Laternenfest in der KITA

    • (1) 26.09.17 - 23:12

      Hallo zusammen,

      so langsam muss man sich Gedanken um die Gestalltung des Laternenfest machen. Ich bin dieses Jahr mit im Elternbeirat und somit unterliegt uns die Orga.
      In den letzten beiden Jahren hat mir etwas die Liebe zu dem ganzen gefehlt. Gerne wüsste ich von euch, wie wird das Fest bei euch gestaltet und was wird zum Essen angeboten.
      Ich bin schon ganz gespannt!
      LG prinzessinpolli

      • Moin,

        ich habe jahrelang den "echten" Martinszug mitorganisiert und sorry dass ich das jetzt so direkt sage aber schon alleine dieses Umfunktionieren zum Laternenfest nimmt dem ganzen einen Großteil des Charmes. Wenn man ein Fest so "entseelt" darf man sich nicht wundern wenn es lieblos, seelenlos erscheint, da kann man mit ausgetüftelten Buffets auch nix retten in meinen Augen.

        Den Kindern geht es vor allem darum mit ihren Laternen hinter dem Reiter herzulaufen, ihre Lieder zu singen und dem Nachspielen der Mantelszene beizuwohnen. In städtischen Gegenden halt ohne Pferd. Zu Essen gab es bei uns Kinderpunsch und Martinsgänse aus Hefeteig, maximal heiße Würstchen im Brötchen, aber alle Kinder waren glücklich. Kinder anderer Religionen hatten damit bei uns nie ein Problem, die sind genauso gerne mitgelaufen, fanden das Pferd genauso toll und haben auch Tränen gelacht als der Aushilfsbettler auf einmal "Ich hab so Hunger, lieber St. Martin" klagte.

        LG

        • ... und angesichts der Flüchtlingslage hier im Land, zusammen mit dem neusten Wahlergebnis und der immer verrückter werdenden Lage in der Welt täte uns allen wieder ein wenig Auffrischen des "Geistes des St. Martins", der ja nicht nur den Mantel teilte sondern auch Kriegsdienst verweigerte und den man im weitesten Sinne auch als Schutzpatron der Flüchtlinge hier im Lande sehen kann gar nicht so schlecht!

          Die Geschichte lehrt uns eigentlich eine sehr wichtige Grundlage des menschlichen Miteinanders und sollte uns gerade in diesen Zeiten wieder bewusster werden. Aber statt über Völkerverständigung und Mildtätigkeit zu reden macht man lieber "Laternenfeste" #klatsch

        • Also ich wohne in einer sehr katholisch geprägten Gegend (Oberschwaben-Süddeutschland) und hier veranstaltet jeder Kindergarten immer seinen eigenen Laternenumzug. Das hieß schon so als ich Kind war (Jahrgang 1973).
          Da wird ohne Pferd und Reiter ein Spaziergang mit Laternen gemacht. Bisschen gesungen,, die Kinder führen die Geschichte von St.-Marti auf und danach gibt es - je nachdem wie engagiert die Eltern sind - Kürbissuppe, Punsch, Waffeln.

          Der richtige St.-Martins-Zug mit Musikkapelle, Pferd, Reiter und abgesperrter Straße findet auch statt, wird aber von der Kirche organisiert - da kann jeder mitlaufen.

      Es kommt auch immer ein wenig drauf an, wo man wohnt. Laternenumzüge (und bei uns hießen die schon immer so) mit dem Kindergarten kenne ich auch. Martinsumzüge und überhaupt die ganze St. Martin-Bettler-Mantelgeschichte waren mir lange Zeit völlig unbekannt.

      Für mich hat St. Martin auch heute noch nichts mit meiner Laternenzeit zu tun. Wir feiern Martini (also den Geburtstag Martin Luthers am 10.11.). Und dazu ziehen abends die Kinder von Haus zu Haus, singen Lieder vor und bekommen Süßigkeiten.

      Und vorher veranstalten die Kindergärten halt Laternenumzüge. Sozusagen als Generalprobe, um die selbstgebastelten Laternen zu testen und die Lieder nochmal für den großen Einsatz am Abend des 10.11. zu testen. Diese Umzüge sind aber in den meisten Fällen nur für die Kinder.

      Bei uns gehen nur bei sehr jungen Kindern die Eltern als Unterstützung mit. Begleitet werden sie von der Feuerwehr, die vorne und hinten den Laternenzug absichern. Danach gibt es, ebenfalls nur für die Kinder, im Kindergarten ein Fingerfoodbuffet, zu dem alle Eltern einen Teil beitragen. Die Laternen hängen dann überall im halbdunklen Raum und es wird eine CD mit Laternenliedern abgespielt. Die Kinder sind immer ganz begeistert und wollen es auch immer genauso. Versuche, die Eltern und Geschwister mit einzubinden wurden wiederholt von den Kindergartenkindern boykottiert. Und das muss man dann halt respektieren.

      Lg Leonora07

      Komisch, in unserer Kita wurde schon vor über 30 Jahren ein Laternenfest gefeiert. Vom St. Martinsfest habe ich selbst erst vor ein paar Jahren gehört.
      Ich kann Dir versichern, unser damaliges Laternenfest war wirklich schön und ganz sicherlich nicht "entseelt". #augen

      Hallo,

      ein Laternenfest "entseelt" den St. Martin sicherlich nicht!

      Welchen Namen der Brauch im November bekommt hängt ganz stark vom Wohnort ab.

      Ich komme gebürtig aus einer evangelisch geprägten Gegend in NDS. Dort haben wir in den 70er Jahren schon laternenumzüge gehabt. St. Martin gab es nicht.

      Nun wohnen wir in NRW, in einer eher katholischen Umgebung und hier bin ich zum ersten Mal mit St. Martin in Berührung gekommen.

      Wir wohnen randstädtisch (in einer Großstadt) und der offizielle St. Martinszug wird von den Grundschulen gestaltet und vom über 400 Jahre alten Martinsverein organisiert.
      Bei "unserem" Zug gibt es echte Pferde (ist also nicht unbedingt ein "Dorfphänomen"), fackeln, Musikzüge und wunderschöne Laternen.

      Der Zugweg ist von Zuschauern umrahmt, viele Nachbarschaften tun sich gesellig am Straßenrand zusammen.

      Den Abschluss bildet ein großes Feuer mit der Mantelteilung.

      Bei uns in der Kita wurde auch immer St. Martin gefeiert, mit dem Nachspielen der Mantelteilung und einer kleinen Feuerstelle.

      Es war ein Familienevent. Zu essen gab es Weckmänner, Würstchen und Suppe dazu Kinderwunsch, Glühwein etc..

      VG

      Vor 27 Jahren, als ich in den Kindergarten ging, haben wir immer Laternenfest gefeiert! Nie Martinsumzug.
      Selbst in den Kindergärten, in denen ich bisher gearbeitete habe, gab es nur dem Kiga mit kirchlichen Träger den Martinsumzug (ohne Reiter etc.).
      Ansonsten feiern wir immer schon Laternenfest.
      Warum? Weil es einfach eins ist ;-) wir machen den auch nicht am 11.11., sondern meist irgendwie um Dreh herum.
      Wir haben bisher immer ganz normal unsere Sachen wie immer gefeiert...

Ich würde mich schlichtweg weigern, ein "Laternenfest" mitzuorganisieren.

St. Martin ist eine in christlicher Tradition verwurzeltes Fest, und wer das nicht respektieren kann oder will, der feiert dann halt nicht mir.

Und nein, ich hab mein Kreuzchen nicht bei den blauen Braunen gemacht und ja, ich respektiere auch Feste anderer Religionen, erwarte diesen Respekt aber auch von anderen.

Wobei dieser Respekt in meinen Augen auch da ist, kein Moslem kann was für den vorauseilenden Gehorsam einiger deutscher Entscheider.

  • Woher wissen willst denn wissen, wie andere feiern?
    Ich habe schon vor 27 Jahren Laternenfeste gefeiert. die Kirche organisierte martinsumzüge.
    So auch in den Kitas, in denen ich bisher gearbeitet habe...es gibt schon immer schlichte Laternenumzüge, weil es einfach schlichte laternenläufe waren. Und auch nicht am 11.11., sondern halt um den Dreh rum. Ohne Reiter, Kirche, Religion oder sonst was.

    Das ist stark Region abhängig und sollte nicht pauschalisiert werden oder zwanghaft zu einem kirchlichen Fest mutieren, obwohl es einfach nur ein Lauf mit Laternen und laternenlieder ist.
    Bei uns ist das so.

Hallo Ihr Lieben,
Ich muss mich zwar meinen Vorrednerinnen abschließen, im Punkt daß dieses Fest für mich immer ein Martinsumzug bleibt und auch bleiben sollte. Aaaaaber die Fragestellung war dann doch eine andere;-)
Bei uns wird es wohl Kinderpunsch, Würstchen mit Brötchen und Glühwein für die Erwachsenen geben. Wobei ich ein Buffet doch auch recht nett finden würde.
Vorher wird mit den Laternen ein kurzer Umzug gemacht, mal sehen ob wir wieder ein Pferd organisiert bekommen. Eine große Feuerschale ist auch immer auf dem Zielplatz und natürlich würde dann auch die Mantelszene nachgestellt.

Zu meiner Kindergartenzeit vor 30 Jahren kannte ich ausschließlich nur ein Laternenfest. Von einem St Martinsumzug habe ich erst vor einigen Jahren gehört. Das ist einfach regional sehr verschieden.
Aber ehrlich gesagt verstehe ich dieses Gezeter hier gar nicht, a la "ich würde mich WEIGERN, ein Laternenfest zu organisieren". #augen
Ich nehme mal ganz stark an, den Kindern ist es schnurzpiepegal, ob das Fest "Laternenfest" oder "St Martinsumzug" heißt. Es geht doch um die Kinder und die wollen einfach mit ihrer Laterne laufen und einen schönen Abend haben.
(Nebenbei: wie viele feiern denn in Deutschland überhaupt noch das christliche Weihnachtsfest mit Christmette und Co??? darüber regt sich doch auch niemand auf!)
Zurück zur Frage:
In unserer Kita (dort heißt es übrigens auch LATERNENFEST! ) treffen sich alle Kinder im Außengelände der Kita, versammeln sich um das Lagerfeuer und singen 2 Lieder. Dann geht's zum Laternenumzug durch die Straßen. Anschließend werden um das Lagerfeuer herum Lieder gesungen, Würstchen und Kinderpunch gegessen/getrunken und es gibt 1-2 Stände, wo die Kinder selbstgemachte Sachen (Pralinen, Basteleien,...)verkaufen. Der Erlös ist natürlich für die Kita bestimmt.

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