Kindergartenalter

    • (1) 13.03.17 - 15:13

      Wie nachts trocken werden?

      Hallo ihr Lieben,

      Heute habe ich eine Frage an euch. Mein Sohn wird im Juli 4 und ist seit ca. einem Jahr tagsüber zuverlässig trocken. Nachts allerdings noch so gar nicht und eigentlich habe ich mir diesbezüglich auch noch keine Sorgen gemacht.

      Nun ist es so, dass er seit August 2016 in den Kindergarten geht und im Februar das erste Entwicklungsgespräch anstand.

      Seine Erzieherin fragte mich, wie er nachts schläft und ob er zum Pinkeln aufsteht und dann auch wieder problemlos einschläft. Als ich ihr antwortete, dass er nachts Windeln trägt und diese morgens auch sehr nass sind, schaute sie mich überrascht an und meinte das könne nicht sein, da er tagsüber zuverlässig trocken ist, braucht er auch nachts keine Windel, ich solle ihm das ganz schnell abgewöhnen, da er es sonst nie lernt.

      Ich war etwas erstaunt über Ihre Reaktion, aber dachte ok wir versuchen es. Nun sind gute zwei Monate vergangen in denen mein Sohn keine Windel mehr zum Schlafen bekommt. Allerdings pinkelt er wirklich jede Nacht ins Bett. Er wird nicht mal wach, wenn das Bett nass ist. Er schläft seelenruhig weiter, selbst wenn wirklich alles klatschnass ist.

      Ich weiß jetzt leider nicht was ich machen soll. Soll ich es weiter versuchen? Soll ich ihm wieder eine Windel oder diese Windelslips zum Schlafen anziehen? Ich habe es um ehrlich zu sein satt, jeden Morgen das Bettzeug zu wechseln und jeden Tag den kleinen morgens abduschen zu müssen, weil er sonst nach pipi riecht.

      Außerdem dachte ich Kinder hätten bis ca 6 Jahren Zeit, nachts trocken zu werden?! Und es sollte doch von meinem Sohn kommen, wann er so weit ist oder?

      Ich weiß bei dem Thema leider nicht mehr was richtig oder falsch ist und hoffe, jemand kann mir etwas dazu sagen.

      Danke an alle, die den Text gelesen haben.

      Liebe Grüße

      Zagadka

      • Ob dein Kind nachts noch eine Windel benötigt, geht die Erzieherin einen feuchten Kehrricht an.

        Meine Tochter wurde von jetzt auf gleich trocken, nachdem wir die Nachtwindel mal vergessen haben. Bei meinem Sohn war es ein längerer Prozess. Aber: ER wollte keine Windel mehr tragen und wir haben auch gemerkt, dass sich langsam etwas tut. Erst wurde er wach, wenn das Bett nass war, dann wenn ein paar Tropfen in der Hose waren, dann wenn er doll musste und dann hat er irgendwann durchgeschlafen. Allerdings hat es schon mehrere Wochen gedauert (ich hätte es aber auch falsch empfunden, ihn gegen seinen Willen in Windeln zu zwingen).

        Wenn dein Sohn jetzt aber seit Monaten auf dem gleichen Stand ist und sich nichts ändert, dann würde ich mich nicht weiter stressen (muss ja auch für ihn kein schönes Gefühl sein) und ihm nachts wieder Windeln anziehen. Welche du da nimmst, ist eigentlich total egal, hauptsache sie passen und haben genug Saugkraft.

        lg

        Mein Sohn hat auch laange gebraucht um nachts trocken zu werden. Mein Gespräch mit dem Kinderarzt war sejt entspannt, der sagte nämlich bis zu Einschulung solle ich mir keinen Kopf machen.
        Das habe ich auch nicht. Aber trotzdem war er mit 7 Jahren noch immer nicht trocken. Da sind wir dann in diese "Wir lassen alles körperliche abchecken" - Schiene gekommen und alle Ärzte waren sehr entspannt zu diesem Thema und auch bei dem Alter und haben mir ständig mitgegeben : "Das wird schon, keinen Stress."

        So habe ich es dann auch gehandelt. In Klasse 2 stand dann eine Klassenfahrt an. Da sagte mein Sohn, da woll er Nachts keine Windeln mehr tragen und wir haben die nächtliche Windel weggelassen - ohne Unfälle.

        Hallo!
        Dein Sohn hat doch noch Zeit, wie die anderen auch schon geschrieben haben. Bis 6 Jahre würde ich mir keinen Kopf machen.
        Bei uns im Kindergarten gibt es eine Abschlussfahrt für die Kinder, die in die Schule kommen, mit 2 Übernachtungen. Die Erzieherinnen sind da auch ganz entspannt. Wer noch eine Windel braucht zum Schlafen, kriegt eine, auf Wunsch auch ganz diskret.
        Unsere Große Tochter war dann mit knapp 6 nachts trocken, tagsüber mit knapp drei. Unser mittlerer war tagsüber mit zwei trocken, nachts trägt er jetzt mit fünf noch eine Höschenwindel.
        Wenn ein Kind noch nicht mal merkt, wenn es im Nassen liegt, dann kann es das nachts einfach noch nicht. Dann ist es nur Quälerei für alle.
        Alles Liebe! :-)


        • Ihr Lieben,

          Ich bin jetzt sehr erleichtert. Danke für eure Antworten.

          Dann ziehe ich meinem Sohn zum Schlafen wieder Windeln an und die Quälerei hat für uns alle ein Ende.

          Danke danke danke

          Liebe Grüße zagadka

      Mein Grosser war tagsüber von einem auf den anderen Tag trocken, ohne Unfälle, da war er fast 4. Nun ist er seit 1 Monat nachts trocken, er wollte plötzlich keine Windel mehr anziehen, kein Unfall. Er wird im April 5.

      Ich glaube die Kinder können das gut selbst entscheiden, dann gibt's auch keine Unfälle. Dauert vielleicht etwas länger aber dafür stressfreier.

    • Ich denke mal, deine Erzieherin hat noch kein Kind, oder?#schrei
      Im Enddefekt, geht ihr das "nachts" trocken werden nichts an.
      Lass dich nicht aus der Ruhe bringen....die Norm "nachts" trocken zu werden, liegt bei einer Spanne von 3- 5 Jahren, viele werden es auch erst bis 6J.

      • Ich ärgere mich so über solche Erzieher/innen. Dazu braucht sie keine Mutter sein um zu wissen dass es nichts bringt bei der Sauberkeitserziehung so ein Akt draus zu machen. Wenn sie in Entwicklungspsychologie aufgepasst hätte würde sie sich einfach nur freuen dass das Kind tagsüber schon trocken ist.

        Traurig ist das.

    Damit ein Kind nachts trocken wird, braucht es zwei Dinge. Zum einen muss eine Hormonproduktion einsetzen die den Urin nachts weniger werden lässt und das Kind muss wach werden. Beides kann man nicht trainieren, sondern es kommt. Bei den einen Kindern schon früh, aber alles bis 6 Jahre ist voll im Rahmen. Wenn ich mich so in unserem Bekanntenkreis umhöre, dann war es oft so, dass die Kinder die sehr tief und gut schlafen länger gebraucht haben bis sie nachts trocken waren und die Kinder die eh häufig wach waren oder unruhig schliefen sind schneller nachts aufs Klo. Mag nicht immer stimmen, aber ich denke da ist schon was dran.

    Ich würde ihn nicht stressen und dir die Wascherei ersparen.

    • Hallo,

      Ich danke auch dir vielmals für deine Antwort.

      Ich fühle mich durch all die Antworten hier bestätigt, dass er einfach noch nicht trocken sein muss.

      Ja es stimmt, er schläft sehr gut und tief. Und das schon seit bestimmt 2 Jahren.

      Ich hab ihm heute wieder eine Windel zum Schlafen angezogen. Ich spare uns beiden den Streß und lasse ihn damit jetzt vollkommen in Ruhe.

      Das mit der Hormonproduktion habe ich hier auch schon einmal gelesen. Deswegen hat es mich umso mehr überrascht, wie seine Erzieherin reagiert hat.

      Ich warte jetzt erst mal ab. Irgendwann wird er nachts von sich aus trocken werden, hat ja tagsüber auch ohne Streß geklappt.

      Ich danke allen hier wirklich für die Antworten. Ich bin jetzt wirklich beruhigt und kann meinen Kleinen einfach machen lassen.

      Liebe Grüße und einen schönen Abend

      Zagadka

      • Richtig so.

        Mit Stress kommt ihr so oder so nicht weiter.

        Manche Kinder brauchen einfach länger um nachts trocken zu werden.

        Meine Tochter hat mich damals auch Nerven gekostet. Die wollte und wollte nachts einfach nicht trocken werden!! Und ich hab alles probiert. Mit nachts 3x wecken usw,
        UND wirklich JEDE Nacht habe ich das Bett neu bezogen#aerger
        Bis ich es einfach aufgegeben habe. DANN IST DAS HALT SO.
        ...und irgendwann ist sie nachts von alleine aufgestanden, ist ins Bad gestapft - Windel aus - Pippi machen und wieder zurück ins Bett (ohne Windel). Über die Windel bin ich dann jeden Morgen gestolpert #rofl ..da war sie so knapp 5. Und Tada TROCKEN.

        Mein Sohn war mit 2,5 komplett trocken. #kratz

        So hat jedes Kind sein ganz eigenes Tempo.

        Und schei drauf was der Kindergarten sagt!! Wichtig ist doch, das tagsüber nichts in die Hose geht. Windel nachts - ja und? :-p:-p:-p:-p:-p

        ALLES GUTE!!!

        Petra mit Joelina 13 und Tim 4

(12) 13.03.17 - 20:37

Natürlich geht es niemanden was an wie Dein Sohn in der Nacht mit seinem Harn umgeht. Ich würde nicht sagen das es die Erzieherin nichts angeht. Sie kann helfen, wenn sie GUT ist, könnte sie helfen. Wir mütter sollten uns nicht immer besser machen als eine Erzieherin (oft lese ich "Ich als Mutter mache das Gleiche und die will mir was sagen?! ... ) Meine Kinder, 2 Söhne (mittlerweile 12 und 9 Jahre), meine Tochter, 4,5 Jahre ... meine Tochter ist seit Kigabeginn nachts trocken. Sie wacht auf, will auf die Toilette. Ich würde mir jetzt nicht solche Kommentare zu Herzen nehmen "ach, das wird schon, lass die im Kiga mal labern, du bist die Mutter" ... wenn du auch meinst das irgendwas falsch läuft, such doch mal das Gespräch. Man kann immer noch seine Sicht der Dinge preisgeben, aber man kann als Mutter auch von einer Erzieherin Dinge erfahren auf die man einfach nicht kommt. Natürlich, wenn er weiterhin ins Bett macht .. Windeln an. Mach das, was Du für dich am Besten erachtest. So viele Sorgen .. im Endeffekt für gar nichts. .. ist er sonst aufgeweckt und glücklich? Wieso diese Sorgen?.... Meine Tochter (4,5) ist seit ihrem 3. Lebensjahr trocken in der Nacht. Hin und wieder (1x alle 2,5 monate) macht ette ins Bett ... Vielleicht habe ich dann vergessen sie aufs klo zu setzen abends .. keine Ahnung .... Echt mal entspannter sein. Bei Lidl gibts oft Inkontinenz unterlagen .... hol dir sowas, das ist besser als wie von der Tarantel gestochen dazusitzen .....

Lena, alleinerziehend von dreien

  • Oh, ich finde du übertreibst ganz schön mit deinem Lobgesang auf die Erzieherfraktion. Du hast doch 3 Kinder, erzähl mir bitte nicht das alle Erzieher, die du so im Laufe der Zeit kennengelernt hast, reine Götter waren. Ja, du stellst Erzieher als Götter dar, das sind viele aber leider nicht. Gerade beim Thema der TE merkt man das ganz deutlich....denn in der Tat hat sie den Sprung in die heutige Zeit anscheinend nicht geschafft. Da würde ich mich zusätzlich fragen, bei welchen anderen Themen sie diesen auch verpasst hat.
    Wie schön für dich, das dein Kind in dem Alter nachts trocken war...aber das gilt nun mal nicht für alle Kinder. Und bei deinem Tipp mit der Unterlage fällt mir auch nix mehr zu ein, das wird wohl die TE selber wissen. Nur blöd, wenn das Kind nicht mal wach wird...so ne Nacht in seinem eigenen Urin (der in anderen Berufsfeldern als infektiöses Material angesehen wird) zu schlafen...herrlich. Aber Hauptsache man hört auf die Erzieher#augen.
    Die TE war entspannt, bis zu diesem Gespräch...falls es dir entgangen ist.

    Ich bin sehr froh, das die Zeiten lange vorbei sind, in denen die Aussagen von Erziehern oder Lehrern widerspruchslos hingenommen wurden. Und auch dir steht es frei, hier andere Antworten zu finden. Nämlich welche, die einer/m TE ziemlichen Gegenwind verpassen, was die Anspruchshaltung an die Betreuung angeht. Auch davon gibt es hier genug.

    Du vergisst dein Kind "aufs Klo zu setzen"? Komisch, wirklich trockene Kinder braucht man daran nicht zu erinnern...sie können es nämlich alleine#aha.

    Und noch eins kann ich mir nicht verkneifen, anscheinend hast du den Sinn von Foren nicht erfasst...jeder kann hier seinen Senf dazu geben (du ja auch) und es liegt an einem selber, was man damit anfängt. Somit ist dein Nachtrag auch ziemlich überflüssig.

    knöterich; verheiratet; ein tagsüber trockenes Kind; späte Mutter und sehr froh, das viele Methoden aus meiner Kindheit einfach vom Tisch sind

    • Danke! Du triffst den Nagel auf den Kopf.

      Ich bin Erzieherin und Mutter und stelle mich nicht über die Mütter.

      Ich habe als Erzieherin in meiner 5 jährigen päd. Ausbildung lediglich ein bisschen mehr Fachwissen erlernt als eine Mama die keine päd Ausbildung gemacht hat. Aber Experten der Kinder sind und bleiben die Eltern.

      Es gibt nichts Besseres als den Mutterinstinkt. Damit lösen sich fast alle Probleme in den ersten Jahren von selbst.

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