Erzieherin um Hilfe bitten.

    • (1) 16.06.17 - 13:45

      Hallo zusammen, ich brauche mal Rat. Die Erzieherin meines Sohnes hat mich jetzt wiederholt gebeten, ihn zu motivieren um Hilfe zu bitten wenn was nicht geht.er ist knapp dreieinhalb und wechselt nächste Woche von Krippe in Kindergartengruppe und sie meint er wird es schwer haben wenn er so weiter macht.

      Also wenn was nicht geht/fehlt/er Hilde braucht geht er nicht zu den Erwachsenen sondern fängt einfach an zu weinen und sagt manchmal auch nicht warum.

      So nun weint er zu hause fast nicht und fragt auch. Er redet auch mit anderen erwachsenen z.b.freunden von uns die er selten sieht.also ist zwar zurückhaltend aber nicht extrem schüchtern. Ich weiß gar nicht was ich machen könnte weil ich solche Situationen nie habe und von ihm auch nicht davon erfahre.

      Generell ist er eher kopfmensch. Er beobachtet, probiert nix, sondern macht alles nur wenn er meint er könne es. Daher ist oft 'geht-nicht', andererseits ist er so kontrolliert . Er will nicht weinen, sagt auch bei uns kaum was ihm nicht passt, keine trotzanfälle. Wenn er traurig ist seh ich das zwar aber schwer rauszubekommen warum.

      Wenn ich ihm sag er kann die Erzieher um Hilfe bitten. Sagt er 'das mach ich aber nicht!'.warum? 'Weil ich dann böse bin' also petzen will er schon mal gar nicht.aber das geht doch nicht, dass er immer einsteckt und nix sagt.
      Will ihn ja auch nicht bedrängen. Aber hat jemand Ideen wie man an so ein Kind rankommt?

      Danke für Tipp zu meinem langen Anliegen. Sorry für die Länge.

      Dabydarling

      • (2) 16.06.17 - 15:14

        Ich habe das Problem selber nicht. Alle meine Kinder holen sich Hilfe.

        Aber die Tochter meiner besten Freundin war so. Sie konnte tun was sie wollte, keine Chance. Erst im Vorschulalter wurde es langsam "besser". Die Erzieher ließen sie irgendwann einfach auflaufen. Nicht mit 3 Jahren, aber später irgendwann, damit sie einfach mal sagte was los ist.

        Du wirst da nichts groß tun können, außer mit ihm sprechen, was du ja getan hast. Der Rest wird schon kommen, und wenn wirklich was ist, wird er sich schon Hilfe holen.
        Ich denke, das ist einfach Charaktersache.

        Ich hab mir auch nie Hilfe geholt - viel zu schüchtern. Und bin trotzdem groß geworden.

      Hallo!
      Du hast meinen Sohn 1:1 beschrieben, als er in dem Alter war.
      Ich denke, das liegt am Charakter.
      Mehr als immer wieder zu sagen, dass er jederzeit um Hilfe bitten kann, kannst du erstmal nicht tun, zumal das Problem ja zu Hause nicht auftritt, da wäre die Erzieherin zuständig.
      Er ist ja auch erst drei. Gib ihm Zeit.

      Bei meinem Sohn (jetzt 7) hat es sich in soweit verwachsen, dass er nicht mehr heult, wenn es nicht klappt und er nach einigen eigenen Versuchen (durchaus mit Gemecker) doch fragt oder gleich, wenn er weiß, er kann es nicht. Er hat aber keine Angst selbst etwas auszuprobieren.
      Vorteil ist, dass er sich selbst sehr gut einschätzen und reflektieren kann.

      Als er immer geheult hat, habe ich bzw die Erzieherin immer nur gefragt, ob er Hilfe braucht und ihn ansonsten in Ruhe gelassen. Das heulen ist ja in dem Fall Frustationsabbau.

      LG #winke

      • Danke, ich bin da schon geduldig. Aber hab angst dass das mit dem auflaufen lassen früher als erwartet kommt. Man kann eben so gar nicht einschätzen was in der Gruppe ist. Und weder Kind noch Erzieher sagen groß was. Hatte nur jetzt 2 x den Hinweis. Es sei wieder schlimmer geworden mit dem weinen. Zu 'er hat heute viel geweint' erzählt er abends 'es War ein schöner tag, hab heute viel gespielt und es gab nudeln'

        Hab mich mal beobachtet. Ich mach ihm nicht alles aber frag zu hause wohl auch schnell ob er Hilfe braucht,da ist es mit t ja erledigt. ..

        • Für meinen Sohn war das Weinen nicht das Problem, nur für alle anderen.
          Wie gesagt, wenn das zu Hause nicht auftritt kannst du nicht viel tun.
          Ich würde mit seiner neuen (?) Erzieherin sprechen und sie darauf hinweisen.

          LG #winke

          • Danke für das Stichwort Frustrationsabbau, so kann ich es mir gut erklären. Aber das ist echt mal ne Situation an der ich zu knabbern hab. Irgendwie fällt es leichter mit einen Trotzanfall umzugehen, als wenn er so traurig ist und ich kann nicht helfen. Da könnt ich auch heulen.

            Hab am Montag beim Anholen nochmal mit der Erzieherin gesprochen. Sie meinte: Er kann brüllen, so plötzlich und so laut und beruhigt sich erstmal nicht wieder. Das klingt sehr nach Frustration - und ist zu Hause nicht.
            Montag abend war dann Gejammer und traurig, hat so mit sich gekämpft nicht zu weinen, weil ich nach ner Stunde Einschlafbegleitung das Taschentuch gereicht hab, was er selber holen wollte. Hab dann gesagt, ja versteh ich dass du traurig bist, das nächste Mal kannst du es holen. Musst du weinen? Da hat er sich dann rangekuschelt und fast ne Halbe Stunde immer wieder ein bisschen geweint und geschluchtzt. Hat letztendlich noch mal ne dreiviertel Stunde gedauert, und zum Schluss sagt er ganz trocken " zu Hause darf ich weinen, aber bei der ### nicht..."

            Gestern wollte er erst nicht, aber vor Ort war es ok, und ich denke er mag die neue Erzieherin schon. erzählt nachmittags begeistert. Aber heute war wieder schwer. Die Kinder waren schon draußen und die Bezugserzieherin nicht in Sicht. Hab ihn bei einer anderen abgegeben, also dort Hand gegeben und begrüßt, aber die hat dann weiter an Ihre Vorschüler Wasser verteilt und er dreht sich um, Kopf gesenkt und sehr traurig und sucht sich ganz allein ne Ecke im Garten...Puh da hab ich zu knabbern. Er hat bei mir gar nicht richtig Tschüss gesagt, weil er nicht zeigen wollte, dass er weinen muss. Ärger mich jetzt total, dass ich ihn nicht doch bei seiner alten Erzieherin in der Krippenecke abgegeben habe. Die hatte zwar mit den ganz kleinen zu tun, aber die kennt er wenigstens.Aber wusste nicht wie die reagiert und wenn Sie sagt, nein du bist jetzt bei den großen, geh hinter. Ist die Ablehnung vielleicht noch schlimmer.

            Wird den Kindergartenkindern wirklich so eingetrichtert , dass sie nicht weinen dürfen? Meine Freundin sagte auch Ihre Kleine fragte nach dem Gruppenwechsel auch ständig ob sie jetzt mal weinen dürfte...andere Kita 800 km entfernt.

            auf einen Sonnigen Tag der noch besser wird als er angefangen hat...
            Dabydarling

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