Eltern aus Schleswig Holstein hier? Wie zahlt Ihr die horrenden Kita-Gebühren?

    • (1) 04.01.18 - 17:58

      Hallo Ihr Lieben!

      Ich bin (noch) nicht schwanger und bin vor einem Jahr in den Kreis Segeberg gezogen.
      Mein Mann und ich haben hier ein Haus gekauft weil es uns in Hamburg bei den hohen Preisen nicht möglich war.
      Nun stelle ich total entsetzt fest, dass ein Kitaplatz hier für 8 Stunden (Krippe) mit Mittag 500 (!!!) Euro kosten soll. Mein Nettoverdienst ist beschaulich, mein Mann verdient durchschnittlich und die monatlichen Raten für Haus und Autos (brauchen wir für den Arbeitsweg, da auf dem Land) müssen bezahlt werden.

      Wie macht Ihr das?
      Soweit ich mich belesen habe, gibt es hier keine finanziellen Entlastungen wie in Hamburg oder Niedersachsen.

      Viele Grüße!#winke

      • (2) 04.01.18 - 18:02

        Hi,
        Wir wohnen auch direkt hinter der Hamburger Landesgrenze in Schleswig-Holstein. Und ja es ist richtig teuer hier (vor allem wenn man von den Kollegen in Hamburg immer das Gejammer über 100€ hört fühlt man sich verarscht).

        Vom Land bekommt man für unter 3 jährige seit diesem Jahr 100€ pro Monat überwiesen wenn die Betreuungskosten 100€ übersteigen (locker gegeben bei den 500€). Und dann kann man ca. 350€ monatlich von der Steuer absetzen.

        Aber die monatliche Belastung bleibt erstmal enorm.

        Lg
        Eyssie

        Am besten garnicht arbeiten gehen. .. lohnt sich doch garnicht. :-(. Wir zahlen in unserer Region in Bawü 600 und mehr für ein Krippen Kind.. da kann man nur 100 Prozent oder garnicht arbeiten wenn man zwei Kinder hat. ... das ist so so frustrierend. Va wennn man sieht dass man woanders garnichts bezahlt. ... lg

        • Das ist so krass...und so ungerecht.

          Wenn ich meinen Exfreund aus bawu geheiratet hätte, wäre ich zum damaligen Zeitpunkt nur auf drei Jahre begrenzt verbeamtet worden (weiss gar nicht wie es jetzt ist) und hätte mir bei den Kita Preisen dann sowieso jede Berufstätigkeit erstmal verkneifen können.

          Interessant, wie unterschiedlich mein Leben dann jetzt wäre...

          • Hier in Hessen bin ich gleich auf Lebenszeit verbeamtet worden und in unsrer Gemeinde kostet ein Halbtagesplatz im Kindergarten ab zwei Jahren knapp 150 Euro im Monat.

            Das beeinflusst eine ganze Lebensplanung.

      Wir sind aus BaWü und zahlen für Krippenkind 530 und Kindergartenkind 260 Euro, ink. Essen. Es tut jeden Monat weh, ohne 2 Mal Vollzeit geht das nicht, zumindest für uns nicht, wir verdienen weder besonders gut, noch besonders schlecht. Wenn man dann noch die Mietpreise hier anschaut (2 Zimmer, 60qm über 1000 Euro), dann gute Nacht 😂

      • (7) 04.01.18 - 21:50

        Würden wir 2 Straßen weiter wohnen, dann fielen wir in einen anderen Landkreis und die Kosten für beide Kinder würden ca. 300 Euro betragen 😭😭

        (10) 05.01.18 - 15:18

        Ist bei uns genauso, wir sind derzeit auch mit Abstand die teuerste Gemeinde in unserem Umkreis (auch BaWü), fast 900 Euro für zwei Kinder,.... das muss man netto erstmal verdienen... Dann Kosten die Mieten auch noch gefühlt doppelt so viel als anderso wo.... geschweigedenn die Preise für ein Haus zum Kauf unbezahlbar.... familienfreundich ist was anderes......;-(
        Und obwohl die Plätze so teuer sind, ist es enorm schwierig überhaupt einen geeigneten Platz zu bekommen. Wir sind in eine andere Gemeinde gezogen und warten nun schon 1,5 Jahre auf einen GanztagsPlatz für unsere Kids, fahren derzeit noch in die alte KITA#aerger....

        • (11) 06.01.18 - 08:50

          Es ist wirklich extrem. Wir sind im Kreis LB, teuerer gehts kaum. Wir suchen seit 2 Jahren nach einer Immobilie, egal ob Miete oder Kauf (Haus/Wohnung).. bei uns im Haus wird eine 4-Zimmer Wohnung neu vermietet und die Kaltmiete soll 1799 Euro betragen + Nebenkosten + Müll - das ist zum heulen!
          Wir haben jetzt eine Doppelhaushälfte in Aussicht, super Zustand, wenn auch älter, man könnte aber so einziehen und kostet NUR knapp 500.000 - das ist verdammt günstig für hier!! Bauen kannst hier vergessen, ein Grundstück kriegst du nicht und wenn dann zu solchen Preisen, dass du nur noch Bankrott anmelden könntest..

(12) 04.01.18 - 22:55

Anderes Bundesland, aber wir zahlen inklusive Essen auch über 500 Euro für den Kindergarten (Krippe ist teurer)...und das ist nicht die höchste Stufe.

Ich verdiene genug, dass es sich lohnt. Mein Geld brauchen wir, aber die 500 Euro sind schon heftig.

Erstattet wird hier nichts vom Land.

Aber selbst die Städte untereinander erheben extrem unterschiedliche Gebühren. Wenn ich die angrenzenden Städte betrachte, gibt es von 0 Euro bis 550 Euro (inkl Essen) alles...

Ich finde es ein Unding, dass das nicht bundeseinheitlich geregelt wird.

Vg Isa

Hallo, rein interessehalber: 500Euro sind der Preis für welche Zeitspanne? Monatsgebühren?

Wir leben in der CH und hier sind die Gebühren ebenfalls sehr hoch, falls nicht irgendwelche Ermässigungen/subventionierte Plätze bestehen, die teils in Grossstädten kaum zu bekommen sind - für eine 100% Betreuung, dh 5Tage die Woche/8h pro Tag hätten wir für unser Zwillingspärchen 300Franken pro Tag, sprich 1500.-/Woche, = 6000.-/Monat gelassen.
Zudem sind viele Kitas - durchaus verständlicherweise - überhaupt nicht flexibel, was sich ändernde Betreuungstage/zeiten anbelangt, was aber bei meinem Job mit unregelmässigen Diensten unabdingbar ist. Bei zwei Kindern haben wir eine sehr flexible Nanny zu einem 50% Pensum angestellt - für uns mit Abstand die beste Lösung.

Hallo! Den Betrag würden wir hier in unserem Landkreis in Niedersachsen, ebenfalls bezahlen. 40 Std./Woche...rechne das mal um...das sind 3,20€ pro Stunde!
Wenn dein Kind Vollzeit betreut werden soll, gehst du - nehme ich an - annähernd Vollzeit arbeiten und verdienst bei Mindestlohn 8,50 € die Stunde.
Ich kenne Familien, die extra zurück nach HH gezogen sind, weil ihnen die Krippen-/Kindergartenkosten in Niedersachsen bzw. Schleswig-Holstein zu hoch waren. Sowas sollte man mit einkalkulieren beim Hauskauf/Umzug.
Alles Gute!

  • Also hier bei uns ist der Beitrag fix und nicht nach Gehalt gestaffelt.
    Da wir ein Eigenheim abzahlen müssen bis zur Rente, können wir die Raten dafür nicht senken.
    Nun überlege ich ernsthaft, doch lieber kein Baby zu bekommen weil ich finanziell nicht weiß, wie das zu stemmen wäre.-

    • Hm...ich würde nie finanziell so eng kalkulieren, das schnürt einem ja die Luft zum Atmen ab. Keine leichte Entscheidung, die ihr da zu treffen habt. Alles Gute!

(18) 04.01.18 - 23:56

Oja, 500,- Euro im Monat hört sich erstmal sehr viel an. Das bekommt meine Nachbarin jeden Monat als Rente #schock

Ich weiß nicht, was das bei uns kostet in BaWü.

Ich zeig Dir mal kurz ne andere Sichtweise.

Als ich damals beim ersten Kind vor der Wahl stand, ob ich wieder arbeiten gehe oder nicht, war die Rechnung sehr einfach.

Vor dem Kind: Vollzeitstelle, sehr gut bezahlt, 80 km entfernt, eigenes Auto, Arbeit macht voll Spaß.

Nach dem Kind: Vollzeitstelle unmöglich, dafür hätte ich mein Kind von Sonntag bis Freitag zu Oma und Opa bringen müssen. Äh hallo, ich wollte ein Kind und kein Spielzeug. Okay. Teilzeitstelle wäre möglich gewesen. Unter folgenden Gesichtspunkten: natürlich viel weniger Gehalt, Steuerklasse 5, immer noch 80 km entfernt, für vier Stunden Arbeitszeit 2-4 Stunden im Auto täglich ZUSÄTZLICH je nach Jahreszeit und Wetter. Gehalt frisst das Auto, am Ende bleibt fast null vom Gehalt übrig, dafür bin ich fast den ganzen Tag außer Haus, brauche womöglich trotzdem noch ne Tagesmutter für die Randzeiten, und den Haushalt macht gar keiner mehr. Und wen spricht mein Kind als erstes mit MAMA an?

Und nur mal kurz ne kleine Zwischenbemerkung: unterschätze es nicht, wie exponential die Arbeit im Haushalt wächst (auch zeitlich), wenn ein Baby einzieht.

Also haben wir es so gemacht: ich habe erstmal pausiert. Dafür musste ich weniger Krankenkassenbeiträge bezahlen. Wir haben beide Autos verkauft und dafür EIN Familienauto. Mein Mann fährt seither mit dem ÖPNV - das ist SEIN Opfer bzw. Beitrag zu der Sache. Klar fällt das Gehalt weg, aber aufgrund der Ersparnis durch ein wegfallendes Auto samt Sprit-Versicherung-Steuer-Kundendienst-blabla und der Krankenkasse hatten wir VIIIEEEL weniger Ausgaben! Und: ich hab keine Krippe gebraucht. Keine Kosten dafür. Das wären bei Euch glatt 500,- Euro im Monat mehr! Das muss man erst mal verdienen! Ich brauch keine Tagesmutter für die Randzeiten. Und das Beste: ich bin den ganzen Tag bei meinem Kind, und die Arbeit ist noch VIIIIEEEL schöner und macht noch mehr Spaß als die vor meinem Kind. Und dann der Streß, den ich jetzt nicht mehr habe. Hektik, Stau, Raser im Nacken, immer die Gefahr dabei.... alles weg. Wow.

- Im übrigen gibt es doch auch heutzutage Elterngeld in saftiger Höhe, das gab es damals NICHT! (Und wir haben es damals trotzdem alle geschafft, dass unsere Kinder nicht verhungert sind) -

Das war für uns so eine tolle Lösung, dass ich seitdem gar nicht mehr dort zum Arbeiten hin bin, sondern dafür noch zwei weitere Kinder bekommen habe.

Gut, ich habe den Vorteil, dass mein Mann so gut verdient, dass wir uns das leisten können und die Einschränkungen uns nichts ausmachen. Bei allen Überlegungen, die das Geld betreffen, was wir vielleicht doch brauchen (ein Klavier, ein teurer Auslandsurlaub, Reitstunden, Ballettunterricht usw.) frage ich nur: alles klar, könnt ihr haben, aber dafür muss ich dann wieder arbeiten gehen. Die Hausarbeiten werden dann ganz gerecht aufgeteilt, fangen wir mal an, wer putzt dann immer Bad und Klo jede Woche? Och, Du glaubst gar nicht, wie schnell dann alle wieder zufrieden sind mit dem jetzigen Zustand, und ich finde auch Bescheidenheit eine gute Eigenschaft, die man seinen Kindern beibringen sollte.

Im übrigen, da Du Deinen Nettoverdienst als beschaulich beschreibst, wäre für mich die Antwort klar. Ich hatte einen sehr guten Verdienst und wir haben es auch geschafft, ohne ihn klar zu kommen. 500,- Euro Krippe - meine Freundinnen mit beschaulichem Verdienst würden das bei Teilzeit und Steuerklasse 5 nicht mal reinverdienen.

Wünsche Dir eine kluge Entscheidung ;-)

LG Franka

  • (19) 05.01.18 - 15:32

    Wenn man sich entscheidet zu Hause zu bleiben um voll und ganz für die Familie da zu sein finde ich das total in Ordnung (wenn man die ganzen anderen 0815 Argumente die dagegen sprechen außer Acht lässt). Diese Entscheidung ob man arbeiten geht oder nicht sollte aber aus der freien Überzeugung heraus kommen und nicht aus dem finanziellen Gesichtspunkt. Ich finde es eine Unding, wenn (meist) Frau zu Hause bleiben muss, nur weil man sich in bestimmten Regionen Deutschlands die KITA Kosten nicht leisten kann, während man in anderen Bundesländern ganrnichts bezahlen muss.
    Wer mehr als ein KITA Kind hat ist doch mancherorts gezwungen zu Hause zu bleiben.....

    • (20) 05.01.18 - 16:16

      Das sehe ich definitiv auch so. Für Frauen, die Beruf und Kinder vereinbaren möchten, sind diese horrenden Kita-Gebühren eine richtige Ohrfeige.

      Wahlfreiheit ist das nicht.

In Bayern kostet das auch so viel.
In den städtischen Krippen ist der Beitrag zwar nach Gehalt gestaffelt, aber die oberste Stufe sind 60000 Brutto beide im Jahr.

Es sind ja nur zwei Jahre. Ging bei uns aber gut genug dass wir uns für den gleich teuren Kindergarten entschieden haben.

  • (22) 05.01.18 - 09:35

    Hi,
    jede Gemeinde, Stadt, Träger in Bayern entscheidet selber, ob die Gebühr nach Gehalt oder es eine Fixe Gebühr für alle ist.
    Die Gehaltsstaffelung ist eine Schweinerei, zum Glück macht unsere Gemeinde da nicht mit.
    Bei uns ( im Speckgürtel von München) ist es noch recht human.

    lg
    lisa

    Wir wohnen auch in Bayern und zahlen für den Kindergarten (25 Stunden pro Woche, kein Mittagessen) 97 Euro. Für die Krippe waren es 153 Euro. Das Vorschuljahr wird bis zu 100 Euro übernommen, ist für uns also beitragsfrei, sofern die gebuchten Stunden so bleiben.

Nur mal so als Tipp, der Arbeitgeber kann den KiTa Betrag Steuerfrei an euch zahlen und ihn dann wieder absetzen, heißt, der Arbeitgeber übernimmt die KiTa Kosten OHNE das es ihn etwas kostet und ihr bekommt das Geld STEUERFREI, also Komplett mit dem Gehalt!
Ich glaube das wissen die wenigsten, ich wusste es bis anfang des Jahres auch nicht, habe es erst bei einem Vorstellungsgespräch erfahren als es um das Gehalt ging!

Ach Himmel, was sind das für Preise 😳

Hier im Ort (kleine Gemeinde mit 3500 Einwohnern in BaWü) kostet der KigaPlatz 105 € und der KitaPlatz 275 €!
Da bin ich froh dass wir ein Haus gebaut haben 😉

Echt Unglaublich...

Lg

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