Uropa verstorben - wie 2,5 jährigem erklären?

    • (1) 23.02.18 - 22:10

      guten Abend.

      heute am frühem Abend ist mein Opa nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. :( :(

      nun überlege ich wie ich das meinem Sohn (wird im Mai 3) beibringe.
      er hat ihn nicht allzu oft gesehen da er 200 km weit weg von uns wohnte, aber wir haben oft von ihm gesprochen und die letzten Tage sprach er auch viel von ihm, da er jetzt lange im KH war (und dort heut auch verstarb).

      es ist der erste nahe Verwandte von ihm der verstarb. bzw der zweite, aber als sein anderer Uropa starb war er noch ein Säugling.
      wie erkläre ich es ihm am kindgerechtesten?

      Dankeschön für eure Hilfe! #kerze

      • Da kann dir eigentlich niemand einen Rat geben, da es sehr individuell ist, was man glaubt bzw. was man sein Kind glauben lassen möchte. Unser Sohn „weiß“ dass Menschen wenn sie sehr alt sind sterben und dann im Himmel weiterleben. Ich finde das für das Alter ausreichend.

        Mit 2,5 J. haben Kinder noch ein Kurzzeitgedächnis, da der Uropa selten vor Ort präsenz war, würde ich es ihn erst dann (mit dem Himmel erklären), wenn er nach seinem Uropa auch frägt. Vielleicht nichts stets vor dem Kind , über den Uropa oder dessen Beerdigung reden.
        Mit 2,5 J. kommt dem Kind noch nicht der Gedanke, "warum habt ihr mir das Verschwiegen".
        Meine Tochter war auch über zweieinhalb J.alt , als die Uroma starb, da sie sich nur 2-3 mal im Jahr sahen, haben wir sie damit noch nicht belastet und es vor ihr nicht thematiesiert.Meine Tochter kann sich rückblickend , gar nicht mehr an sie erinnern, wenn wir Fotoalben ansehen.
        Als sie dann knapp 7J. alt war, starb meine Schwiegermutter (ihre Oma) sie wohnte mit uns im Haus und wuchs im Alltag mit ihr auf.Tägliches miteinander essen, tagsüber stundenweise bei ihr unten gewesen etc.
        Da sie die ganze Krebsgeschichte täglich miterlebte und es ihr zum Schluss Woche für Woche schlechter ging, merkte unsere Tochter auch , dass es ihr gar nicht gut geht und ihre Oma beängstigt war.. Deshalb bereiteten wir sie langsam darauf vor, dass Oma sterben wird, der "liebe Gott" zu sich in dem Himmel holt und sich dann, der liebe Gott und seine Engel um die Oma liebevoll kümmern und ihr auch die Schmerzen nehmen.

        Ich würde ihm einfach sagen, dass Uropa gestorben ist und dann mal abwarten was von ihm kommt. Meine kleine war knapp 2,5 als mein Opa letztes Jahr starb. Da unser Großer (5) sehr getrauert hat, stand die Tage bis zur Beerdigung eine Kerze auf dem Tisch und es war durch die Fragen des Großen schon ein Thema. Aber sie hat es nicht interessiert. Am Tag der Beerdigung war sie nach der Kita bei meiner Schwiegermutter. Sie hat dann aber in den Tagen danach irgendwie schon immer wieder erzählt dass der Opa gestorben ist und die Oma jetzt ganz alleine ist. Und auch jetzt sagt sie das immer wieder wenn wir die Oma besuchen oder sie bei meinen Eltern treffen.

        • (5) 24.02.18 - 19:43

          so würde ich es auch machen. kann mir vorstellen dass da gar nicht soviele Nachfragen kommen, mit 2,5 hat man noch eine sehr abstrakte Vorstellung vom Tod.

      Erstmal herzliches Beileid.

      Kinder in dem Alter begreifen das noch nicht, schon gar nicht, wenn die Person weiter weg wohnte (wäre was anderes, wenn er den Uropa regelmäßig gesehen hätte/im selben Haus gewohnt hätte).

      Sag doch einfach, dass der Uropa tot ist und du deswegen ein bisschen traurig bist. Weitere Fragen wird euer Sohn wahrscheinlich nicht stellen. Eventuell wird er ab und an sagen: "Uropa tot, Mama traurig." Aber das war's.

      Du kannst das Thema auch komplett unerwähnt lassen, solange euer Sohn nicht nach dem Uropa fragt.

    • Meine war auch 2,5 als ihre Uroma starb, wir waren am Sterbebett 2 Tage bevor sie starb.
      Ich habs gesagt wie es ist, getrauert wie man eben trauert und die Kinder (2,5 und 6 monate) waren auch mit auf der Beerdigung.

      Wir gehen mit dem Thema so natürlich um wie es eben ist.

      An diese Uroma erinnert sie sich nicht mehr,aber an die die ein Jahr später starb.
      Da war sie ebenfalls mit auf Beerdigung und im KH bevor sie starb.
      Sie redet heute noch davon (sie ist jetzt 5) und vermisst ihre Uromas (beide,nur an meine Oma erinnert sie sich halt leider kaum - garnicht) auch von zeit zu Zeit, was ich völlig ok finde, tue ich ja auch!
      Der kleine ist jetzt 3 und erinnert sich an keinen von den 3 verstorbenen uromas und uropa!

      Also mach es so wie dein gefühl es dir sagt.

      Auch wenn der Uropa im Alltag nicht so eine große Rolle spielte bekommen Kinder mit, dass die Erwachsenen drüber reden. Sag ihm, dass Dein Opa gestorben ist und dass Du traurig bist und dann gucke, was von ihm kommt.
      Vermeide blumige Formulierungen ala "entschlafen" etc, das kann ein Kind in dem Alter nicht vom wirklichen Schlafen unterscheiden. Die Endlichkeit ist ein Teil des Lebens, je realistischer Kinder damit aufwachsen, desto besser können sie damit umgehen.
      Sei ehrlich über die Trauer und erzähle Geschichten vom Opa, die für Dich wichtig sind.

      Hey, unsere Kinder waren 3 und 4 als der Uropa gestorben ist.
      Die Kinder haben noch was gemalt und wir waren nochmal bei ihr.
      Er sah aus als würde er schlafen, von daher haben wir das gemacht.
      Sie haben ihm die Bilder gegeben, wir waren noch eine Weile da und sind dann nach Hause gegangen und haben erklärt das alle jetzt ein bisschen traurig sind, weil der Opa jetzt im Himmel ist und wir ihn nicht mehr sehen können und das alle wohlmöglich weinen werden.
      Bei der Beerdigung waren sie auch mit. Die gemalten Bilder, kamen mit in den Sarg.
      Sie haben 1-2 Wochen darüber geredet und gesagt das Oma x und Opa y und noch andere auch nicht mehr kommen und im Himmel sind und dann war’s gut.

      LG Bellis

      Erstmal mein aufrichtiges Beileid.
      Die Oma von meinem Partner ist Anfang diesen Jahres ganz plötzlich und unerwartet verstorben. Ein paar Tage zuvor hat sie noch mit ihrem geliebten urenkelchen gespielt.
      Ich habe meinem Sohn (2) erklärt das die Uri in den Himmel geflogen ist und nun bei den Sternen wohnt und auf ihn aufpasst.
      Immer wenn wir abends draußen sind und er Die Sterne sieht sagt er mir das die Uri zu den Sternen geflogen ist und auf ihn schaut. Manchmal winkt er ihr dann auch.
      Ich finde das eine ganz schöne Verbindung.
      Alles liebe

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