Doktorspiele / Grenzen

    • (1) 22.02.17 - 19:37

      Hallo zusammen,

      mein Sohn (5) war heute bei seinem Kindergartenfreund (fast 6) eingeladen. Als er nach Hause kam erzählte er, dass sein Freund ihm eine Überraschung versprochen hat.

      Ich fragte ihn, was für eine Überraschung das sei.

      Er sagte, sein Freund wollte seinen Penis untersuchen und er habe nein gesagt. Daraufhin hat ihm sein Freund eine Überraschung versprochen. Da er so neugierig auf die Überraschung war, hat er seinen Penis untersuchen lassen.

      Nun habe ich ihm gesagt, dass es ok ist Doktor zu spielen - solange beide Kinder wollen. Wenn er etwas als unangenehm empfindet oder nicht möchte, dann soll er bei einem Nein bleiben - egal welche Versprechungen dann noch folgen.

      Mein Mann war aber recht sauer und hält es nicht für normal.

      Würdet ihr es dabei belassen? Oder sollte ich noch etwas mit meinem Sohn besprechen?

      • (2) 22.02.17 - 19:49

        Ich glaube solche Sachen sind in dem Alter total normal. Solange es wie du schon sagtest im Einverständnis beider ist. Wenn dein Sohn es aber nicht möchte, sollte er auch bei nein Bleiben. Das würde ich ihm auch so nochmal sagen. Vielleicht solltest du auch mit der anderen Mutter reden, die auch nochmal mit ihrem Sohn redet, dass er ein nein akzeptieren muss und dann nicht anfängt in seinem Sinne zu manipulieren.

        Ich denke auch es ist wichtig für ein Kind, dass es sich nicht mit versprechen zu irgendwelchen Sachen zwingen lässt, welche es nicht will. Es muss lernen ganz deutlich nein zu sagen, egal wie alt sein gegenüber ist.

      Dein mann übertreibt da. Ich finde, du hast das gut gelöst und ja, Doktor spiele sind echt normal in dem alter. Die Regeln sollten aber klar sein: wenn einer "nein" sagt, wird das akzeptiert, es wird nichts irgendwo rein gesteckt. Wenn das soweit klar ist, ist alles im Rahmen.

      • Er fand nicht das untersuchen schlimm sondern das überreden. Aber auch das halte ich für normal. Finde es aber wichtig auch ihm zu erklären, dass man andere Kinder nicht überreden sollte. Genauso wie ich meinem Kind erklärt habe, dass es wichtig ist nein zu sagen wenn man etwas nicht möchte.

    Ich habe bei deinem Beitrag ganz andere Gedanken! Sorry...Ein Kind, dass ein anderes Kind zu Handlungen überredet und dann eine Überraschung verspricht, um an sein Ziel zu kommen. Da denke ich eher, der Sohn deiner Freundin hat schon eine ähnliche Erfahrung gemacht. Ich würde da sehr hellhörig werden.

    • Das kann ich zu 10000 Prozent ausschließen! Der junge ist sehr neugierig und wissbegierig und auch manchmal ein lausbub. Nichts weiter.

      • Ich versteh dann deinen Post nicht ganz, was du eigentlich wissen möchtest.
        Ich dachte eher, du wolltest damit mal nachfragen, ob das normal ist in diesen Alter, zwecks Entdeckungsphase.

        Aber weiter unten schreibst du, du hast schon öfters zuvor, mit seiner Mutter über die Doktorspielchen gesprochen, sie hat die bereits schon, zwecks Doktorspiele vorgewarnt und du zu 10000% ausschließt, das ein Zweitgedanke dahinter stecken könnte.
        Möchtest du jetzt wissen, wie du deinen Mann die Empörung nehmen kannst?

        Also, wenn gleichgeschlechtige , kleine Kinder , auf Entdeckungstouren gehen, würde mir auch keine "zu" große Gedanken machen......aber das mit dem Überraschungsübereden, rufte bei mir auch einen Zweitgedanken auf, wenn noch dazugekommen wäre, aber verrate es keinen, würde es den Zweitgedanken noch festigen.

    (13) 22.02.17 - 21:22

    Der Junge ist 5. Ich halte es für normal, in dem Altern nach einem "nein" weitere Überredungsversuche zu starten.

    Ich denke, wäre es um "Kann ich mit deinem Bagger spielen?" gegangen, würdest du das genauso sehen. ;-)

    Wären die Kinder doppelt so alt wäre es etwas anderes. Aber mit 5... ich denke, da bist du definitiv ZU hellhörig.

    LG

(15) 23.02.17 - 09:10

So weit würde ich nicht gehen. Vermutlich gehören Belohnungen und Bestechungen zum Erziehungsstil der Eltern und der Kleine hat einfach die Erfahrung gemacht, dass die Eltern ihm etwas schönes versprochen haben, wenn er eine gewisse Sache macht. Vermutlich ging es da aber eher ums Aufräumen oder Anziehen...
Und ich glaube, diese Erfahrung haben in der Alter schon sehr viele Kinder gemacht. Unsere Tochter hat ihrem kleinen Bruder auch schon das blaue vom Himmel versprochen, damit er nach ihrer Pfeife tanzt - bis wir ihr deutlich klar gemacht haben, dass so etwas nicht geht (abgesehen davon hatte der Kleine natürlich schnell raus, dass diese Versprechungen meistens mehr als leer waren).

LG

(17) 23.02.17 - 09:47

Hallo, ich finde es schrecklich, dass da gleich das Schlimmste in den Raum gestellt wird!!!

Die Kinder sind 5 und 6 Jahre. Und mal ehrlich, hat dein Kind noch nie eine Belohnung für etwas bekommen? Genau das lernen wir doch unseren Kindern, dass sie Kompromisse finden "wenn ich mit deinem Bagger spielen darf, dann darfst du solange den Kran nehmen" - nicht mehr und nicht weniger ... Das man das beim Umgang mit dem eigenen Körper eben nicht tut, dass lernen sie in diesem Alter - der Prozess wird auch noch länger dauern ...

An die TE, du hast es genau richtig getan - dein Kind zu bestärken, bei Dingen des eigenen Körpers betreffend stark zu bleiben. Der Mutter hätte ich die Begebenheit auch ganz vorurteilsfrei geschildert - so kann sie mit ihrem Sohn besprechen, dass man eben das NEIN akzeptieren muss und es hier keine Kompromisse geben kann.

VG
B

  • (18) 23.02.17 - 10:25

    Danke, ich sehe es auch so.

    Ich habe meiner Freundin geschildert, was mein Sohn erzählt hat. Es tat ihr sehr leid - was es nicht tun muss. Das habe ich ihr auch so gesagt. Für meinen Sohn war es heute Morgen kein Thema mehr. Und ich denke, ihr Sohn wird es auch kein zweites Mal machen - wenn sie es ihm erklärt.

    Zumal es zum ersten Mal vorgekommen ist. Das müssen Kinder eben einfach lernen und die Möglichkeit muss man ihnen geben, ohne Horrorszenarien im Kopf zu haben.

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