Personalschlüssel kita

    • (1) 29.06.17 - 07:12

      Hallo

      Sagt mal habt ihr auch so wenig Personal ? Mein Sohn soll einen Platz bekommen in einer Kita wo es 5 Kräfte für 3 Gruppen mit insgesamt 66 Kindern gibt .

      Es ist ein kindergarten mit offenem Konzept . Ich finde das echt wenig . Wie denkt ihr darüber ?
      Lg

      Napulake

      • (2) 29.06.17 - 07:25

        Hallo #blume

        eigentlich pro 10 oder 12 Kinder (den genauer Schlüssel kenne ich nicht) über 3 eine Kraft. Also müßten es bei Euch eigentlich 6 Kräfte sein. Ab einer gewissen Anzahl Kinder ist die Leitung von der Gruppenarbeit freigestellt. Bei uns ist das so. Das sind 3 Gruppen mit insgesamt ca. 70 Kindern. Und dort arbeiten definitiv mehr als 5. Pro Gruppe müssen ja mindestens 2 Kräfte da sein. Einer alleine kann das ja gar nicht machen. Theoretisch.

        Jedenfalls ist es immer sehr knapp und auf Kante genäht, wenn dann mal wieder jemand krank ist oder Urlaub hat oder oder oder. Und wenn das dann mehr als eine am Tag ist, wird es echt schwierig. So wie überall eben. Das war hier vor 12 Jahren auch schon so, da war es sogar noch schlimmer wie jetzt.

        #liebdrueck
        Sanne #sonne

        • (3) 29.06.17 - 07:30

          Hi

          Danke für die Antwort das denk ich nämlich auch . Finde das wirklich extrem wenig und 1! Soll wahrscheinlich noch gehen

      (4) 29.06.17 - 07:28

      Hallo,

      wie wir das finden ist völlig egal, zudem ist es von Bundesland zu Bundesland verschieden.

      In Sachsen ist es bspw. 1:12 bei Kindern zwischen 3-6.

      LG

      • (5) 29.06.17 - 07:31

        Na mich interessiert es dennoch . Insbesondere positive Erfahrung mit so einem Schlüssel

        • (6) 29.06.17 - 07:36

          Ich wage zu bezweifeln, dass es tatsächlich positive Erfahrungen gibt bei 5 Kräften in 3 Gruppen bei 22 Kindern je Gruppe....

          Ich würde entweder nachfragen, wie sie sich das praktisch vorstellen (woher weißt Du das mit den 5 Kräften?) und wenn es WIRKLICH so ist (was ich nicht glaube), nach einem anderen Kiga Ausschau halten.

          • (7) 29.06.17 - 08:14

            Hallo ,

            doch ist leider so.

            Der Frühstücks und Morgenkreis findet in den Gruppen mit nur einer Kraft statt, danach ist es ein offenes Konzept wo jede Erzieherin einen " Themenbereich " hat und die Kinder selbst entscheiden wo sie spielen möchten .

            • (8) 29.06.17 - 09:20

              Und wenn eine Erzieherin mal auf Toilette muss, dann schließt sie den Raum zu?????

              (9) 29.06.17 - 09:52

              Hallo #blume

              wenn eine Kraft Urlaub hat oder krank ist, wird der Raum geschlossen? Und wenn eine Kraft mit einem Kind zum Wickeln gehen muss, schmeißt sie alle Kinder aus dem Raum und schließt zu?

              Wenn ich eine Wahl hätte, würde ich den Kiga nicht nehmen. #schein Aber ich kann (aufgrund sehr schlechter Erfahrungen) mit dem offenen Konzept nichts anfangen und die Personalsituation wie von Dir beschrieben, trägt auch nicht dazu bei, dass ich es besser finde.

              Wenn Du natürlich keine Wahl hast, dann mußt Du wohl damit leben.

              #liebdrueck
              Sanne #sonne

        (10) 29.06.17 - 07:41

        Mit so einem Schlüssel wirst du wohl kaum positive Erfahrungen bekommen. Und auch wenn du dich nach anderen Kitas umschaust, wird es nicht viel besser aussehen, außer vielleicht in einer privaten Einrichtung.

        • (11) 29.06.17 - 08:17

          HI ,

          alles andere ist leider komplett dicht . Selbst die privaten die mit einem viel besseren Schlüssel ran gehen .

          • (12) 29.06.17 - 08:34

            Puh, leider sieht es überall nicht gerade rosig aus. Wir sind auch nur mit Beziehung an den KITA-Platz meines Sohnes gekommen, ebenfalls offenes Konzept. Bin ja froh den Platz zu haben, aber was machen Eltern die keine Beziehungen haben? Sich arbeitslos melden?

            Nur zur Info, bei uns sieht es so aus:

            Plätze für 134 Kinder, davon:
            28 Krippenkinder im Alter von 1 – 3 Jahren
            103 Kindergartenkinder im Alter von 3 – 6 Jahren
            3 Integrativkinder im Alter von 3 – 7 Jahren

            1 Leiterin Dipl. Sozialpädagogin / Erz. / HPZ
            11 Erzieher/Erzieherinnen

            davon:
            3 Erzieherinnen mit HPZ
            2 Kreativpädagogen
            1 Kreativpädagogin in Ausbildung
            2 Praxisanleiterinnen
            1 mit Ausbildung zur systemischen Familienberaterin
            Kinderkrankenschwester
            1 Heilerziehungspfleger
            1 Hausmeister, 3 MA für Küche und Reinigung

            (13) 29.06.17 - 11:56

            Wenn du eh keine Wahl hast...

            Vielleicht ist das ja auch nur vorübergehen und es sind doch meistens eh nicht alle Kinder da.
            Ich würde dem entspannt entgegen sehen, aber nicht zuviel erwarten.

(14) 29.06.17 - 09:14

Hallo,
also ich empfinde den Schlüssel als wirklich schlecht. Wir haben viel Glück, in unserer U3 Gruppe gibt es 3 Erzieherinnen für 10 Kinder, in der Kindergartengruppe 3 Erzieherinnen für 20 Kinder, wobei aktuell nur 15 Kinder in der Gruppe sind. Dazu gibt es noch eine Leitung die im Notfall einspringen kann, eine Spracherzieherin, die 2 Mal die Woche für beide Gruppen da ist und Aushilfen.
Ob sich Kinder wohl fühlen in einer Einrichtung steht und fällt meiner Meinung mit der Qualität und Quantität der Erzieherinnen. Kleinere Kinder brauchen natürlich noch mehr Unterstützung als Größere Kinder ( Hilfe beim Toilettengang, Basteln, Essen, umziehen etc.)
Aber leider kannst du doch gar nichts an der Situation ändern, wenn ihr nur diesen einen Platz habt. Ich würde mir die Einrichtung anschauen und es auf mich zukommen lassen, wenn sich dein Kind dort allerdings nicht wohl fühlt, würde ich eben noch 1 Jahr Zuhause bleiben.
Vielleicht braucht dein Kind auch nicht viel Hilfe und fühlt sich gleich wohl in der Einrichtung.

(15) 29.06.17 - 09:38

bei uns waren es bei 3 gruppen mit bis zu 28 Kindern jeweil 2 Erzieherinnen plus die Leitung, aber die war wirklich Leitung und selten mit den Gruppen beschäftigt, sondern war in den weiteren Räumen unterwegs...

Fakt ist, dass immer 1 pro Zimmer da sein sollte ... --- wenn das bei euch so gebaut ist, dass das funzt, dann ist ja pirma...

Hat es wirklich nur die 5 Erzieherinnen dort oder weisst du nix von all den Dauerpraktikanten usw. ... die auch noch oft da sind?

(16) 29.06.17 - 10:04

Ich gebe hier auch zu bedenken, dass die Betreuungsschlüssel für "Vollzeit"-Kitakinder gedacht sind.

Bei uns in Sachsen ist der Schlüssel bei 1:12, richtig. Trotzdem können mehr Kinder in einer Gruppe sein. Denn der Schlüssel bezieht sich auf 12 Kinder, die für 9 Stunden in der Kita angemeldet sind.
Viele Eltern melden ihre Kinder aber nur 6,7,8 Stunden an, sodass die "übrigen" Stunden mit weiteren Kindern aufgefüllt werden.

So kommt es in der Kitagruppe meiner Tochter zu 14 Kindern auf 1 Erzieher, was bescheuert ist, denn die Kinder sind ja trotzdem die Mehrheit des Tages alle zur gleichen Zeit da. Kitawechsel ist auch keine Option, denn hier sieht es flächendeckend so aus, mal abgesehen davon, dass es eh chronischen Kitaplatzmangel gibt und man nicht wirklich eine Kita-Auswahl hat.

(17) 29.06.17 - 10:31

Das ist zum einen schon davon abhängig wo ihr wohnt!

In HH sind es, glaube ich, 10 Kinder auf einen Erzieher(in). Ich bin der meinung mal gehört zu haben das es in S-H nur 5 Kinder sind!

Tagesmütter in HH dürfen nur 5 Kinder betreuen.

5Kräfte für 66Kinder finde ich allerdings auch wenig! Es könnte aber sein, dass z.B die KiTa Leitung offiziell als zusätzliche Kraft gezählt wird und schon sind es 6Kräfte!
Finde ich immer noch sehr wenig, besonders wenn man bedenkt das ja auch mal jemand krank ist oder Urlaub hat.

Bei uns sind 4Erzieherin auf max 40Kinder (in einer Gruppe) plus eine FSJ.
Zur Not wären auch noch Leitung uns Stellvertretung um die Ecke. Wie viel erzieher in den anderen Gruppen sind weiß ich nicht, glaube aber, bis auf Krippe und I Gruppe, wird das gleich sein

(18) 29.06.17 - 10:33

Hallo,

ich finde es auch zu wenig, aber diese Offenen Konzepte werden von den Gemeinden eben als Sparmodell betrachtet.

Die würden keinen Kindergarten betreiben, wo es drei geschlossene Gruppen gibt, von denen eine nur eine einzige Erzieherin hat...

Ich denke, dieser Kindergarten bei Euch wird lediglich Kinder-Aufbewahrung betreiben. Falls Ihr könnt, würde ich mir eine Alternative suchen.

LG

Heike

(20) 29.06.17 - 10:38

Das ist wirklich wenig und (die meisten) Kindergärten sind halt mehr eine Aufbewahrung als ein liebevoller Umgang. Darüber muss man sich einfach im Klaren sein.

Dazu kommen noch krankheitsbedingte Ausfälle, Urlaub, etc. Sind die Erzieher Raucher kommen noch etliche Pausen dazu. Ich fahre oft an einer Kita vorbei, und da steht eigentlich immer mindestens ein Erzieher draußen und raucht. Dann müssen die ja acuh mal auf Toilette, etc.

Man muss sich überlegen, Kindergarten und das hinnehmen, oder zuhause bleiben.

Es ist eigentlich ein großer Skandal. Den Eltern wird der Kindergarten als liebevolle Bildungseinrichtung verkauft, ist aber eigentlich nur eine schlechte Aufbewahrung.

(22) 29.06.17 - 11:57

Ein ist zu wenig. Die offiziellen Richtlinien sehen personalschlüssel für Ü3 bei 1 zu 7. Ansonsten kann Kindergefährdung nicht ausgeschlossen sein. Offene Konzepte dienen Geldsparen da die Träger dann weniger Personal einstellen müssen. Deswegen sind viele Kindergärten nur noch Kinderaufbewahrungsanstalten. Mit Förderung haben sie nichts mehr zu tun. Sehe zu, dass dort wenigstens Sicherheit gewährleistet wird und keine Teiche, Flüsse, grosse Strassen usw. in der Nähe sind. Falls Sie nicht bemerken, dass ein Kind das Gelände verlassen hat.

(24) 29.06.17 - 16:08

Hallo!

In Hessen gibt es einen klar geregelten personellen Mindestbedarf in Kindergärten. Dieser berechnet sich anhand des Produktes aus Fachkraftschlüssel und Betreuungsmittelwert. Der Fachkraftschlüssel beträgt für Kinder über 3 0,07, der Betreuungsmittelwert ist ein Zeitwert, der abhängig ist von der Stundenzahl, die die Kids in der KiTa sind.
Wenn ich jetzt den Zeitfaktor außer Acht lasse, kann man also vereinfacht sagen, dass pro Kind 0,07 Fachkräfte eingestellt werden müssen - das macht bei 66 Kindern 4,62 Erzieherinnen. Wenn alle Kinder da sind, müssten also 5 Erzieherinnen da sein. Der Betreuungsmitttelwert wird dann noch benötigt, um die Erzieherstunden auszurechnen. Wenn Vermutlich werden nachmittags weniger Kinder da sein, das muss dann über Teilzeitkräfte geregelt werden. Und bei der Stundenberechnung muss noch ein Aufschlag von 15% mitberechnet werden, um Urlaub und Krankheit auszugleichen.

Aber nach dem hessischen Kinderförderungsgesetz reichen 5 Erzieherinnen auf jeden Fall aus.

Ansonsten haben wir bei uns im Kindergarten einen Sondersituation. Erstens nimmt die KiTa schon Kinder ab 2, die haben einen höheren Fachkraftschlüssel. Und dann ist es eine inklusive KiTa mit viele I-Kindern, die eben auch einen höheren Betreuungsbedarf haben.

Mein Sohn ist jetzt allerdings wieder in einer ausgelagerten Gruppe, hier gibt es 2 Erzieher und derzeit 2 Praktikanten (auch in den anderen Gruppen wird jede Gruppe durch Praktikanten, FSJlerr oder Bufdis unterstützt). Die beiden Erzieher haben aber meines Wissens beide keine volle Stelle, sodass oftmals auch nur ein Erzieher für die 18 Kinder da ist. Eigentlich stünden der Gruppe noch weitere 10 Fachkraftstunden zu, da hat sich nur bisher noch niemand gefunden. Das ist dann problematisch, wenn eine Fachkraft krank oder im Urlaub ist. Aus dem Hauskindergarten will dann leider auch niemand vertreten, und wenn jedemand "verdonnert" wird, ist der eher eine Belastung als eine Hilfe.

LG

(25) 30.06.17 - 13:29

Hallo,

also meine Mittlere ist im KiGa (Ü3) und es sind "feste" Gruppen, bei ihr sind es 20 Kinder und 2 Vollzeit und 2 Teilzeitkräfte. Finde 5 Erzieherinnen für 3 Gruppen sehr wenig, v.a. ist ja doch auch mal eine krank ... Ist das denn auch Ü3? Bei U3 gibt es bei uns auch 2 Voll- und 2 Teilzeitkräfte (Springer), da sind es aber nur 10 Kinder.

LG

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