Bewegungsmuffel

    • (1) 27.03.18 - 11:51

      Unsere Tochter (3,5 Jahre) ist ein ziemlicher Bewegungsmuffel. Sie läuft wenn wir mit dem Hund rausgehen, aber auf dem Spielplatz oder in der Kita sieht man sie eigentlich nur im Buddelkasten sitzen. Wippe geht auch noch.
      Schaukeln, Rutschen, Klettern (an sich kann sie es) Fehlanzeige. Roller und Laufrad klappt nicht gleich sofort und sie gibt wirklich binnen 10 Sekunden auf und verweigert es weiter zu probieren. Mache mir langsam Sorgen, da sie daher beides noch nicht mal ansatzweise kann.

      Sie ist tendenziel ehr ein ängstlicheres Kind. Wir loben, wenn sie es versucht und sagen ihr auch, dass nicht immer alles sofort klappt und man es halt üben muß. Aber sie macht dann halt dicht und will nicht mehr.

      Mit beiden Beinen springen konnte sie vor einem halben Jahr noch nicht. Jetzt kann sie es zwar, aber ehr mit dem platten Fuß. Es sieht halt recht ungelenk aus. Von einer kleinen Erhöhung springt sie nie runter, wie ich es bei anderen Kindern sehe.
      Beim Treppensteigen wirkt sie auch noch bissel wackelig bzw. ist das Gangbild und als Eltern auch schon aufgefallen.

      Kinderarzt hat ein grobmotorischen Defizit angesprochen bei der letzten U. Jetzt stellt sich mir die Frage, was davon zuerst da war. Kann sie es nicht, weil sie dieses Defizit hat. Oder hat sie das Defizit, weil sie diese Bewegungsabläufe nicht eingübt hat...

      Demnächst haben wir Nachkontrolle der U beim Kinderarzt und sie sprach beim letzten Mal schon von Ergotherapie. War zwischenzeitlich beim Orthopäden mit ihr um da mal schauen zu lassen, aber da wäre alles in Ordnung. Beim Augenarzt waren wir gestern und müssen demnächst nochmal hin um mit Tropfen testen zu lassen. Sehkraft wäre wohl auch im Normbereich für das Alter, aber sie meinte eine Abweichung zwischen dem rechten und linken Auge zu erkennen. Das lassen wir natürlich weiter abklären.

      Wie können wir sie als Eltern da stärken und motivieren. Ich hab von einer Freundin (Ergotherapeutin) Bücher spielerischen Übungen bekommen um die rechte und linke Gehirnhälfte besser zu verknüpfen, aber da macht sie auch nie mit. :-/ Wie soll das denn in so einem Fall bei der Ergo klappen?

      • Eigentlich ist ja egal, ob zuerst Huhn oder Ei da waren. Wenn sie ihre Grobmotorik verbessern soll, dann geht das nur über Bewegung.
        Ein guter Ergotherapeut / eine gute Ergotherapeutin sollte in der Lage sein, ein Kind spielerisch zu motivieren.

        Aber vielleicht würde ihr auch ein ganz normaler Turnkurs für Kinder Spaß machen? Motorisch hat mein Sohn zwar keine Probleme, dafür aber mit größeren Gruppen. Ihm hat ein Mannschaftssport da wirklich viel gegeben, auch wenn die Fortschritte am Anfang eher klein waren.

        lg

      Hi,

      wie wäre es mit einem Trampolin?

      Das gefällt ja fast allen Kindern und würde sie in Bewegung bringen. :-)


      LG

    Ne gute Ergotherapeutin bekommt Dein Kind schon dazu die Übungen zu machen. Deswegen verschreibt einem der Arzt ja Ergo und drückt einem nicht einfach ein Heft in die Hand ;-)

    • Das ist halt meine Sorge, dass sie da auch dicht macht und das ganze dann nichts bringt. Beim Arzt bei der U Untersuchung hat sie ja am Ende auch einfach zu gemacht und wollte nicht mehr mitmachen, aber da ging es ja schon fast 40 Minuten mit allem...was mit 3 schon ne lange Zeit ist um die Aufmerksamkeit zu halten...

      • Hallo,

        unser Kleiner macht auch Ergo seit er gerade mal 3 Jahre alt ist und die Ergotherapeutin gestaltet die Stunde schon so dass er nicht dicht macht :-)
        Und selbst wenn sie erst mal nur die halbe Stunde mithält, auch bzw gerade da hilft Ergo ;-)

Hallo,

wenn, organisch alles abgeklärt ist ( Augen, Ohren und Skelett ) hilft es häufig, so viel Bewegung wie möglich in den Alltag einzubauen. Also, das Auto stehen lassen und die Wege zu Fuß und/oder mit dem Fahrrad zu bewältigen. Spaziergänge nicht nur auf befestigen Wegen zu gehen, viel Barfuß laufen oder Barfußschuhe zu verwenden. Spaß haben mit balancieren, hüpfen etc. aller Familienmitglieder.

Ansonsten, schau doch einmal ob ihr eine psychomotorische Turngruppe in der Nähe habt. Dies ist ein tolles Angebot für Kinder.

Die behandelnde Ergotherapeutin ist dann jemand "Fremdes" und professionelles und wird deine Tochter schon motivieren können, da würde ich mir keinen Kopf drüber machen.

LG Reina

  • Organisch lassen wir gerade abklären. Orthopäde waren wir schon. Augenarzt müssen wir nochmal hin, da könnte eventuell was sein. HNO haben wir nächsten Monat noch einen Termin.

    Wir sind jeden Tag mit dem Hund draußen und da muß sie auch zu Fuß mit. Wir gehen auf den Spielplatz und versuchen auch zu balancieren auf den Bordsteinkanten oder den Weg auch mit verschiedenen Hüpfen zu bewältigen. Balancieren macht sie noch. Hüpfen auf wenn ich mitmache, will sie nicht. Fahrrad bzw. Roller oder Laufrad kann sie halt noch nicht. Sie hat da keinerlei Interesse oder Motivation. Klappt es nicht sofort, dann steigt sie sofort ab und will nicht mehr. #gruebel Echt schwierig mit unserer kleinen Kröte.

    • Mach Dir keinen Kopf, und lass dir nicht einreden es läge an Euch oder dass Ihr zu wenig tut! Es gibt nun mal Kinder die brauchen einen kleinen Schubs, die tun sich schwerer als andere.

      Förderung hat nix mit den Hausfrauenweisheiten zu tun die man in dem Fall gerne zu hören bekommt. Das was von heutigen Müttern gerne als "Förderung" angesehen wird ist eigentlich "Alltag". Ja gewisse Sachen fördern gewisse Fähigkeiten, das ist aber noch lange nicht das was wirklich "Förderung" bedeutet, das geht viel tiefer und ist viel intensiver.
      Unser Kleiner ist ein sehr aktives Kind das gerne und gut Klettert und rutscht und balanciert ... und trotzdem hat er Probleme mit seiner Körperwahrnehmung. Ich finde es immer schlimm wenn man ein Kind mit Förderbedarf hat und von anderen erst mal angezweifelt wird ob man nicht fähig einfachste Alltagssituationen mit Kind zu "leben".

      Geht hin, es wird ihr auf alle Fälle helfen, und GERADE wenn sie sich am Anfang schwer tut wird es ihr am Ende gut tun!!!

      LG
      WuschElke

Hallo,
mein Sohn war auch so ein bequemes und ängstliches Kind... wir waren oft auf Spielplätzen, haben Wegstecken zum Spielplatz oder beliebten Unternehmungen mit Laufrad (anfangs sehr lsngsam) zurückgelegt und mit der Zeit wurde er motorisch besser...auf dem Spielplatz war ich oft mit dabei auf den Spielgeräten....sind zusammen gerutscht und geschaukelt... und langsam traute er sich mehr...wir besuchten nicht immer den nächsten Spielplatz, sondern verschiedene Spielplätze.
Vielleicht motiviert es sie auch mit einer Freundin auf einen Spielplatz zu gehen.
Ergotherapie ist sicher hilfreich und die Therapeutin schaffst es schon sie zum mitmachen zu bewegen. .. vielleicht auch mal ein Rollenspiel beim Turnen zuhause und als Katze, Hund oder Ballerina balancieren oder klettern....
V.a. auf den Spass achten😊
Lg

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