Aussortieren mit oder ohne Ausdiskutieren?

    • (1) 16.07.17 - 16:05

      Wie sortiert Ihr Spielzeug oder Kleidung aus? Pädagogisch Sinnvoll wäre es sicher, die Sachen mit den Kindern gemeinsam auszusortieren, so nach dem Motto, wir können nur Neues kaufen, wenn wir uns von alten Sachen trennen. Da wir aber gerade ewig viel Diskussionen und Tränen produziert haben, nur weil Fünfjährige sich von Laufrädern trennen sollen oder eine Siebenjährige nicht auf ihr Miniholzpferd verzichten möchte, dass sie mit drei bekommen hat und schon ewig nicht mehr benutzt, komme ich gerade ins Grübeln, ob wir Kleinigkeiten wie "Quips" und den "Obstgarten" doch mal besser eben so verschwinden lassen...

      Wie macht Ihr das?

      • Babyspielzeug immerwieder aussortieren und in ne Kiste. Irgendwann kommt die Kiste kommentarlos weg.
        Alte Kleider werden auch in ner Kiste gesammelt und kommen dann weg.

        Wenn die alte Babykiste versehentlich mal in die Kinderhände kommt, haben sie urplötzlich wieder Interesse daran :)

        Kleidung sortiere ich alleine aus, meist direkt beim Waschen / Bügeln. Wenn zum Frühjahr / Herbst geguckt wird, was aus dem letzten Jahr noch passt, sind die Kinder natürlich schon dabei. Aber sie haben immer verstanden, dass Kleidung passen sollte. Wenn an einem bestimmten Pulli dann mal sehr das Herz hing, habe ich einfach versprochen, dass wir nach einem ähnlichen gucken können.

        Spielzeug sortiere ich nur mit den Kindern aus. Es sind ihre Sachen, nicht meine. Einzige Ausnahme sind Spielsachen, die kaputt sind und an denen man sich verletzen könnte. Ich habe es als Kind auch gehasst, wenn meine Mutter der Meinung war, ich sei zu alt für bestimmte Sachen und sie sie dann einfach weiter gegeben hat. Also stehen auf dem Dachboden ein paar Kisten mit Spielzeug, von dem sie sich noch nicht trennen können.

        Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass sie unglaublich an Dingen klammern, wenn ich einfach entscheide, dass sie die Sachen weggeben sollen. Wenn ich aber nett frage, ob man x oder y vielleicht an die kleine Cousine verschenken könnte, sind sie meist einverstanden.

        lg

      Also ich hab mein Holzpferd immer noch und auch meine "Vier ersten Spiele" von Ravensburger sind nie weggekommen und werden jetzt von meinem Kind verwendet!

      Ich weiß gar nicht ob ich meinem Kind dieses "Wir trennen uns von Dingen um Neues zu bekommen" so verinnerlichen will. Wir leben in einer Wegwerf / Konsumgesellschaft, das unterstützt man doch damit nur. Ich würde wenn ihr nicht auf Geld oder Platz angewiesen seid lieber etwas länger warten um dann bewusst wegzugeben. Also verschenken, auf dem Flohmarkt verkaufen um zu vermitteln Das "Hat noch Wert und kann von jemandem besser genutzt werden" im Vordergrund. Und ich hätte mit sieben sehr wohl gemerkt wenn mein Spielzeug verschwinden würde. Manchmal hat man auch Kleinen Besuch und ist froh wenn man noch ein / zwei alte Schätzchen wie Quips im Schrank hat. Und akzeptieren wenn sie was behalten wollen wie ein Holzpferd.

      • Naja, bei aller Kritik an der berechtigen Wegwerf- und Konsumgesellschaft: Geburtstage und Weihnachten begeht Ihr doch auch nicht nur mit Knäckebrot, oder?

        Und das Holzpferd, Stockmaß 60 cm und10 Kilo schwer wird die Tochter dann auch später mit in ihre erste Wohnungen nehmen? Eher nicht...

        Flohmarkt wäre aber in der Tat mal eine sinnvolle Maßnahme!

        • Lach da bist an der falschen Adresse, ich bin da schon ein kleiner Freak, aber hier wird das Brot nicht nur an den Festtagen aus Mehl aus dem Sackerl frisch mit Solarenergie gebacken und ist genau das Gegenteil von nem derben Knäcke ;-)

          Nein im Ernst, Konsumverzicht heißt ja nicht dass man nichts genießt sondern eher dass man nicht immer Dinge nur verbraucht sondern gebraucht. Sprich das Salatwaschwasser kann nicht nur verbraucht werden sondern nochmal gebraucht werden als Wasser für die Tomaten, man muss keine Zewas nehmen es gibt auch waschbare Küchenrollen aus Stoff, die man eben nicht "konsumiert" sondern wiederverwendet, statt tonnenweise Papier zu "vermalen" gibts ne Tafel etc.
          Aber wir feiern hier schon bemühlt müllfrei, regionale, lose gekaufte Produkte, ich verpacke Geschenke in Mehrwegverpackungen und wünsche eigentlich immer "lieber weniger aber haltbar". Man muss klar die Balance finden, mit Kindern noch viel mehr als wenn man alleine unter Erwachsenen ist.

          Unter "Miniholzpferd" habe ich mir auch eher etwas Kleineres vorgesellt, bei der Größe hebt man das klar eher nicht auf.

    Hallo!
    Ich sortiere Kleidung allein aus, keins meiner beiden Kinder hing bis jetzt besonders an einem Kleidungsstück.

    Spielzeug sortiere ich fast immer mit den Kindern zusammen aus. Kaputtes oder unvollständiges wird weggeschmissen, der Rest wird verschenkt oder gespendet oder verkauft.
    Wenn ich denke, irgendein Teil wird schon lange nicht bespielt, die Kinder sind aber nicht trennungswillig, packe ich es “heimlich“ weg, wird nicht mehr danach gefragt, kommt es weg.
    Dieses “Platz schaffen für Neues“ finde ich persönlich nicht so gut. Wir versuchen unsere Kinder nicht so “konsumgeil“ zu erziehen. Aber wenn es bei euch zur Einsicht verhilft, wäre es einen Versuch wert.
    LG #winke

    • Wie feiert Ihr denn Weihnachten und Geburtstage? Wirklich so ganz ohne Konsum? Was sonst übers Jahr dazukommt, ist meist auch zu verschmerzen, die Probleme machen eher Parkhäuser, Ritterburgen, Polizeistationen etc.

      • Nein, natürlich gibt es (meist zu viele) Geschenke! Und auch zwischendurch (wir haben eine große Familie) gibt es immer mal was.
        Ich dachte du meinst, aussortieren und dann sofort neues anschaffen.
        Ja das große, platzraubende Spielzeug ist irgendwie immer im Weg, aber wie gesagt wir verschenken (viel Verwandtschaft ist da von Vorteil) oder verkaufen eben viel (bei uns gibt es 2 mal im Jahr einen Kinderflohmarkt).
        Meine Kinder hängen aber tatsächlich an wenigen Dingen. Warum auch immer.

        LG #winke

Hm Kleidung kommt weg, wenn sie zu klein ist oder kaputt. Dass entscheide ich. Babyspielzeug gab ich auch aussortiert. Aber seit der Große 3 ist machen wir Spielsachen zusammen. Meistens waschen wir in den Sommerferien eh Mal Stofftiere und co, sortieren Spielzeugkisten und dabei er gibt sich das.

Hallo,

Kleidung sortiere ich selber aus, weil kaputt oder zu klein. Da gibt es ja auch keine Diskussion, weil kaputt oder zu klein.

Spielzeug fasse ich nicht an - auch kein kaputtes.

Ich habe meinem Sohn früh beigebracht, einfach weil wir das so machen, dass einmal pro Jahr ausgerümpelt wird: Kaputtes in den Müll, nutzloses entweder zu verkaufen oder auch Müll.

Da konnte er immer schön mit ansehen, wie toll mit altem Lego oder Kleinkinderbüchern (die er nicht mehr wollte!) Geld verdient werden kann. Das Geld durfte er behalten.

Heute guckt er mit uns zusammen regelmäßig, wo wir uns "leichter" machen können, aber das Loslassen muss von Innen kommen, sonst bekommt ein Kind doch Verlustängste und hält nur noch viel stärker an allem fest.

LG

  • Find ich gut wie du das handhabst.
    Aber dass kaputtes Spielzeug nicht direkt weg geschmissen wird käme bei mir nicht immer in Frage. Wir haben ei Buch aus pappe das in jede einzelne Seite zerlegt ist. Das werf ich auch nicht weg aber sachen, due dann unbrauchbar sind oder ein verletzungs risiko darstellen kommen sofort weg.
    Das versteht Mein 3 jähriger auch!

    • Natürlich, Verletzungsrisiko und wirklich völlig zerstörte Sachen ausgenommen.

      Aber fehlende Teile oder geknickt, abgebrochenes Rad/Bein usw, abgebissene Buchseite ;-), durfte immer behalten werden, wenn Kind so dran hing.

      Jetzt ist er ja zu alt für sowas und wirft es eh alleine weg :-).

      LG

Klamotten sortiere ich weg.
Das kleine Laufrad hat er seinem Cousin gegeben, dafür ein größeres vom anderen Cousin bekommen.
In der Regel klappt es, wenn er weiß wo es hinkommt.
Bei kleineren Sachen oder Büchern, packe ich es so weg.

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