Wie entspannt Ihr die Situation rund ums morgendliche Anziehen?

    • (1) 22.03.18 - 09:54

      Hallo,

      ich wäre dankbar für eure Meinungen und Tipps rund ums Thema anziehen am Morgen.

      Mein Sohn wird im Juni 4 und kann sich wunderbar alleine anziehen - wenn er denn will. In der Kita ist er wohl mit der schnellste, Zuhause dagegen das komplette Gegenteil. Ich lege ihm die Sachen aus und er hat dann in der Woche locker 30 Minuten Zeit, sich anzuziehen. Ständiges Erinnern und Schimpfen helfen nicht und sind mir auf die Dauer auch zuwider. Jeden früh sorgt das Anziehen für Stress und oft für schlechte Laune. Ich möchte das wieder entspannen und hoffe, ihr habt den einen oder anderen Tipp.

      Was ich definitiv nicht möchte, ist ihm das Anziehen wieder jeden Tag abzunehmen. Mir ist es sehr wichtig, dass er das, was er alleine kann auch tatsächlich alleine macht. Zumal es oft auch gar nicht entspannter ist, ihn anzuziehen. Entweder will er sich nicht helfen lassen oder er rennt weg...

      Ausprobiert habe ich schon einiges:
      - kurzes Zeitfenster zum Anziehen (nicht mehr als 10 Minuten)
      - langes Zeitfenster zum Anziehen (mehr als 30 Minuten)
      - ihn ignorieren, solange er nicht angezogen ist
      - als Belohnung noch mal mit ihm spielen bzw. eine Geschichte vorlesen, nachdem er sich angezogen hat
      - mit ihm kurz auf den Balkon gehen
      Heute der Höhepunkt: im Schlafanzug in die Kita... #gruebel Das will ich mir und ihm nicht noch einmal antun!

      Habt ihr eine Idee, wie man hier wieder Entspannung reinbekommt?

      • Huhu,

        unser 4,5 jähriger kann sich auch prima alleine an- und ausziehen.

        Morgens (und auch abends) ist mein Mann (alternativ auch mal ich) aber immer in direktem Kontakt dabei. Er reicht das nächste Kleidungsstück an, hilft auch gelegentlich mit einer Hand und erzählt mit ihm.

        Das wirkt immer sehr harmonisch und dauert echt nicht lange. Höchstens 10, eher nur 5 Minuten.

        LG Jelinchen

        • Also, es geht ja eigentlich nur darum, das Kind anzuleiten, sich auf eine langweilige und anstrengende Tätigkeit zu konzentrieren. Das müssen Kindergarten-Kinder eben lernen. Und davon, dass ich ihn mit nem Stapel Klamotten in seinem Zimmer oder im Bad alleine lasse, wird das nicht klappen. Da gibt es tausend Dinge, die viel spannender sind.

          LG Jelinchen

          Das machen wir auch oft. Aber ich habe oft das Gefühl, dass es ihm beim Anziehen lieber ist, wenn ich nicht daneben sitze. Dann fühlt er sich glaube ich manchmal, gehetzt, beobachtet und unter Druck gesetzt.

          Versuche ihn direkt zu fragen, was ihm lieber ist oder helfen würde, führen meist zu gar nichts. Bei allem, was seine eigene Gefühlswelt betrifft, schweigt er leider.

          • Dann solltest Du vielleicht an Deiner Einstellungen arbeiten, wenn Du ihn dabei begleitest. Er ist erst vier und muss das nicht in 2 Minuten schaffen. Gebt Euch ein bisschen mehr Zeit (10-15 min) und quatscht währenddessen über etwas, was ihn interessiert.

            Dein Kind ist erst vier, was führst Du da für analytische Gespräche mit ihm (was ihm helfen würde, was ihm lieber ist, er redet nicht über seine Gefühle? In dem Alter wissen sie das doch selber manchmal nicht, wie sollen sie das erzählen?). Ich denke Du überforderst ihn indem Du ihm zuviel zutraust, zusprichst.

            Manchmal ist ne konsequente liebevolle Führung in manchem Bezug besser als Dinge laufen zu lassen die sie überfordern und dann hinterher Stress zu haben weil sie es nicht geschafft haben!


            Du weißt doch was ihm am liebsten wäre: eine Stunde Zeit zum Anziehen. Entweder Du ermöglichst ihm das, oder Du leitest ihn eben an. Ohne Stress zu machen, einfach sanfte Konsequenz. Klar passt ihm das nicht weil er würde ja lieber trödeln! Die Gefühlswelt meines Kindes ist mir da an der Stelle ehrlich ein bisschen egal, er muss lernen wie jelinchen schon schön beschrieben hat dass man solche langweiligen Tätigkeiten durchzieht und dabei begleitest Du ihn.

            Unser Lütte ist dreieinhalb und entweder er zieht sich zügig an oder ich stehe eben neben ihn und leite ihn an, andere Varianten gab es nie und es gibt da auch keine Dramen. Auf seine Gefühle gehe ich ein indem er immer wie er es will die Chance hat es selber zu tun, klappt es ist es gut, klappt es nicht helfe ich / muss er sich helfen lassen. Wobei es bei uns auch Tage gibt wo er sich helfen lassen möchte.
            Bei euch ist natürlich jetzt das Problem dass er schon trödeln durfte, das braucht jetzt vielleicht einen längeren Atem.

        Machen wir auch so und das gerne. Ich freue mich auch, wenn mir mein Mann früh Kaffee einschenkt. Und so tut sich mein kleiner Großer halt auch mit etwas Unterstützung leichter. Ich such mir das meine Kämpfe auch aus. Er wird auch früh gern mal die Treppe runter getragen. Er ist früh oft verpennt und das rettet alles,wenn man ihn kurz trägt.

    Hat ihm das im schlafi in kiga gehen gestört?

    Ich würde ihn morgens anziehen, auch wenn du das nicht willst.
    Sage ihm, da er sich nicht alleine anzieht wirst du es für ihn machen.
    Wenn er sich selber anziehen möchte, ist es auch gut, muss es aber auch machen.

    Was macht er denn in der zeit?

    Ich habe auch so ein nicht anzeih kind hier. Alles andere is wichtiger.
    Wir ziehen ihn an, wenn er mal wieder "abwesend" ist. Es war ihn einfach nicht wichtig anzuziehen. Iih bin mir auch sicher, dass er es nicht macht um uns zu ärgern.

    Er ist jetzt 5 und mittlerweile klappt es ganz gut allein.

    Ws manchaml hilft ist ein wettrennen.
    Wer ist schneller fertig, er oder ich?
    Oder schafft er es angezogen zus ein bevor das lied im radio aus ist?

    Wie ist es am wochenende, bzw. An tqge wo er morgens nicht raus muss? Bleibt er dann im schlafi?

    • Ihm war kalt, sonst hat ihn der Schlafanzug im Kiga glaube ich nicht wirklich gestört.

      Das mit dem Wettrennen haben wir natürlich auch probiert und das funktioniert hin und wieder auch sehr gut.

      Er spielt halt, aber wenn ich ihn da aus der Situation raushole zum Anziehen bzw. ihn nebenbei versuche anzuziehen, wird er meist bockig und wehrt sich. Ihn dann gegen seinen Willen durch Festhalten zu zwingen, finde ich ganz furchtbar.

      Am Wochenende rennt er durchaus 3 Stunden mit dem Schlafanzug durch die Gegend. Wenn wir nirgendwo hinmüssen, hetze ich ihn da auch nicht.

      • Das mit den 3h im Schlaf ist wahrscheinlich nicht hilfreich. Bei uns gibt es Frühstück für abgezogene Leute. Das gehört einfach zur Routine.

        • Das ist bei uns genauso ;-) Aber er ist kein großer Frühstücker. Um 6 aufstehen und erst um 9 Uhr frühstücken ist bei uns nichts ungewöhnliches.

          • Es gibt also gar keine Routine?

            Dann läd Euer Tagesablauf aber ja auch zum Bummeln ein.

            Ich würde ihn nicht spielen lassen, wir ziehen uns zum Beispiel immer noch im Bad um. Reizarme Umgebung in der er sich besser darauf konzentrieren kann, die Ablenkungen da durch Klopapier betrachten etc reichen schon. Im Schlafi wird nicht gespielt, auch Abends nicht.

            Danach würde ich ihn ehrlich auch zwingen an den Tisch zu gehen, unser Lütte ist auch so dass ihm Spielen wichtiger ist als Essen. Bis dann, wenn man ihn nicht hinsetzt, Mini-Snickers zur Diva wird und alle bereuen dass er noch nix gegessen hat.

            Kinder brauchen Routinen, gerade die "Trödler" und "Bummler".

            LG
            WuschElke

            LG
            WuschElke

        Seh ich anders... wenn wir am WE vormittags nirgendwohin müssen, dann hat Sohnemann auch zum Mittagessen noch den Schlafanzug an, wenn er denn möchte. Das ist doch das schöne am Wochenende. Entspannen, kein Termindruck.
        Ich denke nicht, dass es beeinflusst, wie es in der Woche ist.

        • Kommt denke ich auf das Kind an, unserem Kleinen würde das definitiv nicht gut tun, er ist ein Träumerle und braucht seine klaren Abläufe. Wenn ein Kind sich unter der Woche gut aufs Anziehen konzentrieren kann kann man das so machen, solange sie da aber eh Probleme haben sollte man es vielleicht nicht durch "mal darf das und mal darf das nicht" verschlimmern.

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