Kann-Kind kein ein Recht auf Vorschulplatz?

    • (1) 15.02.18 - 11:09

      Guten Morgen ihr Lieben,
      meine Tochter ist ein Kann Kind für das Schuljahr 2019/2020. Die Vorschule würde dann diesen Sommer im Kiga beginnen.
      Unser Kiga plant eine geschlossene Vorschulklasse ab diesem Jahr herzurichten. Nun hatte ich heute mein jährliches Kigagespräch. Nachdem die Erzieherin meine Tochter gelobt hat und sie in ihrer Entwicklung als sehr fortgeschritten betitelt hat und auch noch erwähnt hat das sie denkt das sie Paulina für die Schule schon sehr gut entwickelt sieht, fragte ich sie ob sie einer Einschulung nächstes Jahr zustimmt. Geburtstag 02.09. Sind aus Hessen. Sie sagte das sie immer rät Kinder die nach August geboren sind später einzuschulen. Bei Paulina ist sie zwigespalten. Aber im selben Atemzug sagt sie, das eh keine freien Plätze mehr in der Vorschulgruppe frei sind, da dieses Jahr ein Integrationskind dabei ist und anstelle von 25 Kindern nur 20 in die Gruppe dürfen.
      So was nun? Wenn wir sie anmelden und alles geht Klar, muss der Kiga doch Paulina Vorschulmäßig bedenken, oder????

      Danke für eure Erfahrungen 😃

      • (2) 15.02.18 - 11:38

        Hallo!
        Tollen Namen habt ihr für eure Tochter ausgewählt #pro!
        Meist ergibt es sich ja erst im Laufe des Jahres oder kurz vor Einschulung, ob ein Kann-Kind wirklich eingeschult wird. Wenn die Gruppe voll ist, ist sie voll.
        Ist es dir denn sehr wichtig, dass sie jetzt eingeschult wird? Was würde passieren, wenn sie regulär eingeschult werden würde im Jahr darauf?
        Wie es rechtlich aussieht, weiß ich leider nicht, aber die Muss-Kinder gehen mit Sicherheit vor.
        Alles Gute für euch!
        VG

        (3) 15.02.18 - 12:31

        Hallo, es gibt weder eine Kindergartenpflicht noch ein Recht auf Vorschule (es gibt auch gar nicht in allen Kitas "Vorschulklassen").

        Ob sie in die Schule kommen kann ist doch auch von der schulärztlichen Untersuchung abhängig, die erst in den 3 oder 4 Monaten vor Einschulung stattfinden wird. Gibt es in dem Jahr viele Musskinder, sinkt die Wahrscheinlichkeit für Kannkinder.
        Warum meint den die Erzieherin schon zu erkennen, dass das Kind mit 4,5 Jahren schon Richtung Schule geht? Kognitiv bereit sein heißt leider nicht automatisch, dem Schultag gewachsen zu sein.

        Ich persönlich halte nicht so viel davon, ein Kind vor dem regulären Schultermin einzuschulen.
        Mein Großer ist ein spätes Musskind (2 Wochen vor Stichtag geboren, auch Hessen :-)) und ab der dritten Klasse - jetzt 4. Klasse - kamen die Altersunterschiede von über 2 Jahren (Kannkinder bis zurückgestellte Kinder) schon extrem zum Tragen. Natürlich überhaupt nicht im kognitiven Bereich.
        Während die einen (wie mein Sohn bspw.) noch mit Hingabe Playmobil und Lego etc. spielen befinden sich die anderen schon auf dem Weg zu vorpubertärem Verhalten/Gehabe und Interessen. Und das führt dann schon auch zu Spannungen.
        ... in den ersten beiden Klassen in der Regel noch nicht.

        Ich selbst bin ein Julikind und wegen des damaligen Stichtags eben mit 7 in die Schule gekommen (Kannkinderregelungen gab es da noch nicht). Außerdem bin ich hochbegabt getestet und trotzdem hatte ich eine sehr gute Schullaufbahn mit viel Spaß gehabt ....

        Vielleicht führt ihr erstmal ein weiteres Gespräch.

        VG
        B

        • (4) 15.02.18 - 20:31

          Aus den oben genannten GRünden finde ich es ja auch total doof, dass in BW mittlerweile der Stichtag auf den 30.09. verschoben wurde. Meine Tochter ist im August 6 geworden und noch sehr klein und verspielt. Die Schuleinganguntersuchung ist bei uns auch sehr früh. Sie war da gerade erst 4 geworden. Da war sie ein ganz normales 4-jähriges Kind. Danach wurde ihr Asthma schlimm, sie war oft krank und wuchs nicht mehr. Aber es hat niemand mehr nach dem Kind geschaut, ob es überhaupt körperlich dem Schulalltag gewachsen ist. Habe noch intensive Diskusionen mit den Schulärzten geführt, aber die meinten, bei einem Kind, das bei der Schuleingangsuntersuchung normal entwickelt ist (also 2 Jahre vor Einschulung), wird nichts mehr überprüft, das geht halt zur Schule!
          Kognitiv kommt unsere Tochter gut mit, aber manche Kinder sind jetzt schon 8 und 2 Köpfe größer. Die Kleine ist mittags immer völlig erschöpft und war schon sehr oft krank. Aber das interessiert nicht.
          Also so kleine Kinder schon in die Schule schicken (Schule bietet sogar Ganztagsschule an, Also Betreuung bis 15.30 Uhr. Das würde sie noch überhaupt nicht schaffen, da pausenlos viel Trubel und große Gruppen), emfpinde ich als Zumutung. Wenn ich die Wahl gehabt hätte, hätte ich sie wohl eher noch im Kiga gelassen, obwohl es kognitiv für sie überhaupt kein Problem ist. Auch Konzentration ist kein Problem, oder das Sozialverhalten.

          • (5) 15.02.18 - 22:33

            Du kannst doch nicht die Situation deiner Tochter auf alle Kinder umwälzen!
            Ich habe 2 zarte, kleine Kinder sehr jung bzw vorzeitig eingeschult, davon das junge Kind ebenfalls chronisch krank (Asthma, Neurodermitis) und sehr schüchtern - die Schullaufbahn läuft super und die Entscheidung (regulär bzw. vorzeitig) war genau richtig. Bes. das jung eingeschulte Kind ist mit der Einschulung ordentlich "gewachsen" in Bezug auf seine Schüchternheit. Ein Jahr länger Kindergarten hätte ihm nichts genutzt.
            Beide Kinder haben ein tolles Sozialverhalten, waren gleich integriert und bes. der vorzeitig eingeschulte ist trotz seiner Zartheit oft der Chef im positiven Sinne.

            Im Gegenzug gibt es Kinder, denen eine Rückstellung total gut tut, auch wenn sie eigentlich schon recht "alt" und groß sind.

            Schade, dass ihr keine Chance hattet auf eine Rückstellung. Bei uns (BW) sind einige Kinder zurück gestellt worden. Aber pauschal wegen dem Alter, und der Körpergröße einem Kind die Schulfähigkeit abzusprechen ist falsch.

            • (6) 16.02.18 - 14:46

              Nein, im Kindergarten wirkte sie ja auch normal "reif" und rein kognitiv und vom Verhalten her passt es auch, aber Schule ist viel anstrengender als Kindergarten, und das wurde überhaupt nicht berücksichtigt. Sie ist einfach viel mehr krank als die anderen Kinder der Klasse und mittags total erschöpft. Das kannte ich vom Kindergarten nicht. Es war hat vorher nie die Frage, stand nie zur Diskussion, ob wie eventuell nicht zur Schule gehen könnte, sie das vielleicht körperlich nicht schafft. Darauf hatte nie jemand geschaut und ich wurde vom Schularzt blöd angemacht, als ich nochmal nachfragte. Ich wollte wissen, ob chronisch kranke kinder nciht nochmals vorher überprüft werden könnten, und da hieß es nur, sie wäre mit 4 normal gewesen und deshalb geht sie mit 6 in die Schule.
              Meine Älteste war ein Kann-Kind, und bei ihr wurde da viel mehr auf alles geachtet, obwohl sie im Juli geboren ist und nach heutiger Handhabe regulär in die Schule gekommen wäre. Diese Kinder werden nunmal mit zweierlei Maß gemessen. Die Kann-Kinder müssen sich beweisen und nach den anderen wird nicht mehr geschaut.
              ich sehe nur, im Nachhinein wäre es wohl besser gewesen, man hätte mehr nach meiner Jüngsten geschaut.
              Bei meinem 2. hatte ich schon ähnliche Probleme. Er war im April geboren, also war klar, dass er zur Schule geht. In der Schule kam er aber überhaupt nicht zurecht, sodass ich versuchte, ihn nochmals zurückzustellen. Da hieß es nur, dass das grundsätzlich nicht geht. Dafür musste er dann die 2. Klasse wiederholen. War für ihn keine schöne Zeit. Da wir erst dann herausbekamen, dass er eine sehr schwere LRS hatte und mit dem normalen Lernsysthem überhaupt nicht klar kam.
              Da wird einfach bei den Kann-Kindern genauer geschaut und abgewogen.

              • (7) 16.02.18 - 18:11

                Das liegt aber speziell an eurem Gesundheitsamt bzw der Schule. Grundsätzlich kann man in BW zurückstellen und bei uns wird es auch gemacht (die Kinder bleiben dann in der Regel auch einfach im KiGa, selten in der Vorschule)

      (8) 15.02.18 - 16:37

      Hallo,

      ich würde mich mal bei der Gemeinde erkundigen, wie das mit diesen Vorschulklassen ist. Wenn die das nicht wissen, wissen die zumindest, wo Du nachfragen kannst.

      Schlimmstenfalls müsst Ihr eben zu Hause Vorschule mit Eurer Tochter machen. Da gibt es ja zig Hefte, mit denen die Kinder arbeiten können, LÜK und was weiß ich was.
      Blöd ist nur, wenn diese Vorschulklasse Ausflüge usw. macht, wo Deine Tochter dann nicht mit darf.

      Grundsätzlich finde ich es sinnvoller, die Kinder lieber später einzuschulen, als früher, obwohl unser Sohn (spät eingeschultes Kann-Kind) wahrscheinlich springen wird. Aber ich bin mir relativ sicher, dass es andere Probleme gegeben hätte, wenn wir ihn früh eingeschult hätten. Da war er nämlich noch sehr bockig. ;-)
      Wenn Ihr Eure Tochter später einschult, habt Ihr auch kein Problem wegen dieser Vorschulklasse.

      LG

      Heike

      Dann sieh es doch als Wink des Schicksals und lass es mit der früheren Einschulung #winke

      Grüße von einer Paulinamama, deren Tochter Anfang Juli geboren ist und dennoch ein weiteres Jahr ungezwungen Quatsch im Kiga machen darf, statt in die Schule zu müssen :-)

      (10) 15.02.18 - 22:41

      Wieder dieses pauschale "lieber nicht früher einschulen, im Kindergarten Kind sein"-blabla...

      Die meisten Eltern treffen die Entscheidung zur vorzeitigen Einschulung eh erst im laufe des KiGa-Jahres. Bei so einem festen Vorschukprogramm wäre es dann eh zu spät.
      Ist denn dieses Vorschulprogramm Pflicht? Oder könnt ihr das Kind einfach weiter in der Regegruppe lassen und dann trotzdem eine frühere Einschulung anstreben wenn im Herbst / Winter noch genwünscht?
      Was würde denn der KIGa machen wenn ein Vorschulkind in den Ort zieht und in euren Kindergarten wechselt?

      Ich glaube kaum, dass dein Kind einen wirklichen Nachteil hat wenn es kein Vorschukprogramm macht! Bei uns in BW gibt es z.B. Kindergärten die sowas nicht machen und die Kinder sind trotzdem fit für die Schule.

      Geh die Sache entspannt an! 1,5 Jahre vorher schon eine Entscheidung treffen ist schon sehr früh.

      LG,
      Hermiene

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