Kind mit Diabetes Betreuung Kiga, wer kennt sich aus?

    • (1) 04.09.17 - 15:32

      Hallo,
      mir wurde ein Job der etwas anderen Art angeboten ;-)
      Die Tochter einer Freundin geht bald in den Kiga, hat aber Diabetes. D.h. sie muss regelmäßig engmaschig kontrolliert und eingestellt werden.
      Die Erzieherinnen können dies nicht in dem Umfang leisten und die Eltern bekommen extra hierfür eine "Betreuungsperson" gestellt - die Kosten hierfür übernimmt die Kreisverwaltung.
      Mit dem entsprechenden Sachbearbeiter habe ich telefoniert, er meint die Bezahlung ist Verhandlungssache. Nun meine Frage: Wer hat damit Erfahrung und weiß etwas mehr über die angemessene Bezahlung?
      Der Umfang liegt bei 22 Std in der Woche, d. h. ich wäre jeden Tag mit im Kiga und kümmere mich um die medizinische Versorgung...
      Vielleicht gibt es hier Eltern mit ähnlicher Situation und entsprechender Erfahrung?!?

      LG Julia

      • Hallo
        Ich kenne mich da nicht aus, finde ea aber sehr interessant und bin einfach etwqs neugierig.
        Wie soll das denn ablaufen? Wie oft muss sie denn gemessen werden? Und was machst du in der zwischenzeit?

        • Hi,
          ich würde dann das machen, was die Eltern sonst auch tun... Also regelmäßig Messen, Eintragen und die Pumpe(? weiß nicht wie man das nennt) entsprechend einstellen je nachdem was gegessen wird usw. Muss VOR dem Essen ausgerechnet werden und dann sollte man zusehen, dass sie auch annähernd das isst, was berechnet wurde.
          Ich kenne den Ablauf nur grob, aus privaten Treffen - bekäme dann eine Schulung wie sie Eltern sie auch bekommen haben.
          Den Rest der Zeit mache ich quasi nichts, aber das Ganze ist dann doch zu aufwendig, um die Erzieherinnen damit hantieren zu lassen...
          LG

      Hallo Julia,

      ich kenne mich damit beruflich aus. So etwas entscheidet normalerweise das Sozialamt. Solche Kinder landen bei uns normalerweise in einem Intergrwtionskindergarten. Man kann natürlich auch eind Einzelintegration in einem Regelkindergarten durchführen. Diese ist für das Amt teuerer.

      Das Sozialamt hat Anbieter, mit denen es Verträge gibt und diese stellen dann Personen zur Verfügung. Im Rahmen des Wunsch- und Wahlrechtes, kann man natürlich Vorschläge machen. Zumindest bei uns sind solche Integrationsbegleiter nicht gut bezahlt.

      #winke

      • Hallöchen,
        Die Eltern haben ihren Antrag auf eine Integrationshilfe von der Kreisverwaltung genehmigt bekommen. Ich nehme mal an, weil es hier in der näheren Umgebung keine entsprechende Einrichtung gibt.
        Der Sachbearbeiter konnte mir keine Angaben zur Bezahlung machen, muss sich wohl erst selber informieren...
        Da ich aktuell auf die Wirtschaftsfachschule gehe und ab November wieder arbeiten möchte haben die Eltern gefragt, ob ich den Job übernehmen möchte.
        Ich kann das im Grunde nur machen, wenn ich eine gewisse Bezahlung erhalte, sonst würde ich anderweitig wieder arbeiten gehen.
        Tja und weil der SB davon gesprochen hat, dass es Verhandlungssache ist, hätte ich gerne einen gewissen Maßstab. ;-)
        Außerdem fehlen Informationen wie: ist es eine sozialpflichtige Tätigkeit? Wie ist es mit Bezahlung im den Ferien und/oder im Krankheitsfall?
        Alles Rahmenbedingungen, die aktuell noch ungeklärt sind...
        Danke für Deinen Beitrag! :-)

        • "ab November wieder arbeiten möchte haben die Eltern gefragt,"

          Welche Eltern haben gefragt?
          Eine I-Kraft bekommt die Stunden bezahlt, die sie in der Kita bei Deinem Kind ist. Es werden innerhalb der Betreuungszeiten Stunden aufgebaut, damit man in den Ferien und bei Krankheit des Kindes weiter bezahlt wird.
          Die Kitag hat ja eher selten geschlossen.

          Normalerweise wird für ein Diabetes-Kind eine Pflegekraft bemüht, die sich mit der Materie auskennt.

          • ab November wieder arbeiten möchte haben die Eltern gefragt,"

            Ach, sorry, jetzt habe ich das mit den Eltern verstanden.
            Warum fragen sie ausgerechnet Dich? Arbeitest Du in der Pflege? Bist Du selbst Diabetikerin?
            Irgendeine Qualifikation musst Du ja haben, die Dich befähigt, diese Aufgabe zu übernehmen.

        Ach so, ich glaube, ich habe mal gelesen, dass eine I-Kraft 9-12 € pro Stunde bekommt.

    Wo wohnst, dass bei euch Kinder mit Typ 1 Diabetes in den I-Kiga müssen? Die armen Kinder! In der Schule ist dann welche Schule angesagt?

Hallo,
Mein Sohn hat auch Diabetes Typ 1 , hat die Diagnose auch erst seit einen halben jahr . Er ist aber auch schon 5 Jahre alt und bei uns übernehmen die Erzieher zum Glück die "Diabetes arbeit" . Eigentlich müssen sie hauptsächlich aufpassen, dass er keine unterZuckerung bekommt , was beim toben manchmal schnell geht. Er trägt am Arm ein dauermessgerät und dort kann der aktuelle wert gescannt werden , so dass das blutig im Finger messen nur vor den Mahlzeiten nötig ist. Beim essen rechne ich schon vorher aus wieviel Kohlenhydrate dabei sind, so dass diese nur noch in die pumpe eingegeben werden müssen. Soviel zu deinen aufgaben; )
Ich weiß auch das du dann als inklusionskraft in den Kindergarten gelten würdest und diese normalerweise recht schlecht bezahlt sind. (Deswegen arbeiten ja auch nur ganz selten Fachkräfte als schul oder Kindergarten Begleitung ) .Es kommt aber auch immer etwas auf den einzelnen Träger an; die bezahlen teilweise sehr unterschiedlich.

Ich finde es toll, dass du überlegst, das zu machen, ich würde jedoch nie privat & beruflich vermischen.
Für mich klingt das nach einem stinklangweiligen Job. Von den 22 Stunden hast du wahrscheinlich 20 Stunden Langeweile und hockst irgendwo herum, möglichst so, dass du die Erzieherinnen in ihrem Job nicht störst - wie genau ist das geplant? Sitzt du in der Ecke oder in einem Warteraum und kommst immer mal um die Ecke gucken?
Ich würde mich da in Kindergärten schlau machen - im Endeffekt aber lieber etwas Forderndes machen und die Freundin nur als Freundin behalten.
Alles Gute für dich!

  • Integrationshelfer sitzen normalerweise ja nicht nur gelangweilt rum, sondern sollen helfen, das Kind zu integrieren, indem sie mit spielen und andere Kinder und das zu betreuende Kind zusammen bringen. Eigentlich Helfer der Erzieherinnen, deren Hauptfokus das Integrationskind ist...So kenne ich das zumindest.

    • In diesem Fall geht es aber ausschließlich um die Diabetesbetreuung, nicht um Integration in die Gruppe. Das ist zuallererst Aufgabe der Erzieherinnen wie bei jedem anderen Kind auch, das neu in die Gruppe kommt.

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