. Da darf dann auch z. B. die Oma als Begleitperson mitfahren und es ist völlig egal, wie und wo sie versichert ist, da sie nicht behandelt wird ;-). Allerdings ist sie danach völlig am Ende und wird erstmal selbst einen sehr, sehr langen Urlaub brauchen.
Die Aufsichtspflicht darfst du übertragen an wen du willst. Das tust du übrigens ständig ;-).

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