Mama-Phase findet kein Ende

    • (1) 24.01.17 - 16:58

      Hallo, unsere Tochter ist vor wenigen Tagen drei geworden. Sie geht seit gut einem Jahr in den Kindergarten. Die Eingewöhnung ging flott und problemlos obwohl sie eher ein schüchternes und zurückhaltendes Kind ist. Seit locker einem Jahr steckt sie in einer Mama-Phase (wenn man das bei der Dauer überhaupt noch so nennen kann). Wenn ich da bin soll ich immer alles mit ihr machen. Von Anziehen, Buch angucken, ins Bett bringen. Einfach alles. Ihr Papa ist sehr engagiert und liebevoll doch sie bevorzugt immer mich. Wir lassen ihr das so nicht durchgehen, wir sind schließlich eine Familie und das ist hier keine One-man-show.
      Wenn ich mit ihr gemeinsam etwas unternehme dann klammert sie oftmals. Beispiel: wir waren zum ersten Mal in einer Turngruppe. Sie hat keinen Schritt ohne mich gemacht, hatte keine Lust mit zu turnen und bockte dann nur noch. Heute ist sie das zweite Mal dort, allerdings mit ihrem Papa und sie ist kaum wiederzuerkennen. Ist offen und locker, ihr Papa sitzt auf der Bank und sie macht begeistert mit. Warum klammert sie bei mir so und bei ihrem Papa nicht? Wie sollen wir dem begegnen? Habt ihr Erfahrungen?

      Danke Barrik

      • Huhu,

        also meine Erfahrungen als nun schon vierfach Mami sagen einfach: Mach dir keinen Kopf, nimm es als gegeben an, begegne ihr mit Liebe und es wird sich einfach alles von selbst ändern. Nie im Leben betreibt sie so ein Verhalten noch z.B. bei Schuleintritt.

        Genieß es doch einfach, dass sie dich so sehr liebt. Das ist ein Privileg und nichts, dem man entgegenwirken muss.

        Vll vermisst sie dich auch einfach wahnsinnig, wenn sie im Kindergarten ist. Bei Mama verhalten sich die Kinder immer anders als bei anderen, selbst bei Papa. Und wenn sie nun noch merkt, dass du dir solche Gedanken um ihr Verhalten machst, wird sich das von ihrer Seite aus nur noch verstärken. Lockerheit ist angesagt und ganz ganz viel Liebe!

        Alles Gute#herzlich

        P.S.: Hat sie Geschwister? Wenn nein, dann solltet welche eins bekommen. Das hilft auch unwahrscheinlich...;-)

        • Äh, den Rat es locker zu nehmen finde ich prima. Aber was soll denn der Quatsch mit Geschwistern? Meine Große hat eine Schwester bekommen und hängt deswegen nicht einen Deut weniger an mir. Das hat absolut nichts mit Geschwistern zu tun!

          Hallo,
          ich war kurz davor deinen Beitrag als hilfreich zu markieren. Bis zu deinem PS.
          Wenn ich die TE nicht komplett verwechsle hat sie sich sehnlichst ein 2.Kind gewünscht und muss aber schweren Herzens akzeptieren dass ihre Tochter Einzelkind bleiben wird.
          Daher solltest du dich mit solchen Äußerungen vielleicht zurückhalten. Ich weiß dass man sowas manchmal ein bisschen unbedacht dahersagt, aber es kann ganz schön weh tun, wenn man sowas gesagt bekommt und dadurch ein wunder Punkt getroffen wird. Klar kann man immer was Falsches sagen, aber es ist ja leider nicht so selten, dass es mit dem (weiteren) Kinderwunsch nicht klappt.

          LG

          • Danke, ja du verwechselst mich nicht. Aber ich kann auch nicht erwarten das jeder meine VK liest oder von unserer Vorgeschichte weiß ;-)

            Barrik

            • Ich finde aber man muss die Vorgeschichte nicht kennen um sowas trotzdem nicht zu schreiben.
              Das hat sowas von "Ihr seid selbst schuld an der Situation" (weil ihr eben kein 2. Kind habt)
              Je erfahrener man wird desto eher neigt man dazu zu denken dass man "alles" weiß. Selbstverständlich nimmt man seine eigenen Kinder als Maßstab und oft erklärt man die Verhaltensweisen der Kinder mit seiner eigenen tollen Erziehung.
              Da muss man aber aufpassen. Wir können gar nicht so viele Kinder bekommen dass wir echt schon alles gesehen haben. :-D
              Beispiel: keins der 4 Kinder der Userin war so --> das ist weil sie Geschwister haben

              Und auch mal hier gelesen: eine Userin hat Probleme weil das Kind Angst vorm Arzt hat. Antwort einer anderen Userin deren Kind noch NIE Angst vorm Arzt hatte: probiers doch mal hiermit und damit denn dadurch hat mein Kind keine Angst #klatsch

              Und um nochmal zum Thema zurück zu kommen: mein großer ist auch ein ziemliches Mama-Kind und das meiste MUSS ich machen auch wenn der Papa da ist und das TROTZ dass er einen kleinen Bruder hat. ;-)
              Ich versuche einfach alles zu übernehmen was geht aber wie du schon sagst: manchmal geht es einfach nicht.

              LG

              • Naja in einem Forum geht es ja nun mal um Erfahrungsaustausch. Und so kann man halt nur von seinen eigenen Erfahrungen berichten#aha

                Lockerheit würde ich immer empfehlen, egal wieviele Kinder. Das ist schlechtweg die Lösung. Und einfach keine Erwartungen haben, sondern alles als gegeben hinnehmen und situationsgemäß reagieren.

                Lg

                • Ja das sehe ich auch so mit der Lockerheit.
                  Klar geht es auch um Erfahrungen der anderen. Aber es bringt in meinen Augen nichts jemandem bei einem Problem Tipps zu geben welches man noch nie selbst hatte.

                  Das ist irgendwie so wenn Kinderlose erklären wie man etwas machen soll. :-D

            Vielleicht ist das gerade der Punkt!

            In dir drin bist du ja wahrscheinlich traurig dass es nicht klappt mit dem zweiten Kind....das spuert deine Tochter vielleicht?
            Auch wenn du stolz auf sie bist, dass sie schon 'gross' ist, in den Kindergarten geht etc, ist das Loslassen ja schon schwer, besonders wenn es das einzige Kind ist... und so gibt sie dir extra Naehe?

          Hallo Barrik,

          das tut mir von Herzen leid, ich hatte und habe auch jetzt nicht deine VK gelesen, sonst hätte ich das natürlich nicht geschrieben (auch wenn es nach wie vor meine Meinung ist). Ich wollte dich nicht verletzen. Umso mehr kannst du doch jetzt dein Wunder genießen und dich drüber freuen, dass sie so sehr an dir hängt#herzlich

          Und noch ein P.S- Tipp: Die Zeit vergeht so schnell. Irgendwann wirst du dich an diese Zeit zurück sehnen. (Stell dir vor sie ist 15 und geht nur noch mit ihren Freunden raus#schock)

          Ich wünsche dir alles Gute#herzlich

      (13) 27.01.17 - 10:03

      Huhu

      und wo bitte steht da was davon? Habs mir jetzt mehrfach durchgelesen und nichts finden können.

      Man kann immer in Fettnäpfe treten, egal was man schreibt. Verletzen wollte ich ganz klar niemanden. Und dass sie jetzt keins mehr bekommen kann, das konnte ich natürlich nicht wissen. Umso glücklicher sollte sie dann über dieses einzelne Wunder sein und genießen, dass sie so sehr an ihr hängt#herzlich

Danke für deine Antwort. Natürlich schmeichelt es mir als Mutter das sie so an mir hängt. Aber oftmals macht es den Alltag eben auch anstrengender wenn der Papa nicht helfen soll/darf sondern am liebsten ich alles machen soll. Da können wir dann eben auch nicht immer Rücksicht nehmen auf ihre Wünsche.
Unsere Tochter ist ein Einzelkind und die Userin Topfpflanze hat weiter unten ganz Recht, leider.

Barrik

(17) 25.01.17 - 14:39

Manchmal hilft es ungemein, erst die VK zu lesen und dann solche Tipps zu schreiben.

Das Kind bleibt ein Einzelkind, und das nicht aus freiwilliger Entscheidung der Eltern.

Meine Mädchen sind 5 und 8 und immer noch Mamakinder. Ich bin über 40 und wär immer noch Papakind, wenn mein Vater noch leben würde.

"durchgehen lassen" ist ja sehr relativ.
Wenn ich keine Zeit habe und die Entlastung brauche, dann müssen die Kinder selbstverständlich mit Papa vorlieb nehmen und sind dann auch glücklich und zufrieden mit ihm. Wenn ich aber da bin und Zeit hab, warum sollte ich ihnen dann den Wunsch nach Nähe nicht erfüllen? Sie dann künstlich wegzuschieben käm für mich nicht in Frage.

Turngruppe: Beim ersten Mal ängstlich an Mama hängen ist ja nun nicht gerade ungewöhnlich. Nun kennt sie die Situation schon - und hat auch nicht so einen angenehmen Rückhalt - da ist es natürlich leichter, einfach loszuziehen. Vielleicht spürt sie auch, dass der Papa da mehr von ihr erwartet. Gründe kann es viele geben.

Aber was die "Mamaphase" angeht: Ich nehms als Kompliment. ;-)

  • Hallo und danke für deine Antwort.
    Mit nicht durchgehen lassen meinte ich, dass es im Alltag schlicht weg nicht immer möglich ist auf ihre Vorlieben Rücksicht zu nehmen. Dann würde ich nur noch im Dreieck springen während ihr Vater Däumchen dreht. Also macht eben jeder mal alles auch wenn es ihr lieber wäre ich täte immer alles allein mit ihr. Bei besonderen Sachen die sie z. B. nicht mag achten wir dann aber schon darauf das ich es mache. Augen- oder Nasentropfen geben klappt bei mir nahezu problemlos wo es mit dem Papa nur Theater gibt. Da richten wir uns dann durchaus nach ihren Wünschen.

    Barrik

Oh je, nimm dir den Rat mit dem Geschwister bitte nicht zu Herzen! Mein Großer ist auch ein totales Mamakind, trotz Geschwister. Ich glaube, die meisten Kinder werden als Babys einfach mehr von der Mama beschmust und versorgt und der Papa nimmt doch häufig die Rolle des Spielgefährten ein. Also klar kuschelt auch Papa oder wechselt die Windel und Mama spielt und tobt auch, aber so insgesamt gesehen. In der Regel ist der Papa ja im Babyjahr arbeiten, kommt heim und im Idealfall spielt er dann mit dem Baby. Ist halt bei vielen Babys die "Grundprägung". Deshalb glaube ich, das kommt bei vielen Kindern noch eine ganze Weile durch. Das Kuschelige, Versorgende assoziiert sie mit dir und scheinbar hast du das auch ganz feinfühlig gemacht, weshalb sie dabei bis heute Mama tankt. Das spielerische scheint für sie eher mit Papa verbunden zu sein.

Ich würde es also soweit wie es geht in die Planung miteinbeziehen. Also wenn es um sowas geht, wo man ein Stück mutig sein muss, wie neuer Kurs, Zahnarztbesuch etc. eher Papa und bei der Versorgung eher Mama. Da es eh niemals immer so klappen wird, bekommt sie dann automatisch mit, dass es auch mit dem jeweils anderen geht. Aber sie tankt eben auf ihre bevorzugte Art ein Stück Mama/Papa=Geborgenheit, wenn ihr auf ihre Bevorzugung eingehen könnt.

Lg

  • Ich denke das ist ein guter Ansatz und wir werden ihn beherzigen. Bei Dingen wo sie eher eigenständig sein soll und sich lösen sollte kann der Papa das wohl besser. Wohingegen unangenehme Arzttermine etc dann mit mir gemacht werden wo sie die Nähe und Unterstützung braucht.

    Danke!
    Barrik

Das kenne ich von meiner Tochter. Wenn ich weg bin ist meine Tochter sehr viel eigenständiger und souveräner ... Wenn ich da bin ... ich glaube, da wird sie unsicher und ängstlich. Ich gehe immer zügig und meine Tochter macht ihr Ding ... Beim Turnen, im Kiga ... ich weiss nicht woran es liegt ... wenn ich da bin kann sie plötzlich gar nichts mehr .. sobald ich weg bin ist sie ein aufgewecktes Kiga - Kind ... Und auch zu Hause ... Wenn abgemacht ist das Papa sie ins Bett bringt (das sagen wir ihr frühzeitig und immer mal wieder), dann nimmt sie das meistens auch an ... Manchmal kommt es vor das das nicht funktioniert ... Dann gehe ich kurz zu ihr, sage ihr was besprochen wurde und dann gehe ich wieder ... dann knötert sie noch etwas, das war es dann aber auch ...

LG, Lena

(24) 26.01.17 - 21:28

Hey und ich bin auch so weit:),unsere maus geht seit dem 1.11.16 endlich in kita...naja bis vor letzte woche, haben wir es geschafft mal drei von 9:10bis12:00uhr dort zu bleiben, ohne mama...und seit dieser woche absolut Horror..mama ich möchte zu dir, mit dir, und will nicht ohne...bin heute dann doch wärend kurzen ablenkung selbst fast heulend heim und musste halbe stunde später wieder kommen .hat sich durchgehend nicht beruhigt! Selbst wo ich kamm, hat sie sich grad noch so überreden lassen da zu bleiben...dann war es kein Thema und sagte wir kommen morgen wieder.Mama muss einkaufswagen(mobil)schieben also ja nicht papa ,klo mama,nachts mama ,selbst wenn sie zu uns nachts ankommt, sie kommt zu mir und will auf meinem kissen schlafen:ooo papa darf sie nicht umarmen...und heute bekamm er keinen Kuss:ooo?erst wo ich sagte wenn du so gemein bist, spielt er nicht mehr mit dir Flugzeug ;)auf einmal gings...ach und das beste fragt mich Erzieherin ob evt .bei uns zuhause was wäre oder vlt. wegen baby bauch...amm sicher nicht sie ist bestimmt 300%nicht von unaufmerksamkeit betroffen.und mein mann macht für sie auch alles ..ps: sicher ist es oft das kinder mit Geschwistern nicht so klammernd sind, allerdings, ist bei uns in der Gruppe ein Junge seit Jahr in der Kita drin, ist 4 tes kind in der fam. und 4 Jahre alt ,jeden tag sitzt er heulend vor seiner mama...also hat es nur mit kind selbst was zu tun, einer so anderer so.. geb nichts auf so Sprüche!.. die leute wissen es nicht anders.weisst du vor vier Jahren wurde ich 30 mein Mann 34 und wir hörten nur noch o was mit euch? die Uhr tickt und so weiter, das wir auf unser Wunder schon 10jahre warten interessiert e niemand...und das wir eben noch mal in letzten Moment und Versuch noch den sechser im Lotto gewonnen haben ,auch nicht... und das wir noch mal Kraft fanden nach letzter FG in dez 2016 ,und es noch mal wagten...ne eher sagten viele wird ja höchste zeit,oder besser noch sei froh du hast ja schon eins usw...ich finde mann soll echt vorsichtiger sein wenn mann hier die Menschen anschreibt...
ich werde jetzt einfach wieder mit in die kita gehen, wird bestimmt wieder und hoffentlich hält die zweite Prinzessin bis dahin noch im bauch aus. Lg ekol

Ich finde dich fies. Von einem dreijährigen Kind so lieblos zu sprechen, ich möchte brechen. "Bockte" "keine one man Show" wenn man bedenkt, was für einen Zirkus du veranstaltet hast, um dieses Kind überhaupt dein Eigen nennen zu können, hättest du es wohl lieber gelassen #augen.

Deine Tochter zeigt deutlich, dass sie dich braucht und hängt immer mehr an dir, um von dir in der Folge immer weiter weggestoßen zu werden. Sie ist sich - vollkommen zurecht - dir und seiner Liebe nicht sicher. Sie klammert. Das arme Kind. Es ist verzweifelt Hergottnochmal!

Lies dich doch mal in Attachment Parenting, Bedürfnisorientiert erziehen, unerzogen Leben etc ein (gibt auch tolle Facebookgruppen dazu). Ganz eng ans Herz legen möchte ich dir auch das Buch "Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn" Das dürfte dir hoffentlich sehr viel weiter helfen, dein kleines Kind und seine natürlichen und vollkommen normalen Bedürfnisse als das zu erkennen, was sie sind: Richtig, wichtig, lebensnotwendig. Sie braucht dich. Sie macht das nicht, um dich zu ärgern. Die Bedürfnisse deines Kindes zu kapieren wird dir und euch und ihr im Leben sehr sehr viel weiterbringen. Wenn du sie weiterhin so lieb- und herzlos wie jetzt als "albern" abtust, wird das Folgen haben. Für allem für dein ach so gewünschtes Wunschkind.

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