Verdacht aus Asperger

    • (1) 12.07.17 - 15:51

      Hallo ihr Lieben!

      Ich bin neu hier, eine Freundin hat mir das Forum empfohlen.

      Wie oben steht, gibt es bei unserem jüngsten (5) Verdacht aus Asperger. Wir warten nunmehr auf den Termin in der KJP und ich hoffe wir kriegen dort schnell einen Termin.

      Allerdings würden mich folgende 2 Dinge hierzu sehr interessieren:

      1. Wann/ wie/ in welchem Alter würden eure Kids getestet / diagnostiziert? (Mir wurde gesagt es ist noch etwas früh)

      2. Konnten eure Kids normal eingeschult werden, also gehen die auf normale Schulen oder aus spezielle (falls ja, welche?)

      Ich hätte noch tausend Fragen, aber diese brennen mir auf der Seele, ach ich weiß auch nicht.

      Freue mich sehr über Antworten!

      Lg bubble

      • Hallo,

        eine Diagnostik kann bei jedem Kinder-Psychotherapeuten gemacht werden.

        Du kannst für euren Umkreis mal googlen und nachtelefonieren, wo Ihr schnell einen Termin bekommt.

        Bevor es keine Diagnose gibt, kann man nicht wirklich etwas raten.

        Aber eines stimmt:

        Asperger-Autismus "blüht" erst etwas später, wurde mir damals auch gesagt (wir hatten eine Diagnostik in der Autismus-Ambulanz, als mein Sohn 4 Jahre alt war).

        Alles Gute euch.

        LG

      (4) 12.07.17 - 22:18

      Hallo,

      wir haben selbst kein Kind mit Asperger, aber eine Freundin mit einem solchen bzw. vermutlich sogar zwei. Beim zweiten Kind gibt es noch keine gesicherte Diagnose.

      Bei dem Kind mit der gesicherten Diagnose ist das Kind seit dem Kindergarten auffällig, aber bis der Junge 10 war, gab es keine Diagnose. Bis dahin wurde alles mögliche vermutet, von Hochbegabung (hat er auch), über ADHS bis hin zu einer Bindungsstörung. Erst ein Autismus-Zentrum hat Asperger endlich richtig diagnostiziert. Und dann fiel es allen, die das Kind kannten, wie Schuppen von den Augen, dass der Junge eigentlich jede Menge typisch autistische Verhaltensweisen hat. #klatsch

      Im Kindergarten hat der Junge sich als eine Art Mafia-Boss betätigt. Er hat ein paar Rabauken um sich versammelt und für die die Planung gemacht, während die die Sachen dann ausführten (und den Ärger dafür kriegten bis rauskam, wer eigentlich dahinter steckte). Er hat auch damals schon eine Vorliebe für Ordnung gehabt, und Lokomotiven u.ä. immer als Querschnitte, also mit der Maschine, gezeichnet.
      Ab der Grundschule waren dann Grundrisse von Gebäuden eines seiner Hobbies.

      Leider klappt es in der Schule ganz schlecht mit ihm, und er rastet immer wieder aus und schlägt Kinder zusammen, weil er von Situationen überfordert ist. Eigentlich möchte er mittlerweile nett zu seinen Mitmenschen sein, und es tut ihm auch immer ganz furchtbar leid, wenn er wieder ausgeflippt ist. Er ist jetzt 12 und von zwei Grundschulen und bisher einem Gymnasium geflogen, weil die Lehrer sich nicht zutrauen, mit ihm zu arbeiten. Zur Zeit kommt ein paar Stunden lang ein Lehrer zu ihm nach Hause, und seine Mutter unterrichtet ihn. Leider wurde die Autismus-Förderschule in der Gegend geschlossen (die braucht ja keiner, dank Inklusion...). Wie das weitergehen soll, weiß gerade keiner so genau.

      Aber dieser Junge hat eine schwere Form von Asperger Autismus. Bei ihm ist fraglich, ob er überhaupt irgendwann alleine leben kann. Das muss ja bei Deinem Kind nicht so sein, wenn es Asperger hat.

      Der andere Junge, wo das im Raum steht, ist jetzt 9, und kommt in der Schule so lala klar. Er tut zwar keinem was, ist aber fürchterlich stur und bockig, wenn er nicht will. (Hausaufgaben will er zum Beispiel aus Prinzip nicht.). Außerdem ist er ein Quell dummer Ideen, die des öfteren zu Katastrophen führen (a la Michel von Lönneberga). #schwitz
      Momentan haben die Eltern da gerade ebenfalls Stress mit der Schule, weil die mit ihm schlecht klar kommen, sich aber auch weigern, Ratschläge der Eltern anzunehmen.
      Aber auf mich macht es den Eindruck, als wäre eine normale Beschulung für diesen Jungen durchaus machbar, wenn man einen Lehrer erwischt, der bereit ist, sich auf das Kind einzulassen.

      Ich würde Dir raten, gleich zu einem Autismus-Zentrum zu gehen, wenn Du diesen Verdacht hast, bevor irgendwelche Möchtegern-Fachleute da sonstwas diagnostizieren. Das verursacht nämlich u.U. jede Menge Ärger, weil dem Kind die richtigen Hilfen verweigert werden, weil sich das Jugendamt auf eine alte Diagnose beruft und die neue, richtige nicht anerkennen will.

      LG

      Heike

    • (5) 13.07.17 - 09:24

      Hallo, bei uns kam die Diagnose mit 8 Jahren. Aber wir hatten schon einen kleinen Ärzte, SPZ Marathon hinter uns. Erst in der KJP hatten wir eine Diagnose.

      Also warte bitte wirklich den KJP Termin ab und geh nicht zu irgendeinem Psychotherapeuten wie oben geraten wurde.

      Mein Kind wurde ganz normal eingeschult und hat sich dank der Unterstützung unserer AutismusAmbulanz sehr gut entwickelt.

      Ich denke aber das hängt auch mit der "Stärke" der autistischen Züge zusammen und wie man damit umgeht. Wir haben nie ein Problem daraus gemacht (auch vor der Diagnose) und die Eigenarten eben als "normal" akzeptiert
      Bei uns ist es nicht mehr so extrem wie früher bzw. kann mein Kind (12)gut kompensieren.

      Warte die Diagnostik erst mal ab. Alles andere hängt davon ab wie stark Asperger bei euch ausgeprägt ist.
      Lg

      Hi. Warum soll dein Sohn Asperger haben? Was denkst du selber? Ist momentan die neue Modediagnose und die meisten haben es nicht.

      Viele Grüße

      • Wenn du ein autistisches Kind hast, das stundenlang schreit und sich nur im Zimmer einsperrt, wenn euer Leidensdruck so groß ist, dass ihr überall um Hilfe bittet, wenn nach der Diagnose und dem dann veränderten verhalten endlich mal etwas mehr Ruhe in deine Familie einkehrt, dann sag das mit der "Modediagnose" nochmal!!!!

    (8) 13.07.17 - 20:32

    Ich habe persönlich keine Erfahrung - aber schau doch auch mal ins Rehakids Forum. Einfach googeln, da gibt es sogar ein Unterforum für Autismus Spektrum und Asperger. Viele Eltern berichten dort von ihren Erfahrungen und Diagnosen.

    Hallo
    Mein Sohn wird im August sechs und hat Asperger.
    Die Diagnose haben wir seit Dezember. Hat fast ein Jahr gedauert. Waren beim KJP. Vor einer Woche hat seine Therapie im Autismuszentrum begonnen. Da kann ich noch keine Erfahrungen weiter geben. Ich hoffe es hilft ihm.

    Er ist zusätzlich diagnostiziert hochbegabt.
    Ende August wird er normal eingeschult, evtl. Mit Option auf einen I-Punkt Helfer.
    Wenn du Fragen hast versuche ich dir gerne zu helfen, aber wie du siehst sind wir auch erst am Anfang einer langen Reise.
    Euch alles Gute

    Happynine

    Ich würde dir auch raten, dich an die Autismus Ambulanz zu wenden. Da seid ihr am besten beraten. Wir haben ein Kind an der Grundschule, das ganz sicher asperger hat (die Eltern weigern sich aber, das anzuerkennen). Er kommt in der Schule einigermaßen zurecht, aber ein Schulbegleiter für den jungen wäre toll. Das wäre auch eine Möglichkeit für deinen Sohn.

Hallo,

unsere Tochter bekam die Diagnose mit 11 von einer KJP.

Seit dem Kindergarten stand Hochbegabung im Raum, die sich auch bestätigt hat.
Sie wurde normal mit 6 eingeschult, kam immer recht gut in der Schule klar, da wir in der Grundschule eine tolle Klassenlehrerin hatten. Aber keiner wusste auf der Grundschule, dass sie Asperger-Autistin ist.
Jetzt beendet sie morgen mit 14 die 8. Klasse, kommt nach den Ferien in die 9. und wird hoffentlich ihr Abitur machen.
Sie hat sich Dank guter Therapie und einem stabilen Zuhause super entwickelt.
LG

(13) 24.07.17 - 00:00

Meine Große (11J) ist Asperger. Mit 6 J wurde sie "auffälliger", vor einem Jahr nach 3 J Suche die Diagnose. Seit dem ist alles besser!!! Sie war auf einer normalen Mintessori-Schule (kaum auffällig) jetzt 1 J auf ein Gymnasium. Hat nur super Noten, aber eben leider ohne soziale Kontakte.

Meine 5 Jährige ist grade in der Diagnose. Ich fürchte, sie bräuchte eine Schulbegleitung.

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