Sohn versucht Vater auszugrenzen

    • (1) 17.02.17 - 18:41

      Guten Abend,

      Ich wollte mal um eure Meinungen bitten, ich weiß langsam nicht mehr was ich davon halten soll.

      Es kommt immer wieder vor, dass unser Sohn (fast 4) versucht, seinen Vater (meinen Mann) auszugrenzen. Zur Erklärung: Mein Sohn und ich waren von Anfang an viel alleine, mein Mann ist 3/4 des Jahres nur am Wochenende zuhause. Das dauert noch ein halbes Jahr, dann wird er jeden Abend nach Hause kommen. Ich denke, dass er daher schon eine enge Bindung an mich hat.

      In den Zeiten, in denen mein Mann wenig zuhause ist, ist er der absolute Held unseres Sohnes an den Wochenenden. Dann bin ich total abgemeldet und es gibt nur Papa hier, Papa da.

      In den Zeiten, in denen mein Mann viel zuhause ist, behandelt unser Sohn ihn oft wie einen Störfaktor. Er sagt dann manchmal zu mir, Mama, wir essen aber alleine oder? Nur du und ich, ohne Papa?

      Mama, wir fahren aber alleine dahin, ohne Papa oder? Mama komm, wir spielen das alleine, Papa soll nicht mitspielen.

      Mein Mann braucht ihm dann auch mit nix zu kommen. Er will nicht mit ihm spielen, nicht mit ihm lesen, gar nichts. Ich versuche das dann schon manchmal zu "organisieren", indem ich zum Beispiel, wenn mein Sohn fragt, ob ich ihm was vorlese, sage dass ich jetzt nicht kann oder möchte, aber dass Papa bestimmt mit ihm liest. Dann verzichtet er lieber aufs Lesen.

      Eben waren wir alle zusammen noch etwas einkaufen. Mein Sohn hat sich auf seinen Papa gefreut, der ist nämlich die Woche über nicht da gewesen. Wir waren beide krank zuhause, die ganze Woche, haben also echt viel aufeinander gehockt und viel gespielt, gelesen, gekuschelt, etc. Mama Zeit kommt also definitiv nicht zu kurz. Beim Einkaufen ging es dann schon wieder los. Er will nicht neben Papa gehen. Papa soll ihn in Ruhe lassen, Papa ist blöd. Jetzt ging es gerade ans ins Bett bringen. Papa ist heute dran. Das will er aber nicht, ich soll ihn ins Bett bringen, nicht Papa. Große Diskussion und Weigerung. Wir haben natürlich nicht nach gegeben, als der kleine dann im Bett lag und mein Mann für die gute Nacht Geschichte neben ihm saß, kam er wohl angekuschelt und man merkte ihm das schlechte Gewissen an, sie haben dann noch kurz gesprochen und er hat sich entschuldigt, dass er doof zu Papa war.

      Mein Mann ist dann natürlich traurig, fühlt sich zurück gewiesen und wir verstehen einfach nicht, woran es liegt. Er kümmert sich immer schon toll um ihn, die beiden sind viel zusammen draußen unterwegs (alleine ohne mich), zuhause bauen sie viel zusammen und denken sich alles mögliche tolle miteinander aus. Aber es kommen halt immer wieder diese Phasen, wo unser Sohn seinen Papa ablehnt und richtig fies zu ihm ist. Ein richtiger kleiner Stinkstiefel. Ich habe keine Ahnung woran das liegt, und ich weiß auch nicht so recht was wir dagegen tun können. Ich rede dann meistens mit ihm und sage, wie doof ich es finde wenn er sich so benimmt, dass Papa dann traurig ist und dass er ihm doch nichts getan hat. Man merkt ihm dann auch vorher an, dass er sich damit unwohl fühlt. Von alleine entschuldigt er sich nicht, gut dafür ist er wohl auch einfach noch zu klein. Aber es ändert sich halt nichts. Morgen wird es wieder zu so einer Situation kommen.

      Kennt das jemand von euch? Hat jemand einen Ratschlag?

      Danke und liebe Grüße
      Sarah

      • (2) 17.02.17 - 19:06

        Hallo!

        Helfen kann ich dir da nicht, denn wir haben hier ein ähnliches Problem. Mal mehr, mal weniger ausgeprägt...unsere Tochter ist 3 und benimmt sich manchmal suUuper fies gegnüber ihrem Papa.
        Papa soll nicht in mein Kinderzimmer, Papa soll weg gehen...oder den Vater nicht begrüßen, wenn er nach Hause kommt #augen

        Kaum ist der Papa aus dem Haus (zur Arbeit oder was auch immer) ist es aber auch nicht recht, da heisst es dann, sie habe ihn noch küssen wollen etc :-)

        Ich mach es im Grunde wie Du, sag ihr, dass das nicht ok ist etc., und Papa bringt sie trotzdem ins Bett...auch wie bei euch: Kaum mit Papa allein, wird gekuschelt. Ist auch nicht immer so ablehnend, aber schon öfter mal. Ich behandel es als Phase, versuche es also weitestgehend zu ignorieren und freu mich, wenn es vorbei ist #schwitz#rofl

        Nur mein Mann tut mir wirklich oft leid :-(

        Bin gespannt, ob Tips kommen....wahrscheinlich sind wir selber Schuld :-p#bla

        LG Elisel

        (3) 17.02.17 - 20:17

        Hallo,

        bei uns ist es ähnlich-Sohn ist auch knapp 4.

        Allerdings kommt unser Papa schon immer täglich nach Hause. Trotzdem verbringe ich die meiste Zeit mit ihm (arbeite nur Teilzeit).

        Allerdings ist es bei uns schon auch mal anders herum-nämlich dann, wenn ich Spätdienst habe. Dann holt ihn Papa aus der Kita ab und ist mehr Zeit mit ihm allein. Da bekomm ich schon auch mal gesagt, dass nicht ich, sondern Papa das machen soll.

        Keiner von uns nimmt das persönlich, denn unser Sohn liebt uns deswegen nicht weniger. Er meint das sicher auch nicht persönlich und ich würde an deiner Stelle euren Sohn nicht für eure Emotionen (Papa ist dann traurig, Mama findet das doof) verantwortlich machen. Denn das ist er nicht. Er äußert in der jeweiligen Situation nur seinen Willen. Worauf wir aber bestehen, es wird niemand beleidigt oder beschimpft. Also kein "Papa ist blöd" oder "doofe Mama".

        LG

        • (4) 17.02.17 - 21:52

          Danke für deine Antwort! Die Male, wo ich "doof" war und mein Mann unbedingt etwas machen sollte, kann ich an einer Hand abzählen ;-) das kommt wirklich nicht oft vor. Mein Mann versucht es nicht persönlich zu nehmen, unser Sohn ist ja auch wirklich noch klein und oft müssen wir auch heimlich drüber schmunzeln, aber wenn es manchmal so geballt kommt, fällt es ihm schon schwer es nicht persönlich zu nehmen. Und dieses "Papa ist blöd" ist halt auch das, wo bei mir die Grenze ist. Wo du Recht hast, ist dass wir ihn nicht für unsere Gefühle verantwortlich machen sollten. Das hab ich so noch nicht betrachtet. Natürlich möchte er uns nicht traurig machen - was auch immer er damit bezweckt ;-)

      (5) 17.02.17 - 20:59

      Ganz ehrlich? Ich finde es schrecklich zu lesen, wie du dein Kind dem Papa "anbietest". Sorry, ihr habt nun mal diese Situation, also lasst doch eurem (noch jungen) Kind doch gefälligst sein Tempo um damit klar zu kommen. Du übst so einen Druck auf das Kind aus, kein Wunder das es so läuft.
      Sorry, ihr habt viel zu hohe Erwartungen an das Kind. Als wenn das alles noch nicht reicht, nein du machst ihm noch ein schlechtes Gewissen, zumindest das was er damit schon anfangen kann. Wofür verflixt soll er sich denn entschuldigen? Dafür das er nicht wie ein Erwachsener mit der Situation umgehen kann? Dafür das ihr stur euer Ding durchzieht? Dafür, das er nicht in eurem Tempo funktioniert?
      Du hast Recht, es wird sich nichts ändern, solange ihr in der Arbeitssituation seid. Bald ist es ja vorbei und er kann sich wieder an seinen Papa gewöhnen. Wäre er älter, dann würde er auch anders damit umgehen. Und bis dahin halt die Füße still und akzeptiert beide (!) euer Kind. Je mehr Druck du ausübst, desto mehr wird das Kind dicht machen. Anstatt den ach so armen Papa zu bedauern, solltest du lieber dein Kind bedauern. Viel mehr versuchen ihn durch diesen Lebensabschnitt zu bringen.

      Ich selber habe meinen Vater (arbeitsbedingt) sehr unregelmäßig gesehen, ich habe ihn sehr lieb gehabt und trotzdem brauchte ich immer eine gewisse Zeit um mit ihm warm zu werden, egal wie sehr ich mich auf ihn gefreut hatte. Meine Eltern haben mich nie zu etwas gedrängt und sie hatten Verständnis für mich....denn schließlich musste ich ja irgendwie in/mit ihrer blöden, komplizierten Welt klar kommen. Und weil ich mich so sehr in dein Kind reinversetzen kann, nehme ich mir das Recht raus, dir eine solche Antwort zu geben. Beim lesen deiner Worte tut mir euer Knopf einfach nur unsagbar leid. Es muß schlimm für ihn sein, auf so viel Unverständnis zu stossen und das von den Leuten, die eigentlich seine größten Vertrauenspersonen sein sollten.

      • (6) 17.02.17 - 22:39

        Du, ich glaube du interpretierst ein bisschen viel in meinen Text rein. Ebenfalls sorry, aber ich frag mich was du dir raus nimmst, gleich in so einem Ton zu antworten.

        Du weißt genau so viel über die Situation wie ich dich habe wissen lassen, ich habe versucht es so ausführlich wie nötig und so knapp wie möglich zu halten und glaube mir, dass hier dahingehend kein Druck ausgeübt wird oder er in unserem Tempo funktionieren muss. Ich weiß, dass er oft erstmal Zeit braucht um sich umzugewöhnen und die gestattet ihm auch jeder hier. Es ist nicht so, dass mein Mann ins Haus gekommen ist, seine Tasche in die Ecke geschmissen und gerufen hat, komm Sohn, es ist Zeit ins Bett zu gehen. Er war seit dem Vormittag zuhause und hat uns nicht "mit seiner Anwesenheit überrollt". Und sorry aber dieser Satz schießt den Vogel ab "Es muß schlimm für ihn sein, auf so viel Unverständnis zu stossen und das von den Leuten, die eigentlich seine größten Vertrauenspersonen sein sollten." Da fällt mir echt nix zu ein. Ich werde mich jetzt nicht vor dir rechtfertigen, das brauche ich nämlich nicht. Glaub mir, an Liebe und Verständnis mangelt es meinem Sohn nicht. Ich "bedaure" meinen Mann nicht, der ist schon groß und kommt schon damit klar. Aber es nimmt manchmal Ausmaße an, die nicht schön sind und es ist auch eher der Fall, wenn mein Mann eine lange Zeit zuhause ist. Passt jetzt leider nicht so gut zu der Theorie, die du dir zurecht gebastelt hast. Wofür "verflixt" er sich entschuldigen soll? Wenn er sagt, dass sein Papa blöd ist, dann finde ich das etwas, wofür man sich entschuldigen kann.

        Weißt du, du hast Recht damit, dass ich mir das "Papa liest bestimmt etwas mir dir" auch klemmen kann. Das verschärft die Situation eher als dass es sie verbessert und sorgt für mehr Konfliktpotential. Musst du das gleich in so einem Ton schreiben? Ansonsten war deine Antwort leider weniger hilfreich für mich.

        • (7) 17.02.17 - 23:46

          Du ich schreibe in nicht diesem Ton, weil ich provozieren will, ich schreibe in diesem Ton um zu schauen wie darauf reagiert wird. Denn das sagt ganz viel aus. Und genau deine Reaktion zeigt mir, das ich nicht zu viel interpretiert habe. Ich mag bei deinem Text einfach nicht feundlich bleiben. Und obwohl du hier nach Antworten suchst, willst du eigentlich keine hören. Zumindest keine, die nicht wohlwollend sind.
          Und ich bleibe dabei: Geht ein Kind quer, dann trägt nicht das Kind dafür die Verantwortung. Ob dir das nun passt oder nicht.
          Und ja, deine Worte machen mich wütend. Es macht mich generell einfach wütend, wenn man Kindern den schwarzen Peter zuschieben will. Warum sollte ich das nicht genau so ausdrücken, wenn ich das so empfinde?

          In deinem Text schreibst du nur, das DU mit dem Kind redest, wenn er ätzend zum Papa wird. Warum du? Das wäre in dem Augenblick Aufgabe des Vaters, es ist dann nicht deine Baustelle. Redest du mit ihm, dann gibst du ihm doch nur das Gefühl, das du gegen ihn bist...weiter kann er einfach noch nicht denken.

          Auch kann ich nicht nachvollziehen, warum eine Bettgehsituation in einer Diskussion ausartet. Fragt doch einfach das Kind, wer es ins Bett bringen soll, dann kommt doch überhaupt kein Konflikt auf.
          Und so geht es quer durch deinen ganzen Text. Ihr zwei seid ein Team, wenn der Papa nicht da ist. Ist er kurz da, dann ist er wie ein spannender Besuch. Ist er länger da, dann bringt es den Alltag des Kindes auch mit durcheinander, in Bereichen die ihr Eltern anscheinend nicht wahrnehmt. Bei kleinen, banalen Dingen.

          Ihr nehmt diese Ablehung einfach persönlich und solange ihr das macht, kommt ihr da nicht raus.

          • (8) 18.02.17 - 11:03

            Ach so, meine Reaktion auf deinen Beitrag zeigt, dass du alles richtig interpretiert hast. Na herzlichen Glückwunsch, wenn du nach 20 Zeilen in der Lage bist, mich und mein Leben zu analysieren.

            Nur weil ich schreibe, dass ich mit meinem Sohn rede, heißt das nicht, dass mein Mann NICHT mit ihm redet. Und doch, ich möchte Antworten hören. Ich habe nach Ratschlägen gefragt, und zwar weil ich möchte, dass solche Situationen besser laufen als sie es zur Zeit tun. Ich weiß, dass das Aufgabe von meinem Mann und mir ist, stell dir vor.

            Es mag dich überraschen, aber ich liebe meinen Sohn und möchte, dass es ihm gut geht und wir hier fröhlich zusammen sein können, so wie es die meiste Zeit ja auch klappt. Du polterst gleich los und drängst einen erstmal in die Ecke, in einer Situation in der man sich eh gerade hilflos oder unwohl fühlt und deswegen nach Rat fragt. Das sorgt erstmal dafür, dass man sich noch schlechter fühlt.

            Nichtsdestotrotz hat mir deine letzte Antwort an ein, zwei Stellen neue Denkanstöße gegeben, ich hab ne ganze Menge überlegt und nachgedacht und wir haben die erste Situation heute morgen gut gelöst.

            Schade, ich glaube das hätte hier durchaus ein konstruktives Gespräch werden können.

            • (9) 18.02.17 - 11:18

              Okay, du hast Recht. Ich habe wirklich etwas über die Strenge geschlagen. Sorry.

              Nein es überrascht mich nicht, das du/ihr euren Sohn liebt. Nur dein Text war so negativ, so einseitig...da ist es mit mir durchgegangen. Es tut mir wirklich leid.

              Es war schon spät und ich habe einfach nicht mehr die richtigen Worte gefunden, finde sie auch ehrlich gesagt jetzt auch noch nicht. Ich empfinde wirklich so bei deinem Post. Und vielleicht wollte ich dich in die Ecke drängen, weil aus meiner Sicht, deine Denke euer Kind in die Ecke drängt. Das fand ich so unfair.

              Wenn bei meinem Ausbruch zumindest doch noch etwas brauchbares für dich dabei war, dann freut mich das jetzt wirklich.

              Auch wenn du jetzt nicht noch mal geschrieben hättest, ich wollte mich von mir aus auch gerade bei dir entschuldigen.

              • (10) 18.02.17 - 12:03

                Na dann ist ja alles gut. Nächstes mal vielleicht lieber bis zum nächsten Morgen warten ;-)

                Der Text klingt auch fies. Das war das erste, was mein Mann zu mir sagte, nachdem ich ihm den Text gezeigt habe: das klingt aber ganz schön hart, wenn man das alles so geballt liest. Ich wollte halt die Situation erklären und dazu gehört ja leider nicht, was für einen tollen Wortschatz mein Sohn hat, wie fröhlich er immer ist, was er für tolle Witze macht und wie gerne er mit mir kuschelt ;-).

                Ich war gestern Abend auch sehr geprägt von dem Nachmittag, der echt schwierig war. Wenn es dann so über zwei Stunden geht und er permanent gegen meinen Mann stänkert, ist das schon echt anstrengend. Man hatte sich auf die Familienzeit gefreut, ich mich auf ein wenig Entlastung, wie gesagt wir waren die ganze Woche beide krank zuhause.... Und dann läuft es anders als geplant. Aber gut, mein Sohn ist nicht verantwortlich für meine Erwartungshaltung und ich hoffe, wenn wir da in Zukunft ein bisschen unsere Emotionen raus nehmen und ich mich ein bisschen zurückziehe, dass es dann vielleicht besser klappt.

                • (11) 18.02.17 - 12:23

                  Ich versuche es;-).

                  Ich kann voll verstehen, das du dann auch entlastest werden möchtest, nur dein Kind sieht das anders. Ich würde da wirklich den einfacheren Weg wählen und dann haben du und dein Mann sogar noch was vom Abend.
                  Ich kann deinen Sohn verstehen, so sehr er seinen Papa auch lieb hat, der Papa wird zum "Störfaktor", er bringt euren Alltag durcheinander. Bei uns war es auch so, das meine Mutter dann in der Zeit mehr um die Ohren hatte (seine Wäsche; wichtige Termine und noch zig andere Dinge) und nicht so auf mich eingehen konnte, wie sonst. An meinem Papa hing also dann noch so ein Rattenschwanz dran. Ja, man könnte es Eifersucht nennen, plötzlich musste ich meine Mama teilen. Alles drehte sich um meinen Vater, aus der Sicht eines Erwachsenen logisch....aus der eines Kindes, puh.

                  Und generell haben die Zwerge ja solche Phasen, in denen nur ein Elternteil der Hit ist.

                  Bei euch ist es ja bald vorbei, dann könnt ihr euch wieder neu sortieren. Ich hatte das meine ganze Kindheit so, deswegen hatte ich wohl doppeltes Verständnis für dein Kind. Auch mein eigenes wachsendes Verständnis damals hat es nicht unbedingt leichter gemacht.

                  • (12) 18.02.17 - 22:37

                    Darüber bin ich auch sehr froh, bzw. sind wir es. Ein richtiges Familienleben, das täglich stattfindet und in seiner Konstellation nicht ständig wechselt. Wir machen das schon fast 15 Jahre in unserer Partnerschaft, aber mit Kind ist das einfach noch eine ganz andere Geschichte.

    (13) 17.02.17 - 21:08

    Nachtrag: Im Übrigen grenzt nicht euer Sohn den Vater aus, der Vater hat sich selber ausgegrenzt, durch seine Abwesenheit. Der Vater hat diese Distanz geschaffen, niemand anderes.

    Und bevor es jetzt losgeht: Nein,das Leben ist kein Ponyhof und nicht jeder hat einen Job 2 Minuten vom Heim entfernt....umso wichtiger ist es doch gemeinsam mit dem Kind einen Weg zu finden, ihm das alles leichter zu machen. Alleine die Vorstellung, das dein Mann heute erst wieder gekommen ist und dein Kind quasi mit seiner Anwesenheit überrollt. Haltet ihr stumpf an eurem Plan fest (Papa ist dran mit Bett bringen). Hilfe, wo ist denn euer Einfühlungsvermögen abgeblieben?

    Hey Sarah,
    erst einmal sollte der Papa das nicht persönlich nehmen - sein Sohn liebt ihn ohne Ende (das ist mal klar)...
    Kinder haben aber eine eigene Struktur, sich die Welt händelbar zu machen...

    Und wenn der Papa normalerweise nicht da ist, dann ist sein Verhalten nicht ausgrenzend, sondern eigentlich logisch - er hält am vertrauten fest...
    Wäre Papa immer zu Hause und du oft weg, dann wäre es andersherum... Es hat also nichts mit der Person Papa zu tun, sondern mit der Struktur...

    Gibt es eine Möglichkeit ihm mehr Klarheit zu geben? Damit er besser zulassen kann?

    schau mal

    http://www.windeln.de/magazin/baby/entwicklung-baby/mama-kinder-papa-kinder.html

    oder google mal unter "Kleinkind wenn papa oft weg ist", das habe ich gerade getan... da findest du einiges...

    lg Tanja

    • Ja, das stimmt natürlich, er hält am vertrauten fest.. Das macht Sinn. Man selbst sieht es nicht so, weil man ne ganz andere Perspektive hat und ja auch eine ganz andere Art von Beziehung in der Partnerschaft im Vergleich Elternteil - Kind. Danke schon mal für den Link, ich werde auch nochmal Google bemühen!

(16) 21.02.17 - 11:05

Hallo,

solche Phasen sind normal. Schau mal wir Mamas verbringen viel mehr Zeit mit den Kids. Und bei euch ist es ja auch noch so das Papa Zeitweise gar nicht da ist.

Euer Knirps ist noch recht klein und kommt mit diesem Wechsel nicht so gut zu recht. Kann ich verstehen mich würde das auch ganz kirre machen Bzw hat es mich kirre gemacht wenn meine Mutter (ja bei uns war es Papa der die meiste Zeit mit uns verbrachte) plötzlich mehr Zeit für mich hatte. Ich versteh da euren Sohn also vollkommen.

Er macht das nicht um euch zu ärgern er kommt mit der Situation einfach nicht klar. Vielleicht solltest du ihn nicht "dazu" zwingen mit Papa was alleine zu machen (wie beim Bettbringen in deinem Beispiel) sondern dann dir die Zeit nehmen dabei zu sein. Sprich wenn es ums lesen geht sei begeistert das Papa vorliest und begeistere ihn mit zu zuhören.

Schau mal unser Sohn absolut Papakind, ist Papa da bin ich luft! Joa soll so sein wenn Papa arbeiten ist weiß ich er kommt wieder zu mir. Töchterlein ist absolutes Mamakind wenn ich da bin kann mein Mann selbst mit Keksen (sie liebt Kekse unser Krümelmonster) locken das juckt sie nicht. Bin ich weg ist Papa ihr Held. Genauso gibt es aber Tage da wird selbst gegen mich gemotzt und getrotzt ich also abgewiesen.

Und weißt du was? Mich juckt das nicht groß weil ich genau weiß es gibt die Momente da zähle nur ich.

Ich denke wen Papa wieder täglich abends heim kommt ändert sich das auch wieder und der Papa wird nicht mehr so abgewiesen.

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