Ich komme nicht weiter, sie macht einfach NICHTS was sie nicht will

    • (1) 21.02.17 - 10:20

      Maus wird ende März 4, sie weiß was sie will und ist bereit dies durchzusetzen! Grundsätzlich finde ich ja gut das sie Selbstbewusst ist und für ihe Interessen Kämpft,

      ABER momentan komme ich einfach nicht weiter. Wenn ich ihr z.B sage sie soll sich ausziehen sagt sie NEIN und macht es einfach nicht. Sie verlangt das ich sie ausziehe (beim Pullover braucht sie Hilfe, alles andere kann sie alleine) sage ich sie soll die Hose schon mal ausziehen und ich helfe ihr beim Pullover macht sie es nicht, ziehe ich erst den Pullover aus und sie soll den Rest machen tut sie es nicht! Wenn ich sage sie hat Naschie Verbot interessiert es sie nicht! Sage ich sie hat Bibi und Tina hör verbot interessiert es sie nicht. Ich zähle immer bis drei, das hat sonst meist funktioniert, momentan NICHTS! (Ich ziehe die Verbote durch!)

      Ein anderes Beispiel, sie tut mir weh, aus versehen und ich sage sie soll sich entschuldigen "NEIN" auch hier sind ihr die Konsequenzen völlig egal!

      Wenn sie die Treppe hoch gehen soll und nicht will sagt sie das sie nicht laufen kann und krabbelt, dass macht sie aber auch sonst gerne wenn sie gerad nicht laufen WILL! Sie steht dann einfach nicht auf! Ich kann nett zu ihr sein, sie an schrein oder ignorieren, es funktioniert nichts! Sie weigert sich auf zu stehen!

      Sie gibt nicht nach! Wenn ich sage die hat 3Tage TV verbot kommt nur 3Tage sind weniger als 5Tage! Wenn ich sage sie kann auch 5Tage TV verbot haben kommt 5 ist weniger als 7 etc. so macht sie es mit jeder Strafe!
      Neulich habe ich den USB Stick mit Bibi und Tina vor ihren Augen weg geworfen weil ich dachte nun sieht sie das ich es ernst meine und hört mit dem Theater auf, nichts! Zwar war das Thema nicht mehr das sie Teddy noch mal warm haben wollte sondern jetzt Bibi und Tina, aber ihr Theater ging weiter! Selbst wenn ich sage sie bekommt Bibi und Tina (Teddy warm oder was auch immer sie will) sobald sie aufhört mit dem Theater interessiert es sie nicht! Sie will die Sachen ERST! Sag ich nein gibts weiter Theater, bekommt sie die Sachen macht sie trotzdem Theater und hat einen neuen Grund.

      Das ganze zieht sie locker eine Stunde durch!

      Ich hab momentan absolut keine Ahnung mehr wie ich sie einfangen soll! Bin ich lieb ist es egal, bin ich sauer ist es egal, nehme ich sie in den Arm ist es egal, ignoriere ich sie ist es egal, Strafen sind egal... Ich habe das Gefühl nichts was ich tuhe bringt eine Veränderung in ihrem Verhalten!

      Und nu? #kratz

      Bei mir ist es schlimmer als bei meinem Mann, aber auch bei ihm gibt es vermehrt Probleme! Sie hat bei ihm immer besser gehört als bei mir...

      • Hallo,

        das klingt sehr anstrengend für Euch alle. Ich würde Dir den Tipp geben, eine Erziehungsberatungsstelle aufzusuchen. Dort kannst du erst einmal acht kostenlose und unverbindliche Termine vereinbaren. Dort arbeiten Pädagogen und Psychologen, die Euch als Familie kennen lernen, begleiten und unterstützen können. Ihr könnt Euch nach und nach einzelne Ziele vornehmen (in kleinen Schritten) und diese unter der Begleitung erfahrener Pädagogen üben und erweitern.

        Vor allem müsst ihr schauen, dass ihr aus dieser Negativspirale heraus kommt. Sobald sich einzelne Situationen auflockern und ihr beide wieder aufatmen könnt, wird sich die Situation auch verbessern.

        Jetzt mit vier Jahren kann man noch gut ansetzen, aber es wird mit jedem Jahr schwieriger. Das kann ich dir aus beruflicher Erfahrung sagen.

        Strafen, die nicht in Zusammenhang stehen (Fernsehen etc. verbieten) würde ich komplett streichen. Ich würde auch nicht eine Stunde lang Dinge ausdiskutieren. Momentan scheint es bei Euch so zu sein, dass Deine Tochter größtenteils negative Aufmerksamkeit bekommt.

        Du schreibst auch, dass du schon alles versucht hast. Diese Unsicherheit und das Schwanken in deinem Handeln (lieb, schimpfen, strafen) spürt Deine Tochter auch. Von daher würde Dir eine Beratung auch mehr Handlungssicherheit und damit auch Autorität (im positiven Sinne) geben.

        Vielleicht am Beispiel ausziehen:

        Wenn es ohnehin so viele Kämpfe am Tag gibt, dann würde ich da einfach mal eine Weile helfen und versuchen etwas Spannung raus zu bekommen. Wenn sich die Situation entspannt hat, kann man wieder in kleinen Schritten üben. Zur Not könnte man auch ein Belohnungssystem einführen etc.

        Was fernseh- oder Süßigkeiten verboten mit der gerade nicht funktionierenden Sache zu tun haben, erschließt sich mir nicht. Hör auf, Dinge anzudrohen, die nichts mit der aktuellen Situation zu tun haben. Zieht sie sich nicht an, geht sie eben so wie sie ist in den Kindergarten oder schlafen. Ist nicht schön, das wird sie merken. Will sie nicht gehen, ok, dann soll sie krabbeln. Wo ist da das Problem? Will sie sich nicht entschuldigen, höre auf, es als frage oder bitte zu formulieren. Sondern sage:" Du entschuldigt dich jetzt." Titel sie es nicht, spielst du eben nicht mehr mit ihr und gehst erstmal aus dem Raum. Verlasse die Situation.. Wer mir wehtut und sich dafür nicht entschuldigt, mit dem möchte ich nicht spielen.

      • Gegenfrage: wann machst Du denn etwas, was Du absolut nicht willst? ;)

        Hat es bei euch Änderungen gegeben, dass sie "jetzt plötzlich " nicht mehr will?
        Schwangerschaft, Umzug, neuer Job...? Normalerweise gibt es immer eine Ursache und wenn Ihr die findeen könnt, sollte es auch wieder leichter gehen

        (6) 21.02.17 - 10:54

        Huhu!

        Ich würde an deiner Stelle zunächst überlegen welche von den Regeln wirklich sein MÜSSEN und welche, zur Entspannung aller, entbehrlich sind.

        Sie mag die Treppe hochkrabbeln? Was ist daran so schlimm? Oben Hände waschen und gut...

        Und dann würde ich die willkürliche Bestraferei lassen.

        Was haben denn Fernsehverbot, Naschverbot oder Hörspielverbot mit all dem zu tun?

        Ich denke wenn man so wild mit Bestrafungen um sich wirft, dann ist das wirklich ein Zeichen von Verzweiflung und Überforderung. Und es liest sich so, als hätte deine Tochter das auch schon erkannt. Ihr müsst dringend aus diesem Machtkampf raus.

        Bei uns ist es zum Beispiel so, dass nur der der schon umgezogen ist mit essen darf. Ich sag rechtzeitig vorher Bescheid und wer nicht fertig ist, der hat halt Pech.

        So richtig ausgereizt hat es noch keiner. Aber ich würde wenn wir fertig sind tatsächlich abräumen und es gäbe für den Bummelanten dann allein am Tisch ein Butterbrot, dann würde der Sandmann verpasst werden und die Geschichte. Aber so weit kam es bei uns noch nicht.
        Ein abstraktes, fernes Verbot würde meine Kinder in der Situation auch nicht interessieren.

      Das ist ja echt nicht weiter tragisch, was sie durchzieht. Ich würde da gar kein Trara drum machen. Außerdem was hat Naschi Verbot mit Anziehen zu tun? Nichts. Pädagogische Verknüpfung gleich Null. Wenn sie sich nicht anzieht, kommt sie eben so mit. Das macht sie dann vermutlich genau 1x. Wenn sie die Treppe hochkrabbeln will, macht sie das halt, nicht weiter dramatisch. Ich würde ihr Verhalten mal eine Zeitlang ignorieren und konsequent sein mit den Folgen (im Schlafi mitnehmen, weder Bibi, noch Teddy oder sonst was geben). Wenn sie von sich aus etwas toll gemacht hat, DANN würde ich das erst wieder thematisieren und VIELLEICHT eine kleine Belohnung dafür.

      (9) 21.02.17 - 12:09

      Deine Tochter soll sich unter Androhung von Strafen bei dir entschuldigen, weil sie dir ausversehen weh getan hat#schock....das übersteigt meinen Horizont. Hier entschuldigt man sich freiwillig und weil man es so empfindet.
      Treppe: Bitte soll sie krabbeln, mir egal...sie hat dann die dreckige Hose an, sie weiß das ich sie nicht tragen werde.
      Ausziehen: Nein? Gut dann gehst du im dreckigen Pulli. Keine Matschhose? Dann kein Spielplatz. Fertig, ohne Gezeter, Diskussion, extra Bestrafung. Fordert sie explizit Hilfe machen wir es zusammen(!). Warum auch nicht?
      USB Stick: Wenn nicht mal ich als Erwachsener den Sinn der Aktion verstehe, wie dann ein Kind? Raff ich nicht.

      Wenn du doch schon merkst, das dein Verhalten ihres nicht verändert...dann änder doch deins. Ist doch ansonsten ein schönes Spiel was ihr da spielt, langeweile kommt jedenfalls so nicht auf.

      Von den ersten BIS drei Jahren , zwecks Erziehung und Grenzen , lassen wir mal Weg;-)
      Ab 3 Jahre kommt die erste Pubertät= TROTZALTER....Grenzen testen, wie weit kann ich gehen, wer gibt nach und wo ist Schluss.
      Du zählst bis drei? Warum funktioniert es nicht mehr? Weil nach dem Drei, meist nichts ernsthaftes kommt?#kratz , außer #bla
      Mit trotzigen Kindern diskutiert man nicht, man schlägt einen gut gemeinten Handel vor oder erläutert wieso, weshalb es so ist...., wird der vom Kind abgelehnt, nach dem Motto; "na gut wenn du nicht willst," (dreh dich um und geh, dann wird sie einfach ignoriert). Man geht mit normalen Tempo aus dem Raum, in einem anderen Raum rein und macht die Tür hinter sich Tür . Lauschen von der Innenseitentür erlaubt, aber nicht stets die Tür öffnen und gucken, was sie macht #nanana, das merken nämlich die Kinder und wissen, dass sie doch nicht allein sind und sie Mama noch im griff hat#mampf
      Hart bleiben......es kann erstmal etliches kommen,weil dies, eine neue Situation für sie ist ....Weinanfall, Trotzausbrüche, Schmollecke suchen ect. als Eltern nur nicht nachgeben/aufgeben.auch wenn sie eine halbe Std./Stunde schmollt....sie weiß, dass du gewöhnliche, alltägliche Dinge angeordnet hast, die sie vor der Trotzzeit ohne zu zucken gemacht hat und es gab keinen Stress dabei...sie merkt, das an diesem Punkt Schluss mit lustig ist und will ihre alte Mutter wieder zurück und wieder artiger sein. Denn sie braucht den Kontakt zur Mutter, aber nach ihren Spielregeln und dies muss man wieder drehen.,

      Kann zwar Tage dauern, aber erfolgreich. Wichtig ist Konsequent bleiben.
      Ist nichts anderes, als wenn zwei Kinder miteinander spielen: Einer will nur bestimmen, gestreite fängt an, jeder will seinen Willen durchsetzen...erst wenn einer aufsteht und geht, tut es dem anderen dann doch Leid und rudert zurück. Bei einem geht es schneller da es ihm leid tut, bei anderen wird erst geschmollt oder geweint.

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