Mit 5 überhaupt kein Interesse an Freundschaften oder Spielkameraden?

    • (1) 20.03.18 - 13:51

      Hallo,
      sagt mal, gibt´s hier Mamas, bei denen es ähnlich war?

      Meine Tochter ist inzwischen fast 5 und hat null Interesse an Treffen mit anderen Kindern.
      Ihr Zwillingsbruder, die anderen Gleichaltrigen - jeder hat seinen "Freundeskreis" oder hat Wünsche, sich mit Kindern zum Spielen zu treffen. Nur sie nciht.

      Manchmal laden wir andere Kinder ein, das läst sie völlig jkalt.

      Am Spielplatz spielen dann alle zusammen und machen Quatsch - nur sie macht lieber ihr Ding.

      Normal?
      Falls ja, wann kam das bei euch, dass Freundschaften wichtig wurden?

      #winke

      • (2) 20.03.18 - 14:32

        Einzelgänger haben oft Ihre eigene Welt und solange sie damit glücklich sind, dass akzeptiere das ... -- das ist deshalb nur weil es deinem Bild von "Leben" nicht entspricht, nicht schlechter... nur anders...

        Entweder in der Schule und dem Hobby ergeben sich "passende" Freundschaften mit gleichem Interesse, oder eben nicht . ---- solange Dein Kind glücklich ist und ihm nichts fehlt, dann ist es einfach so ...

        klar: für das "Angebot", z.B. Sport, Turnen und diese anderen Vereins-Dinge, die man so machen kann, solltest Du schon sorgen und ihr alle Möglichkeiten geben, sich selbst dort zu finden und Freundschaften zu finden.... ---- aber erzwingen bringt gar nix ...

        das macht die Zeit, wenn Sie genug Angebot hat, .... oder halt auch nicht.... wie bei meinem Sohn .... er ist SEHR gerne zuhause .... sehr zufrieden und geht nicht gerne zu anderen Kindern... --- es gibt eine Freundin, mit der spielt er gerne und fragt immer wieder nach .... aber eben eher aus "Gewohnheit", als dass sie ihm fehlt ....

        erst jetzt mit 10 merke ich, dass er langsam eine Freundschaft mit einem Jungen eingeht und mache jede Verabredung, die er wünscht, auch möglich, auch wenn ich dafür für eine kurze SPielzeit 25 Minuten Autofahrt hinnehme .... --- das ist dann halt jetzt mein Engagement, diese Freundschaft zu stärken ...

        Hallo!

        Normal ist das zwar nicht, aber solange Deine Tochter damit nicht unglücklich ist, ist das auch nicht schlimm. Es gibt Kinder, die diesen ganzen großen Trubel nicht brauchen und sich einfach selbst genug sind. Da bringt es dann gar nichts, wenn man ihnen soziale Kontakte "aufdrängt", da sich das Kind dann wahrscheinlich nicht wirklich wohlfühlen würde.
        Ich war selber so ein Kind. Schon als ganz kleines Kind wollte ich am Liebsten für mich alleine spielen. Während andere Kinder das Laufgitter als Gefängnis sahen und froh waren, wenn sie wieder raus durften, war ich selig, sobald ich in diesem Ding saß und meine Ruhe hatte. Wenn meine Mutter einkaufen ging, bin ich schon als 2jährige lieber alleine zuhause geblieben (ganz alleine war ich nicht, meine Eltern hatten ein eigenes Geschäft und unsere Wohnung war über den Geschäftsräumen. Mein Laufgitterchen mit Spielsachen stand dann unten im Flur und mein Vater konnte regelmäßig nach mir schauen). Im Kindergarten habe ich meistens für mich alleine irgendwelche Puzzles und Legespiele gelegt, wohl gefühlt hab ich mich dort allerdings nie - da waren einfach zu viele Kinder. In der Schule kam ich super klar, v.A. weil dort geordnete Strukturen waren und kein Trubel herrschte.
        Im Laufe meines Schullebens hab ich zwar Freundschaften geschlossen, allerdings hatte ich 2 oder 3 richtig gute Freundinnen, mit dem Rest hatte ich außerhalb der Schule absolut nichts mehr zu tun.
        Unter Einsamkeit gelitten habe ich erstmals nach Beginn meines Studiums. Da war ich vollkommen alleine, kannte keine Menschenseele, konnte nur gelegentlich mit meinen Eltern telefonieren... Da hatte ich tatsächlich keine Menschenseele, mit der ich mal hätte sprechen können, das war schon eine harte Zeit. Aber diese ersten Studienwochen haben mir auch gezeigt, wie wichtig es ist, außerhalb der Familie Kontakte zu pflegen. Heute habe ich zwar keinen riesigen Freundeskreis, mit dem ich ständig unterwegs bin, aber ich hab ein paar gute Freunde und meine eigene kleine Familie. Das reicht mir. Zu groß dürfen die Gruppen, in denen ich mich bewege, auch heute noch nicht werden, aber im Gegensatz zu meine Jugend muss ich mich nicht mehr heulend auf dem Klo verkriechen, weil mir alles zu viel wird.
        Rückblickend würde ich sagen, dass mein Einzelgängerdasein sicherlich nicht optimal war, aber es gab wirklich niemanden, der mir da hätte raushelfen können. Das musste ich ganz alleine schaffen, und mit dem Verlassen des elterlichen Nestes hab ich das auch geschafft.

        LG

Top Diskussionen anzeigen