stille beschäftigung vs. draussen toben

    • (1) 27.04.17 - 06:21

      hallo alle zusammen,

      da ich hier immer öfter lese, dass kinder zu stillem spiel, d.h. gesellschafts spiele spielen, basteln etc. angehalten werden.... nun eine frage an euch..bzw. würde mich eure meinung interessieren.

      vorab: ich möchte niemanden kritisieren - einfach nur eure standpunkte hören ... !

      unsere jungs (3 und 4) sind sehr wilde, bewegungsfreudige kinder. da sie ja im kindergarten schon mehr oder weniger zu ruhigem spiel angehalten werden, versuche ich oder mein mann, nach dem kindergarten viel mit den kindern in bewegung zu sein. sie werden zweimal die woche um 12 Uhr abgeholt, den rest der woche um 14 Uhr oder etwas später. der kita tag beginnt um 7:30 Uhr.

      das heisst wir gehen ins hallenbad, zum indoorspielplatz, auf den spielplatz, fahren grosse runden mit dem laufrad bzw. fahrrad, toben mit dem ball im garten, zum kinderturnen.. das wirklich ausdauernd. also unter der woche bis ca. 17 uhr (die kids gehen um 18 Uhr schlafen). unsere kids brauchen das. sie spielen daheim auch mal ein spiel oder kneten mit mir, aber dann ist wieder bewegung angesagt.

      ich finde das auch sehr gut so. wenn ich an meine kindheit denke, wir waren wirklich jeden tag mehrere stunden draussen...im wald, im garten...

      nun lese ich hier immer öfter... "wir sind nach der kita daheim, sie beschäftigen sich alleine mit puzzeln etc.. mehr wollen sie nicht." ist das bei euch auch so? seit ihr lieber daheim mit euren kindern, als draussen... sind eure kinder damit "ausgelastet"?! meint ihr, sie sind genug in bewegung?! (ich persönlich finde, kinder im kita alter können nie genug bewegung haben)

      vielen dank für eure meinungen und erfahrungen

      einen schönen tag

      der mausezahn

      • Hallo,
        ich finde, eine gesunde Mischung macht es! Ob ein Kind gut ausgelastet ist, merkt doch jeder selbst. Der eine muss dazu 3 Std. in den Wald, dem anderen reicht ruhiges Spielen mit Lego nach einem Kindergartentag.
        VG

        (3) 27.04.17 - 07:14

        Naja, für mich ist es schon ein Unterschied ob man ein Kind körperlich auspowert oder der Kopf ausgepowert wird. Beides ist wichtig.
        Hier ist es in der Tat so, das meine Tochter (4) nach dem Kiga (8-12.30 Uhr) echt gar ist. Also Kopf und Körper, sie machen viel, aber sie toben halt auch viel dort. Erst gegen 17 Uhr kann man wieder etwas mit ihr anfangen und sie ist wieder richtig Aufnahmefähig, bis dahin schläft sie (1,5-2 Stunden) und beschäftigt sich dann erst wirklich mit "ruhigen Dingen" (Malen zB; neuerdings Hörspiel hören und dabei noch eingekuschelt rumliegen). Jetzt wo es länger hell ist fahren wir nach 17 Uhr noch auf den Spielplatz, an den See, einfach in den Garten, einmal in der Woche zum Turnen.

        Würde ich diese Ruhephase ignorieren und gleich nach dem Schlaf mit ihr durchstarten, dann dreht sie in der Tat echt am Rad, sie wird unausstehlich und nichts geht wirklich. Auf den ersten Blick wirkt es wirklich, als wenn sie nicht ausgelastet ist...schaut man genauer hin, dann merkt man deutlich das sie überlastet ist. Natürlich gibt es auch Ausnahmen (Kindergeburtstage oder Spielbesuch), dann reißt sie sich richtig zusammen und freut sich auch darauf. Klar gibt es auch die Tage, wo viel Aktionen sind, war es zu viel merke ich es Abends...sie kommt dann überhaupt nicht zur Ruhe.
        Ich kenne wirklich Mütter, die den Tag ihrer Kinder vollpacken, mit der Begründung das man sie doch irgendwie müde kriegen muß. Sie wundern sich dann, das das Kind wirklich noch mehr aufdreht und unausstehlich ist. Sie wollen oder können nicht sehen, das es einfach zu viel war.

        Ich kenne das schon aus der Hundehaltung (ja, vielleicht für manche ein blöder Vergleich....für mich nicht). Einem Hund reicht es nicht, das man stumpf mit ihm stundenlang durch die Gegend läuft. Auch er braucht Arbeit für den Kopf und die findet nun mal mit Ruhe und Konzentration statt. Läuft das nicht im Gleichgewicht, dann hat man halt einen nervigen Vierbeiner zu Hause.
        Meistens weiß ich was mein Kind gerade braucht, liege ich da doch mal verkehrt dann erkenne ich das sehr schnell.
        Pauschal zu sagen, das Kinder (in der von dir genannten Altersgruppe) nie genug Bewegung bekommen können, das ist aus meiner Sicht einfach zu einseitig gedacht. Auch hier ist jedes Kind anders und man sollte wirklich auf die Individualität eingehen und nicht stimpf ein Aktionprogramm durchziehen...oder halt das Gegenteil.
        Die Erinnerungen, die du an deine Kindheit hast...stundenlang draußen spielen usw, ich denke nicht das die aus der Zeit stammen als du 3-4 Jahre alt warst. Ich zumindest habe nur noch Bruchstücke an Erinnerungen aus dieser Zeit. Diese Erinnerungen habe ich an die Grundschulzeit und ich erinnere mich, das es auch da Tage mit Action gab und ich auch Tage nur mit "abhängen" genossen habe.

        • (4) 27.04.17 - 10:18

          Es ist Quatsch zu sagen, beim Draußen sein hat der Kopf nichts zu tun. Mein Sohn guckt sich Blumen, Käfer und Vögel an und lernt nebenbei wie sie heißen. Sammelt Stöcke und Steine und baut damit was.

          Das ist verschultes Denken wenn man glaubt, nur beim stillsitzen wird gelernt.

      Also in der Woche sind wir derzeit tatsächlich eher daheim. Allerdings kommen meist an 2-3 Tagen noch Freunde zu Besuch, dann spielen sie drinnen oder im Garten. Wenn wir alleine sind, soll sie sich still beschäftigen, aber sie kann und liebt das auch. Basteln, malen, mit den Fillys spielen...
      ABER bei uns wird auch viel getobt im Kindergarten. Wenn ich unsere Tochter abhole, ist sie ausgelastet. Sie sind jeden Tag lange draußen und machen alles mögliche. Ich weiß ja nicht, wieso man da bei euch still sein soll. Dafür ist der Kindergarten doch da! Zum spielen! Nur weil es mal Zeiten gibt an denen sich auch konzentriert werden muss, heißt das ja nicht, dass die Kinder nicht ausgelastet sind. Ganz im Gegenteil! Konzentration fordert ja viel mehr als stumpfes toben.

      Highlife machen wir nur am Wochenende. Wir gehen so gut wie jeden Samstagmorgen ins Schwimmbad, den Rest vom Samstag und den Sonntag verbringen wir mit Zoo, Tierpark, Indoorspielplatz, Wandern,...

    • meine Kinder alle sehr bewegungsfreudig, nur den ganzen Nachmittag zu Hause sein würde nicht gut gehen, wir haben ein tobezimmer wo sie klettern können auf Matratze springen Mini Trampolin springen usw, für miese Wetter Tage.

      aber sie beschäftigen sich von sich aus zwischen auch mal ruhig mit spielen malen usw, am Wochenende und Ferien sieht man dass stark dass sie auch mal den halben nur basteln können usw.

      Allerdings ist bei meinen Sohn so das er erst ab mitte interesse an solchen bekommen hat, er ist in freien kindergarten wo soetwas nicht nach programm gemacht wird, er konnte auch bis vor monaten nicht gut malen oder stift halten aber dass ist mittlerweile nicht mehr anzumerken.
      Der impuls kam von ihm und konzentrieren kann er sich stunden lag,

      (8) 27.04.17 - 08:27

      Hallo,

      Deine Frage finde ich sehr komisch, denn jedes Kind ist anders und hat auch andere Bedürfnisse.
      >> (ich persönlich finde, kinder im kita alter können nie genug bewegung haben)<<
      Das ist ja schön, das Du das findest, aber alle Kinder in sämtlichen Altersgruppen brauchen Bewegung, jedoch kann ein Kind nach so einem anstrengendem Tag auch durch sein und sich durchaus ruhig und allein beschäftigen.
      Ich hoffe, Du willst jetzt nicht hören, daß Du alles richtig machst und die andren alles falsch, danach klingt es mir gewaltig.
      Und damit es nicht falsch rüber kommt, meine Tochter war ein Kind, was Bewegung nach dem Kiga brauchte, aber ab und an auch knülle war. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, mich zu fragen, ob es richtig sein kann, daß andere Kinder nach dem Kiga zu Hause ruhig allein spielen.

      LG

      Hallo,

      ohne mir jetzt die Antworten der anderen durchgelesen zu haben, bin ich voll und ganz bei dir.
      Stilles daheim Sitzen wäre bei unserer Tochter undenkbar. Sie hat ein wahnsinss Bewegungsdrang.
      Und sobald es das Wetter zulässt (also kein Orkan, Hagelschauer ...) sind wir draußen. Unsere Maus kann stundenlang auf dem Trampolin springen. Verstecke spielen, oder auf dem Spielplatz mit ihren Freunden spielen. Auch mit dem Fahrrad sind wir jeden zweiten Tag unterwegs.
      ABER: Sie braucht auch merklich ihre Auszeiten. Und die sehen bei uns wie folgt aus:
      - 30 Minuten Fernsehen
      - Malen
      - mit ihren Filly-Pferden spielen
      - Gesellschaftsspiele mit Papa .....
      Dabei kommt unsere Maus mal runter.
      Diese Auszeiten von ungefähr 30 Minuten braucht sie auch regelmäßig. Aber ansonsten ist sie nur unterwegs.

      Es gibt aber auch solche und solche Kinder. Wir haben vielleicht absolute Wirbelwinde zu Hause. Andere Kinder sind total glücklich, wenn sie sich in Ruhe ein Buch anschauen können oder sind total zufrieden, wenn sie Stundenlang zu Hause kneten dürfen.
      Manchmal liegt es aber auch einfach nur an der Bequemlichkeit der Eltern, mit den Kids noch mal vor die Tür zu müssen. Da haben viele nämlich gar keine Lust dazu.

      Also jedem das seine.

      LG#winke

      (10) 27.04.17 - 09:37

      Hallo,

      ich denke, das ist einfach vom Kind und KiGa abhängig. Bei unserem KiGa ist es nicht so, dass die Kinder zu stillen / leisen Spielen angehalten werden, die gehen auch viel raus in den Garten, in den Wald und natürlich ist drin kein riesen Geschrei, aber da wird auch gespielt, gerannt, getobt! Natürlich auch gemalt und geknetet usw, aber eben beides. Meine Kinder sind eher die Stillen, nicht so wilden Kinder. Ich habe den Eindruck, sie strengt der Lärm und die Action dort ziemlich an, deshalb machen wir nach dem KiGa eher ruhigere Sachen, aber da ich drei Kinder habe, ist schon auch oft was los und hier nicht 3 Std. stille Beschäftigung angesagt (I wish #rofl) ... Außerdem haben wir auch 3x feste Termine, wo wir hingehen (Logopädie, Schwimmkurs, Ballett). Meine Große ist in der 2. Klasse, auch da habe ich den Eindruck, sie braucht danach erstmal bisschen Pause, Ruhe usw. daheim. Aber da ich die Kinder um 13 Uhr abhole, haben wir zu beidem Zeit: erstmal ausruhen und dann nocht etwas unternehmen.

      Aber wie gesagt, das hängt doch hauptsächlich von den Kindern und dem KiGa ab und jeder macht es so, wie es den Kindern gut tut bzw. was man denkt, was sie brauchen!

      LG

      (11) 27.04.17 - 10:07

      Hallo

      Bei unseren drei Kindern ist das unterschiedlich. Zwei sind eher bewegungsfreudig, eines eher ruhig (Lego, malen...)... Ich beobachte meine Kinder und versuche allen gerecht zu werden. Natürlich sollten die wilden auch lernen was ruhiges zu machen, was sie auch mal tun. Das ruhige Kind soll auch raus und sich bewegen, was es auch tut.

      Im groben achte ich aber auf die Befindlichkeiten, denn letztendlich glaube ich die Kinder wissen noch sehr gut was gut für sie ist. Ich schaffe die Rahmenbedingungen für eine gesunde Entwicklung, unterstütze und schätze meine Kinder, so wie ich glaube das sie es brauchen.

      Lg

      Diese "stille Beschäftigen" hilft Kinden enorm beim Start in der Schule.

      Ich würde aber keinen allzu großen Wert darauf legen. Wenn deine Kinder mal mit dir Mensch-ärger-dich-nicht spielen und dabei 20min konzenriert mitmachen ist alles okay!!!!!!

      (13) 27.04.17 - 10:27

      Hallo,

      Bei uns ist es Tagesform abhängig. Mein Sohn (5) braucht auch täglich viel Bewegung, sonst wird er quengelig.

      In der Woche wird er (bis auf einen Tag wo er bis 16 Uhr bleibt) um 14 Uhr aus dem Kindergarten abgeholt. Bei gutem Wetter sind wir dann eigentlich bis ca 17 Uhr draußen und er tobt mit Freunden auf dem Spielplatz.
      Die Schlechtwettertage nutzen wir dann eher für lange Nachmittage zuhause mit ruhigerem Spiel. Wir gehen dann zwar auch raus, aber deutlich kürzer.
      Im Kindergarten gehen sie eigentlich vormittags immer raus zum toben, nach dem Mittagessen ist dann eher das ruhige Spiel angesagt bis 14 Uhr.

      An den Wochenenden mischen wir es auch. Wir starten in der Regel gemütlich in den Tag (außer natürlich es steht ein Ausflug an), sodass unser Sohn ausreichend Zeit für Lego, malen etc hat (denn auch diese Beschäftigungen sind wichtig für ihn, hat er nicht genug Zeit für diese Beschäftigungen ist er genauso wenig ausgelastet wie bei zu wenig körperlicher Bewegung). Gegen Mittag gehen wir dann raus, ausgedehnte Spaziergänge bzw kleine Wanderungen, Fahrrad/Roller fahren und im Moment eigentlich am beliebtesten bei meinem Mann und unserem Sohn Off Road Wanderungen quer durch den Wald. Am späten Nachmittag machen wir dann meist wieder zuhause was ruhigeres.

      Wie bei allem gilt bei uns auch bei diesem Thema "die Mischung macht's" :-)

      LG

      (14) 27.04.17 - 10:45

      Hallo,

      wie hier die meisten sagen, finde ich, das hängt vom Kind ab.
      Ja, ich war früher auch viel draußen, habe da aber nicht die ganze Zeit getobt. Wir haben auch viele ruhigere Sachen gespielt (Vater, Mutter, Kind; Buden gebaut, Matschsuppe gekocht usw.). An ein, zwei Tagen pro Woche haben wir drinnen gespielt, oder ich war ohne andere Kinder zu Hause.

      Unsere Kinder haben im Kindergarten ganz schön gepowert. Die waren nach dem Kindergarten erstmal platt, auch unser Sohn, und der ist, vom Bewegungsanspruch her, ein durchschnittlicher Junge, also nicht wirklich ruhig.

      Normalerweise versuchen die Kindergärten eine Balance zwischen Bewegungsphasen und ruhigen Phasen zu finden. Bei uns waren die Kinder bei akzeptablen Wetter zweimal am Tag draußen. Montags war Waldtag.
      Gerade für die Jungs ist es aber auch wichtig, zu lernen, ruhig am Tisch zu sitzen und sich konzentriert zu beschäftigen bzw. zuzuhören, wenn jemand vorliest. Sonst gibt es nämlich in der Schule Schwierigkeiten.
      Bei unserem Sohn in der 1. Klasse und in der Parallel-Klasse sind ein paar Jungs, die nie gelernt haben, längere Zeit auf ihrem Hintern sitzen zu bleiben. Das ist für die Lehrer nervig, und die Kinder lernen schlecht.

      Dann gibt es noch die Situation, dass die Kinder überdrehen. Die Eltern meinen, sie bräuchten mehr Bewegung, dabei sind die Kinder so durch, dass sie eigentlich Ruhe bräuchten. Man merkt das daran, dass sie unkoordiniert und quakig werden. Darauf sollte man achten und nicht immer nur mehr Bewegung "verordnen".
      Für unsere Kinder wäre so viel Action, wie Ihr da macht, zu viel gewesen. Die hätten uns nach drei, vier Tagen nur noch die Ohren voll gequakt.

      Bei Euch ist noch die besondere Situation, dass Ihr zwei Jungs habt. Im Kindergartenalter konnte unser Sohn ruhig und friedlich sein - bis ihm ein anderer Junge über den Weg lief. Dann wurde getobt, dass die Wände wackelten. #schwitz
      Bei dem anderen Jungen war es genauso, wenn man mit den Eltern gesprochen hat. Die reißen sich in dem Alter irgendwie massiv mit.

      LG

      Heike

      Das ist doch ziemlich abhängig von den Bedürfnissen des Kindes und auch von den Aktivitäten in der Kita.
      Meine Kinder sind auch seeeehr bewegungsfreudig. Aber wenn sie nachmittags aus der Kita kommen/kamen, waren sie schon ziemlich platt, weil sie sich dort schon sehr viel bewegt haben. Ruhiges spielen bzw. spielen ohne Bewegung ist dort eher der kleinere Part. Eigentlich laufen/rennen/hüpfen/klettern sie dort die meiste Zeit.
      Dazu kommt der Lautstärkenpegel, der ja auch nicht zu verachten ist.
      Daher würde ich persönlich nach einem Kita-Tag niemals mit meinen Kindern in den Indoorspielplatz gehen! Ich schaue daher schon, dass sie überwiegend ruhige Sachen machen, sowohl in der Wohnung als auch draußen an der frischen Luft.

      Und zu Deinem letzten Satz: klar ist Bewegung wichtig und sollte bei einem Kind im Kindergartenalter jeden Tag stattfinden. Aber Bewegung ist nicht alles. Wichtig finde ich auch, dass Kindergartenkinder andere Sachen machen, wo ihre Konzentration, Feinmotorik, Durchhaltevermögen usw. trainiert wird. Dinge wie basteln, vorlesen, Bücher anschauen, Gesellschaftsspiele spielen, malen, kneten, puzzeln usw. finde ich genauso wichtig!

      Wir sind nach Möglichkeit nach der KiTa bis 18 Uhr draußen und / oder unterwegs.

      Ich würde auch nicht unbedingt sagen "wir haben ein sehr aktives Kind", denn die Phrase hört man einfach zu oft. Es ist eben ein Kind mit seinem natürlichen Bewegungsdrang (und Lautstärkepegel).

      Allerdings bin ich auch froh, wenn sie nach dem Nachhausekommen mal etwas ruhigeres macht, denn wir wohnen in einer Mietwohnung. Ich finde es schon angemessen, wenn dann abends nicht mehr durch die Wohnung getobt wird wie irre.

      In unserer KiTa werden die Kinder auch nicht zum ruhigen Spielen angehalten. Bei gutem Wetter sind sie zweimal am Tag draußen, oft werden kleinere Ausflüge mit den Kindern unternommen und bei schlechtem Wetter geht es häufig in den Bewegungsraum.

      Ich finde beides Wichtig. Draussen toben nach KiGa oder Schule brauchen sie auf jeden Fall, sei es Rad fahren, Inliner, Klettern und auch Blödsinn machen#augen, hauptsache mit Spaß in Bewegung sein.
      Aber selbständiges beschäftigen, an einer Sache auch dranzubleiben zu können, ist auch sehr wichtig, vorallem zur Schulzeit, freut man sich über diese Fähigkeit.

      (18) 27.04.17 - 11:56

      Hallo,

      das klingt doch nach einer sehr guten Mischung bei Euch!

      Ich bin ja eine derjenigen die so darauf herumreiten deswegen antworte ich mal :-)

      Mein Vater ist Grundschullehrer deswegen bin ich da vorbelastet.

      Bewegung und Auspowern ist in dem Alter schon sehr wichtig, auch später in der Schulzeit sollten sie nachmittags viel rausdürfen und viel Bewegung haben da sie ja vormittags schon sehr viel ruhig sitzen! Man muss halt immer die "Einrichtung" ergänzen. Manche Eltern finden halt den Mittelweg nich zwischen Auspowern und nur noch Toben, und Kinder entwickeln ja auch Kondition, sprich spielen sie jeden Tag bis zum Umfallen werden sie immer schwerer ausgepowert. Viele dieser "nur Auspower Kids" die ich kenne powern aber auch nicht wirklich, saussen zwar mit dem Rad immer rum aber wirklich "Power" ist das nicht wie wenn sie z.B. Klettern, Hallenbad, Indoorspielplatz würden. Das finde ich bei Euch toll, Power ist eben auch Power und nicht nur locker ein paar Runden drehen!

      Ich durfte nach der Schhule immer erst mal raus ne Runde spielen, auch wenn viel Hausaufgaben waren gab es zwischendrin eine Spielunterbrechung "fahr mal ne halbe h Rad, bring mal wieder Luft ins Hirn".

      Sie sollten aber auch mal ein Spiel ruhig spielen, ruhig kneten, ... kann ein Kind das problemlos darf man unbekümmert raus und toben. Zerlegt es einem an einem Regentag nach 30 Minuten die Bude und drangsaliert alle Familienmitglieder sollte man schon mal eingreifen und "üben".

      Ich finde man darf halt die Schule nicht vergessen, da dauern die Übungen ca 20 Minuten am Stück, danach wird bei einem gutem Pädagogen in der Regel mal aufgestanden, ein Klatschlied gemacht, irgendwas, wenn es zu hummelig in der Klasse wird. und das glaube ich im Schnitt 3-4 h. mit den Pausen drin. Ein guter Regelkindergarten bereitet seine Vorschulkinder schon gut darauf vor. Sind sie aber in einem Waldkindergarten hätte ich da auch meine Zweifel, vor allem wenn wie in dem einen Thread die Kids auch zu Hause die Wände hochgehen.

      (19) 27.04.17 - 14:41

      Das habe ich hier noch nie in Hülle und Fülle gelesen. Hier macht es mir eher den Eindruck, als seien alle "Wiesen-und-Feld"-Eltern der Welt vereint. Da sieht man mal wie Eindrücke unterschiedlich sind.
      Ich kann mir kaum vorstellen, dass kleine Kinder damit zufrieden sind jeden Tag drin rum zu hocken. Mal ganz sicher, aber immer. So gut wie jedes Kind hat doch Pfeffer im
      Po.
      Meine beiden Großen (5,7) sind in Sportvereinen, da schon mal bewegungstechnisch aktiv - meine Jüngste (3) ab Sommer auch.
      Wir gehen mehrfach die Woche auf den Spielplatz, fahren Fahrrad usw. Jeden Tag spielt mein Sohn im Garten bis zum abwinken Fußball. Und sie sind alle viel verabredet.
      Es gibt auch Bastel- und Spieletage - zum Glück! Die finde ich auch wichtig!
      KO bekomme ich meine Kinder aber nicht!

      (20) 27.04.17 - 17:18

      Hallo, also wenn ich in einer 3 Zimmerwohnung ohne Garten wohnen würde, dann wäre ich vermutlich mit 2 Kleinkindern auch möglichst wenig zuhause. Wir haben bspw. ein großes Haus mit großem Garten, da muss man nicht unbedingt auf einen Spielplatz gehen. Wir wohnen auch in einer Großstadt - ergo treffen wir auf dem Spielplatz auch nicht die Kitafreunde, da verstreut.

      Indoorspielplatz / Hallenbad sind für uns Familienausflüge am Wochenende. Indoorspielplatz ist für mich eher mal was "Besonderes" und nichts für ständig. Unter der Woche arbeitet doch mindestens ein Elternteil nachmittags. Nachmittags passiert bei uns das normale Leben (einkaufen bspw. auch).

      Meine Kinder haben im Kindergarten/Schule/Hort Animation - zuhause brauchen sie keine besondere Animation. Da wir eben ein großes Haus haben können sie eben auch durchs Haus toben ... Es ist doch wichtig, dass sie sich auch mal mit sich selbst beschäftigen. Hinzu kommt, dass doch viele Leute auch Kinder unterschiedlichen Alters haben. Meine beiden sind fast 9 und fast 5 - die haben einfach unterschiedliche Bedürfnisse, die aber alle befriedigt werden müssen - mal eben von dem einen mehr, mal von dem anderen mehr.

      Hinzu kommen dann eben auch die unterschiedlichen Hobbies der Kinder. Ich bin unter der Woche allein mit beiden. Der Kleine muss also immer mit auf den Fußballplatz oder wenn ich den Großen zum Gitarrenunterricht bringe und so weiter ...

      Wenn eure Kinder schon um 18 Uhr ins Bett gehen, dann müsst ihr ja auch schon gegen 17 Uhr mit Abendessen beginnen - um diese Zeit sind wir noch unterwegs. Das wäre für uns überhaupt nicht machbar - Training des Großen geht bis 19 Uhr .... Meine Kinder gehen um 20 Uhr ins Bett und stehen um 6.30 - 7 Uhr freiwillig ohne Wecker auf. Der Kleine ist von 9 - 15 Uhr in der Kita.

      Übrigens, in unserer Kita gehen die Kinder 2x am Tag raus - sie können da Rädchen fahren, Fußball spielen, toben, im Sand bauen .... vielleicht solltet ihr überprüfen, ob ihr die richtige Kita habt für die Bedürfnisse eurer Kinder. Aber by the way - sie sind alterstechnisch nah zusammen und daher auch gerade in einer bewegten Phase und pushen sich natürlich gegenseitig ...

      VG
      B

      Hallo
      Ich denke die Aussage liest man oft weil es im Kindergarten morgens oft nicht regelmäßig möglich ist mal mit einem Erwachsenen ruhig etwas am Tisch zu machen für ein paar Minuten mehr.

      Und gegebenenfalls eben auch mal an Kleinigkeiten zu feilen, kein Kind muss perfekt in die Schule kommen aber es gibt eben ein paar Punkte die ein Kind können sollte. Da sind eben einfach auch ein paar "ruhige" Sachen dabei und das hängt letztendlich an den Eltern.

      Ich kenne 2 Kindergärten näher und Kinder aus Kindergarten 2 könnten theoretisch tatsächlich x Jahre nur draußen Spielen, toben,... ohne mal eben ruhiger was am Tisch zu machen. Im Kindergarten 1 steht es den Kindern generell zwar auch frei was sie machen, dort wurde aber viel mit Kleingruppen und verschiedenen Projekten gearbeitet sodass jedes Kind regelmäßig mit 1-2 Erzieherinnen bzw Erzieherin + Praktikant etwas "ruhiges " gemacht hat. Sei es etwas in der Küche, etwas zum basteln/werkeln,... Das natürlich neben den allgemeinen normalen Angeboten die es gab.
      Im Kindergarten 2 war und ist das wohl regelmäßig Thema, weil es in der Vorschule dann oft kracht weil es die Kinder nicht kennen mal länger als 5 Minuten zu sitzen und etwas zu machen, solange es kein Essen gibt, mit der Schere nicht umgegangen werden kann weil das Kind noch nie Lust hatte etwas zu schneiden und so weiter.
      Keine Frage, der generelle Alltag und die Hobbys sollte schon nach dem Interesse des Kindes gehen. Aber auch aktive Kinder müssen gewisse Dinge lernen, sowas kann man ja auch super in den Alltag einbauen und muss eben nicht immer daheim am Küchentisch sitzen und sagen "wir beschäftigen uns jetzt ruhig".

      Mein sehr aktiver und sportlicher Sohn hat zB. gerne eine Fahrrad Tour gemacht, dann im Wald mit dem Taschenmesser gearbeitet, unterschiedliche Materialien gesammelt und diese "verarbeitet". Dabei kam zB. die Schere in den Einsatz und er hat Formen von Blättern ausgeschnitten.

      Liebe Grüße #blume

      (22) 27.04.17 - 23:09

      Hallo,

      wir sind viel draußen, Rad fahren, Spielplatz, Garten, etc. Zudem geht unser Sohn zum Fußball, ins Kinderturnen und Musikgarten, Ab und zu Spieleverabredungen. Nur zu Hause sind wir nachmittags selten. Wir sind beide gerne draussen an der frischen Luft und brauchen Bewegung.

      Allerdings haben wir ein sehr munteres und aktives Kind. Ich denke, Kinder sind einfach unterschiedlich und was für ein Kind passt, muss nicht unbedingt für ein anderes Komd das Richtige sein. Mich stören diese Pauschalaussagen "Ich verstehe nicht..., wir sind immer...". Man sollte nicht vom eigenen Kind auf andere Kinder schließen.

      LG

      Hallo

      Ich würde sagen das ist kindabhänig.

      Unsere große ist 4x in der woche beim sport danach abendessen abduschen bett.

      Mini ist in der zeit mit mir draußen weil wir sonst nur mit hin und her gurken beschäftigt werden.

      Am wochenende wenn wir zu hause sind und nichts ansteht kommt es häufiger mal vor das mini im gartenstuhl sitzt und sich bücher anguckt. Und die große auf dem trampolin ist.

      Die kleine ne std mit kreide die terasse vollkritzelt und die große am rennen und bolzen ist. Still sitzen geht nur bedingt.

      Dann muss etwas passieren wozu sie lust hat. Sie kann zb 2 std lük machen. Aber einen streich von max und moritz müsste man auf 4 tage aufteilen.

      Mal gehen wir ins schwimmbad. Indoorspielplatz eher selten ubd dann richtung winter. Im sommer nun eher freizeitpark, waldspaziergänge, pokemonjagten liebt die große, einfach radtourn, minigolf ist auch sehr beliebt, wasserspielplatz etc.

      Oft auch nur im garten.

      Wir haben bekannte die gehen sogut wie nie raus und deren kinder aind von 20 min soaziergang so ko wie meine große nach 2 7 std freizeitpark nicht....

      Ich selbst brauch friache luft und natur nicht jeden tag 10 std aber ne atd muss ich täglich mich an der freien luft mindestens bewegen sonst werd ich unausstehlich.

      "Neulich" beginnende Lungenentzündung... ich war 2 wochen ans Bett gefesselt. Um so besser es mir ging ich aber noch nicht die kraft hatte alleine mal draußen auf der Terrasse zu sitzen, um so ansteengender wurde ich weil mir einfach was fehlte.

      Lag im bett sah nach draußen. Sah die sonne ... da krieg ich echt depressionen.

      Da sind sie menschen wohl verschieden.

      Aber am we und wenn ganz mieses wetter ist sind wir auch mal drinne puzzlen, basteln, sie spielen tiptoi, wir spielen gemeinsam gesellschaftsspiele, wir machen kinder disco, die kinder malen und kneten etc. Aber man merkt ihnen an das sie das draußen sein/ Bewegung brauchen.

      LG

      Jeden Tag so ein derartiges Programm nach der Kita würde es hier nicht geben! Ich muss und möchte nicht ständig aktiv programm abspielen. Wohnung putzen? Einkaufen? Macht sich ja auch nicht allein und gehört zum Alltag. Ins Schwimmbad/indoor Spiel usw gehen wir am we als Familie. Das mach ich nicht unter der Woche am Nachmittag.

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