Kind 6 Jahre traut sich nichts zu und verweigert

    • (1) 22.02.18 - 15:55

      Hallo,

      unser Sohn ist 6 Jahre alt und kommt im Sommer in die Schule. Jetzt zu meiner Sorge: Er ist eher schüchtern und hat wenig Selbstbewusstsein bzw. traut sich wenig zu.
      Das betrifft alle Dinge, die er neu lernt. Wenn etwas nicht sofort klappt weigert er sich ,,weiterzumachen".

      Wir haben ihn jetzt zum Schwimmkurs angemeldet. Er wollte gerne hin (kleine Gruppe nur 4 Kinder - Kinder haben soviel Zeit zum Lernen wie sie brauchen). Doch sobald wir das Schwimmbad betreten macht er ,,dicht". Er will einfach nicht ins Wasser. Es ist nix zu machen. Er sagt das ist doof und er mag nicht. Dabei hat er keine Angst vor Wasser.

      Auch bei anderen Aktivitäten (Kinderturnen) traut er sich nicht bzw. weint wenn ich nicht dabei bleibe.

      Jetzt bin ich unschlüssig, wie ich am Besten vorgehe... Ich möchte ihn zu nichts zwingen, aber ich habe Angst das er zum sozialen Außenseiter wird. Oder ist es besser ihn zu drängen weiter am Ball zu bleiben...? Es geht auch nicht ums Schwimmen lernen, sondern eher darum das ich ihm die Angst vor ungewohnten Situationen nehmen kann und er sich mehr zutraut

      LG Green Matilda

      • Hallo
        Habt ihr schon mal die augen überprüfen lassen?

        Vielleicht gibts bei euch in der nähe eins psychomotorikgruppe. Ist wie kinderturnen, aber meistens nur eine kleine gruppe und es wird nebenbei daran gearbeitet und ermutigt sich selbst sachen zuzutrauen.

        Wie ist es denn mit nicht grobmotorischen sachen...sachen die er sich aussucht, z.b mal ein vogelhäuschen oder ahnliches bauen, wie reqgiert er wenn er was malen will und es schaut anders aus als erhofft?

        Hat der kiga da auch schon beobachtet? Hatten die tipps?

        Lg

        Wenn man als eigene Eltern ratlos wird, obwohl man sein Kind am Besten kennt und am meisten vertraut, würde ich den Kinderarzt oder einen Kinderpsychologen zur Rate ziehen, wie man das Selbstvertrauen am Besten stärken kann.

        • "Oder ist es besser ihn zu drängen weiter am Ball zu bleiben...? "

          Drängen ist immer der schlechteste Weg. Motivieren ja, aber er muss es auch selbst wollen. Wenn er den Schwimmkurs komplett ablehnt, hat es keinen Sinn. Will er aber und knickt nur vor Ort ein, kannst du ihn nur motivieren, aber nicht drängen. Aber wie man die Selbstbewußtheit stärkt, dafür hab ich leider auch kein Rezept.

      Ist das schon immer so oder Ist das extremer geworden in letzter Zeit? Was passiert, wenn du zb. beim turnen dabei bleiben würdest?

      Geht ihr zusammen öfters ins Schwimmbad? Wenn ja müsste er die Situation ja schon kennen. Wenn nein, geht doch erstmal regelmäßig zusammen.
      Wenn er bei neuen Sachen ängstlich ist würde ich möglichst viel verschiedene Sachen mit ihm zusammen unternehme. Orte wo ihr noch nicht ward. Neue Sachen ausprobieren zusammen. Zusammen aufs klettergerüst, wasserrutsche rutschen, an das nächste seeufer, in den Wald, ins Museum,... Dann merkt er das neue Sachen Spaß machen.
      Interessant ist doch auch für dich lauter neue Sachen zusammen mit deinem Sohn zu erleben, die du auch noch nicht gemacht hast.
      Ich wünsch euch viel Freude

    • Hallo Matilda,
      so ein Kind habe ich auch (auch 6). Bei meiner Tochter ist es manchmal Angst vor dem Fremden, aber oft auch Angst davor zu scheitern. Sie verfolgt eigentlich nur Dinge weiter, die sie auf Anhieb kann und alles wofür sie sich Mühe geben muss, schmeißt sie ziemlich schnell hin, ist dann aber frustriert dass sie es nicht kann. Ich versuche immer ihr einmal zu zeigen wie etwas geht und sie dann für sich üben zu lassen. Außerdem reden wir viel über das Thema, dass man alles üben muss, dass niemand irgendetwas einfach so kann etc. Was die Angst angeht, versuche ich ihr Zeit zu geben in der Hoffnung, dass das alles kommt, wenn sie so weit ist. Schwimmen war mir hingegen sehr wichtig und da ich wusste dass sie nie und nimmer in einen normalen Schwimmkurs gehen würde und auch nicht allein ohne mich in der Schwimmhalle bleiben würde, habe ich mir einen Lehrer gesucht, der das ganz behutsam angegangen ist und bei dem ich als Mutter auch dabei bleiben konnte (am Anfang bin ich sogar mit ins Wasser gegangen). Zwischendurch wollte sie auch nicht mehr schwimmen, da sie nicht gleich nach ein paar Stunden schwimmen konnte (;) ), da habe ich sie dann aber mehr oder weniger gezwungen dabei zu bleiben und heute macht es ihr auch wieder Spaß und sie kann nun schwimmen.
      Ich hoffe, dass dir das hilft.

      Hallo,

      ich war als Kind auch sehr schüchtern, aber zu irgendwelchen Kursen bin ich mit 6 schon ohne Mama gegangen, zumindest, wenn da Kinder waren, die ich kannte und mochte.

      Das Verhalten Deines Sohnes finde ich, ehrlich gesagt, nicht mehr normal und würde Dir dringend raten, einen Kinderpsychologen aufzusuchen.
      Das hättet Ihr besser schon früher gemacht, denn in der Schule kann er Situationen, die er unangenehm findet, nicht mehr ausweichen.

      "Das betrifft alle Dinge, die er neu lernt. Wenn etwas nicht sofort klappt weigert er sich ,,weiterzumachen". "
      Auch das ist in der Schule ein großes Problem. Da muss er ja viele neue Sachen lernen und kann sich nicht einfach weigern, weiter zu machen.

      Mich wundert, dass die Erzieherinnen Dich noch nicht angesprochen haben, dass bei Deinem Sohn Handlungsbedarf besteht. #kratz

      LG

      Heike

      • (9) 26.02.18 - 18:06

        Das finde ich ehrlich gesagt sehr hart. Wie gesagt, mein Kind ist auch so und bisher hat sich alles von selbst erledigt, wenn ich ihr die nötige Zeit gegeben habe. Kinder sind einfach unterschiedlich. Sicherlich müssen sie lernen mit ihren Ängsten umzugehen und Frust auszuhalten, aber ich denke, das müssen alle Kinder und den einen fällt es leichter und den anderen schwerer.

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