Lügen.genervt

      Kommt auch drauf an wie du selbst reagierst. Meine beste Freundin ist damals immer total an die Decke gegangen wenn ihr Sohn sie angelogen hat (wohlbemerkt im Vorschulalter). Dem Jungen wollte partout nicht in den Kopf gehen, dass seine Mutter nicht sauer ist wegen dem was er getan hat - sondern deswegen weil er gelogen hat. Aus heutiger Sicht und selber Mutter - denke ich heute wesentlich kritischer über die damalige Reaktion meiner Freundin. Ich glaub auch wenn man bewusst weis, dass ein Kind kein kleiner Erwachsener ist... versteht man gerade in Affektsituationen oft nicht - warum das Kind glaubt in der Situation lügen zu müssen und das es das doch verstehen müsse. Nur dem ist (leider) nicht so. ICH glaube vielmehr... sie sehen die Reaktion viel mehr kommen. Sie wissen sie haben was vergessen oder haben was nicht gemacht oder is was ausversehen kaputt gegangen und sie werden drauf angesprochen. Sie wissen aus der Erfahrung... beim letzten mal wo das passiert ist - war Mama enttäuscht oder sauer. Sie schlussfolgern aber für unsere Verständnisse Falsch. Denn sie schließen es nicht auf das Lügen sondern.... das die Lüge ja auch erst durch die Situation entstanden ist... wo keine Frage da auch keine Lüge... also liegt für sie die Ursache in der Frage und wenn man das antwortet was der andere gerne hören würde glauben sie... sie sind auf der sicheren Seite.

      Oder beim Hände waschen... dasKind hat schlicht weg keinen Bock darauf und wenn es sagt "ja hab ich gemacht" kommt es vielleicht um die lästige Händewascherei herum. Oder Dein Kind versteht unter aufräumen eine andere Definition als du. Was für die eigentliche Ordnung bedeutet ist für ihn vielleicht "es reicht wenn ich fünf sechs Dinge wo anders hinstelle und schon ist aufgeräumt".

      Frage vielleicht das nächste mal nicht ob er aufgeräumt hat - sondern ob er Hilfe beim Aufräumen benötigt (wohlbemerkt hilfe nicht seine Aufgabe übernehmen). Dann ist die Frage ob er das bejaht oder ob er dann immernoch sagt "nein ich hab schon alles erledigt".

      Ich erinnere mich zu gut an meine Kindheit und meine Wahrnehmung von aufräumen und die meiner Mutter... mei da lagen Welten... für mich hieß Aufräumen ... Müll entsorgen... und trittfläche am Boden schaffen... ums mal übertrieben darzustellen.

(8) 29.04.17 - 17:36

Hallo, ich finde es normal, das sie testen ob sie damit durchkommen. DAS sind für mich Grenzen austesten, nicht die Wutanfälle. Merken sie das sie "aufgeflogen" sind, dann wissen sie relativ schnell das es sich nicht lohnt....Muttern merkt alles#rofl.
Keine Ahnung ob ich damit richtig liege, aber hier funktioniert es super, wenn ich ihr dann sage das sie mich veräppelt und sie eh nicht ums Händewaschen drum herum kommt. Dann grinst sie immer, schiebt ab und wäscht ihre Hände.
Und ich vergleiche es nicht mit der Lüge eines Erwachsenen, das ist doch was ganz anderes.

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