Kindergartenalter

    • (1) 14.03.17 - 08:39

      Unsre kleine (3 Jahre 3 Monate) mag einfach nicht auf Toilette - Ideen?

      Guten Morgen in die Runde!

      Ich war jetzt schon sehr lange nicht mehr hier, aber nun brauche ich doch mal wieder das Mama-Schwarm-Wissen.

      Unsere kleine Maus geht noch zur Tagesmutter, weil wir erst vor kurzen endlich einen Kindergartenplatz zugesagt bekommen haben (ab 01.09.). Wir finden das super, gerade auch deshalb, weil wir nun endlich mal die Windel los werden möchten.

      Ich muss aber vorne weg schicken, dass unsere kleine Maus ab der Hüfte abwärts mit ihrer Entwicklung immer ein klein wenig hinterher hinkte. So hat sie z. B. auch erst mit 2 Jahren angefangen zu laufen. Das sie groß muss, merkt sie auch schon seit ca. 6 Monaten (sie versteckt sich dann immer), beim Pipi bin ich mir nicht sicher.

      Wenn es nun wärmer wird, würde ich gerne einfach die Windel weg lassen wollen und schauen, was dann passiert.

      Wir haben das letztes Jahr im Sommer schon mal versucht, aber da war es ihr egal, dass ihre Sachen dann auf einmal nass waren, sie hat einfach weiter gespielt.

      Jetzt vor ein paar Wochen, haben wir ihr einen Toilettensitz geschenkt (so wie in dem Buch 'Der kleine Klokönig'), da sie auf keinen Fall aufs Töpfchen möchte. Wir haben aber beides noch von der großen Schwester da. Sie hat sich dann sogar mal dazu überreden lassen, sich auf die Toilette zu setzten, die Begeisterung gilt sich allerdings seeeeeeehr in Grenzen. Sie wollte danach auch nicht wieder.

      Wir leben es ihr ja vor, sie kann auch mit, wenn wir auf Toilette müssen. Oder wir sagen auch mal: Mami muss mal schnell auf Toilette.
      Aber es ist nichts zu machen. Daher tendiere ich nun doch wieder zur radikalen Methode 'Windel einfach ab und gut'.

      Hat jemand von euch auch so ein kleines Sturköpfchen gehabt und kann mir mal berichten, wie ihr es hinbekommen habt? Es wäre schon toll, wenn sie zum Kindergartenstart ohne Windel unterwegs wäre, wobei das aber vom Kindergarten her kein muss ist.

      Danke für eure Hilfe
      Susanne

      • Hallo, wie kommst du darauf das Trockenheit etwas mit Sturheit zu tun hat? Kinder werden dann Trocken, wenn sie bereit dazu sind und nicht weil die Eltern es sich so wünschen.

        Die Windel wurde hier auf Wunsch des Kindes weggelassen und ab da hat es geklappt....Unfälle gab es nur in der Zeit als sie das "Aufhalten" getestet hat oder sie den Jungs zeigen wollte, das auch sie im Stehen pinkeln kann#rofl (zählt das überhaupt als Unfall#gruebel).
        Nimm dir doch bitte die Zeit und lies einfach mal etwas zu der heutigen "Sauberkeitserziehung" und bitte keine Vergleiche mit älteren Geschwistern...jedes Kind ist anders, weißt du ja;-).


          • Hm, die angebliche Sturheit deiner Tochter könnte aber auch ganz andere Ursachen haben. Auf den Gedanken kommt man, wenn man deine andere Antwort hier liest.
            Ganz ehrlich, die Gummibärchen-Methode kann auch einfach Resignation auslösen, nämlcih dann wenn der Anspruch an das Kind einfach zu hoch ist. Das ist meilenweit von Sturheit entfernt.

            Allerdings halte ich generell nichts von Belohnungen oder (wie hier auch das genaue Gegenteil) Bestrafungen....meine sture Tochter würde sich davon auch überhaupt nicht beeindrucken lassen. Ihr Blick würde Bände sprechen und wir könnten uns die Gummibärchen sonst wo hin stecken.
            Es ist an dir den feinen Unterschied zwischen Sturheit und Resignation zu erkennen.

            • Ich habe diese Methode nicht ausprobiert.

              Meine Tochter ist gerade erst 2,5 Jahre alt und "muß" noch nicht trocken sein.
              Sie könnte es, davon bin ich überzeugt, aber sie sagt selbst, dass sie keine Lust hat, auf Toilette zu gehen.
              Ich für mich auch OK.

              • Ah, verflixt..."eine" statt "meine" Kinderärztin;-).

                Okay, dann nimm doch die Antwort nicht persönlich....ist halt meine Meinung zu dem Tipp dieser Ärztin. Und wie gesagt, meine Tochter würden Belohnungssysteme jeglicher Art extrem Kalt lassen....hm, von wem hat sie das wohl#schein.

      Da würde ich mich direkt anschließen- mein Sohn ist 3 Jahre und 4 Monate. Er hat auch schon mal ins Töpfchen und die Toilette gemacht- aber er will Windeln.

      Ich frag ihn manchmal, er will aber nicht. Manchmal besticht ihn meine Mutter, dann geht er aufs Töpfchen. Er kann- will aber einfach nicht. Er geht in den Kindergarten, aber es ist ihm egal das er dort fast das einzige Kind mit Windeln ist.

      Meine Kinderärztin meinte bevor die Kinder vier sind soll man einfach abwarten. Einfach die Windeln weglassen wäre nicht möglich, er bekommt das ja schon mit und protestiert.

      Hallo!

      Mein Sohn hat immer gesagt:"Ich bin ERSt 3Jahre alt, ich KANN noch keine Unterhose anziehen!" (anstatt der Windel). Er weigerte sich auch aufs Klo od den Topf zu gehen.
      Wir haben es akzeptiert, konnten ja auch nichts machen außer ihn hin und wieder zu fragen. Zwingen wollten wir ihn auf keinen Fall, da hätten wir ihn brechen müssen.
      Im Kindergarten war das zum Glück kein Problem, der Sohn der Erzieherin war wohl ähnlich gestrickt.
      Am Tag seines 4. Geburtstages verlangte er dann eine Unterhose, und ging ohne Probleme aufs Klo.

      Wenns im Kiga kein Problem ist, lass ihr einfach noch die Zeit, die sie braucht.
      Alles Gute
      Minitouch

      "Wenn es nun wärmer wird, würde ich gerne einfach die Windel weg lassen wollen und schauen, was dann passiert."

      Würde ich niemals machen. Finde ich absolut demütigend für das Kind wenn es sich auf die Füße pinkeln muss.

      Deine kleine ist eben noch nicht so weit, lass Ihr Zeit.

      würde auch abwarten, und nicht auf Zwang die Windel um jeden Preis weglassen.

      Natürlich ist es in erster Linie das "können", und das kannst du nicht erzwingen. Aber es gibt schon auch Kinder die dann einen Schups brauchen, weil sie schon könnten, aber es sich noch nicht zutrauen und noch nicht wollen.

      Bsp.
      Aber wenn ich von unserem Sohn ausgehe... Er wollte sich auch nicht aufs Töpfchen oder klo setzen und bestand auf seine Windel. Manchmal hab ich ihn aber nachdem er die Windel voll gemacht hat (und wenn er nichtprotestierte) mal 1-2 h ohne Windel (aber schon normal angezogen) rumlaufen lassen. Wenn es mir zu "gefährlich" wurde bekam er Windel wieder ran. Gab also wenig Unfälle, die er auch selbst echt schlimm fand. Aber er hat gelernt wie es sich ohne Windel anfühlt, ohne sich ständig vollpinkeln zu müssen weil er es nich nicht ohne Windel schafft.

      Irgendwann 2 wochen vor Weihnachten bat mich die Erzieherin ihn ohne Windel zu bringen, und ich dachte oh je er kann das doch noch nicht, er will doch die Windel...die ersten Tage hat er sich geweigert ohne Windel das Haus zu Verlassen.
      aber Ich hab seit dem nicht einmal Wechselsachen zum Waschen mitbekommen...Ich hätte das nie selbst erkannt und ihm zugetaut.

      Anfangs hat er eben unterwegs, zum rausgehen unter den Schneeanzug Windel dran, auch dann zu Hause nur für draußen...und die MUSSTEN vollgemacht werden. Keine chance eine trockene windel wieder abzumachen oder ihn dann den Topf anzubieten.. Ohne geht er problemlos auf den Topf.

      Ende Februar haben wir die Restwindeln mit nach Hause bekommen. Er ist also 6 h ohne, inkl. Mittagsschlaf und hat schon gesagt, dass er nachts ohne windel möchte.
      Allerdings geht er konsequent nur wenn ER Bescheid sagt. Also mal so auf Verdacht zu festen Zeiten, oder bevor wir loswollen ist echt schwer.

      Da ist schon auch Sturheit dabei.;-)

      Wir haben es mit der 3-Tages-Methode geschafft: einen Tag festlegen an dem die Windeln alle sind und das die ganze Woche schon ankuendigen ("oh gucke mal, nur noch X Windeln, bald sind gar keine mehr da" .... jeden Tag wiederholen). Dann am Tag zuvor mit dem Kind Unterwaesche kaufen gegangen (Batman, Prinzessin, rot/blau/bunt ... was immer das Kind will). Wenn die Windel dann alle sind einfach eine Unterhose anziehen - was anderes ist nicht da und einfach sagen, da ist das Toepfchen. Um das ganze effizient zu machen gab es an den 3 Tagen auch jede Menge Saft, damit Kind auch oft gehen muss und das ganze lernt. Hat super geklappt und unsere Kleine fand es weder demuetigend noch als Zwang. Es war _einfach_ so. Die Windeln waren alle, neue gab es nicht, fertig.

    Bei uns kam der Wunsch, zur Toilette zu gehen mit 3 Jahren als unsere in die Kita kam und viel mit größeren Kindern zusammen war.
    Da ging das fast von allein, das hat die Erzieherin schon prognostiziert.

    Eine Kinderärztin hat folgenden Tipp gegeben, den man probieren kann (vorausgesetzt, das Kind hat wirklich ein gewisses Alter erreicht, in dem es auch tatsächlich auf Toilette gehen könnte, also nicht mit 1 oder 2 Jahren, braucht also wirklich nur eine kleine Animation):

    Das Kind nicht mehr drängen oder überreden, auf Toilette zu gehen. Den ganzen Toilettengang als Thema einige Wochen überhaupt nicht mehr thematisieren und nicht mehr erwähnen.
    Dann in ein gut sichtbar aufgestelltes, durchsichtiges Gefäß besonders leckere Gummibärchen (o.ä.) geben und erklären, dass jeder Toilettengang von allen Familienmitgliedern "gefeiert" wird. Jeder, der auf Toilette geht, wird (in Anwesenheit des Kindes) gelobt und beglückwünscht und darf sich ein besonderes Gummibärchen aussuchen.
    Das Kind soll nicht überredet werden, es auch zu probieren. Es soll sich den Vorgang einfach nur beobachten.
    Dauert meistens nicht sehr lange, bis das Kind dann auch möchte... ;-)

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