Umgang mit Baby-Bruder

    • (1) 17.02.18 - 05:53

      Hallo,

      Unsere beiden Söhne sind gut vier Jahre auseinander, der Kleine ist 6 Monate alt.
      Bisher lieben sie sich und der Große geht toll mit dem Kleinen um, hilft mir, macht „Späßchen“ mit ihm und bezieht ihn immer ein.

      Jetzt wird der Kleine aber mobil und ich würde gerne mal hören, wie ihr mit dieser Situation umgegangen seid.

      Konkret:
      Der Große spielt gerne mit Playmobil, den kleinen Lego-Steinen usw., der Kleine lernt gerade, sich auch kleinere Dinge in den Mund zu stecken. Ich kann ja nicht ununterbrochen die Aufsicht führen. Erst dachte ich, dass auf der gemeinsamen Spielfläche im Wohnzimmer dann die kleinen Teile verbannt werden, aber fühlt sich der Große dann nicht „abgeschoben“ wenn er dann damit alleine in seinem Zimmer spielen muss?

      Der Kleine entdeckt gerade wie toll es ist, Dinge kaputt zu machen, der Große liebt seine Bauwerke über alles und kennt da bisher keinen Spaß. Bisher habe ich zum Kleinen immer gesagt „nein, das gehört Deinem Bruder“ und ihn abgelenkt/weg gelegt, aber das ist wohl bisher eher zur Beruhigung des Großen geeignet.

      Bisher ist noch alles gut, ich würde mich aber über Tipps freuen um nicht zu viel Eifersucht aufkommen zu lassen.

      Danke & viele Grüße,
      Lutin

      • Ich hab zwei Jungs mit drei Jahren Unterschied. Der Große musste lernen, dass sein kleiner Bruder noch ein Baby ist und nicht versteht, dass man Kleinteile nicht in den Mund steckt und wie gefährlich das ist. Er hat ganz selbstverständlich andere Dinge gespielt und wenn der Kleine geschlafen hat, kramte er sein Lego raus. Er hat wirklich toll aufgepasst, dass der Kleine nichts in den Mund nimmt.

        Ich finde nicht, dass das was mit abschieben zu tun hat, sondern mit Rücksichtnahme in einer Familie.

        Wenn einer krank ist, müssen sie ja auch lernen, leiser zu sein und Rücksicht zu nehmen. Ich finde das gar nicht schlecht. So lernt man Empathie.

        Hallo,

        ich habe hier vor ein paar Monaten eine ähnliche Frage gestellt, das war der Thread dazu: https://m.urbia.de/forum/4-kindergartenalter/4977620-die-bauwerke-der-grossen-vor-dem-baby-schutzen?page=1#p-34017536

        Wir haben das so gelöst, dass wir im Spielzimmer einen Bereich für die Große abgetrennt haben, da konnte das Baby dann nichts kaputt machen. Die Ecke ließ sich bei uns ganz leicht abtrennen, wir haben nur eine Couch verschoben, war hier kein großer Aufwand. Im Wohnzimmer ging das nicht, da spielte die Große dann immer auf der Couch, mit dem Couchtisch direkt davor geschoben, so kam der Kleine nicht ran.

        Kleinteile habe ich komplett eingesammelt und weggeräumt, meine Tochter hat sie auch bisher nicht vermisst. Allerdings ist sie jünger als dein Sohn, er hat vermutlich etwas dagegen, wenn du sein Playmobil wegräumst...

        Alleine im Zimmer spielen fand ich auch keine Lösung. Ehrlich, das fände ich echt nicht fair der Großen gegenüber. Sie will auch bei uns im Wohnzimmer oder im Spielzimmer sein. Und ich finde es auch nicht in Ordnung, dass das große Kind damit leben soll, dass das Baby dann eben alles zerstört. Da müssen schon Lösungen her, sonst wird er sich selbst welche suchen und die sind dann nicht unbedingt so, wie du das gerne hättest. Also evtl schubst er ihn dann weg oder sowas, wenn er sich nicht anders zu helfen weiß. Ich finde, er braucht schon einen babysicheren Rückzugsort.

        Inzwischen kann der Kleine aufs Sofa, dh, unsere Barrieren funktionieren nicht mehr. Aber er macht eigentlich gar nicht mehr so wirklich etwas kaputt, eher mal unabsichtlich. Beide haben irgendwie einigermaßen gelernt, wie sie miteinander umgehen können. Nahe dabei bin ich übrigens immer!

        Viele Grüße!

        Hallo, ich lese mal interessiert mit...wir sind auch gerade in der Phase. Der große ist gerade 4 und der kleine 10 Monate.

        Allerdings ist playmo und kleines lego noch nicht gefragt. Aber alles andere reicht auch.

        Mein großer hat zuletzt auch geschubst und nur Geschrei. Wegen kaputtmachen von rollenspiel-zubehör, decken und Tücher von der Hütte ziehen.puppenwagen als lauflernwagen nutzen. Duplo kaputt . Plüschtiere angesabbert. Ganz schlimm. Ansonsten bin ich nur hinterher weil der kleine liebend gern Papier und papiertaschentücher zerupft und isst...

        Also der große ruft mich jetzt laut. Mama nimmst du bitte den kleinen weg. Anstrengung aber zumindest vernünftiger Umgangston statt Geschrei von beiden und hauen. Er toleriert seit neuestem auch dass wir in einem anderen Raum gehen. Denn beide in einem Zimmer klappt selten. Der kleine will alles mitmachen egal was, Hauptsache was der große hat und läßt sich kaum ablenken. Der große War und ist ablenkbar und kompromissbereiter.

        Am wegräumen von Papiertaschentücher und bastelarbeiten arbeiten wir noch. Aber er lernt LANGSAM dass der kleine kaputt mach wenn er nicht wegräumt und räumt selber Sachen hoch. Ablenken und Ersatz anbieten hat er auch schon begriffen. Klappt zumindest bei Plüschtiere.

        Ansonsten haben wir jetzt auch große Kisten mit Deckel und klippverschluss. Da muss Kleinkram rein. Da muss ich aber regelmäßig nachsortieren. Eine Kiste mit brio und Bausteine. Ist für beide eine identische mit Deckel nur für den großen. Der Kleinkram muss im Kinderzimmer bleiben.

        Im großen und ganzen läuft es aber auf ständige Aufsicht beim kleinen hinaus. Der krabbelt, steht und räumt ab und aus. Im Laufstall kann ich ihn mal kurz lassen..da hör ich ihn ja meckern.

        LG und viel Spaß statt Frust

      • Wir haben nur 3 Jahre Abstand und als die kleine geboren wurde gab es noch kein Playmobil oder kleines Lego. Als da dann das erste kam war klar dass es das nur in seinem Zimmer gibt. Lego Duplo, Kinderküche und sowas weiter im Wohnzimmer. Anfangs hat es gereicht wenn er auf dem Wohnzimmertisch gespielt hat, aber irgendwann kam sie da auch hoch. Das war eine anstrengende Zeit. Hatten eine zeitlang ein Türgitter in seiner Zimmertür, dass er bei offener Tür spielen konnte aber die kleine trotzdem nicht rein kam. Inzwischen sind sie fast 3 und fast 6 und seit Weihnachten spielen sie viel zusammen. Und das obwohl sie total unterschiedliche Interessen haben und auch unterschiedliche Charakter.

        Meine Kinder sind gute 2 Jahre auseinander. Sind sind jetzt 1 und 3. Der große baut gerne große, verschlungene Bahnstrecken auf und unser Babyzilla findet es einfach toll, diese direkt zu zerstören.

        Wir haben es so gelöst, dass im Wohnzimmer gemeinsam gespielt werden darf, das ist unser gemeinschaftsraum. Wenn der große ungestört bauen möchte, darf er in seinem Zimmer spielen und ich behalte den kleinen im Auge, dass dieser dem großen Bruder nicht nach geht. Klar ist der Kleine manchmal frustriert, aber er lässt sich gut ablenken. Damit fahren wir ziemlich gut.

        Gebastelt oder mit Perlen gespielt wird am Tisch so dass der Kleine nicht an den Kleinkram ran kommt.

      • (7) 17.02.18 - 20:37

        Vielen Dank an alle für die Meinungen und Tipps! Ich antworte hier mal gesammelt.

        Wir werden dann bei der ursprünglichen Idee bleiben dass der Wohnbereich für alle ist und daher nur die Spielsachen dort sind, die auch für den Kleinen keine Gefahr darstellen. Alles andere und Bauwerke die länger halten sollen, landen im Kinderzimmer vom Großen. Er hatte sowieso in den letzten Monaten immer mehr angefangen dort zu spielen ist aber durch den Kleinen aber mehr wieder nach unten gewandert.
        Durch die getrennten Stockwerke müssen wir sein Kinderzimmer noch nicht absichern, er ist aber auch „weiter weg“. Vielleicht klappt es auch zwischendurch, den Kleinen im Laufstall mitzunehmen.

        Eine Aufteilung innerhalb der Räume ist bei uns leider nicht möglich.
        Aber ich nehme einige gute Tipps mit wie die Spielsachen gesichert / getrennt werden können.

        Liebe Grüße,
        Lutin

        Hallo,

        Mein Sohn ist 5 Jahre und meine Tochter 10 Monate.

        Kleines Lego gibt es bei uns deswegen nicht und kleinteile wie playmobil sind nur in seinem Zimmer und dürfen nicht rum liegen.

        Er darf mit großen Sachen im Wohnzimmer spielen.... klappt auch wirklich gut.
        Er versteht es dass es nicht geht....

        Lg

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