Schwierige Eingewöhnung - Erfahrungen und Tipps gesucht

    • (1) 10.08.17 - 15:49

      Hallo ihr Lieben,

      Meine Kleine, 16 Monate, wird aktuell bei einer Tagesmutter eingewöhnt. Vorab: mir ist bewusst, dass jedes Kind anders ist, aber Erfahrungsberichte sind dennoch immer lesenswert.

      Die Tamu meinte nach der ersten Trennung, bei der sich mein Kind absolut nicht beruhigen ließ: das wird ein hartes Stück Arbeit und eine schwierige Eingewöhnung.

      Nun ist es so, dass wir nur noch zwei Wochen Zeit haben (insgesamt waren es dann 3 Wochen), bis ich wieder arbeiten muss, meine Kleine allerdings ist so schüchtern bzw fremdelt wirklich sehr stark. Ich selbst freue mich eigentlich sehr für sie, dass sie zu anderen Kindern kommt, da sie reges Interesse daran zeigte und stehe zu 100 % hinter dieser Entscheidung. Aber das sie sich so gar nicht beruhigen, nicht mal anfassen lassen wollte, gibt mir wirklich zu denken... Ich erzähle ihr oft, wie viel Spaß sie da haben wird und das Mama trotzdem immer für sie da ist und sie lieb hat.

      Ging es jemanden ähnlich? Habt ihr Erfahrungen mit schwierigen Eingewöhnungen? Wie lange haben sie ca gedauert? Habt ihr Tipps? Was kann ich machen?

      Vielen Dank im Voraus!

      Liebe Grüße

      Blurchen

      • Hallo Blurchen,

        kennst du die Eingewöhnung nach dem Berliner Modell? Wenn nicht, bitte googeln, das ist der heutige Standard.

        Der erste Trennungsversuch sollte erst beim 4. Mal passieren.

        Dann wird es halt langsam ausgebaut, wenn es klappt. Die Tagesmutter soll dann an deiner Stelle die Bezugsperson des Kindes werden.

        Sie muss die Eingewöhnung machen, du kannst nur mental und tatsächlich dahinter stehen, mehr kannst du nicht tun.

        3 Wochen sind knapp, wir haben 6 gebraucht mit 2 Jahren.

        Alles Gute!

        • Danke für deine Antwort!

          Ich glaube, in großen Teilen wird sogar nach dem Berliner Modell eingewöhnt, aber ein bisschen auch so, wie es gerade mit den anderen Kindern passt. Die Tamu hatte deswegen bisher kaum Zeit, sich mit meiner Tochter zu befassen, da sie erst im letzten Monat einen 10 Monate alten Jungen zur Betreuung bekam, der sie natürlich sehr fordert. Da ist mir als Mutter zumindest schon klar, dass meine Kleine es nicht so toll fand, wenn diese für sie noch sehr fremde Frau plötzlich alleine mit ihr ist.. Ich hoffe, dass die beiden nächste Woche wenigstens mal miteinander spielen können, damit da eine Beziehung entstehen kann..

          Viele Grüße

          • Ganz schön viele Kinder für 2 Tagesmütter, wenn auch noch so kleine Kinder dabei sind.

            Eingewöhnung in einer Woche ist sicher kein Problem vor dem Fremdelalter, danach ist das eine ganz andere Hausnummer.

          • Also, da muss ich jetzt allerdings als Erzieherin etwas den Kopf schütteln!!! Was heisst, dass die Tamu sich hoffentlich nächste Woche sich mit deinem Kind beschäftigen kann, weil sie viel mit einem 10 Monate alten Kind zu tun hat. Jedes Kind braucht eine gute Eingewöhnung, auch Dein Kind unabhängig davon, ob da noch ein Säugling dazwischen ist. Wenn die Tamu das nicht gewährleisten kann, dann würde ich mir als Mutter schon echt sorgen machen. Die restlichen Kinder können doch nicht neben her im Alltag laufen und das ohne wirklich adäquate Zuwendung. Ein Kind braucht Zeit-Zuwendung- Zärtlichkeit. Es ist die Aufgabe der Tamu jedem einzelnen Kind gerecht zu werden, wenn sie das nicht kann, scheint sie in der Betreuung mehrerer Kinder schlichtweg überfordert zu sein. Es tut mir leid, ich will Dir wirklich keine Sorgen machen, aber da blutet einfach mein Erzieher??.

      Unser Sohn war 2,5 Jahre und haben fast 3 Monate gebraucht. Ich finde 3 Wochen schon wenig. Viel Glück

      • Danke für deine Antwort!

        Die Tamu meinte damals beim Kennenlernen, dass bei ihr eine Eingewöhnung in der Regel nur eine Woche dauert, selten mal zwei, noch viel seltener 3. Deswegen meinte sie wohl, die Zeit genügt locker...

        • Eine Woche?! Jedes Kind ist doch individuell! Wie kann sie das behaupten? Ausserdem was heisst für sie "eingewöhnt" sein? Sie kennt dann das Eingewöhnmodell überhaupt nicht und worum es eigentlich bei der Eingewöhnung geht! Es ist immer gut 4 Wochen für eine Eingewöhnung sich als Elternteil Zeit zu nehmen und das hat ein Grund! Man nennt es sanfte Eingewöhnung.

    Hi,
    Sohn 1, war 2,5 Jahre als es in den Kindergarten ging.

    Mein Mann machte die Eingewöhnung, es waren 2 Kinder an dem Tag. Er und der andere Vater saßen da und lasen Zeitung. Nach 1 Std. durften sie mit den Jungs heim gehen.

    Am Nächsten Tag, 1 Stunde Zeitunglesen, mit den Jungs heim.

    3. Tag, Kinder abgeben, die Anweisung das sie telefonisch erreichbar sein sollten, oder 3 Std. später um 12 Uhr holen. Beide holten um 12 Uhr das jeweilige Kind ab.

    Sohn 2, war 10 Monate.

    1 Tag hin, ich las eine Runde Buch und TJ krabbelte fröhlich in die Kindergruppe. Nach 1,5 Std. fuhr ich mit ihm heim.

    Tag 2, genauso.

    Tag 3, telefonisch erreichbar sein, oder nach 3 Std. um 12 Uhr abholen. Ich holte ihn um 12 Uhr ab.

    Anderer Kindergarten mit 3 Jahren war "schwieriger", er suchte den Bruder, der aber gerade eingeschult wurde.

    Am 1. Tag an Papa geklebt.
    Am 2. Tag in der Gruppe gespielt.
    Am 3. Tag in der Gruppe gespielt.
    Mein Mann war im Flur und wartete die 1,5 Std.

    Tag 4, abgeben und 3 Std. später holen.

    Tag 5 genauso.
    Tag 6 - 10, 7.30 - 12 Uhr.

    Danach Vollzeit.

    Gruß Claudia

    • Danke für deine Antwort!

      Das ging bei euch aber wirklich problemlos, traumhaft! Davon sind wir gefühlt noch sehr weit entfernt...

      • Hi,
        ich las die anderen Antworten noch, und las auch, daß die Kleine noch nie alleine bei der Oma war!!?

        Warum? Sie ist 16 Monate, Oma wohnt anscheinend in der Nähe, da ihr sie als Notnagel nehmen wollt, warum war die Zwergin nicht einfach mal da?

        Rückbildungsgymnastik, da hat man nur was davon wenn man auch mitmacht - also kamen die Schwiegereltern 1 Stunde angereist und haben beides mal die Jungs gehütet.

        Bin ich ne Runde durch den Ort, wurde bei der Oma angehalten. Werkstatttermin, Baby bei Oma mit abgepumpter Milch.

        Lagerkoller nach 6 Wochen, Baby schlief durch, abgepumpte Milch und Baby, die erste Nacht bei meinen Eltern geschlafen. Danach im 2 Wochen Rhythmus.

        Abgestillt mit 10 Monaten, er war dann jeden Dienstag bis Mittwoch 18 - 18 Uhr bei den Schwiegereltern, bis 2,5 Jahre, da ging es los mit Kindergarten.

        Ich glaube, das war nicht das verkehrteste, evtl. war es das, weshalb die Eingewöhnung so problemlos war.

        Ich Drück ganz fest die Daumen, daß es die nächste Woche gut klappt.

        • Danke für deine Antwort!

          Dass sie noch nicht bei Oma war, hat sehr viele Gründe. Sie ließ sich die ersten Wochen ihres Lebens absolut nicht ablegen und schrie wie am Spieß, sobald sie auf andere Arme als die von Mama oder Papa sollte. Hinzu kommt, dass die Oma nicht wirklich Interesse an ihr zeigte und erst vor ein paar Wochen auf die Idee kam, dass es schön wäre, Zeit mit der Enkelin zu verbringen. Wenn wir sie spontan besuchen wollten, hat sie uns immer abgewimmelt. Sie wohnt auch am anderen Ende der Stadt (Berlin), das ist also ein ordentlicher Weg. Wenn es anders ginge, würde ich sie gar nicht unbedingt für die Betreuung integrieren wollen, aber sie bleibt wohl oder übel unser Plan B, da sie sich prinzipiell liebevoll um die Kleine kümmert, aber halt immer nur, wenn jemand von uns dabei ist. Wir testen in der Woche mal, wie es ohne uns läuft... Nicht jede Oma ist da so toll wie eure :(
          Viele Grüße

          • Das ist wirklich schade, mit eurer Oma.

            Ja, da hatten wir viel Glück mit meiner Mutter. Wir wohnen nur 400 m auseinander.

            Dann drück ich mal doppelt die Daumen, daß es nur die Eingewöhnung bei der Tagesmutter gibt.

            Freu dich auch mal mit, daß es jetzt endlich zur Tagesmutter geht. Soviele Kinder, Spielkameraden................vielleicht spürt sie Dein Druck und Unbehagen.

            alles Gute

Wann war die erste Trennung? Hatte sie die Gelegenheit Kontakt zur Tamu zu knüpfen? Wie läuft die Eingewöhnung ab? Berliner Modell?

Hast du einen Plan B für in zwei Wochen?

Das ganze kann Montag super klappen. Es kann auch noch länger dauern. Es wird darauf ankommen wie Deine Kleine eine Bindung zur Tagesmutter aufbauen kann. Wie viele Kinder sind noch da? Wie gut sind die eingewöhnt und in wie fern kann sich die Tagesmutter voll auf euch konzentrieren? Sie hat ja nun keine Kolleginnen die ihr in den ersten Tagen für die 1-2 Stunden am Tag alles abnehmen und sie sich voll aufs neue Kind konzentrieren kann.

  • Danke für deine Antwort!

    Die übrigen Kinder (insgesamt 10, sind zwei Tamus) sind alle gut eingewöhnt, da schon länger dort. Im letzten Monat kam ein 10 Monate alter Junge mit zu, der "unsere" Tamu sehr einfordert, weshalb sie sich noch nicht wirklich mit meiner Tochter beschäftigen konnte. Der erste Versuch kam am dritten Tag für 5 Minuten, die liefen super. Am vierten Tag sollten es 15 Minuten werden, was wohl zu Beginn ganz gut klappte, aber als dann ein Papa das letzte noch anwesende Kind abgeholt hatte, kippte die Stimmung und Charlotte ließ sich absolut nicht mehr beruhigen. Glaube, sie hatte wirklich Angst, mit einer ihr noch fremden Frau alleine zu sein...
    Die Eingewöhnung läuft größtenteils nach dem Berliner Modell, aber teilweise auch, wie es gerade zu den anderen Kindern passt. Wenn es in den zwei Wochen nicht klappt, hat der Papa Anfang September noch eine Woche Urlaub. Falls es da nicht klappen sollte, haben wir evtl noch die Oma, bei der sie aber noch nie alleine blieb...

    Am Montag sind wir mal wieder am Vormittag dran, ich hoffe, dann klappt es besser... Hab wirklich ein bisschen Angst davor, falls es nicht klappen sollte...

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