Kündigung durch Kindergarten....

    • (1) 27.01.17 - 10:24

      Hallo zusammen

      Meine Frau und ich haben ein größeres Problem.
      Anfang 2016 haben wir ein Haus gekauft und mussten deswegen die STadt und damit auch den Kindergarten wechseln.
      Wir haben 2 Söhne, einen bald 6jährigen und einen 4,5 jährigen. Der jüngere Bub ist ein ausgemachter Dickkopf, der sich sehr ungern etwas sagen lässt. Da er dabei auch noch recht viel Temperament hat, sorgt das oftmals für, nennen wir es mal reichlich Diskussionsstoff.
      Bei ihm kommt dann noch erschwerend hinzu, dass er eher ein Einzelgänger ist und nur schwer Anschluss findet (interessanterweise ist sein Bruder komplett anders...).

      Im alten Kindergarten gab es Anfangs auch das ein oder andere Problem, die Kindergärtnerinnen haben dies (oder besser ihn) aber dann irgendwann in den Griff bekommen.

      Dann kam leider der Umzug... :-(
      Der neue Kindergarten ist mehr als doppelt so groß (größere Gruppen und mehr als doppelt so viele Gruppen insgesamt).
      Durch seine speziellen Eigenheiten ist unser Jüngster dort natürlich dann schnell angeeckt.
      Seine Wutanfälle haben sich (zumindest aus unserer Sicht) verstärkt, dies zeigt er leider auch recht deutlich, indem er Sachen/Spielzeuge etc. umwirft oder durch die Gegend wirft.
      Dies macht er zwar auch zu Hause, dort greifen wir aber immer rechtzeitig ein um ihn zu bändigen (Maßnahmen unsererseits sind idR: Spielzeug wegnehmen (darf er wiederbekommen, wenn er wieder lieb ist), Fernsehverbot (abends vor dem zu Bett gehen dürfen sie eine halbe Std.) oder Verweis auf das Zimmer für eine STd...etc).
      Im neuen Kindergarten scheint er sich auch sehr unwohl zu fühlen, er möchte morgens nicht loslassen und erst nach längeren Gesprächen bleibt er dann im Kindergarten.

      Wir hatten vor knapp 2 Monaten bereits auf unseren Wunsch hin ein Gespräch mit den beiden Kindergärtnerinnen, da man uns mehrfach angerufen hatte, damit wir unseren Sohn abholen kommen.
      Da meine Frau und ich beide berufstätig sind, ist dies natürlich nicht immer möglich (interessanterweise hist dies dem Kindergarten egal...).
      Bei dem Gespräch saß dann plötzlich auch die Kindergartenleitung mit am Tisch, was bei mir dann auch direkt alle Alarmglocken klingeln ließ.
      Dort kam dann auch schon der böse Hinweis, dass unser Kind den Kindergartenfrieden und auch die Gesundheit der anderen Kinder gefährden würde und man im schlimmsten Fall eine Kündigung des Vertrages in Betracht ziehen würde.
      Weiterhin hätten die Kindergärtnerinnen keine Zeit um sich verstärkt um unser Kind kümmern zu können.
      Wir haben Ihnen dann einige Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, zB unseren Sohn auch gegen seinen Willen in den ARm zu nehmen und festzuhalten wenn er gerade mal wieder "austickt". Denn so ein Wutanfall lässt meist nach 1 oder 2 Minuten bei ihm nach und er beruhigt sich wieder.
      Weiterhin haben wir aufgezeigt, dass der "alte" Kindergarten nicht solche Probleme mit ihm hatte. Dies wurde offenbar als Beleidigung aufgeschnappt :-/

      Gestern war es dann mal wieder soweit. Der Jüngste hatte berits zu Hause gezeigt, dass er heute wieder einen "bockigen" Tag haben wird.
      Als meine Frau heute im Kindergarten war, wurde ihr (mal wieder) aufgezeigt, was unser Jüngster wieder veranstaltet hat. Er hatte mal plötzlich wieder seine 2 Minuten und begann zu "randalieren" (anders kann ich es nicht sagen). Die Kindergärtnerinnen verließen daraufhin mit den anderen Kindern des Raum...#kratz
      Nachdem er sich wieder beruhigt hatte, wurde dann wieder gemeinsam weitergespielt.

      Meiner Frau wurde auch direkt gesagt, dass man ein sofortiges Gespräch mit uns und der Kindergartenleitung wünscht. Auch der Satz "...so geht es nicht weiter..." fiel dabei.
      Ich kann mir vorstellen, worauf das Gespräch hinauslaufen wird.#aerger

      Ich gehe erstmal vom Schlimmsten, nämlich der Kündigung aus.
      Das wäre der halbe Weltuntergang für unsere Familie. Wir haben wie gesagt gerade ein Haus gekauft und sind beide berufstätig. Die nächsten Verwandten sind 120 km entfernt...Sollte plötzlich einer zu Hause bleiben müssen, wäre dies finanziell eine Katastrophe #zitter

      Nach dem ersten Gespräch haben wir bereits einige Dinge unternommen. Über den Kinderarzt haben wir gerade eine aktive Ergotherapie laufen.
      Der Antrag für einen Platz in einem Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) läuft bereits, aber die Wartefristen liegen bei einem knappen 3/4 Jahr mindestens.

      Zur Zeit wissen wir einfach nicht weiter und bangen vor dem Gesprächstermin.

      Vielleicht hat ja jemand etwas ähnliches hier erlebt und kann uns einige Tipps #danke geben.
      Zur Not suche ich auch den stressigen und unfreundlichen Weg mit dem Kindergarten, nämlich über den Rechtsanwalt.#wolke

      Da wir ja wie oben geschrieben schon gesehen haben, dass unser Jüngster seine Probleme mit den beiden Kindergärtnerinnen seiner Gruppe hat, haben wir bereits vor 3 Monaten schon eine Bewerbung für einen anderen Kindergarten verschickt. Dieser beginnt halt leider erst im rechnerisch neuen Schuljahr, also in 6 Monaten :-(

      • (2) 27.01.17 - 11:20

        Hallo Scramer,
        ich habe auch so einen Burschen, der ausstickt und sich nicht einbekommt. Es wird besser, aber er ist jetzt auch schon sechs. Mit drei war es schlimmer, die Kinder lernen also, sich auch selbst zu regulieren, wenn man Ihnen die Möglichkeit gibt.

        Zu Eurem Kindergarten kann ich Dir leider nichts sagen, da haben wir das große Glück, dass unser Sohn einen tollen Kindergarten erwischt hat, die Kindergärtnerinnen nehmen ihn so, wie er ist, erkennen, wann er eine Auszeit braucht, schon bevor er es selber merkt. Diese wird dann individuell gestaltet, indem er abgelenkt und beruhigt wird, ohne das an die große Glocke zu hängen… (Z.B.: Wollen wir mal in der Küche für alle Kinder was zu trinken holen? Dann gießt er 20 Becher voll Wasser und kommt runter und dann geht es ohne Probleme weiter. Er ist beruhigt, fühlt sich darüber hinaus anerkannt und als große Hilfe… )
        Aber was mir bei Deinem Beitrag aufgefallen ist: Dein Sohn ist ein „ausgemachter Dickkopf“, der wieder seinen „bockigen Tag“ habe wird. Nach Strafen darf er seine Spielsachen wiederhaben, wenn „er wieder lieb ist“….
        Ihr seht Euren Sohn sehr negativ. Glaub mir, ich weiß wie schwer einem das manchmal fällt, aber Eurer Sohn ist nicht böse! Ihr erkennt nur nicht, was er eigentlich ausdrücken will. Wenn die Sachen kaputtzumachen in dem Moment das einzige Mittel ist, um an Euch heranzukommen, weil Ihr dann reagiert, was soll er tun? Beide Eltern arbeiten, um das Schöne Zuhause zu finanzieren. Ob es schöner ist als das alte, das kann er doch nicht wirklich einschätzen. Aber damals hatte er nen besseren Kindergarten, vielleicht hatten seine Eltern auch mehr Zeit. Nun soll er funktionieren und lieb sein,…

        Das kann nicht klappen.

        Ihr müsst Euch für ihn die Zeit nehmen und auf ihn zugehen, auch in den Momenten, wenn er ausstickt…. Vielleicht liegt es einfach an der fehllaufenden Kommunikation zwischen Euch und Eurem Jüngsten, weil ihr mit dem Großen ganz anders kommunizieren könnt?
        Ich sag es mal platt: Euer Kind verhält sich wie Godzilla und spricht dessen Sprache. Ihr habt aber bislang mit dem Großen Dalai Lama gelebt und kommuniziert. Ja, auch Euer Sohn muss Regeln lernen, Ihr solltet aber erst mal seine Sprache verstehen lernen (Ihr müsst sie ja nicht als Fremdsprache mitsprechen ?)

        Liebe Grüße
        Vom Punkt

        • (3) 27.01.17 - 14:58

          Ich denke, eine positive Verstärkung von allem, was gut läuft, hilft Euch wohl schon weiter. Je mehr man auf die Probleme der Kinder sieht, desto größer werden sie. Was kann Euer Sohn denn gut? Sport? Musik? Dann soll er das ruhig auch mal im Kindergarten zeigen können, damit die Anderen ihn nicht immer nur negativ sehen. Versucht doch auch, dass er sich tagsüber viel auspowern kann, damit er körperlich müde wird. Kann er denn im Kindergarten jederzeit raus, wenn ihm danach ist?

          (4) 27.01.17 - 16:00

          Wow! Ganz toll geschrieben!

      (5) 27.01.17 - 11:48

      Hallo,

      habt Ihr denn mal ärztlich abklären lassen, ob alles in Ordnung ist mit Eurem Sohn?
      Ich kann Dich verstehen, aber auch den Kiga. Wir hatten auch so ein Kind in der Gruppe und alle haben sich gewünscht, daß es enlich verschwinden würde, weil es auch den anderen Kindern weh tat, sich selbst verletzt hat. Eine Kündigung wäre aber nie in Frage gekommen, die Erzieher haben sich immer bemüht und die Eltern, die sich beschwert haben auch aufgeklärt.
      Ich finde es immer schwer zu sagen, man habe doch einen Dickkopf, irgendwas muss das Ganze ja auslösen und die Eltern sind dafür verantwortlich, daß das Kind erkennt, daß es falsch ist, sich so zu verhalten und wenn das nicht möglich ist, würde ich mir Gedanken machen, was nicht stimmt.
      Aber das kann man so aus der Ferne natürlich nicht sagen, darum ist es auch schwer, etwas zu raten.

      LG

      (6) 27.01.17 - 12:37

      In welche Stadt seit ihr denn gezogen? Überall herrschen ja andere Gesetze.

      Ich würde mich an eurer Stelle an den Träger der Einrichtung wenden und dort euer Problem schildern.

      Gleichzeitig um ein Gespräch mit der Leitung bitten.
      Dein Sohn hat Frust und ist wütend und weiß nicht, wie er damit umgehen soll. Da braucht er Erwachsene, die ihn unterstützen. Leider findet er das in dem neuen Kindergarten nicht vor.
      Durch eure Maßnahmen tragt ihr unbewusst auch dazu bei, dass seine Wut keinen Raum findet.
      Fernsehverbot und in das Zimmer schicken sind die klassischen Dinge, die Eltern immer wieder anbringen.
      In dieser Phase braucht er liebevolle Unterstützung. Durch das Rebellieren zeigt er euch deutlich, dass er unglücklich ist. Also raus aus dem Negativkreislauf und gucken, was kann er gut?
      Positives Verstärken, ihn immer wieder loben, wenn was gut geklappt hat.
      Im Kindergarten gezielt nachfragen, was gut geklappt habt.
      Lasst euch nicht so schnell entmutigen. So schnell kann ein Kindergarten euch nicht kündigen.

      Um Unterstützung bei den Erzieherinnen bitten...etc.pp.

    • (7) 27.01.17 - 12:40

      Hallo,

      Eure Strafen für das wütende Verhalten des Jüngsten sind gruselig. Auszeit im Zimmer? Fernsehverbot? Wieder lieb sein? Und dann gegen seinen Willen umarmen? Das grenzt für mich schon an Mißhandlung und ist gruselig. Ein Kind muss nicht ständig lieb sein, aber Ihr als Eltern müsst Eurem Sohn zeigen, wie er in entsprechenden Situationen reagieren kann. Er kann in ein Kissen schlagen, einen Rückzugsort bekommen, aber nicht als Strafe, sondern um die Möglichkeit zu haben die Wut auszuhalten und abzubauen.
      Wie reagierst Du, wenn Du wütend bist? Du schimpfst oder erzählst es jemanden, gehst vielleicht auf und ab oder spazieren, aber stell Dir vor, Dein Chef würde Dich gewaltsam umarmen! Soll Dein Kind dann auch andere wütenden Kinder gewaltsam festhalten? Das ist absolut übergriffig, überschreitet persönliche Grenzen und ist keine Lösung.
      Warum ist Euer Kind wütend? Kann es schlecht mit heftigen Gefühlen umgehen? Hat er eine niedrige Frustrationstoleranzgrenze? Kann er die Gefühle andere Kinder nachvollziehen?
      Euer Sohn ist ein Fall (und Ihr auch) für eine psychische Beratung.

      LG
      Yoha

      • (8) 27.01.17 - 14:54

        Bei unseren 2 ADHS-Kindern half genau das sehr gut: Festhalten und dadruch Halt geben oder in eine Reizarme Umgebung schicken, meist auf's Zimmer. Uns half aber auch Massage mit einem Igelball, Schaukeln, Einwickeln in eine Decke und kräftig duschen.

        Wenn er in erster Linie überreizt ist, hilftreden nicht, sondern macht alles nur schlimmer. Unser Sohn fühlte sich auch draußen viel wohler als drinnen, musste sich täglich körperlich auspowern, um nicht so überdreht zu sein.

        • (9) 27.01.17 - 17:45

          Gewaltsames Festhalten soll beruhigen? Eine Art Ersatz für die Watschentherapie oder wie? Die Festhaltetherapie ist keineswegs geeignet um Kinder zu beruhigen, es ist eine Gewaltausübung ohne Schläge. Im Gegenteil - dadurch riskiert man, daß das Kind Furcht vor Berühung und körperlicher Nähe hat.

          • (10) 27.01.17 - 21:04

            Die Festhalte-Therape ist kein gewaltsames Festhalten, informiere dich mal genauer. Es geht nur darum, dem Kind enge Grenzen zu setzen und Halt zu geben...
            Hatte uns übrigens die Kinergartenleitung empfohlen. Und ADHS-lern tut Enge gut. Manche kriechen auch in was Enges rein oder wollen eng in eine Decke gewickelt werden.

            • Sein Kind hat aber kein ads, das hätte er wohl gesagt.
              Nicht alles hilft bei allen Kindern.

              • Weist Du es? Es scheint ja noch nicht genauer abgeklärt zu sein...

                • Grade deshalb, von daher kann dieser Tipp das Gegenteil bewirken.
                  Und wie er an die Sache rangeht usw. solche Eltern machen es Kindergarten und Schule unendlich schwer, da sie die Fehler nie bei sich suchen.:-(

                  • Andererseits belastet es die Eltern sehr, wenn es immer nur heißt, "Die Mutter ist unfähig, ihr Kind zu erziehen", dabei steckt ein ADHS dahinter, was aber normalerweise erst im Schulalter getestet wird. Im Kindergarten sind es oft einfach Rabauken, die sich mit den Regeln schwer tun...Aber es ist schon wichtig, das Kind in erster Linie positiv zu sehen und die Fähigkeiten zu unterstützen, damit es ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln kann. Solche Kinder werden ja sehr schnell von allen abgelehnt und abgestempelt und leiden darunter sehr, da sie ja auch sehr empfindsam sind.

    (15) 27.01.17 - 13:15

    Hi,

    wir haben ja auch so ein kleines Rumpelstilzchen und stehen auch rege im Kontakt mit dem Kindergarten.

    Zumindest bei uns wird aber auf enge Zusammenarbeit wert gelegt. Allerdings erfordert das nunmal auch Zeit durch die Eltern, die bei euch nunmal nicht da ist.

    Wie lange besucht euer Kind denn am Tag die Einrichtung? Könnte man da eventuell was tun, damit ihr einfach mehr Zeit mit ihm verbringt? Die Erzieherinnen können sich bemühen, aber es ist nunmal keine eins zu eins Betreuung.

    Und vergesst bitte nicht das es nicht nur um den Kindergarten geht. Wahrscheinlich haben ja auch schon andere Kinder etwas ab bekommen und da üben die Eltern vielleicht auch Druck auf den Kindergarten aus.

    Gruss

    Ornella

    (16) 27.01.17 - 13:19

    Moin,

    Ich kann Euch nur raten Euch Hilfe zu holen, und zwar bei einer Erziehungsberatung / Kinderpsychologen und nicht beim Rechtsanwalt. Dein Kind muss lernen damit umzugehen, Wege finden die Wut zu kontrollieren, mit seinen Gefühlen klarzukommen, er kann sich später auch nicht seinen Schulplatz / Ausbildungsplatz einklagen wenn der Hammer durch den Werkraum geflogen ist (so nen Fall hatte ich schon).

    Du schreibst sehr überzeugt, Du denkst dass Ihr das zu Hause alles richtig handelt, ihr gebt den ausgebildeten Erziehern auch noch "Tipps"??? Aber dem ist nicht so. Festhalten, 1h aufs Zimmer schicken, Fernsehverbot??? Das kann nicht funktionieren! Ich sehe nirgends dass Ihr versucht Eurem Kind einen Weg zu zeigen mit man mit der Wut und dem Frust umgeht! Fragt doch mal die Erzieher was sie vorschlagen! Geht zu einer Erziehungsberatung! Nicht nur Euer Kind muss was tun, auch Ihr müsst an Euch arbeiten! Redet nochmal mit dem Kindergarten wie man GEMEINSAM das Problem lösen kann und ob sie Vorschläge haben, das Problem kriegt ihr nur mit dem Kindergarten gelöst, nicht gegen ihn,

    LG
    Pikku

    • (17) 28.01.17 - 00:55

      Da ich das allgemeine Antworten noch nicht gefunden habe, picke ich mir deine Antwort raus, beziehe mich aber auch auf die anderen.#winke

      Zu den Arztgeschichten: das läuft alles, dauert aber leider seine Zeit. Alle U-Untersuchungen verliefen ohne Vorkommnisse, der Kinderarzt sieht von seinem Standpunkt aus ebenflass keinen besonderen Handelsbedarf (hat und aber trotzdem eine Empfehlung für das SPZ ausgestellt). :-)
      ABgesehen vom SPZ laufen auch Termine mit der Erziehungsberatung und das Jugendamt hat ebenfalls Kenntnis. Wir arbeiten dran, können aber keine Termine herzaubern...

      Zu unserem Verhalten zu Hause:
      Die aufgeführten "Strafen" sind die Maximalstrafen. Es ist ja nicht so, dass sie jeden Tag gemacht werden.#augen
      Davon abgesehen: ich halte meine Frau speziell was den Umgang mit unserem kleinen DIckkopf angeht für sehr gut!!#danke
      Sie geht sehr gut auf den Kleinen ein und spricht, gerade nach seinen Ausrastern, sehr sehr viel mit ihm. Und versucht rauszufinden warum er gerade dies so und so gemacht hat. Und versucht auf Lösungswege aufzuzeigen. Das Problem ist halt, das er sich nix sagen lässt und sich keiner seiner, nennen wir es mal Fehler, annimmt. Das bezieht die ausführlichen Gespräche und sogar positive Verstärkungen mit ein.
      Ein Beispiel? Wir bieten ihm etwas an, wovon wir wissen, dass er es gerne möchte. Die ersten 2 Antworten seinerseits? NEIN. Kurzes Grübeln...doch ja, will ich.

      Er kann sich manchmal stundenlang alleine beschäftigen. Und dann kommt ein kleiner Zwischenfall (und es ist fast egal um was es geht, entweder klappt etwas beim Zusammenbauen nicht und man bietet Hilfe an; mal möchte er, dass sein großer Bruder mitspielt oder umgekehrt und einer von beiden will nicht, mal soll er Hände waschen fürs Mittag-/Abendessen etc etc) und er tickt mitunter ohne ersichtlichen Grund vollkommen aus. #aerger#wolke
      Das hat nichts! mit einem Hilferuf nach uns oder dergleichen zu tun (und bevor ein dummer Spruch kommt: ich habe eine teilpsychologische Ausbildung während meienr Studienzeit genossen, weiß also zumindest teilweise wovon ich rede...#sorry).

      ADHS schließe ich erstmal aus (lasse mich von einem Fachmann später beim SPZ gerne eines BEsseren belehren).

      Auch seine Frustrationstoleranz ist eher nicht das Problem, er kann bei Spielen mit uns oder seinem Bruder auch mal verlieren ohne Probleme.

      Mein Kleiner ist ein "Draußen-Kind". Selbst bei WInd und Wetter will er oft und gerne raus (ganz anders als sein Bruder). Dies fördern und unterstützen wir auch so oft es geht.
      Es gibt auch eine Draußen-Gruppe (zumindest immer ein paar STd die Woche in unserem Kindergarten. Dies hat er mal versucht und recht gut angenommen. Das Problem warum er dort nicht reinkann ist dann wieder sein Dickkopf. Wenn er von der Kindergärtnerin gerufen wird, versteckt er sich gerne hinter einem Baum. Er kommt dann auch beim 5 rufen nicht...deswegen will der Kindergarten dieses Risiko nicht eingehen.

      Nochmal zu den Strafen. Gibt ja auch hier Neunmalkluge....Auf's Zimmer oder Fernsehverbot soll eine gruselige Strafe sein? Gehts noch? Schlagen oder einsperren ist eine gruselige STrafe! Dann zieh ich das Pferd mal andersrum auf: was macht ihr denn bitteschön? DuDuDu, machs bitte nicht noch einmal und alles so belassen? Is klar...

      Ob ich unzufrieden mit dem Kindergarten bin?
      Natürlich!! Wer mir beim ersten persönlichen Gespräch etwas von Kündigung erzählt, kann nicht damnit rechnen in meinen engeren Freundeskreis aufgenommen zu werden!
      Davon ab wollten wir das erste Gespräch mit den beiden Kindergärtnerinnen aus der Gruppe führen. Ohne uns zu fragen ob wir damit einverstanden sind, ist auf einmal die Leiterin der KiTa dabei. Das bringt bei mir nicht gerade ein vertrauenswürdiges Verhalten zu Tage #nanana
      Als man uns dann noch ein Tagebuch vorgelesen hat, indem jeder noch so kleine "Verstoß" unseres Jüngsten aufgeführt wurde, war das Vertrauensverhältnis meinerseits gestorben.

      Und kommt mir jetzt nicht mit Sprüchen wie wir sollen den Fehler bei uns suchen.:-[ Das tun wir schon seit längerem. Wenn ein Kind aber mit Menschen nichts zu tun haben will, die ihn betreuen, spricht das für mich Bände. Mal wieder ein Beispiel gefällig? Wenn wir in die Gruppe gehen und er sieht eine der beiden Erzieherinnen zuerst (wohlgemerkt die gleiche), dann dreht er sich direkt um und klammert sich an mir fest.
      Ich habe ihn auch schon mehrfach darauf angesprochen, er kann oder will mir aber keine ANtwort geben was er gegen sie hat.

      Natürlich habe ich auch Verständnis für die Erzieherinnen. ABer bei dem ersten Anzeichen die weiße Fahne zu hissen ist nicht meine Auffassung von Arbeit. Eben weil sie 4 Jahre ihre Arbeit gelernt haben erwarte ich, dass sie auch mit Problemfällen umgehen können.
      Und ich glaube nicht, dass er im Kindergarten schlimmer ist als zu Hause, wir greifen zu Hause nur konsequenter durch. Eben das wurde auch im alten Kindergarten gemacht.
      Und dort ging unser Jüngster, im Gegensatz zum neuen Kindergarten, immer gerne hin. Und wir mussten nicht beim abgeben in der Gruppe 5 Minuten auf ihn einreden bis er da blieb...#schock

      Also ja...wir würden den Kindergarten eher heute als morgen wechseln.
      Bei einer fristlosen Kündigung krieg ich dummerweise nicht in absehbarer Zeit einen neuen Platz. Und zur Tagesmutter werde ich meienn Jüngsten mit 4 Jahren bestimmt nicht geben.

      Was mich zu meiner Frage zurück bringt. Ich will keine Erziehungstipps oder dergleichen sondern möchte gerne wissen ob jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht hat? und wenn ja, wie er dagegen vorgegangen ist.
      Wenn es hart auf hart kommt geh ich zum Anwalt. Ich bin aber eigentlich nicht so auf Konftontation ausgelegt (auch wenn der ein oder andere Satz hier vielleicht anders klingt :-p )

      So. Eigentlich wollte ich mich nicht üner die ein oder andere Antwort aufregen, habe es jetzt aber doch getan #schrei

      • (18) 28.01.17 - 08:10

        Moin,

        ich kenne einige Erzieher und kann Dir sagen sie sagen dass sie der Auffassung sind dass das nie nur am Kind liegt, dass die Eltern immer in eine Therapie eingebunden sein müssen weil niemand perfekt mit sowas umgeht und solang ihr nur Euer Kind in Ergo schickt und nicht selber aktiv auch was tut wird der Kiga die harte Tour fahren. Mag sein dass Ihr vieles richtig macht aber bestimmt nicht alles. Und natürlich verhalten sich Kinder auswärts oft anders. Sowas ist nie das Kind alleine es gehören immer beide Seiten dazu. So kommt ihr aber rüber und das stößt auf. Dort und hier.

        Mehr kann ich nicht sagen. Wenn ihr nicht selber was ändert und nur einmal die Woche ihn in Therapie schickt wird das nix und was macht ihr in der Schule und Ausbildung? Auch solang wechseln bis mal jemand damit zurecht kommt oder ihm die Leute genehm sind? Daran liegt es nicht vor allem Wei er die Ausrüster ja auch zu Hause zeigt.

        LG
        Pikku

        (19) 28.01.17 - 20:37

        Habt ihr mal über eine lebensmittelAllergie nachgedacht? Klingt zwar im ersten Moment spinnert,aber unser ha gabuns neulich den tipp,nachdem wir solche Auffälligkeiten mit unserem sohn hatten. Er hatte ähnliche Erfahrungen mit seinem sohn gemacht.lg

(20) 27.01.17 - 13:43

Wie kommst du denn gleich auf Kündigung?
Wenn du schon über deinen eigenen Sohn so extrem redest und das tatsächlich stimmt...was sollen dann erst die Erzieherinnen denken? Im Kiga benimmt er sich mit Sicherheit noch einmal eine Nummer extremer.
Erzieherinnen, die mit der Gruppe den Raum verlassen müssen, weil dort ein Kind tobt - das ist untragbar. Da dein Kind eine Gefahr für sich und Andere darstellt, kann er den Kindergarten ohne 1:1-Betreuung unmöglich weiter besuchen. Das wird die Bedingung sein. Entweder ihr beantragt einen I-Platz oder es gibt eine Kündigung.

(22) 27.01.17 - 13:48

Hallo,

ich sage mal so, der Kindergarten ist ja nicht nur unzufrieden mit Eurem Sohn, sondern Ihr seid auch unzufrieden mit dem Kindergarten, und Euer Sohn fühlt sich dort nicht wohl. Von daher wäre eine Kündigung für beide Seiten die beste Lösung.

Leider wachsen Kindergartenplätze aber nicht auf Bäumen, weswegen ich verstehe, dass Ihr eine Kündigung zum jetzigen Zeitpunkt nicht möchtet.

An Eurer Stelle würde ich mich aber auf jeden Fall nach einem anderen Platz umsehen, weil das in diesem Kindergarten mit Eurem Sohn nie funktionieren wird.

Du schreibst, das sei eine Einrichtung mit vielen Gruppen und vielen Kindern pro Gruppe.
Für mich klingt das nach "Kinder-Verwahr-Anstalt". Die Gemeinde spart mit den großen Gruppen Geld, weil weniger Erzieherinnen mehr Kinder betreuen.
Solche Konstruktionen funktionieren aber nur mit Kindern, die relativ problemlos mitlaufen. Kinder, die mehr Erzieherinnen-Zeit benötigen als vorgesehen, weil sie z.B. verhaltenstechnisch schwierig sind, sind da Sand im Getriebe.

Ergotherapie und ähnliches zeigen nur langfristig Erfolge, wenn überhaupt. Der grundsätzliche Charakter Eures Sohnes bleibt gleich, und wenn er sich im Kindergarten unwohl fühlt und deswegen noch eher ausrastet, werden die dort kaum eine Verhaltensänderung bemerken. Außerdem gehen die schon mit der Erwartung auf Euren Sohn zu, dass er gleich wieder Mist bauen wird, und Euer Sohn merkt das. Das sind dann so selbsterfüllende Prophezeiungen.

Euer Sohn braucht einen Kindergarten mit einem guten Personal-Schlüssel und engagierten Erzieherinnen, wie es offenbar in Eurem alten Kindergarten der Fall war.

Ich selbst war auch ein schwieriges Kind im Kindergartenalter, und habe einige Erzieherinnen zur Verzweiflung gebracht, weil ich nicht auf sie gehört und z.T. böse gebockt habe. Meine Mutter durfte auch öfter bei der Leitung antanzen. #schein
Aber es gab damals eine alte, erfahrene Erzieherin in meiner Gruppe, und wir zwei kamen prima klar. Das "Geheimnis" dieser Erzieherin war, dass sie sehr nett und herzlich war, solange man sich an die Regeln hielt. Wenn nicht, hat sie richtig durchgegriffen und kein hilfloses Gesäusel veranstaltet, wie diese jüngeren Erzieherinnen, die ich nicht ernst nahm.

Unser Sohn (mittlerweile 7) hat ebenfalls Tendenzen in diese Richtung. Wir sind uns vom Charakter her recht ähnlich. ;-) Er war in einer eingruppigen Einrichtung nach Montessori-Konzept, wo die Erzieherinnen versuchen, auf alle Kinder einzugehen. Das hat im großen und ganzen auch gut funktioniert.
Ich schätze, mit ihm wäre es in einer großen Gruppe mit wenig Personal, wie bei Euch, auch schwierig geworden.

LG

Heike

(23) 27.01.17 - 15:39

Ich kenne nur die andere Seite. Mein Kind und viele andere waren Opfer solch eines Kindes und ich hab mir nichts sehnlicher gewünscht, als das dieses Kind wegkommt.

Unsere Kita hat aber darauf geharrt, dass sie das schaffen werden ohne den Eltern zu kündigen.

Nichts half, bis mein Kind sich einmal ordentlich gewehrt hat und tadaaaaa, er wurde in Ruhe gelassen. So haben es auch andere Kinder gemacht und seitdem ist er ein Lämmchen. Manche Kinder verstehen gesprochene Worte nicht. Da hilft nir gleiches mit gleichem zu vergelten. So leid es mir tut. Da kannst du eigentlich fast nur hoffen, dass er mal in seine Schranken gewiesen wird, falls er kein adhs hat?

Ich würde ruhig und sachlich mit der Leitung sprechen und alle Unterlagen zusammentragen und zeigen, was ihr bereits alles probiert. Ich denke, da gibt es einen Weg.

Hallo,

Ich hoffe, dass ich dir helfen kann, weil ich exakt solche Fälle vom Amts wegen begleite.

Praktischer Rat - hole schleunigst einen unabhängigen Dritten rein und dies sind

- entweder das Jugendamt ODER besser das Kinderpsychiatrischer Dienst.

Diese haben die Möglichkeit der Verhaltensbeobachtung im Kindergarten. Sie können erste Diagnostik machen und erste Therapieempfehlungen aussprechen. Sie können aber auch ganz klar sagen - Kindergarten du spinnst.

Wenn ich dir schreibe, dass in einem Falle wurde Einzelfallintergrstion in einem Regelkindergarten angeregt. Im anderen war stationäre Diaognostik nötig. Im dritten Falle kommt Sozialpödsgogische Familienhilfe nötig.

Eins wirst du - dem Kindergarten nicht mehr ausgeliefert sein. Im Sozialpsychiatrischen Dienst sitzen Kinderpsychologen, Kinderpsychiater und Sozialpädsgogen mit einer entsprechenden Erfahrung, die sehr schnell die Situation einschätzen können. Jugendamt hat genauso seine Möglichkeiten - man muss nur wollen.

Rechtsanwalt - beim privaten Träger ist es eher Unsinn.

Ihr habt ein Anrecht auf einen Kindergarten und ist dein Kind z.B. Seelisch behindert, muss es auch da eine Hilfe geben. nur alleine darf man mit dem Peoblem nicht bleiben. Und übrigens - ich würde zu solchen Gesprächen nie alleine gehen! Zeuge, Gedächtnissprotokoll wird wohl nötig sein.

#winke

Rechtsanwalt?
Eher Erziehungsberatung oder Kinderpsychologen.
Ganz ehrlich: nicht die Erzieherinnen haben was falsch gemacht.

Ich bin manchmal entsetzt wie wenig Respekt Eltern vor der Arbeit der Erzieher und der Eltern haben anstatt die Fehler erstmal bei sich zu suchen!:-[

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