U9 verweigert

    • (1) 25.08.17 - 21:26

      Hallo!
      Ich mache mir Sorgen um meinen Sohn (gerade 5 geworden). Seit einigen Monaten macht er tierisch Theater bei Arztbesuchen. Vorher gab es nie Probleme. Vor einiger Zeit hatte ich einen Termin beim Augenarzt zur Augenhintergrunduntersuchung ( nur zur Vorsorge). Er weigerte sich, die Augentropfen geben zu lassen. Sämtliches überreden, bestechen, schimpfen hat nichts gebracht. Zuletzt sollte ich ihn mit Hilfe von 2 Sprechstundenhilfen festhalten. Ich habe dann einen neuen Termin gemacht, weil mir das Theater mitten auf dem Flur vor allen Patienten zu blöd war. Zumal ja 2x getropft werden muss + Untersuchung. Ich bin momentan schwanger und hab ihm körperlich nicht so viel entgegenzusetzen. Jetzt stand die U9 an, was bei uns immer 2 Termine sind. 1 Termin mit der Arzthelferin, wo schonmal vorab getestet wird und ein weiterer mit dem Kinderarzt. Er war hochmotiviert, aber im Sprechzimmer war es jeweils komplett vorbei. Nicht mal wiegen und messen wollte er. Musste mich mit ihm gemeinsam auf die waage stellen! Ich hab danach erstmal geheult und fühlte mich, mittlerweile hochschwanger, psychisch und körperlich komplett erschöpft. Der Tag war so was von gelaufen. Beim 2. Termin hab ich meinen Mann geschickt, auch das verlief leider nicht besser. Dabei mag er seinen Kinderarzt sehr. Natürlich haben wir vorher grob besprochen, was ihn erwartet. Seine Erklärung: er möchte es halt einfach nicht machen. Mittlerweile glaube ich, ist ein Machtkampf daraus geworden, weil er gemerkt hat, das er uns damit in der Hand hat. Was soll ich nur machen? Der Kinderarzt war soweit entspannt und meinte, man könne ihn nicht zwingen, das kommt bei manchen Kindern vor. Wir sollen in ein paar Monaten nochmal wiederkommen, wenn das baby da ist. In anderen Situationen ist er nicht so. Er ist eher schüchtern und zurückhaltend und sehr sensibel. Er ist nicht sonderlich ehrgeizig und hat für sich den Anspruch, entweder er kann es sofort oder er probiert gar nicht erst weiter. Ich glaube er hat da Versagensängste und verweigert dann lieber komplett, als was falsch zu machen. Das man mit Druck nichts bei ihm erreicht, war schon immer so. Auch, dass er in neuen, unbekannten Situationen nicht gerne aus seiner komfortzone kommt. Aber nächstes Jahr muss er in die Schule, was soll bis dahin werden? Kann ich ihn irgendwie unterstützen? Er steht sich da komplett selbst im Weg.

      Sorry für den langen Text.
      LG Prumzessil

      • Ich hatte am Anfang beim Lesen auch gleich im Kopf, dass er sich vielleicht einfach der Bewertung entziehen möchte.

        Im Moment ist es ja klar, dass er nicht in sich ruht, daher finde ich den Vorschlag des Kinderarztes ganz patent, es einfach in ein paar Monaten noch mal zu versuchen.

        Meine Kleine hatte eine Phase, in der sie gar nicht mit Fremden gesprochen hat. Du kannst Dir vorstellen, dass die U da auch etwas holperig war. Na meine Güte. Mittlerweile hat sich das verwachsen und kein Mensch käme mehr auf die Idee.

        In Hinsicht darauf, dass er wahrscheinlich nächstes Jahr eingeschult ist, würde ich aktiv werden, wenn er auch drei Monate nach der Geburt noch komplett verweigert, mit Fremden zu arbeiten. Bis dahin würde ich ihm wahrscheinlich einfach nur ständig versichern, wie lieb ich ihn hab, wie stolz ich auf ihn bin und dass er nichts tun könnte, was das ändern würde.

        Hallo.

        Tochter ist auch 5. Und eigentlich sehr entspannt. Das einzige "Problem" bei ihr ist, dass sie einen recht starken Charakter und Willen hat. Bedeutet, wenn sie etwas nicht will, dann will sie nicht. Und im Vergleich zu ihrer großen 7-jährigen Schwester kann man auch nicht verhandeln. Und auch nicht bestehen :-) blöd manchmal.....

        Wir hatten auch die U9. Die hat sie soweit auch mitgemacht. In ihrer üblichen frechen Art. Sie ist schon sehr tough. Große Klappe. Bei uns wird diese auch in zwei Terminen gemacht und beim Hör- und Sehtest alberte sie nur rum. Ich habe ihr dann gesagt, wenn sie nicht vernünftig mitmacht, gehe ich raus. Habe ich schon mal gemacht und es hat dann tatsächlich geklappt.

        Dann kam das impfen. Sie wollte nicht (ich habe ihr vorher kurz und schmerzlos gesagt , dass sie geimpft wird und ihr ehrlich auf ihre Frage "tut das weh" geantwortet). Natürlich tat mit leid, dass sie geschrien hat. Wir haben sie dann festgehalten und nach einer Minute war es vorbei.... Musste sie leider durch.

        Das Problem mit dem sofort aufgeben kenne ich von meiner großen. Da half und hilft tatsächlich immer und immer wieder gutes Zureden und motivieren. Manche Kinder brauchen so was. Manchmal sage ich auch (wenn ich merke dass sie auf etwas keine Lust hat) " also ich glaube du schaffst es nicht das und das zu machen".... Das treibt ihren Ehrgeiz dann doch wieder etwas an.

        Ich wünsche dir gute Nerven und ja, es bedarf manchmal etwas Geduld.

        LG

        Hallo,

        letztendlich gibt es da kein Patent-Rezept. Du kennst Dein Kind am besten und musst wissen, welcher Hebel bei ihm zieht.

        Bei unserer Großen war es, dass wir ihr gesagt haben, dass die Prüfer (in welcher Form auch immer sie auftraten) denken, sie kann das nicht, wenn sie nicht mitmacht. Das wollte sie nicht auf sich sitzen lassen. ;-)
        Dem Kleinen war das dagegen egal. Ihm habe ich bei U9 gesagt, dass wir erst dann gehen, wenn er die Aufgaben erfüllt hat, und dass mir egal ist, ob er Lust dazu hat oder nicht. Daraufhin hat er die Sache schnell hinter sich gebracht.
        Andere Kinder kann man überreden oder ihnen eine Belohnung in Aussicht stellen. Wieder andere sind zufrieden, wenn man ihnen die Sache vorher genau erklärt.

        Wie gesagt, da gibt es viele Möglichkeiten.

        Wahrscheinlich ist Dein Sohn wegen des Babies auch noch durch den Wind. Das ist ja eine ganz besondere, neue Situation für ihn. Das hat Euch der Kinderarzt ja auch schon gesagt.

        "Er ist nicht sonderlich ehrgeizig und hat für sich den Anspruch, entweder er kann es sofort oder er probiert gar nicht erst weiter."

        Ja, das kenne ich von unseren Kindern auch.
        Wahrscheinlich wird sich das bei Eurem Sohn bis zum Schulstart schon etwas bessern, weil die Kinder ja automatisch die Erfahrung machen, dass sie Dinge auf Dauer besser beherrschen.
        Da kann man dann z.B. anführen, dass das Kind früher viel schlechter gemalt hat oder schlechter klettern konnte usw.

        Du könntest mal probieren, ihn mit Sport oder einem Instrument zu locken, wenn er Lust auf so etwas hat. Da zeigt sich nämlich, dass einen Üben weiter bringt. Aber das würde ich erst machen, wenn das Baby da ist, und Ihr Euch als größere Familie eingelebt habt.

        Bei unserer Großen hat sich diese Sache erst ca. im 2. Schuljahr gegeben, weil sie ab da Gitarre gelernt hat, bei der sie ohne Üben gar nichts erreicht (Im Gegensatz zu den meisten anderen Sachen, die sie so aus dem Ärmel schüttelt.). Zwischendurch hat sie zwar geflucht wie ein Rohrspatz und wollte aufhören, aber da wir sie nicht gelassen haben, weiß sie mittlerweile, dass Üben hilft. ;-)
        Der Kleine (7) ist noch nicht so weit, aber er fängt jetzt auch mit einem Instrument an, weil er das gerne möchte.

        LG

        Heike

      • Ich finde es eigenlich nicht so verwunderlich wenn Kinder nicht mitmachen wollen. Wer von uns geht denn gerne zum Arzt, und wie soll ein Kind wissen wieso das wichtig ist. Und dann diese gekünstelte "Jetzt zeig uns doch mal was du kannst"-Situation finde ich auch irgendwie immer total blöd.
        Wenn ich selber der Meinung bin meinem Kind geht es gut und alles ist in Ordnung, dann ist es mir total egal ob mein Kind da mitmacht.... Dann macht es halt nicht mit, die Welt geht davon nicht unter. Wenn man allerdings selber nicht sicher ist ob die Entwicklung normal ist sieht das schon anders aus vielleicht.

        Was ich sagen will; es klingt als ist es für dich ein großes Problem. Ich würde aber sagen, es ging nur um Vorsorgeuntersuchungen. Ich sehe das also nicht so als Problem. Er macht nicht mit, ja gut, passieren tut dadurch aber ja nichts. Er wird älter werden und mit der Zeit legt sich das wieder.

        Ich finde es außerdem unmöglich 2 Termine von einer U zu machen. Ich würde mich weigern zweimal zu kommen, finde das für die Eltern und die Kidner eine Zumutung...

        Hallo,

        Dasselbe Spielchen hatte ich mit meiner Tochter bei der U8... sie ist eh nicht so gut auf Ärzte zu sprechen aber sie hat sich auch da komplett verweigert.. nix mitgemacht...

        Irgendwann als daran ging kurz in die Ohren zu schauen und mein Kind absolut nicht wollte ist die Ärztin sogar sehr ausfallend geworden und hat meine Tochter fast schon angeschrien mit den Worten:" Wenn du jetzt nicht vernünftig mit machst , dann schicke ich die Mama raus dann ziehen wir das hier alleine durch!!"

        Ich wusste erstmal gar nicht was ich sagen sollte weil das geht gar nicht. Das Kind ist schon verängstigt und die Ärztin legt nochmal ne schüppe drauf.

        Als sie dann noch meinte das meine Tochter ein Einzelfall wäre und alle anderen Kinder in ihrem Alter kein Theater machen würden und ich das doch mal vom Verhalten her beobachten sollte sind bei mir fast die Sicherungen geplatzt.

        Ich wollte die U8 auch wiederholen lassen aber die Ärztin hat verweigert und meinte nur bei ihrer Tochter bringt das eh nix...

        Komischerweise hatten wir ca einen Monat später einen Termin beim Orthopäden (sie trägt orthesen) und da hat sie super mitgemacht. Sie hat sogar mit dem Arzt herum gealbert und es war alles kein Problem.

        Bei der nächsten U- Untersuchung werde ich den Kinderarzt wechseln!

        • Ja Wechsel den Arzt!!!!!!
          Ein Kind bedrohen geht gar nicht
          Wie is die Ärztin geworden ??
          Man sollte meine das Ärzte und Grad Kinderärzte empatie besitzen
          Ich würde sie auch melden
          Weiss nicht ei und ob das geht
          Ich weiss nicht wie alt Kinder bei der U8 bzw U9 sind
          Aber man kann ja auch sagen ich probier das bei deiner Mutter
          Und dann bei dir
          Also ich bin echt entsetzt

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