3 Jähriger fühlt sich nicht wohl im Kindergarten

    • (1) 28.02.17 - 13:13

      Hallo ihr Lieben.

      Eigentlich lese ich immer still mit. Aber jetzt brauche ich doch eure Meinung.

      Mein Großer geht seit Oktober in den Kindergarten. Die ersten Tage hat er sich riesig auf die anderen Kindern gefreut,aber danach ging es schon los. Jeden Morgen hat er geweint. Es wurde zwar mit der Zeit besser,aber das hat bis Ende Dezember gedauert. Da hatte er sich endlich an seine Erzieherin gewöhnt. Da waren wir im Urlaub und danach ging er auch gerne wieder hin. Ein Woche später kam dann seine eigentliche Erzieherin( sie war sehr lange krank) Die ersten Tage ging es und dann fing er an morgens wieder zu weinen. Mittlerweile weint er schon,sobald er die Augen auf macht. Und hört auch nicht wieder auf . Denn ganzen Weg über weint er. Seit ein paar Nächten weint er auch im Schlaf und sagt immer, ich will nicht in den Kindergarten. Seit letzte Woche fragt er auch immer,ob ich ihn auch wieder abhole? Auch dort im Kindergarten fragt er immer wieder nach. Mittlerweile tagt er auch hier Zuhause, sobald ich irgendwo hingehe, ob ich auch wieder komme. Er ist dort sehr zurückhaltend und lässt vieles mit sich machen.
      Hier zuhause ist das nicht so. Da setzt er sich bei seine Geschwister durch.
      Nun bin ich am überlegen,ob es nicht besser ist,ihn erstmal wieder rauszunehmen. Denn der Kindergarten sollte ihn ja Spaß machen. Das Gespräch mit der Erzieherin zu suchen,ist auch etwas schwierig,da sie ja schon wieder krank ist. Und seit sie nicht da ist,ist dort immer wer anders in der Gruppe.

      Ich danke schon mal fürs Lesen.
      Vielleicht hat der eine ja noch einen Tip.

      LG Sun

      • (2) 28.02.17 - 13:26

        Hallo,

        für mich hört sich das so an, als ob die Eingewöhnung völlig schief gelaufen ist?

        Wenn er sogar im Schlaf weint, würde ich ihn nicht zwingen. Sondern das Gespräch suchen. Zur Not mit der Leitung. Irgendwer muss ja bitteschön zuständig sein. Auch wenn die Erzierhein ständig krank ist (was doof ist)...:-(

        LG

        Ich kann das Deinem Kind nachfühlen. Bei mir ist der Kindergarten zwar lange vorbei, die Zeiten haben sich auch mittlerweile geändert. Aber ich habe auch geheult, wenn ich hin mußte.

        Kannst Du nicht eine Weile versuchen, den Vormittag da zu bleiben. Dann setzt Du Dich ruhig in eine Ecke und beobachtest.

        Bei uns, im Kindergarten meiner Kinder, wurde das so gehandhabt. Bei unseren Kindern ging es erst gut, als sie Freunde im Kindergarten hatten. Das halte ich auch für das Wichtige im Kindergarten, die Kinder treffen andere Kinder, einzelne davon begleiten sie vielleicht noch durch die Schule.
        Nach einer Weile kannst Du Dich vielleicht still verdrücken und Dein Sohn akzeptiert das.

        Ich wohne direkt neben einem Kindergarten. Alle halbe Jahre gibt es hier viel Weinerei, wenn neue Kinder kommen, das ist wohl normal.

        Aber nach einiger Zeit ist es immer ruhig, es scheinen also alle Kinder halbwegs zufrieden zu sein.
        Wenn Dein Sohn allerdings nachts schon weint wegen des Kindergartens, scheint er doch ernste Probleme zu haben. Vielleicht kannst Du rauskriegen, welche Ängste er hat.

        Mein Mitgefühl hat Dein Sohn jedenfalls.

        Gruß Bernd

        Hallo Sun,

        oh je, das blutet das Mutterherz, oder? Wie ist denn deine Situation? Arbeitest du oder bist du daheim? Wenn du arbeitest, bist du ja auf den KiGa angewiesen, oder? Wenn du nicht darauf angewiesen bist, würde ich ihn eine Weile daheim lassen und dann in 2-4 Monaten nochmal einen Neustart machen, wenn das mit dem KiGa bzw. dem Platz überhaupt geht ... Gibt es noch einen anderen KiGa bei euch?

        Ich glaube für die Kleinen ist das sehr blöd, wenn die Erzieherinnen ständig wechseln, dein Kleiner ist ja auch noch recht neu, da braucht er viel Stabilität. Sind die Geschwister größer? Sind die auch dort im KiGa bzw. waren sie dort?

        LG

      • (5) 28.02.17 - 16:00

        Hallo!
        Auch wenn die Erzieherin immer krank ist, muss es doch eine Ansprechpartnerin für Euch geben, im Zweifel einen Termin bei der Leitung geben lassen, damit ihr Lösungen erarbeiten könnt.
        Wenn mein Sohn nicht zwei so tolle Bezugserzieherinnen gehabt hätte, wären wir auch nicht über die Anfangszeit gekommen!
        Mein Sohn hatte im ersten Jahr immer mal Phasen, wo er geweint hat und nicht in den Kindergarten wollte. Ich hab dann schon immer klar gesagt, das Kinder in den Kindergarten müssen, so wie sein Papa zur Arbeit muss!
        Aber wir haben uns dann zum Beispiel auf eine frühere Abholzeit geeinigt. So ging es Schrittchen für Schrittchen aufwärts und jetzt ist es ihm meistens zu früh, wenn ich ihn abholen komme.
        Hätte ich noch vor einigen Wochen nicht zu hoffen gewagt ????
        Wünsche Euch alles Gute!
        LG
        asira

        • (6) 28.02.17 - 20:40

          Guten Abend,
          Erstmal Danke für eure Antworten.

          Mein Mann und ich haben erstmal beschlossen,ihn nicht zu zwingen. Das ist glaube ich nicht Sinn der Sache. Er soll gerne in den Kindergarten gehen und dort auch Spaß haben. Ich werde auch einen Termin bei der Leiterin machen.

          Ich habe das Gefühl,dass er sich dort unter anderem ausgegrenzt fühlt. Wenn ich ihn abholen,ist er meist alleine und Träumt. Auch beim Spielenachmittag wo er mit Papa da war, traute er sich kaum an die Kinder vorbei( um Spielzeug zu holen/ weg zu räumen). Auch als ein Kind seinen Turm kaputt gemacht hat, nahm er das so hin. Er sagt auch öfters,dass ihn einige Kinder hauen und auch nicht mit ihm teilen. Das macht ihn dann traurig. Bei seiner ersten Erzieherin hat er sich immer trösten lassen. Zu seiner eigentlich Erzieherin will er erst gar nicht.

          Es gibt da halt auch zwei Jungs in der Gruppe,die immer viel Blödsinn machen. Seine Erzieherin schimpft dann schon mal lauter. Nur leider bekommt meiner dann Angst,obwohl er gar nicht gemeint ist. Und sich dann lieber ruhig verhält.

          Und da frag ich mich schon,ob dass alles dann Sinn macht,denn so kenne ich ihn nicht. Er hat noch einen Bruder der ist zwei und noch eine kleine Schwester die bald ein Jahr wird. Natürlich haben sie hier auch machtkämpfe wo jeder mal gewinnt. Aber auch wenn Freunde da sind,oder Nachbars Kinder die auch etwas älter sind,sagt er was er möchte und was nicht.

          Da ich noch zu Hause bin, wäre es kein Problem,ihn zuhause zu lassen.

          Sorry,das es so lang geworden ist.
          Ich wünsche euch noch einen schönen Abend

          LG Sun

          • (7) 01.03.17 - 11:24

            Hallo, das klingt ähnlich wie bei uns. Bei uns kamen noch weitere Auffälligkeiten dazu. Wir haben ihn erstmal rausgenommen und nach und nach hat er uns erzählt was passiert ist. Er hat uns erzählt, dass er von einem Jungen immer wieder geschlagen wurde, ua. auch auf beide Ohren gleichzeitig. Er wurde auch getreten. Das passte auch alles zu den Rötungen, die ich seit geraumer Zeit bei ihm bemerkte. Ihm ging es sehr schlecht. Nach mehreren neuen Versuchen und Behauptungen der Erzieher, dass sie nichts gesehen hätten und das jetzt verhindern würden und dass das ja nicht schlimm sei (was der Arzt ganz anders sah) und er mir von erneuten Vorfällen erzählte und er mir von anderen Sachen erzählte, denen ich mein Kind nicht aussetzen werde und die für nicht tragbar halte haben wir ihn rausgenommen. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich so lange gewartet habe. Er geht jetzt in eine Zwischeneinrichtung sozusagen wo er Kontakte zu Kindern hat und bald in einen neuen Kindergarten. Er hatte sich total verändert, war verängstigt. Jetzt blüht er wieder auf

            (8) 01.03.17 - 20:28

            Unter diesen Umständen würde ich ihn einfach dieses restliche Jahr noch zu hause lassen. Im Herbst kann das dann völlig anders aussehen.

            Mein Großer wollte nie und nimmer als dreijähriger in den Kindergarten, er durfte damals drei Tage schnuppern, war aber schon am zweiten Tag nicht mehr dort geblieben . Mit vier gab es überhaupt kein Problem damit.

      Huhu,

      Mein Junior wäre auch mit grade drei im September in den Kindergarten gekommen... Dachte, er fände es schön mit den anderen Kindern..... War aber nicht so, er hat nur geheult, wenn er dableiben sollte... Wir haben ihn nach vier oder fünf Wochen wieder rausgenommen, und werden es im Herbst nochmal versuchen..... Ich bin auch daheim, mit seinem kleinen Bruder....
      Keine Ahnung, obs die richtige Entscheidung war....
      Lg

      (10) 01.03.17 - 11:44

      Einfach rausnehmen würde ich ihn nicht. Aber ich würde das schon ernst nehmen und auf Ursachensuche gehen.

      Was hat er für Probleme mit den Kindern und mit welchen Kindern? Wie sehen das die Erzieher?
      Gibt es die Möglichkeit die Gruppe zu wechseln, wenn er sowohl mit der Erzieherin, als auch mit bestimmten Kindern nicht klar kommt?
      Wäre der Wechsel in eine andere Einrichtung eine Option?

      Gibt es denn Kinder in der Gruppe die er nett findet? Könntest du versuchen Spieltreffen zu vereinbaren und ihm zu einer Freundschaft zu verhelfen?

      • (11) 01.03.17 - 20:46

        Guten Abend alle zusammen.

        Heute hat sich rausgestellt,dass er mit seiner Erzieherin nicht klar kommt bzw. schon Angst hat.

        Heute früh war seine erste Frage,ob sie schon wieder da ist. Nachdem ich ihn gesagt habe,dass sie noch krank ist,ging er ohne zu murren in den Kindergarten. Als ich ihn abholte, sagte er erleichtert und froh, dass sie heute wirklich nicht da war. Ich habe heute versucht mit der Leitung zu sprechen,aber sie war nicht mehr da. Aber da werden wir dran bleiben. Heute Nachmittag fragte ich ihn,warum er denn nicht zu seiner Erzieherin möchte. Sie hat mit ihn geschimpft und haut.

        Erst dachte ich,dass er das vielleicht bei anderen gesehen hat. Ich hab schon von anderen Müttern gehört,dass sie sehr oft schimpft und auch lauter ist. Am Nachmittag hab ich dann von einem anderen Kind erfahren,dass sie mit ihn schimpft,wenn er einpullert. Da fehlen mir echt die Worte.

        Ein Gruppen wechseln geht nicht,da es nur die eine Gruppe gibt. Von einer anderen Mutter hab ich erfahren,dass die Leiterin auch nicht viel macht. Sollte da nichts von ihr kommen,werden wir ihn dort wieder rausnehmen und einen anderen Kindergarten suchen.

        LG Sun

        • (12) 01.03.17 - 23:09

          Hallo,

          vielen Dank, dass Du uns das geschrieben hast.

          Ich frage mich oft wie häufig Eltern das Verhalten ihrer Kinder einfach so abtun als komisch und den Kindern nicht geholfen wird.

          Bei uns war auch das Verhalten der Erzieherinnen nicht tragbar für mich. Das meinte ich mit, dass ich meinem Sohn sowas nicht aussetze.

          Auch bei uns war ein Gruppenwechsel nicht möglich.

          Ich hätte nie gedacht, dass sowas passieren kann. Bei uns war es ein hochangesehener Kindergarten, bei dem ich das nie vermutet hätte. Auch bei den Erzieherinnen war ich mir anfangs sicher, denen wirklich total vertrauen zu können. Mir sind dann nur nach und nach ein paar Sachen aufgefallen, die mich irritierten... aber den ersten Sachen, die mein Sohn mir erzählte konnte ich fast keinen Glauben schenken. Nur nach und nach erzählte er mir immer mehr... Da er einen privaten Träger hatte standen und die normalen Wege, die man dann noch einschreiten kann, nicht zur Verfügung.

          lG

          (13) 02.03.17 - 09:36

          Hallo Sun,

          da wir vor kurzem einen ähnlich gelagerten Fall in der Kita hatten geht mir dein Bericht besonders nahe.

          Bitte nimm das sehr sehr ernst. Nicht nur für deinen Sohn, sondern für alle Kinder. Auch wenn ihr wechseln solltet.

          Ganz wichtig ist, dass ihr jeden Verdacht SCHRIFTLICH meldet. Seid dabei so genau wie möglich. Im Idealfall sind es Beobachtung von Erwachsenen und auch Zeugen dabei. Sollten es Kindererzählungen sein, dann diese. Mit Datum und möglichst vielen Details.

          Theoretisch reicht es, wenn ihr es bei eurer Leitung einreicht. Sie ist mit einer schriftlichen Beschwerde dazu verpflichtet dem nachzugehen. Du kannst es darüber hinaus aber auch bei der entsprechenden Stelle der Stadt einreichen.

          Bitte macht das auch, falls ihr wechseln solltet.

          Versucht sie aus der Reserve zu locken. Also dabei zu erwischen wie sie mit den Kindern unangemessen schimpft. Mal die Kinder zu einer unerwarteten Zeit abholen oder nicht gleich zeigen und versuchen zu beobachten.

          Bei uns in der Kita hat sich damals keiner getraut etwas zu sagen. Ganz viele Familien haben Kleinigkeiten beobachtet, sich aber nicht getraut diese zu melden. Die Kinder konnten noch nichts sagen. Als es dann endlich rauskam ist sie freiwillig ins langzeitkrank gegangen und war 1,5 Jahre in Behandlung. Nun darf sie - trotz hauen und wildester "Erziehungs"methoden - wieder in die Kita zurückkommen, weil die Stadt nicht genug in der Hand hat und mittlerweile die Sachen verjährt sind.

          Deswegen dräng ich da jetzt so energisch drauf. Sprich ruhig auch andere Eltern drauf an. Aber ohne offene Anschuldigungen natürlich, nicht dass ihr dann Probleme bekommt.

          Viel Glück und bitte bleib da dran!

          • (14) 03.03.17 - 10:16

            Hallo ihr lieben.

            Erstmal Danke für eure Beiträge.
            Heute früh konnte mein Mann mit der Leiterin sprechen. Er hat ihr auch gleich verständlich gemacht,dass wir das Verhalten der Erzieherin nicht akzeptieren.

            Unser Sohn wird definitiv nicht mehr zu ihr gehen. Die Leiterin möchte es dann klären,wenn seine Erzieherin wieder da ist. Bleibt wohl noch länger krank.

            Ich werde da auf jeden Fall dran bleiben.

            Vielen Dank nochmal

            LG Sun

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