Kindergeburtstag - Nichtteilnahme als Strafe?

    • (1) 20.10.17 - 17:50

      Hallo!

      Mein Sohn feierte seinen 5. Geburtstag.
      Ich habe nur 3 Kinder eingeladen, weil ich mir mehr nicht zugetraut habe.
      Wir haben an einem Samstag 15:00 gefeiert und ich habe mich mit den Eltern per Whattsapp abgesprochen.
      Eine Mutter bat mich dann am fraglichen Samstag 14:00 ob ich bitte per Whattsapp unseren Standort schicken kann, da wir in unserem Schrebergarten feiern wollten.
      14:45 habe ich den Standort dann geschickt. Bis dahin waren die Nachrichten noch voller Nettigkeiten und Vorfreude.
      14:55 schreibt sie, dass ihr Sohn nicht kommen wird.
      Ich hab dann gedacht, er ist vielleicht hingefallen oder hat plötzlich Fieber oder sowas.
      Sie schrieb aber, dass er sich nciht benommen habe und er deswegen nicht zur Feier darf.
      Mir fiel ehrlich gesagt das Gesicht auseinander... Ich war stinksauer. Und das gerade dann, als die anderen Kinder kamen.
      Ich hab das dann direkt angesprochen und eine Mutti meinte, dass sie es zwar so kurzfristig auch blöd finde, aber auch schon überlegt hatte, ihr Kind damit zu bestrafen nicht am Kindergeburtstag teil zu nehmen, weil es sich nicht benommen hatte.

      uff... dann wäre ja nur ein Kind da gewesen.... #schock

      Mein Kleiner war schon enttäuscht, dass das eine Kind nciht kam, aber wenn noch eins gefehlt hätte, da wäre der ganze Tag im Eimer gewesen.

      Also ich habe meinen Standpunkt klar gemacht und ich muss sagen, dass ich absichtlich klare Worte an die Mama, die so kurzfristig abgesagt hatte, gerichtet habe - ich habe ihr gesagt, dass sie sich das nächste mal bitte ne Konsequenz für ihr Kind ausdenkt, die nur ihr Kind betrifft.

      Wie denkt ihr? Verbietet ihr eurem Kind einen Kindergeburtstag, wenn es sich nicht benimmt?

      Liebe Grüße
      Plitzplautz

      • (2) 20.10.17 - 17:55

        Ich bin noch nicht in die Verlegenheit gekommen, aber ich finde das eine ähnlich sinnige Strafe wie Stubenarrest.
        Und ich gebe dir recht! Es wird auch dein Kind bestraft...

        Ne.. also vor habe ich das nicht und es ist ja eben keine Konsequenz, sondern eine zusammenhangslose Strafe und sowas versuche ich zu vermeiden.

        Ich hatte so eine Situation noch nicht. Aber ich finde es durchaus sinnig, ein Ereignis zu streichen, auf das sich das Kind freut, wenn es sich absolut daneben benimmt. Ebenso wird auch ein geplanter Ausflug abgesagt, oder eben sofort gegangen, wenn auch nach mehrmaliger Verwarnung das Kind sich weiter total daneben benimmt. Zusammenhangs finde ich es nicht. Denn wer sich schlecht benimmt, hat kein Recht darauf, an einer tollen Aktion teilzunehmen. Das Kind lernt, dass es eine Belohnung nur dann gibt, wenn es sich gut benimmt. Wer nicht hört, Warnungen ignoriert und dann doch belohnt wird, lernt daraus, sich jederzeit und überall schlecht benehmen zu dürfen ohne je eine Konsequenz fürchten zu müssen. Also ja, ich verstehe den Sinn des nicht kommens. Ja, ist doof für euch. Aber genauso hätte es sein können, dass dieses Kind plötzlich krank wäre und das andere Kind auch. So dass der kindergeburtstag ins Wasser fällt, weil alle krank sind. Damit muss msn halt immer rechnen. Auch damit, dass spontan Gäste absagen.

        • und hättest du es genauso sinnvoll gefunden, wenn ich den Kindergeburtstag kurzfristig für die anderen Eltern abgesagt hätte, weil sich mein Kind daneben benimmt?

        (7) 20.10.17 - 20:47

        Finde ich sehr gut geschrieben!

        Hier Zuhause hatte ich das Problem auch noch nicht ,Fussel ist erst 2 Jahre!
        Aber bei meinen Hortkindern geht es ähnlich zu....wer sich daneben benimmt,verspielt seine Privilegien!

        Lg Thommy04 mit Fussel an der Hand

        Ein Kindergeburtstag ist doch keine Belohnung?

        • Doch, es ist eine außergewöhnliche Sache, die nicht jeden Tag stattfindet und somit als besondere Aktion zu sehen. Uns besondere Situationen würden bei schlechtem verhalten eben für mein Kind ausfallen. Ist gleichzusetzen mit dem Besuch im zoo/kino/freizeitp/schwimmen gehen usw. Sowas würde bei mir konsequent an dem Tag dann eben nicht mehr stattfinden.

          • (10) 21.10.17 - 11:25

            Und davon wird es dann besser?
            Meine Kinder benehmen sich nicht schlecht um mich zu ärgern, sondern weil gerade etwas schiefläuft, weil sie sich gerade selbst im Weg stehen. Das könnte zwar in seltenen Fällen bedeuten, dass eine Unternehmung nicht möglich ist, aber sie nur als Strafe zu verbieten würde nichts besser machen. Sinnlose Strafen haben schon bei mir als Kind Einsicht in Fehlverhalten eher verhindert als gefördert.

            • (11) 21.10.17 - 14:03

              Wie ich schon sagte, für mich ist dies eine logische Konsequenz und keine sinnlose Strafe. Sinnlose Bestrafung wäre, am Abend dafür das eernsehrn zu verbieten. Das hat absolut keinen Bezug zu dem, was vorgefallen ist und ist zudem zu weit weg als das ein Kindergarten Kind da noch einen Bezug zu herstellen könnte.

              • ich verstehe diese Konsequenz trotzdem nicht.

                Ein Kindergbeurtstag ist doch nicht nur eine Aktivität, die zur Freude des eingeladenen Kindes dient.

                Es ein Tag an dem ein anders Kind gefeiert wird, eine Verabredung, die doch auch eine gewisse Verbindlichkeit bedeutet.

                Nun benimmt sich dein Kidn daneben und alles was du klarmachst ist, dass diese Party anscheinend nur für ihn ausgerichtet wird und jetzt halt als Strafe wegfällt. Es lernt, dass dieser Ehrentag für das andere Kind nicht wichtig ist, dass Zusagen nicht eingehalten werden müssen, dass das eigene Sein immer vorgeht.

                Seltsam!

                • Nein, es lernt, dass er durch sein Verhalten dafür verantwortlich ist, dass ein anderes Kind traurig ist, weil er durch drin verhalten dafür gesorgt hat, dass er nicht kommen darf. Natürlich wird vorher angekündigt, dass der Geburtstag für ihn gestrichen ist, wenn er sich weiter daneben benimmt. Die Ankündigung muss natürlich verherrlicht erfolgen, damit mein Kind die Möglichkeit hat, es besser zu machen. Tut er es nicht, hat er sich selbst durch sein Verhalten in dieses Situation gebracht und er ist selbst dafür verantwortlich, wenn dadurch ein anderes Kind traurig ist. Das ist eine lehrreiche und wichtige Lektion. Ein Kind muss lernen, das sein Verhalten Auswirkungen auf andere hat. Dass sein Verhalten sich auf andere auswirkt.

                  • Das stimmt aber so nicht.,

                    Es hat ja nicht etwas getan, mit dem Wissen, dass dadurch ein anderes Kind geschädigt wird und hat das in Kauf genommen. Auch wenn du es ihm androhst.

                    Er hat sich zuhause daneben benommen, nicht dem Kind gegenüber.

                    Das ist echt Psycho.

                    Die Konsequenz muss in meinen Augen in Zusammenhang mit der Tat stehen und ich finde es übel den Schaden an einem Kind in Kauf zu nehmen um eine Lektion zu erteilen.
                    Wie schon geschrieben machst du dadurch klar, dass die Bedürfnisse des anderen Kindes kaum, bestenfalls als Teil deiner Erziehungsmaßnahmen zählen.

                    (15) 29.10.17 - 22:25

                    Meine Güte, sowas zu lesen schockt mich. Ehrlich. Also ist dein Kind sozusagen anhängig davon ob du der Meinung bist, dass es sich den Geburtstag verdient hat?!? Also dein Kind ist dein Besitz über den du wohlwollend oder eben nicht entscheidest. Grausam.... was sowas für das Selbstbewusstsein bedeutet, weißt du hoffentlich. Ich habe oft Diskussionen mit meinem Kind. Er schießt öfters mal über sei. Ziel hinaus. Aber wenn er sich z.B. mal vor einem kindergeburtstag schlecht benimmt, erkläre ich ihm abends, dass es mich sehr enttäuscht hat, dass er obwohl ich ihn zu solchen Festen gehen lasse, ihn bringe, hole, Geschenke besorge, etc. sich so und so mir gegenüber benimmt, und ob er das ok mir gegenüber findet. DAS bringt ihn dann zum nachdenken, und er kommt nach einer gewissen Zeit und entschuldigt sich ausbreiten Stücken.... er soll ein eigenständiger Mensch werden, der Fehler einsieht, kein Zinnsoldat....

              (17) 21.10.17 - 16:09

              Eine logische Konsequenz wäre, wenn das Kind rumtrödelt ist es nicht rechtzeitig da und verpasst etwas. Ein Verbot hinzugehen, weil es " sich zuhause schlecht benommen hat" ist für mich keine. Es sei denn, ich würde befürchten, dass es die Feier schmeißt, aber das würde Ich ich dann vielleicht auch mit den Eltern des Geburtstagskindes ausmachen, dass ich mein Kind hole, wenn es nicht geht.
              Ich sage ja nicht, es gäbe keinen Zusammenhang, ich sage nur, es hat keinen Sinn;-).
              Ich finde solche Strafen gemein ( in dem Alter sind Kindergeburtstage noch wichtig) und sie verbessern nichts und verschlechtern allenfalls die Beziehung zwischen Eltern und Kind.

        (18) 21.10.17 - 12:53

        Das sind für mich alles keine Belohnungen. Besondere Unternehmungen ja, aber doch keine Belohnungen...

        (19) 21.10.17 - 14:33

        Ich finde es wirklich sehr seltsam., dass es in deinen Überlegungen zu Kindergeburtstagen anscheinend nur darum geht, dass diese zum Vergnügen deines Kindes ausgerichtet werden und nicht zur Feier des Ehrentages eines anderen Kindes.

        • Das es dabei um das geburtstagskind geht und nicht um mein Kind, wenn es da ist (und das ist der Punkt, es geht erst ab dem Moment im ein anderes Kind, wenn der Geburtstag anfängt, vorher, bei mit zu hause geht es um mein kind), ist mir bewusst. Alles, was auf dem Geburtstag passiert ist das eine. Da geht es um das geburtstagskind. Aber alles, was im Vorfeld bei mir zu Hause passiert, hat absolut gar nichts mit dem geburtstagskind zu tun sondern ist allein eine Sache zwischen mir und meinem Kind.

          • Genau, es geht um das geburtstagskind und dein Kind mach zuhause etwas, was mit diesem Kind gar nichts zu tun hat.

            Trotzdem erfolgt eine Konsequenz die das geburtstagskind betrifft.

            ich finde es übel, dass du den Schaden eines anderen Kindes nutzt um Lektionen zu erteilen.

            • Das kannst du finden, wie du willst. Ich sehe es komplett anders als du.

              • genau diese Ignoranz meine ich.

                sowas ist im wahrsten Sinne des Wortes asozial.

                • Wieso Ignoranz? Wie beide kommen nicht auf eintn Nenner. Du hast dein Meinung, ich meine. Ist okay. Nur bringt es nichts, wenn wir beide hier noch ewig weiter diskutieren. Denn du wirst meine Sichtweise nicht verstehen und ich deine nicht. Daher behalte deine Meinung und ich behalte meine. Und fertig.

                  • Natürlich ist es Ignoranz, wenn man die Bedürfnisse eines anderen Kindes ignoriert.

                    Wenn man den Schaden eines anderen Kindes in Kauf nimmt, um eine Lektion zu erteilen.

                    Du kannst gerne deine Meinung behalten, ich darf diese aber auch kommentieren. Ich verstehe diese sogar, finde sie aber trotzdem furchtbar.

                    Dass du nicht in der Lage bist eine andere zu verstehen, finde ich nun nicht überraschend.

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