Sohn wirft mit ALLEM!

    • (1) 03.02.17 - 10:10

      Guten Morgen!

      Mein Sohn wird bald 2 Jahre alt und wirft zur Zeit mit allem!

      Spielsachen, Schuhe, Essen (oder ein ganzer Teller wird vom Tisch gefegt). Alles was angefasst wird, wird erstmal geworfen.Neulich hat er meinem Mann eine Konservendose an den Kopf geschmissen.

      Ich sage Nein, erkläre, dass Dinge kaputt gehen und dann weg sind bzw., dass er jemandem damit weh tut. Bringt gefühlt gar nichts. Selbst sein heiß geliebter Traktor fliegt durch die Gegend.nicht weil er sauer ist oder so, er lacht dabei.

      Nach 3 mal ermahnen, dass ich ihm die Spielsachen wegnehme, wenn er weiter macht, kommen sie weg.

      Problem ist, dass das ganze momentan eine tagesfüllende Aufgabe ist und ich das Gefühl habe nur am ermahnen zu sein. Zudem ist er noch krank und sowieso sehr dünnhäutig.
      Bei "ungefährlichen" Sachen lasse ich ihn mittlerweile auch werfen (Puzzles etc.)

      Ich versuche ihm auch andere Sachen zum werfen zu geben (Ball, Luftballon)

      Habt ihr noch ein paar Tips für mich Anfänger im Erziehen ;)) ? Andere wurf-Spielideen? Bringt ignorieren was?

      Liebe grüße,

      Tomate

      Was bei uns am meisten gebracht hat war "aufheben lassen".
      Das kostet am Anfang viel geduld weil sie es natürlich erstmal nicht aufheben wollen.
      Ich gebe aber nicht nach bis es aufgehoben wurde.
      Das Thema werfen hatte sich dadurch bei uns ziemlich schnell erledigt.

    • Hallo,

      >>Nach 3 mal ermahnen, dass ich ihm die Spielsachen wegnehme, wenn er weiter macht, kommen sie weg.<<
      Kein Ermahnen, gleich weg ;-) Ermahnen bringt doch nichts, wie Du siehst.

      LG

      Wo willst Du denn hin?

      Ist es wirklich Dein Ziel, dass Dein Kind mit Puzzleteilen durch die Gegend wirft? Wenn ja: Weiter so!

      Wenn nein: Überleg Dir was Du willst und zieh das genau SO auch durch, nicht anders.

      Du mußt ganz klar sein. Bei uns wird in der Wohnung GAR NICHT geworfen, weder mit Bällen noch mit Puzzleteilen und schon gar nicht mit Konservendosen.

      Insofern hatten meine Kinder beim kleinsten Ansatz unser Signalwort für Nogo (bei uns Auweia) laut und energisch, und ich habe SOFORT alles weggenommen und gezeigt, dass ich darüber sauer bin.

      Wenn Dein Zwerg Dich dabei noch anlacht, hält er es für Dein Spiel. Jetzt bist Du dran zu entscheiden, ob Du das Spiel lustig findest und weiter mitmachst oder ob Du ihm beibringst, dass das kein akzeptables Spiel ist.

      Seinen Kram wieder aufzuräumen ist das mindeste, und wenn er das letzte nicht aufgeräumt hat, würde ich auch keine neuen Spielsachen geben. Ja, dann wird er sauer sein (besonders, wenn er im Moment dünnhäutig ist), aber wenn Du Dich nicht zum Hampelmann seiner Launen machen willst, dann zeig ihm, was geht und was nicht. Das hat noch den angenehmen Nebeneffekt, dass er merkt, er kann sich an Dir orientieren, was ihm langfristig Sicherheit gibt.

      Hallo,

      ich fürchte das Zauberwort heißt "Konsequenz".
      Deine Ansätze sind doch schon gut - nach Ermahnung (möglichst kurz, keine ewig langen Sätze, Z.B. "Nicht werfen, das geht kaputt!") kommt das geworfene Teil weg. Kann unter Umständen auch heißen, dass man bis zum Abend eine Mülltüte befüllt hat...Da würde ich für mich persönlich auch keine Unterschiede zwischen gefährlichen und ungefährlichen Dingen machen - auch Puzzleteile, die durch die Gegend geworfen werden, liegen dann verstreut im Zimmer rum und man findet Teile unter Umständen nicht wieder... Evtl. hilft es, insgesamt die Spielzeugmenge zu reduzieren.

      Andere Sachen zum Werfen anbieten, ist eine gute Idee - ein Bällebad ist in dem Alter auch eine tolle Sache, wenn es um dieses Thema geht (gibt es aus Stoff schon sehr günstig, ebenso die Bälle dazu).

      Manchmal half es bei unseren Jungs, sie von der jeweiligen Situation abzulenken und etwas anderes zu tun oder, statt dauernd zu sagen, was sie NICHT tun sollen, ihnen zu sagen, WAS sie tun sollen (z.B. statt "Wirf nicht mit den Puzzleteilen!" --> Pack die Puzzleteile alle in die Schachtel zurück.).

      Und beim Essen stelle ich immer wieder fest (arbeite in einem Mutter-Kind-Heim), dass die Kinder mit dem Umherwerfen erst anfangen, wenn sie schon satt sind oder zumindest der gröbste Hunger gestillt. Dann wird der Teller weggestellt und gut ist es. Zeigt das Kind noch Hunger, darf es einen neuen Versuch starten. Fängt es wieder an zu werfen, ist der Teller endgültig weg.

      Diese Phase dauert nicht ewig aber da musst Du durch!

      LG und Kopf hoch!

      a79

      (10) 03.02.17 - 13:23

      Hallo,

      warum läßt Du Dich auf solche Spielchen mit Deinem Kind ein? #kratz

      Was das Kind wirft, kommt weg und zwar sofort, egal, was es ist.

      Am nächsten Tag kann er sein Spielzeug dann zurück haben.
      Dass er nicht mit Sachen werfen darf, weiß er. Das hast Du oft genug erklärt.

      Nur setzt Du dieses Verbot nicht durch, sondern machst ein Spielchen daraus, indem Du ihm manchmal andere Sachen in die Hand drückst, ihn manchmal ein paar mal ermahnst, ihn manchmal einfach werfen läßt...
      Ist doch super lustig, das Spiel. Da hätte ich als Kind auch ausprobiert, bei welchen Sachen, welche Reaktion kommt.

      Ehrlich, bei sowas hört bei mir der Spaß auf. Ich habe weder Lust, ständig kaputte Sachen neu zu kaufen, noch alles wieder einsammeln zu müssen und erst recht nicht, eine Beule zu haben, weil Sohneman es witzig fand, mir eine Konservendose an den Kopf zu werfen. #aerger

      Ich würde mir an Deiner Stelle auch verkneifen, ihm in der Wohnung Bälle oder anderes zum Schmeißen in die Hand zu drücken, denn als nächstes wird getestet, was passiert, wenn man damit Blumentöpfe oder den Fernseher bewirft oder so etwas geht als Kollateral-Schaden zu Bruch.

      Geworfen wird mit Bällen draußen oder in der Turnhalle.

      Mal ganz grundsätzlich:
      Man überlege sich, was das Kind darf und was nicht und bedenke dabei die Folgen, falls man es erlauben sollte.
      Die Regelung muss verlässlich sein, also nicht heute verbieten und morgen erlauben. Das verstehen so kleine Kinder nicht.
      Man kann und sollte Kindern natürlich erklären, warum es ein Verbot gibt. Das kann und muss man auch mehrmals machen.
      Aber irgendwann haben die Kinder es begriffen. Kinder sind nämlich nicht so blöd, wie manche Erwachsene das gerne glauben möchten. ;-)
      Nach der Phase, in der das Kind verstanden hat, was von ihm erwartet wird, kommt die Phase, wo es testet, was denn passiert, wenn man sich nicht an die Regel hält.
      In diesem Fall sollte eine knappe Ansage als Erinnerung erfolgen, mit der Warnung, welche Konsequenz das Kind erwartet, wenn es weiter macht.
      Wenn es trotzdem weiter macht, erfolgt die Konsequenz.
      Langes Gerede von wegen, warum das Kind das denn nicht soll usw. sind dann kontraproduktiv, weil das Kind überhaupt nicht mehr zuhört, weil es genau weiß, was kommt.

      LG

      Heike

      Du schreibst, dass du ihn mittlerweile puzzle usw. Schmeißen lässt....und da denk ich liegt das Problem. Er weiß doch gar nicht, woran er sich jetzt halten soll. Einmal sagst du er darf schmeißen, das nächste spielzeug darf er nicht schmeißen....er kann noch nicht unterscheiden welches spielzeug jetzt zum schmeißen da ist und welches nicht.
      Und dadurch, dass du ihn einige Sachen schmeißen lässt, gibst du ihm eine Lücke in deiner Grenze, die er voll ausnutzt. Das ist wie beim fragen nach Schokolade....das Kind fragt 100x und beim 101. Mal sagst du ja....also hatte es Erfolg. Und so ist es beim schmeißen auch.

      Ich würde nix ankündigen. Wer schmeißt ist fertig mit spielen / essen. Dann ist das jeweilige spielzeug oder eben das essen weg.

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