Alleine spielen, alleine schlafen

    • (1) 13.10.17 - 17:26

      Und ich schon wieder...hallo zusammen!

      Ich hab noch eine Frage zu meinem Sohn, 2,5.
      Vielleicht ist es der Tatsache geschuldet, dass mein Mann momentan unter der Woche nicht da ist aber eigentlich geht das schon länger so.

      Mein Sohn spielt momentan seeeehr ungern alleine. Es geht dem ganzen Tag nur "Mama, KOMM!" Am liebsten soll ich den ganze Tag neben ihm sitzen und mit ihm spielen. Ich spiele auch viel mit ihm, aber irgendwann wartet eben auch Haushalt oder sonst was. Gerade wenn ich kochen will, wird es richtig anstregend. Er zerrt an meinem Bein oder Pulli und nöhlt ohne ende rum. Mithelfen möchte er nicht, er will mich nur ins wohnzimmer "betteln". Weil ich momentan alleine bin, setze ich ihn dann beim kochen eben oft vor Peppa Wutz, was ja auch nicht die Lösung ist. Ansonsten Frage ich ihn, ob mir eben bei den Sachen helfen will, die ich mache, das will er aber wie gesagt meistens nicht.
      Habt ihr Tipps wie mein Sohn das alleine spielen besser lernen kann? Gerade am Wochenende spielen wir auch sehr ausgiebig mit ihm, eben so lange er will, aber besser wird es dadurch auch nicht.

      Beim schlafen ist es ähnlich, er ist sehr anhänglich. Ich muss neben ihm liegen, soll auch nicht auf dem Sessel neben dem Bett sitzen. Papa darf da momentan gar nichts. Von alleine einschlafen sind wir meilenweit entfernt, da fängt er sofort an bitterlich zu weinen, wenn ich das Zimmer verlasse.
      Wie kann ich das langsam aber sicher angehen?

      Vielen Dank schon mal für alle Antworten!!

      • Also das mit dem alleine sein kenne ich grade von meiner auch. Sie ist drei. Ich glaube ihr aber, dass sie einfach das Bedürfnis hat nicht alleine zu sein und möchte daher darauf eingehen, bzw sie nicht zwingen alleine zu bleiben. Wenn ich kochen will dann biete ich ihr an mit einem Spielzeug oder Buch zu mir in die Küche zu kommen. Da ist sie meistens zufrieden. Der Deal ist aber, dass ich NICHT mit ihr spielen kann, weil ich ja was machen muss. Das können die Kinder durchaus lernen.

        Beim Schlafen sah es bei uns Gang genau so aus wie du es beschreibst. Ich musste mit drin bleiben bis sie eingeschlafen war. Wir haben es dan wirklich ultra langsam immer erhöht. Nicht mehr mit liegen, daneben sitzen, dann weiter weg sitzen, dann an der Tür sitzen, dann nur KURZ rausgehen, wiederkommen, usw. irgendwann war sie soweit, dass ich runter gehen konnte. Wichtig ist halt, dass man reagiert wenn sie rufen. Da darf man sie nicht ‚alleine‘ lassen. Es ist eine riesen Umstellung alleine einzuschlafen. Dazu kommt ja noch, dass die Müdigkeit dem Verstand nicht gerade günstig beeinflusst, das muss man auch bedenken.

        Vielleicht könnt ihr ja ein schönes Ritual finden. Und dann heißt es eben Vertrauen aufbauen, er in sich selbst und in dich, dass du auch zuverlässig trotzdem da bist auch wenn er dich nicht sieht.

        Übrigens hatten wir auch so Zeiten, da durfte der Papa gar nix. Zumindest wenn ich mit dabei war. Dafür habe ich leider überhaupt keinen Rat außer abwarten 😝

        LG

        • Danke für deine antwort! Mir ist beim lesen deines Textes tatsächlich ein Fehler bei mir eingefallen: ich sage ihm beim einschlafen immer wieder, dass er ruhig liegen bleiben soll. Wenn er aber immer wieder an mir zieht oder mir ins Gesicht patscht, sage ich oft " wenn du jetzt nicht ruhig liegen bleibst, gehe ich raus". Das ist natürlich ungünstig um Vertrauen aufzubauen. Und dass er dann schreit, wenn ich versuche den Raum zu verlassen ist ja klar.
          Manchmal wird man echt "betriebsblind", danke für die Hilfe :D ansonsten werden wir es auch mal gaaaanz langsam versuchen ;)

          • Ja, das rutscht einem als Drohung ja gerne mal raus, aber außer Angst bringt das ja nix, also eher kontraproduktiv.
            Ich bin davon überzeugt, dass es mit viel Geduld funktioniert.

            Übrigens glaube ich nicht, dass es einen Punkt gibt an dem es zu spät ist für das Kind das zu lernen. Dass man die ‚Unarten’ dann nie mehr ohne Geschrei weg kriegt. Ist doch schmarrn. Glaub an euch, ihr kriegt das hin!

            LG

      alleine spielen: Die Große mit knapp 3, die Kleine mit 6 Monaten
      alleine schlafen: Die Große mit 6, die Kleine mit 3

      Jeder Jeck ist anders. Dein Sohn braucht halt etwas länger.

      Ich würde von Deinem Sohn ganz selbstverständlich erwarten, dass er Dich kochen läßt. Es gibt keinen Grund, bitterlich zu weinen, wenn Du den Raum verlässt. Er kann ja nachkommen, wenn er will. Nur dass Du halt keine Zeit hast, Dich mit ihm zu beschäftigen. Aber bei Dir sein kann er ja, so viel er will.

      Da musst Du einfach lernen, ihn zu ignorieren. Wenn er dann zicken will, dann zickt er eben, irgendwann wird es ihm zu blöd und er sucht sich eine Beschäftigung.

      Beim Schlafen bin ich da nachgiebiger, weil Kinder nachts tatsächlich schnell Angst bekommen, und das würde ich nicht wollen. Deshalb durften meine Kinder bei mir schlafen bis sei gemeinsam ausgezogen sind. Du "darfst" nicht im Sessel neben ihm sitzen? Wer macht denn bei Euch die Regeln, Du oder er? Im Moment klingt es, als würde er pfeifen und Du springst. Das solltest Du ändern. Wenn es für Dich nicht geht, Dich zu ihm zu legen, sondern Du stattdessen im Sessel bei ihm sein möchtest, dann sag ihm das und setz Dich durch. So lange Du da bist, wird er keine Angst haben, und so lange er keine Angst hat, musst Du auch nicht springen, wenn er pfeift.

      (6) 16.10.17 - 08:47

      Hallo,

      ich würde Deinem Sohn vorschlagen, bei Dir in der Küche am Küchentisch ohne Deine Beteiligung zu spielen. Da muss man dann immer wieder sagen, dass Mama jetzt gerade keine Zeit hat. Ich würde ihn loben, wenn er es geschafft hat, sich ein paar Minuten alleine zu beschäftigen und betonen, dass er ja schon richtig groß ist, weil er das hinkriegt.

      Grundsätzlich ist das auch eine Charakterfrage. Unser Sohn (7) konnte sich schon immer gut alleine beschäftigen, unsere Tochter (10) hat sich damit dagegen schwer getan. So mit 5 klappte das bei ihr einigermaßen.

      Beim ins Bett bringen hatten wir irgendwann bei der Großen eine Phase, wo wir jeden Abend 1,5 Stunden daneben sitzen mussten. Da haben wir die Notbremse gezogen, weil es nicht mehr auszuhalten war. Wir sind dann immer wieder kurz raus und wieder rein, wenn sie geweint hat, um sie zu trösten. Irgendwann hat sie sich daran gewöhnt. Bei dem Kleinen haben wir von Anfang an darauf geachtet, dass er ohne uns einschlief.

      Wir bringen die Kinder schon immer abwechselnd ins Bett, also anfangs mein Mann und ich unsere Tochter und seit unserem Sohn immer abwechselnd das andere Kind. Darüber haben wir nie verhandelt, egal, was die Kinder wollten. Entweder das Elternteil, was dran war, oder alleine ins Bett gehen.
      Klingt hart, aber unsere Kinder sind leider von der Sorte, bei denen Ausnahmen im Kleinkind- und Kindergartenalter bedeuteten, wenn die Eltern einmal nachgeben, geben sie immer nach. Man muss nur genug Aufstand machen. Und dann hätte immer ich unsere Tochter ins Bett bringen müssen, und als beide Kinder da waren, hätte es jeden Abend Streit gegeben, wer von wem ins Bett gebracht wird. #schwitz

      LG

      Heike

    • In dem Alter konnte / wollte unsere Tochter auch nicht alleine spielen.

      Ich weiß, die Frage nervt vielleicht, aber warum besucht dein Kind keine KiTa oder eine Tagesmutter? Da können die Kinder mit Altersgenossen spielen und toben und du hast Zeit für den Haushalt und anstehende Erledigungen / Termine.

      Alleine einschlafen können sollte ein Kind in dem Alter eigentlich schon. Konnte er es denn mal oder war das noch nie der Fall? Wenn er es noch nie konnte, dann wundert es mich nicht und ich halte es für schwierig, in dem Alter noch einen "sanften Absprung" zu schaffen. Falls er jedoch bereits alleine einschlafen konnte, ist das vielleicht eine Phase, in der er mehr Nähe braucht. Ich habe es dann immer so gemacht, dass ich mich ggf. dazu lege, aber eben nicht jeden Abend und auch nicht immer bis zum Einschlafen. So kann man zwar das Bedürfnis des Kindes erfüllen, lässt aber auch keine "Unarten" einreißen.

      • Unser Sohn geht von 8.00/9.00- 14.00/15.00 in den Kindergarten. Ich bin berufstätig und deshalb steht Hausarbeit eben auch danach noch an. abends kochen muss ich ja sowieso, ob er nun im kiga ist oder nicht.
        Und um ehrlich zu sein, finde ich dieses "ein Kind sollte ... können" ziemlich fies. Dieses "sollte" setzt Kinder und Eltern immer unter druck in einen bestimmten Rahmen passen zu müssen. Und gerade im kleinkindalter finde ich das völlig übertrieben.
        Ich finde auch alleine einschlafen tatsächlich eine viel größere Leistung als alleine spielen, aber das ist wohl Ansichtssache.
        Danke für deine Antwort!

    Hallo

    wenn ich es so rauslese geht dein Sohn nicht in Kindergarten bzw Krippe/Tagesmutter oder? Denke ihm ist es einfach zu langweilig alleine zu spielen.Mein Sohn hat auch erst so mit 4,5 rum alleine gespielt. Damit meine ich das er alleine in sein Zimmer ist und dort auch mal so 30 min gespielt hat. Allerdings kann er auch heute mit 6 Jahren nicht wie andere Kinder stundenlang alleine spielen. Er ist eben ein geselliger Typ und mag es am liebsten wenn ich oder jemand anderes um ihn rum ist. Allerdings haben wir am Tag einen gewissen Zeitrahmen wo ich/wir mit ihm zusammen spielen aber sonst muss er da alleine durch oder hilft was im Haushalt mit(freiwillig).
    Schlafen war bei uns lange ein sehr leidiges Thema. Durchschlafen erst mit 3 Jahren. Allerdings muss ich sagen, dass ich nicht zu den Mamas gehöre die sich abends stundenlang neben das Kind setzen bis es eingeschlafen ist. Ich bin dann zwar immer wieder mal rein aber irgendwann war dann auch gut. Hört sich jetzt fies an aber er hat dann irgendwann auch kapiert, dass nach kuscheln, Geschichte lesen und beten/singen einfach Feierabend ist. Türe bleibt aber auch heute noch auf und Licht im Flur an bis er eingeschlafen ist. Er kann jederzeit rufen wenn was ist etc. Aber ich muss abends auch noch Sachen im Haushalt machen.
    Das mit dem weinen war bei uns am Anfang auch so. Aber du musst einfach wissen ob du das einschlafbegleiten mit nebendran sitzen etc magst. Wenn ja ist alles ok und du wirst auch die Geduld dazu haben aber wenn es dir widerstrebt dann muss man auch schon mal mit der Konsequenz leben. Ich bin eben immer wieder kurz aus dem Zimmer mit der Begründung auf die Toilette zu müssen, kurz wäsche aufhängen etc. und immer wieder ins Zimmer, aber auch immer wieder raus. Am Anfang ging es länger und später immer schneller das er einschlief,

    LG und viel Geduld
    Hexe12-17

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