Kindergarten mit 2 Jahren

    • (1) 29.09.17 - 20:02

      Hallo!

      Mein Sohn ist 27 Monate und geht seit Mitte September in den Kindergarten.
      Es gibt dort 3 Gruppen (1-2,5 jährige, 2-4 jährige und dann die großen).
      Er sollte eigentlich in die Gruppe für die kleinsten und dann im Laufe des nächsten Jahres wechseln.

      Der KIGA ist aber sehr voll und deshalb wird er direkt im der mittleren Gruppe eingewöhnt.
      Bisher bin ich noch mit in der Gruppe, zwecks eingewöhnung.

      Es klappt soweit auch gut, er spielt dort, hält einige male Blickkontakt mit mir, war auch schon mal für 1 Stunde außerhalb der Gruppe.

      Was mich stört, bzw. ich bin mir nicht sicher ob ich da überreagiere als Mama ist folgendes...
      Er ist halt selbstständig und spielt oft allein, die Erzieherinnen haben genug mit den anderen Kindern zu tun, sodass sie selten auf ihn zugehen oder ähnliches.
      Pipi machen, gehen sie mit ihm garnicht in den 3 Stunden...obwohl ich schon öfter daraufhin gewiesen habe. Dafür kommt er immer zu mir damit.
      Es sind zeitgleich noch zwei weitere 2-jährige in der Gruppe die sehr viel Aufmerksamkeit brauchen und die Erzieher damit voll eingebunden sind.
      Wenn er zu mir kommt während dem Spiel wird er nicht wieder "abgeholt" von mir, sondern ich muss ihn wieder in die Spielgruppe schicken oder animieren etwas zu machen.

      Habe Angst das er da bei den anderen Kids die teilweise mehr arbeit machen etwas unter geht...oder sehe ich das nur so, weil ich seine Mama bin und das Beste für ihn möchte?!

      Hoffe ihr könnt mir helfen!

      • Ich sehe das ähnlich wie du.
        Aber das ist nunmal das ganze Problem an der U3-Betreuung.
        Jedes Kind muß einen Platz bekommen, egal wie.
        Ob da die Räumlichkeiten gegeben sind, der Personalschüssel optimal ist, usw.....

        Die Poltitk macht gerad einen Riesenfehler, Plätze zu versprechen, Kitas aus der Erde zu stampfen, ohne entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.

        Entweder man muß sich mit den Gegebenheiten abfinden oder man gibt sein Kind erst in einen Kindergarten, wenn er schon weitgehend selbständig ist.

        PS: Das soll keine Vorwurf sein, aber die Realität wird nicht besser werden.
        Wenn ich höre, was sie bei uns im Ort vorhaben, nur um mehr Plätze zu schaffen, da platzt mir der Kragen.....:-[

        (3) 29.09.17 - 21:20

        Ich denke, dass es normal ist, dass er zu dir kommt, denn du bist ja da.
        Und ja, du hast schon recht, irgendwie verlassen sich die Erzieher da ein bisschen sehr auf dich.
        Du solltest ja eigentlich nur Beobachter sein.
        Ich würde schauen, du wirst ja nicht ewig dabei sein.
        Und dein Sohn wird lernen müssen aktiv zu sagen, wenn er muss oder eben selber gehen. Sonst gibts halt ne nasse Hose...
        Bei uns in der Kita gibt es Zeiten wo alle Kinder mal aufs Klo geschickt werden, zB vorm schlafen, sonst müssen sie selber gehen.
        Aber zwischendurch gefragt wird nicht. Allerdings hatte mein Kind mit 27 Monaten noch ne Windel ;-)

        Alle Gute für euch!

        Dass 2jährige allein spielen ist völlig normal und überhaupt nicht besorgniserregend. So lange er dabei zufrieden scheint, sehe ich da keinen Handlungsbedarf. Im Gegenteil, sein Spiel zu unterbrechen könnte den Kontakt eher stören als fördern.

        Warum sollten sie mit ihm Pipi machen gehen? Wenn er mal muss, soll er Bescheid sagen und gehen. Oder ist er noch nicht trocken? Dann würde das Pipimachengehen auf Bestellung das Trockenwerden auch eher lähmen als fördern, also auch dann würde ich das nicht bemängeln.

        Dass er Dcih anspricht und nicht die Erzieher halte ich für selbstverständlich, wenn Du da bist. Alles andere wäre echt schräg. Wichtig ist, dass er die Erzieher ggf. um Hilfe bitten kann, wenn Du nicht da bist.

        Was Du mit "nicht abholen" meinst, kann ich jetzt nur raten. Sie sollen ihn ja nicht von Dir weglocken, sondern eigentlich nur ein interessantes Angebot machen, so dass er von selbst kommt. Da steh ich gerade auf dem Schlauch, ob sie das tun oder froh sind, wenn er weg ist.
        Animieren solltest Du ihn aber nicht. Du bist nur da und langweilig, mehr Aufgaben hast Du nicht. Alles, was Du mehr machst, ist für die Eingewöhnung eher schädlich als nützlich.

        Was Dein Sohn (nicht nur jetzt sondern fürs Leben) lernen muss ist, sich zu holen, was er braucht.

        Hast Du denn in irgendeiner Form das Gefühl, dass es ihm dort schlecht ginge?

      • Hallo!
        Für mich klingt das alles “normal“. Meine Tochter kam mit genau 2 Jahren in den Kindergarten und war schon sehr selbstständig. Meine Sorge war genau die gleiche.
        Im Nachhinein war sie unbegründet. Aber meine Tochter ist ein Kind, welches ihr “Recht“ ,auch mal lautstark, einfordert. Das muss dein Sohn lernen. Das wird er auch, sobald du nicht mehr anwesend bist.

        Wenn du sonst einen guten Eindruck hast und dein Sohn sich wohl fühlt, wird es laufen. Er ist ja noch in der Eingewöhnung, bis sich alles eingespielt hat, dauert es eben.
        Ansonsten kannst du doch noch mal mit den Erziehern sprechen, sei dir aber bewusst, dass es im Kiga keine 1:1 Betreuung geben kann und manches auch mal schief läuft. Toilettengänge z.B. wenn er nicht sagt, dass er muss, ist die Hose eben mal nass, das wird er dann lernen.

        LG #winke

        (6) 01.10.17 - 01:04

        Ich fürchte auch, dass du das richtig siehst. Ich würde nächstes mal laut zu ihm sagen:"Guck mal, da ist Fr X, frag sie mal, ob sie mit auf wc geht." Oder:"Guck mal Schatz, da ist Fr X, geh mal wieder zu ihr." Lg

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