Klavier Unterricht

    • (1) 09.04.18 - 12:37

      Meine Tochter wird im Sep. Klavier Unterricht bekommen, sie ist dann 5j.

      Zur kurzen Erklärung, wir suchen einen Ausgleich am Nachmittag.
      Zuerst wollte sie nur Gitarre da es so früh bei uns nicht angeboten wird (leider ) hat sie sich dann für Klavier entschieden.

      Wie sind eure Erfahrungen?
      Klar jedes Kind ist verschieden aber wie erging es euren Kindern so früh Klavier zu lernen?
      Sind sie dabei geblieben?
      Habt ihr für zuhause gleich ein Klavier gekauft?
      Oder zuerst ein Keyboard und erst später auf Klavier o. E Piano umgestiegen?

      • Hallo,
        meine beiden sind noch zu klein für die Erfahrung. Aber ich hab mit 6 Jahren Klavierunterricht bekommen. Wir hatten Glück, meine ältere Schwester spielt auch und wir hatten ein Klavier für sie geliehen bekommen.
        Ich bin dabei geblieben, spiele heute noch sehr gerne, allerdings momentan selten weil "mein" Klavier aus wohnungstechnischen Gründen immer noch in meinem Elternhaus versauert.
        Ich würde wenn ihr Platz habt, entweder schauen ob es im Bekanntenkreis oder vll auch in der Musikschule jemanden gibt, der sein Klavier/gutes E-Piano länger nicht braucht oder erstmal ein gutes E-Piano anschaffen. Bis sie alle Tasten eines Klaviers braucht, vergeht einige Zeit, da reicht ein E-Piano vorerst auch. Was ich jetzt unter Keyboard verstehe, würde ich euch nicht empfehlen- der Anschlag ist deutlich anders.
        Mit 5 Jahren und nur mit dem Wunsch nachmittags einen Ausgleich zu haben, aber bislang keine Erfahrung, ob ihr Klavier spielen und die nötigen Übungen dazu Spaß machen, würde ich kein Klavier kaufen.
        Wenn sie wirklich bei der Stange bleiben will, kann man immer noch ein echtes Klavier kaufen.
        Liebe Grüße und alles Gute :-)

        • Guten Morgen!
          Ein gutes E-Piano hat alle Tasten, da muß man nicht irgendwann auf ein Klavier umsteigen. Außerdem ist es preislich nicht automatisch günstiger. Zumal man ein Klavier auch gut gebraucht bekommt und es dann u.U. sogar günstiger ist.
          Die Entscheidung E-Piano oder Klavier trifft man aus anderen Gründen.
          LG,
          Hermiene

      Hallo, meine beiden Großen haben je mit 5 angefangen, Klavier zu lernen. Sie spielen immernoch (inzwischen seit 7 bzw. 5 Jahren). Gekauft haben wir damals (ich spiele selber) ein fast 100 Jahre altes Konzertklavier mit tollem Klang. Ein Klavierbauer war mit vor Ort, hat es geprüft und anschließend bei uns generalüberholt. Es ist super und hat Geschichte.
      VG

      • Was ich mich immer frage: wie läuft das mit dem Pedalen? Kommt da ein so kleines Kind runter?
        Ich selber klimper nur ein bisschen rum, bin absoluter Laie und bring mir ab und an ein paar Stücke selber bei, aber ohne Fußpedal klingen die Lieder doch nicht?

        Wie funktioniert das?

        • #kratz
          Nein - so ein kleines Kind kommt nicht bis zu den Pedalen.
          Und doch: Die Stücke klingen sehr gut, auch ohne Pedale.
          Meistens lernt man erst mal spielen ohne Pedal, es gibt viele Notationen, die völlig ohne Pedal auskommen. Barocke Stücke werden historisch ohne Pedal gespielt, da damals keine Vortragsbezeichnungen gemacht wurden (und z.B. ein Cembalo sowieso kein Pedal besitzt ;-)).

          Auch in der Moderne lassen sich viele Phrasierungen gut über über die Fingertechnik erreichen.

          LG

        • Das erste 3/4 Jahr etwa war ohne Pedalen, dann kamen sie dazu. Es gibt viele viele Stücke ohne Pedal. Wir haben einen höhenverstellbaren Klavierhocker. Selbst unser gerade 4Jähriger kommt an die Pedalen (okay, nur mit der Fußspitze). Er spielt mit großer Begeisterung und tollem Gehör, hat aber noch keinen Unterricht. Die Pedalen sind erstmal völlig unwichtig.
          VG

    Hallo,

    mein Jüngster hat mit 3 in der musikalischen Früherziehung begonnen; mit nicht ganz 5 hat er auf eigenen Wunsch zum Klavierunterricht gewechselt. Klappt gut. Er hat Konzentrationsschwierigkeiten und eine auditive Wahrnehmungsverzögerung - der Unterricht tut ihm gut. Mir war allerdings Einzelunterricht wichtig und ein Lehrer, der sich mit den Kleinen auskennt.
    Er ist jetzt 7 und spielt ganz nett.

    "Ausgleich am Nachmittag" ist das für ihn nicht. Er hat eine gewisse musikalische Begabung und es tut ihm gut, diese zu fördern. Ausserdem macht es ihm Spaß. Seinen Ausgleich (zu ich weiß nicht was ) findet er beim Spielen mit Freunden oder beim Sport.

    Wir spielen alle u.a. Klavier und haben einen Flügel. Wäre dies nicht der Fall, hätte ich wahrscheinlich erst mal ein E-Piano gekauft. Da gibt's gute, auch gebraucht. Keyboard würde ich lassen - ist ganz etwas anderes.

    Erfahrung: Ich habe als 4-Jährige angefangen, Klavier zu spielen und hatte Unterricht bis zum Abi. Es war manchmal echt hart und ich hatte Durststrecken, aber es hat Spaß gemacht und ich freue mich auch heute noch, dass ich es gelernt habe und immer noch kann.

    LG

    Hallo!

    Meine Tochter hat mir 4,5 Jahren Blockflötenunterricht bekommen, das hat da schon sehr gut funktioniert. Zunächst hat sie den Unterricht in einer 2er-Gruppe bekommen, und obwohl das andere Mädchen älter war, hat unsere Tochter deutlich schneller gelernt, sodass die beiden irgendwann getrennt wurden.
    Allerdings ist unsere Tochter sehr musikalisch, ihr fällt vieles quasi in den Schoß, sodass sie nie viel üben musste. Ich hab auch - v.A. in dem Alter! - nie von ihr erwartet, dass sie täglich 30 Minuten übt - so lange kann sich eine 4jährige am Stück noch gar nicht konzentrieren. Ich habe von ihr erwartet, jedes Stück mindestens einmal am Tag zu spielen, wenn sie die Stücke noch nicht gut konnte, musste sie entsprechend länger üben, wenn sie sie fehlerfrei spielen konnte, fiel das Üben entsprechend kürzer aus.

    Aber gut, meine Tochter hat mit der Flöte angefangen, beim Klavier hätte das bei uns aber nicht anders ausgesehen. Zuerst Keyboard zu lernen, halte ich persönlich für weniger gut, beim Klavier kann sie sich zunächst einmal nur auf das Spielen an sich, die richtige Hand- / Fingerhaltung, Anschlag etc. konzentrieren. Ein Keyboard hat keine Anschlagdynamik, d.h. man lernt nicht, wie man über seinen Anschlag leiser oder lauter spielen kann. Dafür kommen diverse Knöpfe dazu um Rhythmen abspielen zu lassen o.ä.. Ich persönlich denke, wer Klavier spielen kann, kann auch relativ schnell lernen Keyboard zu spiele, umgekehrt sieht das vermutlich anders aus.
    Zum Thema Klavier kaufen: Ich spiele selbst Klavier und wir haben ein Klavier daheim. Von daher würde sich die Frage bei uns also gar nicht stellen. Wenn wir aber kein Klavier daheim hätten und meine Kinder Klavier spielen wollten, würde ich wohl eher ein elektronisches Klavier kaufen. Das ist zum einen preisgünstiger, dann ist es leichter (vielleicht soll es irgendwann verkauft werden oder ein Umzug steht an - ein akustisches Klavier ist wirklich schwer und ein Klaviertransport teuer. Dann muss ein akustisches Klavier regelmäßig gestimmt werden... Ich würde also für den Anfang ein E-Piano kaufen, wobei gewisse Kriterien natürlich erfüllt sein sollten
    https://www.tonspion.de/news/e-piano-vs-richtiges-klavier-tipps-fuer-einsteiger

    LG

    Es gibt ja Keyboard und E Piano's mit 88 Tasten, auch gewichtete Tasten mit Anschlagdynamik und pi pa po.
    Der Klang ist nicht der gleiche das hab ich auch schon gelesen.

    Habe auch heute mit dem Klavier Lehrer Telefoniert, Keyboard nehmen sie nicht unter 8j und dauert auch nur 4j danach müssen (wenn sie wollen) auch aufs Klavier umsteigen.

    Hätte vor ein E Piano zu kaufen, für ein Klavier ist momentan kein Platz

    Also bei uns ist das dann Einzel Unterricht 30min.
    Nur Sie und der Lehrer

    Ich dachte mir vl das erste halbe Jahr ein Keyboard zu kaufen, sollte sie dabei bleiben ein E Piano, hätte da auch schon eines in Aussicht.

    Huhu

    Meine Tochter hat mit 4.5 ein Instrument bei der hiesigen Musikschule begonnen, auf eigenen Wunsch nach einer Probestunde (für sie und für den Lehrer).
    Ein Ausgleich ist es nicht, ich denke das meinst du auch nicht, sondern eher ein zusätzlicher Anreiz. Ein Musikinstrument zu lernen fördert vieles denke ich neben dem eigentlichen Instrument, Gehör, Rhythmus usw. Ich finde dass das wirklich eine tolle Sache ist, wenn das Kind das auch selber will.

    Manches ist meiner Tochter zu Beginn schwer gefallen z.B. beim Spielen mit den Augen verfolgen wo man auf dem Notenblatt dran ist oder die eigene Stimme weiter zu spielen wenn der Lehrer eine andere spielt, konzentrieren über diese Zeit.. Frustationstoleranz, Erfolg durch üben sind auch Dinge, die sie gelernt hat. All das fällt ihr nun deutlich leichter, sie hat sich da wirklich entwickelt. Aber es ist schon ein Stück Arbeit für sie. Trotzdem ist sie motiviert und will weiter machen. Sie übt ca 10-15 minuten und meist nur 3 mal die Woche, manchmal auch nur 2 mal. Ich zwinge sie nicht.
    Wir haben ein Instrument geliehen. Ein teures Instrument kaufen was kein anderer spielt würde ich nicht in dem Alter.
    Viel Spass beim Musizieren

    Hallo,
    sehr interessante Frage. Wieso kommt man auf die Idee 2 vollkommen verschiedene Instrumente miteinander zu vergleichen?
    Ein Keyboard ist nicht ein schlechtes Klavier, es ist ein Keyboard. Im Gegenzug dazu kommt ein Klavier oder ePiano noch nicht mal ansatzweise an die Fähigkeiten eines Keyboards heran. Aber ein Klavier ist ja auch kein schlechtes Keyboard, sondern ein Klavier.
    Ich habe zuerst Akkordeon gelernt, dann Klarinette (das war furchtbar) und danach Piano und Keyboard. Mein Ältester wollte auch erst Klarinette spielen, weil wir die zuhause haben, aber das hat zeitlich nicht geklappt mit der Schule. Also spielt er jetzt Posaune. Bei uns können hochwertige Instrumente in der Musikschule ausgeliehen werden. Wäre das keine Option für euch?
    Wenn du also willst, dass dein Kind Klavier/Flügel lernt, dann versuche erstmal ein ePiano zu leihen, ansonsten eben kaufen. Ein Keyboard ist ein gänzlich anderes Instrument.

    Hallo,

    warum ausgerechnet Klavier? #kratz

    Ich meine, es ist Eure Entscheidung, aber Klavier ist eines der organisatorisch umständlichsten Instrumente für ein Kind, wenn man nicht sowieso eins im Haus hat. Man kann es weder in der Musikschule ausleihen, noch für wenig Geld ein gebrauchtes kaufen.

    An Eurer Stelle hätte ich versucht, das Kind zu Blockflöte zu überreden, bis Gitarre geht oder sie zur Musikalischen Früherziehung geschickt, und sie dann mal beim Tag der Offenen Tür in der Musikschule verschiedene Instrumente antesten lassen.
    Wenn man die Kinder einfach so fragt, fällt denen immer nur Gitarre, Klavier und vielleicht noch Schlagzeug und Geige ein. ;-)

    Unsere Tochter hat übrigens mit 7 mit Gitarre begonnen. Da konnte sie schon lesen und hatte mehr Ausdauer als mit 5.
    Unser Sohn hat 3 Jahre lang gewartet bis er mit 8 mit Horn beginnen durfte.

    LG

    Heike

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