Verfärbungen an den mittleren Schneidezähnen

    • (1) 08.06.17 - 10:47

      Hallo,

      mein Sohn hat Verfärbungen an den mittleren Schneidezähnen und wir können uns nicht erklären wieso.
      Der Zahnarzt meint es ist ne Verfärbung (klar, sehe ich auch)
      Wir putzen gewissenhaft (fast immer) Morgens und Abends die Zähne.
      Zudem bekommt er ausschließlich nur Mineralwasser, selten Saft (wenn dann nur ein dünnes Schorle) und auch selten Tee.
      Wir ernähren uns gesund und mehr fällt mir nicht ein was ich noch schreiben kann.
      Beide Elternteile habe auch keine Probleme und weiße Zähne
      Kann mir jemand Tipps oder Anregungen geben, wie wir das in den Griff bekommen?
      Mein Sohn ist 5 Jahre alt

      • Hallo,

        es sieht mir aus wie Black Stain. Das kommt bei Kindern häufiger mal vor und hängt nicht mit der Zahnhygiene oder der Ernährung zusammen. Hier kannst es nochmal genauer nachlesen:

        http://zahnmedizin-bonn-petersen.de/black-stain

        >>Wir putzen gewissenhaft (fast immer) Morgens und Abends die Zähne.<<
        Fast immer?

        Es gibt Menschen, die haben eine Veranlagung zu diesem Belag und müssen öfter zur Zahnreinigung deswegen. Das sollte aber ein Zahnarzt eigentlich auch wissen #kratz

        LG

        Hallo!

        Ich vermute hier eher, dass sich das Schmelzoberhäutchen nicht gelöst und später verfärbt hat. Das kommt bei manchen Kindern vor und ist absolut unbedenklich.

        Habt ihr die Zähne beim Zahnarzt einmal gründlich reinigen und polieren lassen? Damit müssten die Verfärbungen eigentlich weggehen - egal ob es sich um eine persistentes Pellikel oder um den oben schon genannten Black stain handelt. Letzterer sieht m.E. aber anders aus.

        LG

      Hallo, mein ältester Sohn hatte das auch (allerdings bei uns vermehrt unten, oben nicht ganz so stark - insgesamt eher grau/gelblich) im Alter zwischen 5 und 8 - also kurz vor dem ersten Zahnwechsel. Dazu hatte ich hier auch Fragen gestellt, weil wir 3x täglich Zähne putzen und abends Mundspülung benutzten. Mein Sohn hat auch eine Mineralisierungsstörung am hintersten Backenzahn.

      Wir waren 4x bei der professionellen Zahnreinigung, aber schon kurze Zeit später sahen die Zähne wieder genauso unschön aus. Mein Sohn hat scheinbar viele Mineralien in seinem Speichel, so dass er eben stark zu "Zahnstein" neigte. Seit einem halben Jahr hat es sich nun ganz stark gebessert - er wird jetzt 9. Vor einem Jahr haben wir auch die Mundspülung gewechselt, da es Inhaltsstoffe gibt, die Verfärbungen unterstützen.

      Keine Ahnung, ob es allein der Mundspülungswechsel war oder ob sich seine Speichelzusammensetzung geändert hat ...

      VG
      B

    • Hallo, meine Tochter hat auch Verfärbungen an den oberen und unteren Schneidezähnen. Bei ihr ist es eine Schmelzdysplasie, leider nicht allen Zahnärzten bekannt das Phänomen. Es entsteht bei der Anlage der Zähne im Mutterleib und bedarf eines Initialereignisses, z.B. warst du zu diesem Zeitpunkt krank, es kann mehrere Ursachen geben, wahrscheinlich kommt man gar nicht darauf. Der Schmelz ist an der Stelle sehr dünn und das Zahnbein schimmert durch. Die Zähne sind entsprechend kariesempfindlich. Wegputzen kannst du die Stellen nicht. Sophie hat zudem noch Neurodermitis, das kann zusammenhängen, da Zähne ein Hautanhangsgebilde. Sie hat bislang nur in einem Zahn eine Füllung, aber in einem Backenzahn. Wir pflegen ganz normal, sie darf alles essen und trinken, was sie will. Zudem pflegen wir die Zähne mit GC MI Paste Plus.

      • Hallo,

        bei Zahnschmelzstörungen wird empfohlen, auf Gummibärchen, zuckerhaltige Bonbons, Lutscher und alles andere Süße, was stark an den Zähnen klebt oder lange im Mund bleibt, zu verzichten.

        Unser Sohn (7) hat das auch an mehreren Zähnen, verzichtet auf obige Süßigkeiten und hat bisher kein einziges Loch.
        Er putzt einmal pro Woche zusätzlich mit Elmex Gelee und bekommt alle halbe Jahre Fluoridlack beim Zahnarzt aufgetragen.

        LG

        Heike

        • Elmex Gelee finde ich nicht so doll, da es zunächst den Zahnschmelz ansäuert, damit das Fluorid in den Zahn eindringen kann. Das GC MI legt sich wir ein Apathit auf den Schmelz und stärkt ihn von außen. Das verwendet auch unsere Zahnärztin. Das Loch hatte sie im Backenzahn , der gar nicht von der Dysplasie betroffen ist. Dort bleibt aufgrund der Fissuren eh leider mehr hängen.

          Ich verbiete meiner Tochter nichts, denn das ist in meinen Augen Quälerei. Sie weiß, dass Süßigkeiten generell nicht gesund sind und stopft sich daher schon mal nicht voll damit. Wir sorgen dann einfach für eine sehr gute Mundhygiene. Aber das mache ich bei meinem Sohn auch, der nicht von der Dysplasie betroffen ist.

          Die halbjährliche Fluoridierung ist sinnvoll, haben wir auch gemacht immer, haben es aber, aufgrund des erhöhten Kariesrisikos wegen der Dysplasie auf zu Hause ausgeweitet. Mein Sohn wird nach wie vor halbjährlich fluoridiert.

          (10) 08.06.17 - 18:17

          Hallo!

          Es gibt gewisse Zahnschmelzstörungen, da hat man auch bei totalem Zuckerverzicht und absolut optimaler Mundhygiene... keine Chance.
          Eine Freundin meiner Tochter ist davon betroffen - die Eltern beide Zahnärzte, von daher werden sicher alle Regeln einer optimalen Ernährung und Zahnpflege befolgt. Aber der Schmelz an den 1. bleibenden Backenzähnen ist von Natur aus so stark geschädigt, dass die Zähne schon kaputt waren, bevor sie ganz durch die Schleimhaut waren. In solchen Fällen kann man nur noch Schadensbegrenzung betreiben!

          LG

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