Kind nachmittags schlecht drauf

    • (1) 06.03.18 - 16:44

      Hallo Zusammen,

      Ich hab mal eine Frage, würde vermutlich schon öfters gestellt, aber vielleicht hat einer einen Tipp für diesen konkreten Fall.

      Mein Sohn ist 3 geworden und geht bis 14Uhr zur Tamu. Er befindet sich gerade in einer Phase zwischen Mittagsschlaf machen und sein lassen. Das ist enorm anstrengend. Oftmals schläft er im Auto ein und ich wecke ihm nach 45-60 min. Wenn ich ihn länger schlafen lasse braucht er abends bis mind. 20.30-21.00 zum einschlafen. Heute hat er 45 min geschlafen. Manchmal schläft er aber auch gar nicht.

      Zum Problem: er ist nachmittags so dermaßen schlecht drauf, egal ob er geschlafen hat oder nicht. Wälzt sich auf dem Boden, heult und jammert nur rum. Was los ist, sagt er nicht. Egal was ich Vorschläge, was wir machen könnten "nein!". Dann lasse ich ihn und sage er soll Bescheid sagen wenn er was spielen will.spielen wir was, macht er nicht richtig mit, sondern wirft nur die Sachen durch die Gegend. Gerade schleift er seit 10 min. Seinen spielteppich durchs wohnzimmer. #augen Zum rausgehen ist so gut wie nicht bewegen.

      Ich weiß langsam echt nicht ,was ich noch mit ihm machen kann... habt ihr Tipps?
      Ich dachte schon daran gar nicht erst heim zu fahren nach der Tamu sondern direkt auf den Spielplatz. Aber ich will ihm natürlich auch Zeit lassen auszuruhen. Zuhause "nöhlt" Er sich aber so rein, das ist echt anstrengend!

      Viele Grüße
      Tomate

      • Wenn er so schlecht gelaunt ist, dann fühlt er sich nicht wohl in seiner Haut.

        Meine Vermutung wäre spontan, dass er total ko ist.

        Meine Abhilfe wäre: Auf jeden Fall schnelle Energie in Forum von Nahrung/Getränken mitbringen zum Abholen. Danach möglichst ruhig miteinander beschäftigen, also einkuscheln und vorlesen oder gemeinsam malen oder so etwas. Ruhe in Kombination mit mütterlicher Geborgenheit.

        Natürlich könntest Du auch direkt weiter machen mit der Action bis er abends umfällt, aber mir persönlich ist es wichtig meinen Kindern auch Ruhephasen nahezubringen. Mich machen Erwachsene ganz kirre, die nie in Ruhe sein können.

        • Vielen Dank für deine Antwort. Ich denke, auch, dass er völlig ko ist, selbst mit Mittagsschlaf.

          Essen ist so eine sache. Die Tagesmutter gibt ihm ziemlich viel oder erwähnt zumindest, dass er sehr gut isst. Es gibt jeden Tag Fleisch, oft auch mal frittiertes. Zum Nachtisch immer Eis oder Pudding. Vormittags Milchschnitte. Er ist dort noch nicht sehr lange, daher habe ich das noch nicht angesprochen. Aber deswegen möchte ich ihn beim abholen nicht direkt mit dem Schokoriegel "begrüßen", wenn du verstehst was ich meine.

          Das mit dem Spielplatz war so einer Idee, weil wenn wir zum Beispiel nach einer kleinen Pause zum turnen gehen, er dort sofort wieder gut drauf ist.

          Vielleicht kuschel ich mich mal ganz bewusst mit ihm auf die Couch und versuche, dass er gar nicht erst so schlechte Laune bekommt. Ich denke oft ich sollte ihn bisschen in Ruhe lassen nach dem langen Tag bei der Tamu.

          • Mal ehrlich ....von der Tagesmutter" jeden" Tag Fleisch, oft mal was frittiertes, immer danach Eis oder Pudding und jeden Tag Milchschnitte...für "eine Tagesmutter", kein abwechslungsreicher, gesunder und durchdachter Speiseplan.


            Gerade in der Phase wo der Mittagsschlaf im Wechsel ist, sprich mal Schlaf benötigt, mal nicht wirklich, da kann unpässliche Phase aufkommen, mal müde genug zum Schlafen, mal müde, aber entweder nicht genug zum Schlafen oder die Müdigkeit bereits zu überfällig zum Schlafen. Das Einschlafen im Auto zieht anschließend auch oft bei den meisten schlechte, irritierte Laune mit sich.Wird aber wieder besser mit der Zeit.

            • Ja das hast du leider recht. Eine andere Tagesmutter gibt es momentan leider nicht. Außerdem kommt mein sohn super mit ihr zurecht und sie ist ansonsten auch echt sehr lieb. Ist auch nur bis Sommer, dann kommt er in den kiga.Es ist vielleicht auch übertrieben beschrieben, ich Frage nicht jeden Tag penibel nach, was er gegessen hat. Aber das ist ja auch ein anderes Thema.

              Ich denke auch dass es mit der Zeit besser wird, wäre aber doch froh irgendwie entspannter durch diese Phase zu kommen und hoffe auf ein paar Tipps ;)

          Dann begrüß ihn nicht mit einem Schokoriegel, sondern biete ihm eine Banane oder einen Saft an oder so etwas. Es gibt ja auch schnelle Energie, die durchaus auch gesunde Anteile hat.
          Meine beiden waren nach der Kita immer hungrig, weil sie sich dort doch nicht so in der Entspannung die Zeit und Ruhe für das Essen nehmen wie zu Hause. Und Hunger macht schlechte Laune.

          Dass er beim Turnen gleich wieder gut drauf ist, kann ich mir vorstellen, aber das liegt ja dann wahrscheinlich eher daran, dass das Turnen Spaß macht als daran, dass er durch Zauberhand wieder fit ist? Ich finde es sehr wichtig auch zu lernen, sich selbst zu spüren und zu merken, wann der Körper eine Pause braucht.
          Nach meiner Erfahrungen finden immer weniger Kinder ein Gleichgewicht zwischen Energie- und Entspannungsphasen. Die Einen kommen nicht aus der Hüfte, die anderen nicht zur Ruhe. Kinder, die noch beides gelernt haben, werden leider immer seltener.

          Aber natürlich müsst ihr schauen, wie es für Euch passt. Wenn Du z.B. eine Mama wärst, die selbst nicht zur Ruhe kommen kann, dann würdest Du es wahrscheinlich gar nicht länger als ein paar Minuten aushalten, mit ihm auf der Couch zu kuscheln und etwas ruhiges zu machen, dann müsste Dein Kind halt auch damit zurechtkommen.

          Das "Mama tanken" ist auf jeden Fall etwas, was so gut wie allen Kindern gut tut. Vor allem wenn Mama dann wirklich da ist und nicht aufs Handy oder den Fernseher schaut.

          Wie auch immer, ich wünsche Euch, dass Ihr einen guten Weg findet.

        • (7) 06.03.18 - 22:37

          Was bekommen die Kinder dort für einen Fraß??? Unglaublich, was für Leute die Erlaubnis bekommen auf fremde Kinder aufzupassen.
          Ich bin absolut nicht gegen Süßigkeiten, aber all das gehört da in der Menge nicht hin!

      Dies hilft hier auch. Er ist ebenfalls drei und macht keinen mittagsschlaf.
      Er b bekommt eigentlich immer einen mindestens kleinen Wutanfall wegen bestimmten "Kleinigkeiten"
      Wir kuscheln uns nach dem Kindergarten ins Bett, lesen oder gucken kinderfolgen. Nach einer Weile sagt er dann von alleine die Pause ist zu Ende und geht spielen oder hat auch mehr Energie.

Hallo

"Was los ist sagt er nicht" - na das weiß er ja wahrscheinlich selbst nicht.
Ich würde an so unzufriedenen Tagen einfach das Programm selbst bestimmen und ihm einfach nicht zuviele Auswahlmöglichkeiten anbieten, das überfordert dann doch nur noch.

Ich persönlich würde auf alle Fälle nach der Tamu erst heimfahren, ich finde ein Kind braucht da einfach auch erstmal eine Ruhepause und soll auch bewusst lernen Ruhepausen einzuhalten.

Viel Erfolg

Das klingt wie bei uns.

Wir haben das jetzt so weit im Griff, dass wir zu Hause angekommen als erstes was essen. Obst, Dinkelstangen, mal nen Keks. Milch, wenn es wirklich kalt draußen war (wir gehen zu Fuß vom Kindergarten), gibt es auch mal warmen Kakao.

Danach kuscheln wir uns zusammen und ich lese was vor oder wir hören zusammen ein Hörspiel. So ca 30 Minuten.

Danach sind dann beide wieder fit und spielen miteinander/jagen sich durchs Haus. Sie sind übrigens 2 und 4, der Kleine auch gerade dabei, den Mittagsschlaf abzuschaffen.

Hallo, vielleicht ist er einfach nur geschafft von einem langen Tag bei der Tagesmutter. Vielleicht gab's viel Geschrei/Gezanke von jüngeren Kindern, Lärm, Hektik, er muss dort als "Großer" funktionieren etc., da hast du bessere Einblicke.
Ich würde ihn zu gar nichts überreden nachmittags, einfach kuscheln, vorlesen und wenn du kannst, ihn etwas früher abholen. VG

Hallo,
entgegen dem, was die anderen schreiben, würde ich nicht um jeden Preis versuchen, das Kind zu kuscheln mit Mama/Hörspiel/Vorlesen zu bewegen. Denn du klingst, als ob du schon versuchen würdest, eine ruhige Phase durchzusetzen.

Wenn Ruhe und "runter fahren" so dass f Befehl nicht klappt, würde ich mal überlegen: was war normal und häufig bei euch, bevor er (im letzten Sommer?) zur TaMu kam? Spielplatz?

Bei uns war es z.B. so, dass meine Große sehr lange überwiegend Zuhause war - und in der Zeit natürlich ziemlich oft mit uns einkaufen war. (Das ging so weit, dass wir uns gegenseitig das Kind mal abgenommen haben, indem wir einkaufen gingen und sie mitnahmen...) Sicher nicht super pädagogisch, aber:
in der Kindergarten-Anfangszeit hatten wir eine (kurze!) Phase, in der wir fast jeden 2.Tag nach dem Kindergarten noch kurz in den Supermarkt gegangen sind... Da war unsere mega-aufgekratzte, überdrehte Tochter sofort wieder im Familien-Modus...!
Und konnte danach Zuhause durchaus kuscheln und ausruhen. Nur das Umschalten fiel ihr schwer. Und die Erkenntnis, dass der supertolle, aufregende Kindergarten anstrengend sein könnte, bzw, daß es ihr besser geht, wenn sie sich Zuhause ruhig beschäftigt, die kam dann später.

Ihr habt doch vermutlich noch nicht viele Hobbys/Termine, oder? Dann muß man die Reihenfolge von Bewegung und Ruhe ja nicht übers Knie brechen. Wichtig finde ich auch, dass beides dabei ist. Aber probiert doch eine andere Reihenfolge einfach aus!

LG!

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