Ergo wegen Stifthaltung bei Vorschulkind?

    • (1) 26.04.17 - 14:47

      Hallo zusammen!

      Ich hoffe, ich bin im richtigen Forum, ansonsten bitte verschieben - danke.

      Meine Tochter - 6 Jahre alt - kommt im September in die Schule. Bereits seit zwei Jahren haben wir Probleme mit der Stifthaltung. Auf Anraten des Kindergartens haben wir bereits Stifte mit Griffmulden gekauft, wir haben Flügelaufsätze für die Stifte hier und wir waren beim Osteopathen - alles ohne Erfolg.

      Auch beim Schulscreening in der Grundschule wurde die Stifthaltung wieder bemängelt. Der Kindergarten hat uns nun Ergotherapie angeraten. Der Kinderarzt allerdings ist anderer Meinung und vertritt den Standpunkt das Ergotherapie begleitend in der ersten Klasse ausreichen würde, sollte es bis dahin immer noch Probleme geben. Das wiederum findet der Kindergarten nicht gut.

      Hat vielleicht jemand damit Erfahrungen gemacht? Meine Tochter malt und schreibt sehr viel, hat auch eine ordentliche Schrift und schreibt seit kurzem nach Gehör, also sie ist schon fit. Mich verunsichert einfach der Standpunkt des Kindergartens, dadurch bin ich total unschlüssig was ich machen soll. Ich will sie nicht unser Druck setzen, aber auch nicht unnötig Zeit vergeuden, nicht dass sie dann in der Schule Probleme beim Schreiben hat...

      Lg

      • (2) 26.04.17 - 15:05

        Hallo #blume

        hör auf den Kinderarzt. Der Kindergarten wäre mir da völlig schnuppe. Der Kinderarzt stellt auch die Rezepte aus, nicht der Kiga.

        Keine Schule wird ein Kind aufgrund nicht perfekter Stifthaltung nicht einschulen. Das wäre ja noch schöner. Dann ist es eben auffällig, aber begleitende Ergo im 1. Schuljahr reicht völlig.

        Wir haben hier auch so einen Fall. Als er dann erst mal in der 1. Klasse war (mit begleitender Ergo wegen der Stifthaltung. Ehrlich? Ich kenne studierte Erwachsene, die den Stift genauso halten wie mein Sohn, da hat´s keinen interessiert ), interessierte sich keine S... mehr für seine Stifthaltung. Hauptsache er schreibt leserlich und schnell mit.

        #liebdrueck
        Sanne #sonne

        • (3) 26.04.17 - 15:28

          Danke für deine Antwort.

          Ja, eingeschult wird sie definitiv, es stand halt nur in dem Brief der Schule dass “die richtige Stifthaltung weiterhin geübt werden soll“.

          Ich seh dass jetzt eigentlich auch nicht so eng, solange sie damit zurecht kommt. U sie weiß ja wie es richtig geht, sagt aber oft dass ihr da dann die Hand weh tut.

          Der Kinderarzt sagt, dass es auch einfach Kinder gibt, die machen das so wie sie möchten, trotz Ergo. Sein eigener Sohn war wohl auch so ein Kandidat.

          Lg

          • (4) 26.04.17 - 16:45

            Dann würde ich die im Kiga sowieso quatschen lassen;-)

            Der KiA wird wissen, wovon er spricht. Ich kann das aus Erfahrung nur unterschreiben.;-)

      Ganz ehrlich, ich würde in Sachen Stifthaltung Null Komma Garnichts machen, solange das Kind nicht sichtbar Schwierigkeiten hat, was bei euch ja nicht der Fall zu sein scheint. Ich bin nämlich selbst so ein Kind mit "falscher" Stifthaltung und bin in dieser Hinsicht echt traumatisiert. Jahrelang wurde an mir rumkritisiert wegen der Stifthaltung und immer wieder musste ich lernen, wie man es "richtig" macht. Das Ergebnis war eine fürchterliche Handschrift, ein dickes, völlig verkrampftes Handgelenk und Probleme beim Zeitmanagement (da zu langsam) bei "richtiger" Stifthaltung. Hat man mich in Ruhe mit "falscher" Stifthaltung schreiben und malen lassen, war mein Schriftbild gut und ich kam entspannt und ohne Zeitprobleme mit beim schreiben. Das wollte nur niemand respektieren, denn ich würde ja einfach nur Übung brauchen, um das alles auch mit "richtiger" Stifthaltung zu können.

      Du kannst dir nicht vorstellen, was das für mein Selbstwertgefühl getan hat, ständig für etwas kritisiert zu werden, das ich vom Endergebnis her eigentlich ganz gut konnte, nur nicht nach Norm XY ausgefertigt hatte. Es gab in den ersten 6 Schuljahren dazu extrem viele Streits, Tränen und Wutausbrüche nur wegen dieser doofen Stifthaltung, die scheinbar nur auf eine Art und Weise "richtig" ist und ansonsten untrainiert werden muss. Ich war heilfroh um den Moment, wo es bei mir selber Klick gemacht hat und ich kapiert habe, dass ich eigentlich nichts falsch, sondern nur anders mache als die meisten, und von da an konnten mir alle mal gepflegt am Popo vorbei in Sachen Stifthaltung. Ich habe von da an die Stifte so gehalten, wie ICH es für richtig hielt und am besten damit klarkam. Und irgendeine Norm interessierte mich von da an nicht mehr. Genau wie Kritik zu einem Ohr reinging und zum anderen wieder raus.

      Ich habe übrigens richtig und falsch absichtlich in "..." gesetzt, da ich persönlich Stifthaltung nicht richtig oder falsch finde, sondern nur individuell. Jeder muss selber rausfinden, wie er mit einem Stift am besten zum Ergebnis kommt, dass es entspannt, leserlich und einigermaßen flott voran geht. Dann passt alles, egal wie abenteuerlich man den Stift dabei hält.

      Ich schreibe heute noch immer mit völlig "falscher" Stifthaltung, wie ich es schon immer getan habe. Und heutzutage darf ich mir häufig von meiner Mutter anhören "Schreib du das doch mal schnell auf. Du schreibst viel schöner als ich." Manchmal schwanke ich in solchen Momenten damit, herzhaft zu lachen oder ihr genüsslich den Hals umzudrehen für den ganzen sinnlosen Stress in meiner Kindheit.

      An meinen Kindern werde ich definitiv in Sachen Stifthaltung nicht rumkritisieren und werde auch anderen dies mit Nachdruck verbieten, solange meine Kinder die Stifthaltung nicht negativ in einem extrem schlechten Schriftbild oder Schmerzen\Krämpfe im Handgelenk beeinflusst. Und dasselbe würde ich dir auch raten. Vergiss die Ergo und mach deinem Kind nicht schon vor der Schule den Spaß am malen und schreiben kaputt. Es läuft doch bei ihr. Und ob sie irgendeine unsinnige Stifthaltungsnorm erfüllen kann ist doch sowas von unwichtig.

      Lg Leonora07

      • Vielen lieben Dank für deinen Beitrag, du schreibst genau das was ich mir auch denke.

        Wir werden das Thema erst mal auf dich beruhen lassen, habe gerade nochmal mit meinem Mann gesprochen.

        Das Endergebnis bei ihr ist super, sie hält sogar Zeilen ein wenn sie in eines schreibt, von daher ist das gar kein Problem, das Ergebnis ist gut.

    (7) 26.04.17 - 16:15

    Es stellst sich auch die Frage wie sehr falsch die Haltung ist. Ist es nur eine Kleinigkeit, dann würde ich nichts machen. Auf dem Elternabend in der Schule für die kommende 1. Klasse hat die Lehrerin daraufhingewiesen, dass man versuchen solle eine falsche Haltung schon vor der Schule zu korrigieren. Sie sagen, dass es Kinder gibt, die eine ganz seltsame Haltung haben und dann zum Schreiben Probleme haben. Aber da deine Tochter ja schon schreiben kann wird die Haltung jetzt nicht soooo verkehrt sein. Bei Ergo gehen die Meinungen weit auseinander. Als meine Tochter mit 5 Jahren noch nicht perfekt bis 10 Zählen konnten (sie hatte einen Hänger bei der 8, aber 2 Wochen danach hatte sie es), hat sie Ergo verschrieben bekommen. Als wir das im KiGa gesagt haben (wir sind ländlich und kennen die meisten Erzieher auch privat), haben sie gesagt, dass andere Kinder es notwendiger hätten und die bekommen kein Rezept. Meine Tochter macht Ergo sehr gerne, es wird viel gemalt, gebastelt und gespielt. Die ganzen Übungen sind spielerisch gestaltet. Was mir recht schnell aufgefallen ist, dass sie sich besser konzentrieren konnte, auch bei Dingen, die sie nicht so gerne macht. Ob sie das auch ohne Ergo in dem alter auch hinbekommen hätte weiß ich natürlich nicht.

    (8) 26.04.17 - 16:49

    Ich sehe das ganz genauso wie die Vorschreibnerinnen. Ob es "die richtige" Stifthaltung gibt, darüber streiten selbst Experten. Unser Sohn hat auch nicht die ganz korrekte Haltung (jetzt in der 2. Klasse) und das hat sich auch durch Aufsetze, entsprechende Stifte usw. nicht geändert. Bei uns an der Schule hieß es (und es gab Kinder mit viel, viel auffäligeren Haltungen, zum Beispiel zwei Finger oben), bis Weihnachten erste Klasse werde ihnen immer wieder gezeigt, wie die "ideale" Stifthaltung sei, wer es dann immer noch anders mache, habe einfach andere Voraussetzungen und es sei dann auch in Ordnung so zu schrieben, weil es eben nicht für jeden die ideal Haltung sei. Da gab es eben beispielsweise das Kind, dass zwei Finger oben hatte und die Mutter erzählte, dass sowihl sie selbst als auch die ältere Schwester genau so eine Haltung hätten und dann meinte auch die Lehrerin, dann sei es wohl so, dass bei ihnen die Handmotorik so sei, sie würde dem Kind bins Weihnachten naturülich immer weider zeigen, wie es anders ginge, aber, wenn er trotzdem bei der Haltung bliebe, sei es völlig ok. Auch bei meinem Sohn sagten mir Lehrerin und Kinderarzt, es sei nun nicht exakt die richtige Haltung, aber wer damit gut zurecht käme, könne es auf jeden Fall so machen. Unser Kinderarzt sagt auch, dass werde absolut überbewetet.... Ich persönlich kenne auch nur eine Erwachsene, die selbst mal meinte, sie hätte eine sehr falsche Haltung und sie bilde sich ein dadurch täte ihr die Hand schneller weh.... Meist ist das nicht so...
    Klar kannst Du jetzt sagen mit Ergo kann man nichts falsch machen, aber letztendlich können die auch nicht viel anderes machen als die Aufsätze benutzen usw... Und ja es übt schon auf das Kind einen großen Druck aus, wie die Vorrednerin schrieb. Mein Sohn war selbst im Vorschuljahr in Ergo (weil gemeint wurde, man solle die Schulrückstellung gut nutzen auch das war in unserem Fall ein totaler Blödsinn im Nachhinein, weil er ja wegen sozio-eomitionaler Entwicklung zurückggestellt wurde In der Ergo verbesserte sich übrigens die Stifthaltung nicht (wobie das bei ihm eben auch nicht Ziel war, aber es entstand ein riesiger Druck auf ihn. Schon mit fünf Jahren lernte er dort Hausaufgaben kennen, musste teilweise jede Woche drei, vier Blätter machen und hat damals schon einen riesigen Greul dagegen ufgebaut (klar musste ja keiner seiner Freunde machen). Ihm selbst war dann immerhin sehr klar, er will unbedingt in eine gebundene Ganztagesklasse ohne HAusaufgaben, zum Glück klappte das auch und er ist dort sehr, sehr glücklich, aber ich führe das alles schon ein bisschen auf die Ergo zurück.
    Also entspanne Dch und ich denke das was ihr bisher versucht hat reicht aus.
    Alles Gute Julk!

    • (9) 26.04.17 - 17:01

      Ich bin übrigens eine derjenigen, mit zwei Fingern oben bei der Stifthaltung. Der Stift liegt auf dem Ringfinger auf, Zeige- und Mittelfinger oben, Daumen unten. Hochdramatisch falsch also, wie mir immer wieder in meiner Kindheit gesagt wurde (siehe Beitrag oben), aber bei mir halt völlig normal und effektiv.

(10) 26.04.17 - 16:54

Ich würde noch einmal beim KA anfragen. Eine Ergotherapie ist teuer, deswegen verschreiben Ärzte das nicht gern. In der Regel kann es aber nicht schaden, das spielerisch zu verbessern.

(11) 26.04.17 - 18:19

Ich bin 44 und habe bis heute eine "falsche" Stifthaltung. Ergo gab es zu meiner Zeit noch nicht, aber waehrend meiner gesamten Schulzeit haben alle Lehrer immer mal wieder versucht, mich umzutrainieren, aber alle ohne Erfolg. Wie auch immer, es sieht doof und verkrampft aus, hat mir aber bis heute keinerlei Probleme bereitet.

Ich kann, wenn ich mich anstrenge, "richtig" schreiben, finde es aber nicht sehr bequem.

Ich finde also, dass entscheidend ist, ob die Stifthaltung dazu fuehrt, dass das Kind die Hand stark verkrampft und es ihm dadurch an Ausdauer oder Geschwindigkeit beim Schreiben und Malen fehlt, oder ob es sehr "hakelig" und unlesbar schreibt. Wenn nichts davon zutrifft, sehe ich, ehrlich gesagt, nicht, warum die Stifthaltung ein Problem sein sollte.

Hallo
ich wäre dankbar gewesen wenn irgendwem aufgefallen wäre das Emma Schwierigkeiten hat.

So ist es erst mit der Schreibschrift wirklich aufgefallen das sie ein ausgemachtes Feinmotorik Problem hat.

Das hat sich natürlich auf alles was schulisches angeht übertragen.

Die Ergotherapeutin hat gemeint wäre wir vorher gekommen hätten wir uns viel ärger sparen können.

Ich bin nicht beim Kinderarzt sondern beim Hausarzt und der hat ohne mit der Wimper zu zucken als ich ankam und meinte die Lehrerin würde es empfehlen ein Rezept über 10 mal ausgestellt. Akuell habe ich das 4 Folgerezept und das wird dann auch reichen. Es ist unglaublich was sich da getan hat.
Ach ja Emma ist im übrigen jetzt in der dritten Klasse.

Vielen lieben Dank für eure Antworten!

Mein Mann u ich haben vorhin nochmal darüber gesprochen u werden das Thema erst mal auf sich beruhen lassen, denn was sie schreibt schreibt die Maus echt sauber u ordentlich. U wenn sie denn Stift anders hält aber das Ergebnis passt ist doch eigentlich alles ok.

Ich glaub ich hab mich da etwas verrückt machen lassen, also vielen vielen Dank für eure Kommentare!

Lg

(14) 26.04.17 - 20:28

Hallo!

Ich bin selbst Ergotherapeutin und habe auch Fortbildungen zum Thema Fein- /Graphomotorik besucht.

Es kommt natürlich darauf an, "wie falsch" die Stifthaltung ist, aber es ist eigentlich so, das man da durchaus entspannt bleiben kann, wenn das Kind mit seiner "falschen" Stifthaltung gut zurecht kommt, beim Malen/Schreiben nicht verkrampft und eine altersentsprechend qualitativ gute Linienführung hin bekommt.

Ich selbst habe übrigens auch eine eigentlich falsche Stifthaltung und hatte damit nie Probleme!

Grüße, ra-la

  • (15) 26.04.17 - 21:19

    Hi!

    Weißt du als Ergotheurapeutin zufällig, wie der aktuelle Stand bzgl. "2 Finger oben" ist? Mein Sohn (5) hat macht das nämlich so und erst als wir bei der Schulanmeldung darauf hingewiesen wurden, ist mir aufgefallen, dass ich das ja selbst schon immer so mache #kratz

    Ich hatte damit nie Probleme. Im Gegenteil, meine Fingergelenke sind so weich (sie biegen sich bei Druck quasi nach hinten durch), dass mein Zeigefinger in der korrekten Haltung total unbequem abgeknickt wäre. Wenn der Stift auf dem Ringfinger aufliegt, ist der Druck nicht auf dem Zeige-, sondern auf dem Mittelfinger, was bei mir persönlich einfach besser ist.

    Danke dir :-)

    LG
    bluemerle

    • (16) 26.04.17 - 21:34

      Hallo!

      Ich vermute mal, du meinst, dein Sohn hält den Stift mit den Fingerspitzen von Daumen, Zeige- und Mittelfinger?

      Liegt der Stift dann beim Malen zusätzlich noch fest auf dem Ringfinger auf? Dann ist es mitunter schwierig, locker zu malen und die Kinder sind manchmal verkrampft...

      Wenn beim Malen aber der Stift nicht fest auf dem Ringfinger aufliegt und somit ein lockeres, unverkrampftes Arbeiten möglich ist, sollte es kein Problem sein. Beobachte einfach mal.

      Ich halte den Stift ebenso und hatte, wie gesagt, auch nie Probleme damit.

      • (17) 28.04.17 - 16:49

        Danke. Ich konnte jetzt mal genauer beobachten, wie er malt/schreibt. Er macht es, wie du es beschreibst, also der Stift liegt auf dem Ringfinger auf, aber nicht mit besonderem Druck. Trotzdem wäre es vermutlich einen Versuch wert, ihn jetzt - solange er eben noch nicht in der Schule ist - auf die optimale Dreipunkthaltung umzugewöhnen. Ich erinnere ihn jetzt einfach öfter mal dran, aber wenn es nichts bringt, tendiere ich eher dazu, die Haltung so zu belassen, bevor da totale Zwänge oder Unsicherheiten entstehen...

        LG
        bluemerle

(18) 26.04.17 - 21:23

Hallo!

Bei mir wurde das Problem gelöst, in dem wir Deutschland verlassen haben (nicht wegen meiner Stifthaltung ;-) ).

In Italien war es nie ein Thema.

Als ich 20 Jahre später für ein Jahr nach Deutschland zurückkehrte, schien den Menschen dort meine immer noch falsche Stifthaltung egal zu sein.

Ich würde erst mal nichts unternehmen, es sei denn, sie bekommt rein gar nichts aufs Papier (du meinst aber, in dieser Richtung sei Alles ok).

LG#winke

(19) 27.04.17 - 09:35

Hallo, du sagst ja selber, das was sie schreibt ordentlich aussieht. Ich würde da auch definitiv auf den Kinderarzt hören.

Ich habe auch eine "falsche" Stifthaltung, niemanden hat das damals gejuckt und ich hatte immer eine wirklich schöne Handschrift. Versaut habe ich mir die erst viel später, aber das gehört hier nicht her.
Erst im Berufsleben(!) wurde ich darauf aufmerksam gemacht, Kunden die mir bei Notizen machen zusahen machten oft Bemerkungen. "Tut das nicht beim Schreiben weh? Sie halten den Stift so merkwürdig." "Nö.". Bei jedem Jobwechsel gab es immer wieder (dann ja neue) Kunden, die das ansprachen. Mir war es vorher nicht mal bewußt.

Meine Freundin ist Ergotherapeutin, die habe ich dann mal angesprochen...aus reiner Neugierde. Sie sagte nur: "Klar, das weiß/sehe ich schon ich schon seit Jahren. Aber du kommst doch super klar, hast eine ordentliche sehr flüssige Schrift. Hattest nie Probleme damit...also wozu was ändern? Hätte man dich als Kind zu mir geschickt, würde ich deiner Mutter nichts anderes raten." Sie hat mir spaßeshalber mal das "Programm" gezeigt, wie das so als Kind ablaufen würde. Glaub mir, das war der erste Abend in meinem Leben, an dem mir meine Finger und das Handgelenk vom Schreiben wehtaten....so verkrampft habe ich dabei. Klar, kann daran liegen das schon ewig anders geschrieben habe.

Was mir aber schon langer vor dem Wissen um diese Stifthaltung aufgefallen war, ich konnte nicht mit jedem Stift gleich gut schreiben. Gerade mit "anatomisch korrekten Stiften" habe/hatte ich echt Schwierigkeiten. Aber auch das finde ich eigentlich normal oder können andere wirklich mit jedem Stift gleich schreiben?

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