Will man mein Kind im Kindergarten loswerden?

    • (1) 13.02.18 - 21:52

      Hallo ihr Lieben,

      meine Frage mag sehr primitiv gestellt sein und doch bin ich nach ca. 6 Monaten und diversen Andeutungen zu dieser Frage gekommen.

      Ich möchte die Situation nicht zu ausführlich erläutern, da ich fürchte, dass das noch jemand vom Kiga liest und direkt weiß, dass ich es bin. Mir ist es schon wichtig, da korrekt zu verbleiben. Daher die Kurzfassung:

      Kurz nach der Eingewöhnung im KiGa (Kind 3 Jahre) fängt mein Kind an andere Kinder zu hauen. Spricht nicht, da zweisprachig und auch wenig sozialer Kontakt zu Gleichaltrigen. Empfehlung: SPZ. Termin vereinbart für in mehreren Monaten. Bis dahin wird alles nur noch negativer dargestellt bis hin zur Unkontrollierbarkeit und dieser KiGa sei ungeeignet für das Kind. Zu Hause alles gut, allerdings erinnern die Berichte an den Anfang der Trotzphase zu Hause von vor einem Jahr - mittlerweile zu Hause aber so nicht mehr beobachtet, da Kind verstehen gelernt hat und Folgen /wenn und dann versteht. Termin im SPZ in der Motopädie (da Aggressionen usw. im KiGa als Grund für Termin angegeben). Keine Unauffälligkeiten. KiGa nimmt das voll nicht ernst. Neuropädiatrische Untersuchung folgt noch, da warten die wieder ganz gespannt. Mittlerweile wird auch nichts mehr berichtet beim Abholen. Man beobachtet natürlich auch so ein wenig, was es so macht, wenn man unerwartet dahinkommt - da ist es immer ruhig und andere Kinder scheinen es sehr zu mögen. Zu Hause läuft es mittlerweile sogar noch besser als wie es bereits damals zu Hause lief, als im KiGa ständig was berichtet wurde. Und trotz dessen, dass nichts mehr berichtet wird, wird man dann so zwischendurch auf das SPZ angesprochen von der Leiterin zB. ob sie denn da anrufen dürfe, um die Dringlichkeit zu verdeutlichen und evtl. einen früheren Termin vereinbaren könnte. Kein Problem - wir machen da auch überall mit, da wir ja unser Kind kennen und iwie auch nichts befürchten. Zu einem Ausflug sollte das Kind ebenso nicht mitgenommen werden (als einziges Kind) - so die Erzieher, die Chefin schlug jedoch vor, ich solle mitkommen. Dabei konnte ich auch nur beobachten, wie überflüssig ich da bin. Da war ich selbst überrascht von meinem Kind, dass es ja schon fast roboterhaft alles mitmachte.

      Langsam ist das einfach alles nur lächerlich und kommt mir vor, als hätte man sich da in dieser Anfangszeit, wo tatsächlich Probleme im Verhalten bestanden (weil vllt. noch nicht gewöhnt an Gruppe, wo vllt. noch die Sprache eine größere Blockade war usw), und jetzt will man sich iwie nicht mehr davon loslösen und nutzt die Situation ein wenig aus.

      Beim Termin in der Neuropädiatrie wird - denke ich - auch nichts "tolles" für den KiGa bei rauskommen. In der Motopädie wurde er sowas von frustriert, sowas von provoziert und er hat alles durchgehalten, hat bei allem mitgemacht - ich war so stolz wie noch nie. Und was dann? Okay - die lassen uns dann vllt. damit in Ruhe, aber was macht man dann, wenn dann so ein Quatsch wieder kommt, wie das Kind dürfe nicht mit zum Ausflug? Dieser Ausflug fand übrigens vor kurzem statt - und da schon seit knapp 2 Monaten von den Erziehern nichts mehr negatives berichtet wird (naja eigentlich eher gar nix mehr, ab und zu mal eine positive Sache oder vllt. mal sowas wie wollte nicht essen) ist das für mich auch ein Rätsel wieso es nicht mitkommen sollte. Kann ich dann, sofern Untersuchungen belegen, dass medizinisch alles okay ist, da auch drauf bestehen, dass da nicht mehr drauf rumgeritten wird und er gefälligst wie ein normales Kind behandelt wird und bei allen anstehenden Ausflügen dabei sein soll? Wo stehe ich da rechtlich?

      Leute - ehrlich - im Voraus vom ganzen Herzen Danke für eure Tipps und Meinungen. Ich bin einfach nur noch innerlich gestresst - ich bin eine sehr lockere Mutter und doch belastet mich das sehr, dass mein Kind da eventuell mittlerweile nur noch missbraucht wird, um sich den Arbeitstag zu erleichtern (muss früher abgeholt werden, darf nicht zum Ausflug, wird übrigens auch nicht wirklich erzogen - sagt es nein, es wolle nicht zum bezahlten (!) Liedergarten, darf es einfach mal bleiben oder zB isst es da mit dreckigen Händen noch mit Sand usw. - da muss es dann nicht Hände waschen oder was? Also die umgehen wohl jede Stresssituation bzw. haben sie sich evtl. damals eingeredet dass all diese Situationen zum Stress führen und wollen gar nicht mehr nochmal probieren, obs jetzt vllt. doch klappt)...

      • Ich verstehe leider nur Bahnhof. Du schreibst nämlich nicht, warum dein Kind nicht zu Ausflügen mit darf oder was genau das Problem der Erzieherinnen mit deinem Kind ist. Um dir einen Rat geben zu können, muss msn schon genauer wissen, WAS eigentlich das Problem ist. Du schreibst leider nichts davon. Ohne konkretes Problem kann man dir auch keinen Rat gebrn oder Lösungsmöglichkeiten anbieten.

    Da du die Situationen nicht ausführlich schildern willst, ist es schwer, die Lage einzuschätzen. Tut mir leid.

    Hallo,
    Ich spekuliere mal wild drauf los, dass sie gerne eine Zusatzkraft hätten
    Grüsse Marina

    • Glaub mir, so toll ist das teilweise garnicht mit Integrationskraft...besonders, wenn man jemanden bekommt, der keine Ahnung vom Kindergartenalltag hat.
      Wir sind momentan ganz froh, das unsere seit 2 Monaten nicht da ist. Wir kommen super mit dem Kind ohne sie aus.

Hallo,

ich würde auf jeden Fall das Gespräch mit den Erziehrinnen suchen und versuchen die Sache aus der Welt zu schaffen. Sie sollen die Katze aus dem Sack lassen, wie es mittlerweile ist. Wo es konkret Probleme gibt, worin sie diese sehen und was du evtl. tun könntest. Da müssten dann schon ganz konkrete Dinge auf den Tisch kommen. Wenn nix konkretes kommt würde ich die Leitung nochmal kontaktieren und ggf. um einen runden Tisch bitten.

LG

Isabel

Was ich verstehe:
dein Kind haut -> wenn ein Kind mal körperlich wird, empfiehlt keiner SPZ oder ähnliches.

Von daher gehe ich davon aus, dass du entweder viel zurückhälst, oder nicht wahr haben möchtest.
Wenn du nicht beschreiben möchtest was vorfällt, kann dir keiner adäquate Einschätzungen liefern.

Der Kindergarten scheint extreme Probleme zu sehen, weshalb sie auch auf eine Dringlichkeit hinweisen, da hilft es mehr zu schauen, wo sie ggf. recht haben anstatt alles zu negieren, denn auch wenn ärztlich/medizinisch erst einmal keine Auffälligkeiten bestehen, gibt es ja einen Grund, dass weitere neurologische Untersuchungen angeordnet sind.

Sozial-emotionale Verhaltensstörungen müssen ja auch nicht in einer separierten Situation (zu Hause oder bei einer Untersuchung) auftreten. Vielmehr treten sie häufig in Gruppensituationen auf.
Stichwort Resilenz.

Von daher würde ich tippen, dass der Kindergarten schlicht versucht die anderen Kinder vor deinem zu schützen.

Da jetzt zu schauen, warum der Kindergarten dein Kind nicht mag oder Vermutungen anzustellen, ob der Kindergarten euch loswerden möchte sind wenig zielführend.

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