Kindergarten und Geldeinnahmen - Engagement der Eltern

    • (1) 08.02.18 - 09:15

      Hallo ihr lieben,

      Ich bin im Elternbeirat unseres Kindergartens und aktuell haben wir einige Themen, die uns beschäftigen.
      Es geht unter anderem um die finanziellen Mittel für Ausflüge, Theatervorstellungen, neues Spielzeug, Feierlichkeiten usw.

      Es gibt natürlich Beträge vom Träger, aber das reicht (natürlich) nicht aus.
      In den Vorjahren wurde ein Flohmarkt organisiert, mit dem der größte Teil der erforderlichen Mittel eingenommen wurde. Leider haben wir enorme Probleme, genug Eltern zu finden, die bei der Umsetzung unterstützen.
      Daher einfach mal die Frage in die Runde: womit nimmt euer kiga Geld für Ausflüge und co ein? Wird direkt zur Kasse gebeten? Vorher eine pauschale eingesammelt? Spenden? Andere Aktivitäten?

      Gruß
      Lavinia

      • (2) 08.02.18 - 09:28

        Guten morgen,

        in unserem Kindergarten gibt es einen Förderverein. Diesem kann man beitreten und jährlich einen Beitrag zahlen. Mindesbeitrag sind 12 Euro/Jahr. Dieser Verein ist eingetragen und hat einen eigenen Vorstand, Kassierer usw.
        Davon werden größere Anschaffungen für den gesamten Kindergarten gemacht. Spielgeräte für draussen z.B.

        Für Ausflüge in den einzelnen Gruppen wird das Geld direkt eingesammelt.

        Geld welches durch Verkauf von Getränken z.B. beim Sommerfest wird, wird gerecht zwischen den Gruppen aufgeteilt und auch für Eintrittsgelder o.ä. verwendet.

        LG
        Tanja

        Hallo

        ich finde es immer sehr schwierig.
        Warum reicht das Geld vom Träger "natürlich" nicht aus? Vielleicht solltet ihr auch hier mal zusammen setzen.
        Wir wohnen sehr ländlich, ich glaube da ist das Eltern Engagement noch etwas größer als in (Groß)Städten.
        Bei uns gibt es 2xJahr einen Babybasar, einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt, einen Kuchenverkauf und der Erlös vom Sommerfest geht auch direkt an den Kindergarten. Wir vom Elternbeirat wehren uns aber dagegen, davon Spielzeug zu kaufen (zumindest nicht normale Bücher, Legos, etc.) - denn das finden wir ist Trägersache.
        Von einem privaten Träger kenne ich es, dass sich Eltern für eine bestimmte Anzahl an Helferstunden verpflichten und so etwas in der Richtung schwebt uns auch vor - denn wenn einfach immer jeder nur Geld überweist gerät der soziale Aspekt unserer Meinung nach völlig in den Hintergrund.

        Viel Erfolg - ich finde es schade, dass soziales Engagement bei vielen Eltern nicht mehr wahrgenommen wird!

        • Viel ländlicher als wir kann man kaum wohnen 😏 Birgt aber auch Konfliktpotential. Eine Gruppe Elternschaft hat ein persönliches Problem mit der kiga-Leitung (im Prinzip nur eine Person, aber die entsprechenden "Freundinnen" lassen sich mit aufstacheln). Die sind gegen ein paar grundsätzliche Dinge im Kindergarten so negativ eingestellt, dass sie alles was mit kiga zu zu hat, boykottieren, also auch helferdienste. Das sind dann mal ca 10 Elternpaare (von insgesamt nur ca 30). Wir sind ein sehr kleiner Kindergarten.

          Förderverein haben wir auch schon überlegt. Wie handhabt ihr das in der Praxis? Feste Vorstand für einige Jahre? Jedes Jahr Wechsel?

          • Ist das ein Kindergarten für Kinder oder für euch?

            Euer größtes Problem ist das infantile Verhalten einiger "Erwachsener" .

            Ich würde Klartext sprechen.

        Ja, ich finde es eben auch ein falsches Zeichen, einfach nur Geld zu überweisen.
        Sommerfest und winterfeier werden direkt vom kiga-Personal geplant. Selbst da ist es schwierig, genug kuchenspenden zusammen zu bekommen.
        Wir haben Waffelverkauf auf dem örtlichen Musikfest gemacht. Um Hilfe gefragt. Ergebnis: der Elternbeirat hat das alleine gemacht.

        Wie gesagt, ein Teil der Elternschaft ist im boykott, ein anderer Teil einfach gleichgültig. Es sind immer dieselben 8-10 Elternpaare, die alles für alle machen.

      • (7) 08.02.18 - 13:19

        Es gibt aber eben auch einfach Eltern die arbeiten müssen.

        Ich habe gar keine Zeit für Krams wie Kuchenbasar oä.

        Wenn mein Kind einen Ausflug macht, dann zahle ich das. Wenn Frühjahrsputz ist, dann muss ich eben die Blümchen kaufen, weil ich deswegen keinen Urlaub nehme...

        • (8) 08.02.18 - 14:18

          Ich bin mir sicher, auch bei Euch gibt es Möglichkeiten sich am Wochenende oder nach Feierabend zu engagieren. :-p

          • Viele Familien haben nur das Wochenende als gemeinsame Zeit und es ist eben durchaus auch verständlich das man seine rare freie Zeit nicht mit Basaren und co verbringen will. Die Motivation fehlt eben dann wohl etwas. Ich würde lieber und problemlos geld bezahlen!regelmäßiger Betrag oder sonst was)

            • Schon klar, aber Gemeinschaft, Solidarität und soziales Miteinander funktioniert aber eben nicht wenn jeder einfach nur Geld überweist.
              Und 2 Stunden Ehrenamt alle paar Monate übersteht jede Familie mal...:-p

              • (11) 08.02.18 - 20:33

                Das Problem dabei ist aber auch, dass nicht jeder an einem bestimmten Wochenende Zeit hat. Wenn ein kuchenbasar an eben diesem einen Wochenende stattfindet und da sind 75% der Eltern nicht da, weil die arbeiten müssen, familienfeiern wie Konfirmation, Hochzeit, etc. anstehen, ist das ihr gutes Recht, den kuchenbasar nun als geringste Priorität einzustufen. Dafür nehmt ich mir nun nicht unbedingt frei oder verpasse die Konfirmation meiner Cousine oder die Hochzeit meines Bruders. Da hat das Ehrenamt dann die geringste Priorität.

                • (12) 08.02.18 - 20:36

                  Völlig klar!
                  Aber ich bin mir sicher, es gibt außer einem Kuchenbasar (zu dem man ja dennoch nen Kuchen backen könnte) noch genügend Möglichkeiten sich zu engagieren...

              (13) 08.02.18 - 22:49

              Wenn man will, kann man meist aktiv unterstützen- da geb ich dir Recht! Und wenn es nur 2 Kuchen backen ist (Erlös je nach Kuchen ges. 20-40 Euro).
              Wir arbeiten, schieben unsere Kinder in die Betreuung ab (dafür wurde ich hier aktuell schon ausgeschimpft), keine familiäre Unterstützung und trotzdem sind wir beide (!) sehr aktiv in Kita/Schule / Hort/ Vereinen.
              Denn wie du schon sagst, das fördert die Gemeinschaft ungemein und man knüpft Netzwerke! Wir wohnen in einer Großstadt und trotzdem kennt dadurch doch jeder jeden ;-) aber das muß man wollen.

          Also ob sowas jedes Wochenende stattfindet...
          Also ich spreche von meiner Familie: Mann arbeitet Vollzeit mit vielen (!) Überstunden und ist unter der Woche eigentlich nicht zu Hause. Ich arbeite auf einer 3/4 Stelle plus Überstunden, habe lange Anfahrtswege und keinerlei familiäre Unterstützung. Auch uns bleibt als Familie nur das Wochenende. Und dennoch habe ich gar kein Problem damit, an 2 oder 3 Tagen im Jahr von insgesamt 52 Wochenenden für vielleicht 3 Stunden den Kindergarten auf einem Basar o.ä. zu unterstützen.
          Dieses Gejammere, man hätte keine Zeit für sowas, ist in meinen Augen einfach nur eine Ausrede für kein-Bock-haben.

          • Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es eigentlich immer so ist, dass ein Teil der Elternschaft was tut und der andere nicht und es sind immer dieselben. Ich kenne das aus beiden Kindergärten meiner Kinder, der Schule für Geistigehinderte meines Sohnes und jetzt der Wohnstätte und auch aus der Grundschule meiner Tochter auf dem Dorf und jetzt Gymnasium in Berlin. Ist wirklich ein sehr unterschiedliches Klientel und doch immer dasselbe.

            Und es ist dabei auch völlig unerheblich, wer arbeiten geht und wer nicht. Oft waren es sogar noch die, die zu Hause waren, die man nie oder selten sah zu Wandertagen, Kuchenbasaren, Elternversammlungen etc. wobei bei uns aber sowieso der überwiegende Teil arbeitet.

            Überengagiert war ich nie, aber mal ne Begleitung beim Wandertag, nen Kuchen backen oder verkaufen geht auch, wenn man arbeitet. Wie gesagt, ich halte es eher für eine Einstellungsfrage, aber es gab auch Zeiten und/oder Situationen, wo ich dann lieber Geld gegeben oder mich auch ausgeklinkt hab. Arbeitseinsätze am Wochenende im Schulgarten ab 8:00 war nicht meins, da ich durch Pendeln zur Arbeit anfangs eh schon die ganze Woche um 5:30 los musste.

    (16) 09.02.18 - 18:14

    Also mal ehrlich: nen Kuchen kann ja wohl jeder backen, auch wenn man arbeitet!

    Meine Mutter war Alleinerziehend mit Zwillingen, kein Vater vorhanden, also vollzeitmama und vollzeitarbeitnehmerin: und die hat auch bei jedem fest mitgemacht, gebacken, gebastelt,...

    Man muss halt wollen und seine Prioritäten vielleicht mal überdenken oder ändern

    • (17) 09.02.18 - 20:51

      Bei uns geht aber nicht ums Kuchen backen.
      Und nein, ich kann in der Woche nicht basteln! Ich arbeite, ich hole
      mein Kind um 17 Uhr ab...

Bei uns zahlt man Ausflüge, wenn sie anstehen. Ein paar wochrn vor einem geplanten Ausflug hängt ein infozettel am schwarzen Brett der Gruppe, wann der Ausflug stattfindet, wieviel man dafür zahlen muss und was mitgegeben werden muss (sitzerhöhung, bestimmte Kleidung, essen und/oder Getränke). Der Betrag wird bis zu einem bestimmten Datum eingesammelt. Wer nicht zahlt, kann nicht mit und muss an diesem Tag zu Hause bleiben (oft fährt der ganze Kindergarten). Bei der jetzt anstehenden Faschingsfeier wurde ein großer zettel für alle aufgehängt, wo sich jeder für bestimmte Dinge zum mitbringen eintragen kann. Einmal im Jahr findet ein Basar statt, wo kuchenspenden der Eltern erbeten werden. Durch das eingenommene Geld werden Spielsachen oder andere benötigte Dinge bezahlt. Aber Ausflüge müssen halt dann, wenn sie anstehen bezahlt werden.

Dass das Geld vom Träger oft nicht ausreicht, weil es gekürzt oder gestrichen wird, habe ich neulich erst selbst bringen uns erlebt. Die vorschulkinder hatten jeden Freitag psychomotorik. Das ist wie Sport nur soll es gezielt die vorschulkinder auf die schule vorbereiten. Die Dame, die das gemscht hat, wurde von der Stadt (dem Träger) bezahlt. Nun wurde ihre Stelle von der Stadt gesteichen/eingespart. Also findet bis auf weiteres keine psychomotorik mehr statt, da es niemanden gibt, der das übernehmen kann. Da die Stadt das Geld dafür gestrichen hat.

In unserem Kindergarten gibt es einen Förderverein, der Ausflüge und andere Dinge zahlt oder zumindest bezuschusst. Dieser Verein finanziert sich durch Ehrenamt, Mitgliedsbeiträge, Basar, Sommerfest, etc.

Allerdings wird es immer schwieriger, die Ämter im Verein zu besetzen und auch Helfer für die Veranstaltungen zu finden.

Hallo,

hier ist es üblich, das die Eltern die Ausflüge zahlen, hier wird nichts eingenommen und davon finanziert.

LG

(22) 08.02.18 - 11:10

Hi,

wir zahlen im Jahr pro Kind 24€ in die Gruppenkasse. 12€ ist für den Obstkorb und 12€ ist Bastelgeld. Wenn Taschentücher ausgehen hängt ein Zettel aus, der um eine Spende bittet ist ja kein großer Aufwand. Für Ausflüge kann ich mich nicht errinnern, dass ich etwas zahlen musste. Die meisten Ausflüge sind bei uns im Ort, spricht sie laufen hin (externe Spielplätze, Waldtag, Fledermäuse anschauen, oder sonstige Tiere), wenn es mal auf einen Bauernhof geht oder in den Zoo, da fahren sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und da fahren die Zwerge meist umsonst und der Zoo ist auch umsonst in dem Alter. Da werden nur Fahrgemeinschaften angefragt für bis zum nächsten Bahnhof, das übernehmen die Eltern. sonstige Aktionen wie gemeinsames Frühstück, Faschingsparty, Erntedank etc. läuft über Sachspenden der Eltern. Beim KiGa-Fest da werden Getränke verkauft und der Gewinn geht an den KiGa. Dann gibt es für größere Investitionen in Spielzeug einen Förderverein (Grundschule und KiGa zusammen), mit mind. 12€ im Jahr als Beitrag. Es gibt auch Unternehmen die etwas sponsorn.

Aber ganz ehrlich den Eintritt für eine Theatervorstellung oder so, kann man ruhig von den Eltern einfordern. Die sind sicher nicht an der Tagesordnung.

(23) 08.02.18 - 13:14

Jeder zahlt für sein Kind das was an Eintritten oä. eben fällig ist.

Ich bin bei uns im Elternbeirat und wir kümmern uns wirklich nur um unsere Kernaufgabe, die Schnittstelle zwischen Kindergarten und Eltern zu sein.

Um Geldeinnahmen und Förderung von Ausflügen, neue Anschaffungen, etc kümmert sich unser Förderverein. Geld kommt durch den Mitgliedsbeitrag rein (Minimum 9€/Jahr, freiwillig nach oben ohne Grenze), Gewinnsparausschüttung, etc. Zusätzlich werden alle möglichen Aktionen organisiert. Eine Tombola zur Einweihung des Neubaus, bei jedem Fest eine Cafeteria (und bezahlt wird durch eine Spende in ein großes Sparschwein, wodurch das Geld oftmals bei allen noch etwas lockerer sitzt), vor einigen Jahren mal eine Kinderlandpartie (im Kindergarten wurden mit Spenden umliegender Kaufleute Kekse gebacken, Marmelade gekocht, Gewürzmischungen erstellt, alles mögliche gebastelt. Viele Eltern und Großeltern spendeten genähte, gehäkelte oder gebastelte Kleinigkeiten), es gab verschiedene Flohmärkte (wo die Standgebühr an den Förderverein ging und es immer eine Cafeteria gab), Advents-, Oster- oder Sommerbasare. Es gibt unzählige Möglichkeiten, geldeinbringende Aktionen zu organisieren. Allerdings steht und fällt alles mit dem Engagement der Eltern. Wenn die nicht mitziehen, kämpft man auf verlorenem Posten. Wenn dann später Beschwerden kommen, dass nichts mehr geboten oder angeschafft wird, kann man aber immer aufs leider fehlende Engagement der Eltern bei geldeinbringenden Aktionen verweisen.

Wenn ich für dieses Jahr etwas organisieren sollte, dann irgendwas mit Hinblick auf die Fußball-WM. Ein Eltern-Kind-Turnier mit gemischten Mannschaften (je 3 Kinder und 3 Erwachsene in einem Team) oder Eltern gegen Kinder (wobei die Kinder die doppelte Spieleranzahl bekommen). Dazu dann eine Cafeteria (jedes spielende Elternteil muss als "Startgeld" einen Kuchen mitbringen) und/oder Bratwurstverkauf (dazu bei umliegenden Geschäften um Naturalienspenden bitten. Evtl kann das Startgeld der Erwachsenen auch in Salatform gezahlt werden). Am Ende bekommen dann alle Kinder eine Teilnehmer-Medaille und das Siegerteam zusätzlich eine Tüte Bonbons (immerhin geht's um den Spaß an der Sache und nicht um unbedingt siegen müssen). Vielleicht kann man irgendwie Bezug nehmen auf die unterschiedlichen Nationalitäten, die im Kindergarten vertreten sind (als Teamname, beim Kuchenverkauf oder beim Grillbuffet). Wichtig ist, auch wenn's ein Turnier ist, gehts vorrangig um Spaß. Wirklich gewinnen sollte am Ende nur der Kindergarten, der durch die gewonnenen Einnahmen wieder mehr Spielraum in Sachen Materialanschaffung oder Ausflugorganisation hat.

Lg Leonora07

Bei uns zahlt man 25€ pro Kitajahr ein und davon wird vieles bezahlt. Dazu gibt es ein Sommerfest, bei dem viele coole Spielstände aufgebaut werden, Kuchen, Würstchen und Getränke verkauft werden. Die Kita verkauft an der Tür Kärtchen für je 0,50 € das Stück und damit kann man dann drinnen was kaufen. Natürlich verbraucht nicht jeder seine Kärtchen:)

Die Gewinne werden das ganze Jahr über gesammelt. Firmen nach Werbegeschenken gefragt.

Dann gibts noch Lichterfest. Da kann man auch wieder Kuchen und co kaufen. Beides sehr rentabel.

Dieses Jahr haben wir von der Kirche riesige Bottiche Linsensuppe gespendet bekommen.

Wir sind aber auch eine riesige kita. Glaube, so um die 250 Kinder.

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