Sie möchte nicht alleine schlafen...

    • (1) 31.03.18 - 08:41

      Guten Morgen zusammen.

      Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.

      Meine Tochter ist fünf Jahre alt, wird im Juni sechs und nun ist es so, dass sie nicht mehr alleine einschlafen kann.

      Vorweg, sie war immer ein sehr schlechter Schläfer, wurde Nachts wach. Aber da hat es dann gereicht ,wenn man kurz zu ihr hin ist. Nun ist sie zwei Etagen höher gezogen, die erste Woche war total okay. Sie ging ins Bett und schlief durch. Aber jetzt ist es so, dass sie bitterlich anfängt zu weinen und nicht alleine schlafen kann. Weder einschlafen, noch die Nacht über. Ich lege mich dann zu ihr ans Fußende, warte bis sie schläft und gehe dann runter. Sobald sie aber wach wird, schreit sie sofort...

      Sie möchte auch nicht mehr bei Oma und Opa schlafen. Sie sagt, sie hat Heimweh. Vorher schlief sie mit ihrer 8 - jährigen Schwester beinahe jedes Wochenende dort.

      Ist das eine Phase? Wie kann ich sie unterstützen, ihr die Angst zu nehmen ?
      Einen schönen Samstag euch.

      Liebe Grüße

      • Hallo,
        Einen Rat kann ich Dir leider auch nicht geben.
        Meine Tochter ist jetzt 6 und hat diese Schlafprobleme genauso.

        Sie schlief immer schon schlecht durch, auch als Baby/ Kleinkind.
        Wenn sie jetzt wach wird ruft sie mich auch. Ich muss dann zu ihr rübergehen, manchmal reicht es kurz reinzukommen, manchmal muss ich mich zu ihr legen.
        Meine Nacht wird komplett unterbrochen, ich komme teilweise aus dem Tiefschlaf.

        Sie hat schon mehrmals bei ihrer Tante geschlafen, das will sie nun plötzlich auch nicht mehr. Letztens wollte sie es erst, dann kam der Anruf, sie möchte doch nach Haus...
        Generell ist sie sehr anhänglich und wohl in der sogenannten Wackelzahn- Pubertät.
        Veränderungen gab es hier auch nicht.

        Also, ich leide mit Dir!
        Und bin auch auf weitere Antworten gespannt.

        LG

        Ja, höchstwahrscheinlich ist es eine Phase und wird nicht den Rest des Lebens anhalten.

        Bei zwei Etagen weg von Mama und Papa wäre es meiner 6jährigen auch unangenehm, das halte ich in dem Alter für ziemlich normal.

        Wie Du sie unterstützen kannst: Ich hab die Erfahrung gemacht, dass schwierige Phasen am schnellsten vorbeigehen, wenn man den Kindern das gibt, was sie brauchen, ohne ein Drama draus zu machen.

        Insofern würde ich ihr eine Schlafmöglichkeit in meiner Nähe einrichten und sie dort kampieren lassen bis sie sich sicher genug fühlt, wieder ganz groß zu sein.

      Der Reiz des neuen Zimmer ist wohl verflogen und sie merkt jetzt, dass es ziemlich weit weg ist von Euch/Dir. Besteht nicht die Möglichkeit ihr eine Schlafmöglichkeit auf dem selben Stock ein zu richten, so dass sie selber entscheiden kann, ob sie oben oder unten schläft? Und auch ganz klar thematisieren wo sie dich findet, wenn Du nicht mehr an ihrem Bett sitzt.

      • Auch dir Danke.

        Ich schlafe mittlerweile im Wohnzimmer, damit ich nicht so weit weg bin. Denn ihr Bett in ihr altes Zimmer ,möchte sie auch nicht.

        Ich habe schon überlegt, meine Matratze in ihr Zimmer oben auf den Boden zu legen. Aber es soll auch kein Dauerzustand sein...

    Wie sieht denn euer Programm aus am Abend? Mein Sohn ist auch 6 Jahre alt. Entweder lese ich ihm abends eine Geschichte vor, oder er hört eine cd an. In den letzten Wochen fällt mir auf dass er abends besonders kuschelbedürftig ist. Ich nehme das so hin. Ich bleibe meist noch 15 Minuten bei ihm, wir reden irgendetwas oder ich erzähle ihm. Manchmal möchte er mich gar nicht gehen lassen. Ich beruhige ihn dann und sage ihm, dass ich riesigen Hunger habe, oder duschen muss. Ich komme in 10 Minuten nochmal nach ihm sehen. Damit gibt er sich dann zufrieden und er schläft ruhig ein.
    Vielleicht ist das bei deiner Tochter auch nur eine Phase.

    • Hallo... das Abendprogramm sieht so aus, dass wir uns gemeinsam Bettfertig machen, ich eine Geschichte vorlese, sie ins Bett lege und mich dann auch zu ihr setze und nochmal mit ihr spreche, küsschen geben, drücken.... dann mache ich ihre CD an. Und sobald ich dann Richtung Tür laufe, weint und schreit sie..... ich versuche sie zu beruhigen, sage ihr, dass sie keine Angst haben braucht ,ich für sie da bin und im Wohnzimmer sitze..... aber es bringt überhaupt gar nichts.

Hi

Ich leide mit dir. Meine wird im Sommer 5. Wir haben leider das gleiche Schicksal. Sie schläft aber nur eine Tür weiter. Seit Anfang des Jahres schläft sie auch nirgends mehr. Obwohl es bei Oma und Opa der Hit war. Plötzlich vermisst sie mich dort und auch überall sonst sehr stark. Ich kann nicht mal kurz einkaufen fahren. Überall muss ich mit. Bin auch am verzweifeln...

Lg

Hallo!

Meine Mittlere wird auch im Juni 6 und steckt auch grade in der extremen Verlustangst- Phase.
Genau wie beim Großen in dem Alter.

Diese Zeit ist sehr schwer für die kleinen Mäuse. In dem Alter wird ihnen die Endlichkeit des Lebens zum ersten Mal bewusst. Sie machen sich Gedanken über Tod und Verlust. Abschiede werden schwer, denn es könnte ja immer der letzte sein. Und schlafen ist sowas wie ein kleiner Tod.. weil man weiß ja nicht, ob man wieder aufwacht.

Wir machen es uns hier nicht schwer und geben unseren Kindern grade in dieser Phase extra viel Nähe und Geborgenheit.

Will nicht alleine einschlafen: Begleitung. Will nachts nicht alleine sein: Bett vergrößern. Will nicht woanders schlafen: muss nicht. Wenn wir mal weg wollen, kommt meine Mama zu uns, das geht.

Und ganz viel reden über all die Dinge, die die Mäuse beschäftigen.

Wie immer alles nur eine Phase. Die am schnellsten vergeht, indem man Bedürfnisse erkennt und befriedigt.

LG Claudia

Hallo!

Solche Phasen kommen immer wieder, ich hatte das als Kind auch. Plötzliche Ängste, völlig unbegründet.

Meine Tochter war überwiegend eine Schlafmütze, erst 3 Jahre neben mir ( ihr Bett in meins eingehakt) dann ist sie in ihr großes Bett im eigenen Zimmer gezogen. Hab dann doch recht viele Nächte auf einer Matratze am Boden neben ihr geschlafen, wenn sie krank war, schlecht geträumt hat ect.
Beim Umzug bekam sie nun ein 1,40 Bett, wenn sie Nachts ruft schnapp ich meine Decke, watschel rüber und schlaf bei ihr einfach weiter. Momentan ist sie nachts manchmal ne Stunde hellwach. Da hilft ihr mein Schnarchen beim einschlafen :-)

Leg einfach eine Matratze auf den Boden bei ihr und leg Dich zu ihr wenn sie Dich braucht.

Ich weiß noch wie schlimm das früher für mich war wenn ich nachts Angst hatte und meine Mutter kam nur kurz rein und sagte: da ist doch nix. Ich hatte auch in dem Alter oft den Traum dass ich in ein Loch falle und falle.... war ganz schlimm.

Sei einfach nur da. Das reicht, sie braucht Dich nichtmal wach, schlafend reicht.

LG
Sunny

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