Entwicklungsverzögerung?

    • (1) 20.09.17 - 16:13

      Hallo Zusammen

      Mein Neffe geht mir im Moment nicht aus dem Kopf.. Ich habe ihn gestern wiedermal gesehen. Wir sehen uns nicht oft (1-2 mal im Monat). Er ist 6 Jahre alt. Und was soll ich sagen... Er verhält sich wie ein 3jähriger. Das meine ich jetzt nicht böse, sondern einfach weil ich mir Gedanken über seine Entwicklung mache.

      - Er kann z.B. immer noch nicht so gut reden. Nicht nur vom Wortschatz her, sondern auch von der Aussprache. Er kann mir z.B. nicht richtig erzählen, was er gestern gemacht hat. Seine Sätze bestehen aus 3 Wörtern und auch nicht richtig zusammengesetzt.

      - Er hört nicht zu. Damit meine ich nicht nur auf ein Nein oder so, sondern wenn man ihm etwas erzählen will oder mit ihm sprechen will. er lacht dann nur so "teuflisch" und springt davon.

      - Er trägt immer noch Windeln für das grosse Geschäft.

      - Er wirft plötzlich Spielsachen gegen andere Kinder. (vielleicht normal mit 6 J?)

      - Ich habe auch das Gefühl, dass er vom Verstand her nicht wie ein 6jähriger ist. Ich habe eine Tochter (16Mt) alt. Als ich mit ihr gekommen bin hat er gesagt: "Ist ER Fffonja". Ich habe ihm dann gesagt Sonja ist ein Mädchen kein Junge. Er hat dann immer wieder ER zu ihr gesagt. Und er hat sie ja nicht das erste mal gesehen. Das hat mir echt zu denken gegeben.

      Die Eltern sehen das irgendwie gar nicht so eng und sagen, das wird sich schon geben.
      Ich hätte wahrscheinlich schon lange Hilfe geholt. Oder dramatisiere ich? Es geht mich ja nichts an und ich spreche das Thema nicht wirklich an..

      Kennt ihr solche Fälle? Haben sich dann die Kinder irgendwann "normal" entwickelt?

      Er tut mir einfach leid...

      • Nein, ich finde da dramatisierst du kein Bisschen. Das was du so beschreibst hört sich schon sehr krass an. War der Junge denn noch nie bei einer U-Untersuchung oder geht in den Kindergarten?
        Ich frage das weil es dort doch schon aufgefallen sein müsste.
        Denke das er auf jeden Fall Frühförderung oder ähnliches bekommen sollte. Schließlich ist er ja nächstes Jahr Schulkind.

        • In Untersuchungen wurde nie was gesagt. Es ist aber auch so, dass die Eltern dem Arzt auch nichts von den Problemen sagen... zudem ist deutsch nicht ihre muttersprache.. so denkt der arzt es liege nur daran, dass er noch nicht deutsch kann. Aber er kann ja in der Muttersprache auch nicht richtig sprechen. Gesundheitlich umd motorisch war immer alles ok!! Er ist munter und selten krank!

          Im kiga haben die Erzieherinnen schon mal was gesagt, dass er nicht soweit wie die anderen kinder ist. Dass er noch pampers trägt wissen sie aber nicht zb... oder noch den schnuller hat.

          • Wie können die Erzieherinnen nicht wissen, dass er pampers trägt? Es mag blöd sein, dass es schwierig ist mit dem Kind und dass du dir Gedanken machst, allerdings wirst du es nicht ändern können und es ist nicht deine Baustelle. So traurig das auch sein mag.

      Hallo,

      ich schreibe im Rahmen meiner Arbeit über solche Kinder als Behörde ein Futachten. Ich kann dir sagen, was ich problematisch sehe:

      Du bist nicht die Erziehungsberechtigte. Wenn da etwas schief läuft und Eltern dies bestreiten, meldet sich immer der Kindergarten. Fehlende Diagnostik und fehlende Therapie und fehlende yzusammenarbeit ist ein Grund für die Anzeige einer Kindeswohlgefährdung.

      Das Kind ist 6, Vorschukind ?, und ja da muss alles stimmen. Wenn es nicht stimmen, üben die Kindergärten aber heutzutage immerhin viel Druck aus.

      Ich hattr schon beruflich ein Gutachten über ein Kind geschrieben, dass zweisprschig erzogen wurde, so alt war UND
      Das Kind hatte eine Wahrnehmungsverarbeitungsstörung. Die habe ich erkannt, ohn dass man sie näher diagnostiziert hat. Ich habe den Eltern erklärt, dass für so ein Kind Zwesprschigkeit eine Überforderung ist.

      Ob es hier der Fall ist, überhaupt keine Ahnung, Aber ein sechsjähriges Kind sollte schon alleine wegen der Sprache sehr gut deutsch kennen.

      Du kannst aber nicht viel tun. Wenn du dir wirklich große Sorgen machst und die Eltern berstungsresistent sind, ist es dein gutes Recht dich ans Jugendamt zu wenden, erst schildern, Meinung einholen. Die Mitarbeiter werden schon einschötzen können, was sie denn mit deinen Infos machen,

      Liebe Grüße

      • Danke dir! :)

        Einmischen will ich mich nicht. Genau gesehen ist es der neffe meines mannes.. also bin nicht mal blutsverwandt.. ist mir halt einfach so im kopf geblieben das ganze.

        vertraue schon dem kiga, dass sie konkret was vorschlagen bzw fördern würden. das sind ja schliesslich profis..

    Hallo!

    Ja, wir kennen solch einen Fall😊, wir haben selbst einen Sohn der Entwicklungsstörungen hat. Wirkt das Kind denn unglücklich?
    Meiner -ein Kind von drei- ist 6, spricht sehr schlecht, hat eine Motorikstörung, sein Wahrnehmung ist eine andere und auch er kann sich viel schlechter regulieren. Dies alles ist so, weil er eine ausgeprägte Wahrnehmungsstörung hat in einigen Bereichen bzw Autismus und eventuell sogar einen Gendefekt den man aktuell bei per Humangenetik sucht. (Pflegegrad 3)

    Die Eltern müssen wollen, mehr wie Hilfe anbieten kannste ja nicht.
    Mein Sohn erhält Hilfe seit 3 Jahren, einen Talker bekommt er jetzt um besser mit Fremden kommunizieren zu können.
    Spätestens in der Schule wird es auffallen.

    Ein SPZ wäre eine Anlaufstelle, vielleicht, wenn die Ärzte das nicht früher oder später machen, kannst es ihnen ja an Herz legen.

    Lg

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