Windel mit 4,5 Jahren

    • (1) 06.01.18 - 13:56

      Hallo,

      mein Sohn ist jetzt 4,5 Jahre alt und noch nicht trocken. Zu Hause geht er ohne Windel und macht das kleine Geschäft wunderbar in die Toilette. Das große Geschäft macht er ausschließlich in die Windel. D.h. er zieht sich extra dafür eine an. Unser Haus verlässt er nie ohne Windel. Seine Angst, in der Öffentlichkeit in die Hose zu machen, ist riesig. Warum, kann ich nicht sagen. Er auch nicht. Wir waren immer ganz entspannt, haben nie großen Druck gemacht. Er stresst sich extrem mit dem Thema und bekommt regelrecht Panik draußen ohne Windel. Wir sind seit 2 Jahren auf diesem Stand. Er ist recht weit im Kopf und hat auch schon früh gemerkt, wann er muss. Groß und klein. Wir kommen einfach nicht weiter. Er sagt, er will auch, wenn er in 1,5 Jahren zur Schule kommt, eine Windel tragen. Würdet ihr ihn einfach weiter die Windel tragen lassen und hoffen, dass es sich von selbst erledigt? Wie gesagt, seit 2 Jahren hat sich rein gar nichts getan. Bin verzweifelt...

      Danke und liebe Grüße!

      • Wenn er weiss wann er muss scheint es ja reine Kopfsache zu sein. Du musst ihn darin bestärken, dass er das kann und neine Windel braucht. Und dann würde ich mit ihm auf einen Termin hinarbeiten, an dem es keine Windeln mehr gibt (Ostern, Geburtstag, die letzte Packung...) und dann auch konsequent bleiben. Ähnlich wie beim Abschaffen von Schnuller o.ä. Wie ist es nachts?

        • Danke für deine Antwort! Nachts trägt er auch eine Windel.
          Wir bestärken ihn wirklich jeden Tag. Und wenn wir versuchen, einen Kompromiss zu finden (wie zB dein Vorschlag, einen Termin zu finden), verneint er sofort und wird wütend. Es kommt für ihn einfach nicht in Frage. Eine (richtig tolle) Belohnung anzubieten haben wir übrigens auch schon versucht. Ohne Erfolg.

          Oh ja, das könnte was helfen. Wir haben unseren Sohn wochenlang täglich gesagt, dass er an Weihnachten seinen Schnuller dem Christkind geben soll. Es ist ja ein Baby und es bringt ihm ja auch seine Geschenke. Und es hat geklappt: ab dem ersten Weihnachtstag hat er es akzeptiert und verlangt keinen Schnuller mehr. Er erwähnt es nicht. Als hätte es nie einen Schnuller gegeben!

      Hallo,

      Ich weiß, dass ich selbst nachts sehr lange auf die Windel bestanden habe. Irgendwann hieß es, ich bin gewachsen, es gibt in meiner Größe keine Windeln mehr (was nicht stimmte). Das war quasi höhere Gewalt und das Thema war durch ;-).

      LG
      Verena

      • Haben wir auch schon versucht. Aber er dreht wirklich ab, wenn er keine Windel haben kann. Deswegen habe ich etwas Angst, mit solchen "drastischen" Maßnahmen bei ihm irgendwas kaputt zu machen. Aber gut zu wissen, dass wir nicht die Einzigen mit der Problematik sind. 😉

        LG

    Mein Sohn ist auch so.
    Heute noch - fast 7 Jahre alt - hält er solange an, bis er zu Hause ist. Öffentliche Toiletten mag er nicht, und ich denke dass ich da ein schlechtes Vorbild war/bin. Ich meide absolut öffentliche Toiletten.
    Lange ging er nur mit Windel in den Kindergarten - irgendwann ging es dann ohne (aber halt nur mit anhalten)

    • Danke für die Antwort!
      Mein Sohn hält das große Geschäft auch zurück, während er im Kindergarten ist. Er weiß, dass die Erzieherinnen das gar nicht gut finden, ihn beim großen Geschäft noch wickeln zu müssen und verklemmt es sich bis zu Hause. Ich finde das schlimm, aber kann es leider nicht ändern.
      Gab es einen Trick, wie dein Sohn plötzlich ohne Windel rausgegangen ist?

      LG

Hallo,

das kommt mir alles sooo bekannt vor!
Wir hatten das gleich Drama mit unserem jüngeren Sohn. Zum Pinkeln ging er irgendwann(aber auch erst nur mit Druck von uns), zur Toilette, da war er schon 5 Jahre alt.
Wir hatten alles durch, auch Besuche beim Kinderpsychologen.
Das große Geschäft sollte aber nur in die Windel, wenn er die nicht bekam, hielt er ewig lange auf. Auch er konnte sich vorstellen, mit Windel in die Schule zu gehen, war ein sehr aufgewecktes, sprach- und diskussionsfreudiges Kind, dass sich zu nichts überreden ließ und nur Dinge tat, von denen er überzeugt war.

Schließlich musste er sich mit Windel auf die Toilette setzen und da machen, das war schon schwierig, klappte aber. Dann habe ich die Windel aufgeschnitten, so dass gleich alles ins Klo fiel, auch das ging irgendwann, mit viel Zureden.
Der letzte Schritt war, dass wir die Windel so weit auf schnitten, dass nur noch der obere Rand mit dem Klettverschluss da war. Den konnte er auch mehrfach nutzen, da er ja nur den Bauch bedeckte. Das Teil nannte er "Kackgürtel", und damit klappte es auch allein.
Das Thema zog sich vielleicht noch ein halbes Jahr hin

Heute ist er 13 und es ist natürlich alles o.k., aber wir lachen immer noch gern über diese Macke!

LG, ich weiß, wie es euch geht!
Gabriele

  • wow, liest sich irgendwie witzig eure GEschichte, aber finde die Idee super. Aber ich denke, das klappt auch nicht bei jedem Kind.

    Klingt genau wie mein Sohn! Sprachlich total weit und total stur. 😏 Habt ihr ihn zum aufs Klo setzen mit Windel "gezwungen"? Wir haben das auch schon vorgeschlagen und ausprobiert, aber er konnte dann nicht. Er ist da irgendwie total blockiert. Wir überlegen auch, zum Psychologen mit ihm zu gehen.

    LG

Hallo
Wie sind denn die letzten zwei jahre abgelaufen?

Was habt ihr da so gemacht/ausprobiert?

Es hört sich blöde an, aber irgendwie muss sich doch herausfinden lassen, wo das Problem liegt, dass er nicht einmal zuhause auf die Toilette will. Hat er evtl leichte Verstopfung? hat er keinen Toilettensitz, auf dem er bequem sitzen kann?
Hat er schon 1x groß auf der Toilette gemacht und irgendeine schlechte Erfahrung gemacht? (keine Ahnung, evtl wurde der Hintern nass, oder es tat weh wg Verstopfung)

Das habe ich tatsächlich schon öfter gehört, dass manche Kinder beim großen Geschäft noch ewig die Windel wollen. Ich nehme an, dass hat was mit der Angst vor Kontrollverlust zu tun. Ist dein Sohn ein Kind das gern die Kontrolle behält? Vielleicht könnt ihr ihm die Kontrolle auf andere Art geben. Da müsst ihr vielleicht ein wenig rumprobieren. Für unterwegs vielleicht mit Einlagen (sowas wie Slipeinlagen) arbeiten? Ich habe auch schon von Unterhosen gehört, die so gemacht sind, dass man Einlagen reinlegen kann. (eine Art Windelhose). So könntet ihr euch der normalen Hose für unterwegs auch Stück für Stück nähern. Und ihm natürlich immer versichern, dass man für unterwegs immer Wechselkleidung bei hat. Oder die Windel über die Unterhose ziehen, so dass man nichts sieht, wenn doch mal was daneben gehen sollte (aus seiner Perspektive). Was die Nächte angeht, würde ich die später angehen. Es gibt sehr viele Kinder die sogar noch in der Schule nachts eine Windel tragen.

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