Kindergarten verlegt während bestehendem Vertrag Betreuungsort

    • (1) 19.04.18 - 14:43

      Hallo,
      unser Kindergarten soll renoviert werden. Die Kinder sollen für diese Zeit raus, da es ein größeres Projekt wird. Es wird wohl auch ein Jahr lang dauern...unser letztes Jahr vor der Schule.
      Nun haben sich die Verantwortlichen vorher nicht so richtig überlegt, wohin in der Zeit mit den Kindern. Und nun ist guter Rat teuer...
      Als Option (noch nicht gänzlich entschieden) ist derzeit ein Objekt, welches ziemlich weit entfernt ist.
      Das würde bedeuten, dass durch die zusätzliche Fahrzeit jedes Kind etwa eine Stunde länger da ist als bisher vertraglich vereinbart.
      Weiterhin würden etwa 250 Euro Kosten pro Familie anfallen. Geschätzt anhand der Kilometerpauschale. Dazu kommen noch Kosten für anderen Kfz-Versicherungstarif, eventuell höhere Leasingraten oder so...
      Steuerlich geltend machen kann man das nicht, ich habe mich bereits diesbezüglich informiert. Das ist "Privatvergnügen". Klar, verstehe ich auch. Normalerweise sucht man sich den Kindergarten ja selbst aus und unterschreibt den Vertrag in Kenntnis des Ortes. Hier wird dieser aber über den Kopf der Betroffenen hinweg verlegt!

      Ich bin im Moment stinksauer - am meisten bedaure ich den Zeitverlust.
      Da mir diese aber eh niemand wieder geben kann, werde ich nun wegen der zusätzlichen Kosten vorgehen - vielleicht auch in der Hoffnung, wenn dies 60 Eltern tun und jeder an die 3000 Euro für dieses Jahr will, dass sie die Entscheidung überdenken...

      Ein anderer Kindergarten (der dann auf halber Strecke am Weg liegt!), kann oder will uns nicht aufnehmen. Weitere Einrichtungen in der Nähe sind einer anderen Behörde unterstellt und will 6 Monate vorher von mir einen Antrag - also jetzt für Herbst.
      Dazu müsste ich aber wissen, woran ich dort bin, wo mein Kind jetzt hingeht...

      Hat irgendwer noch Ideen??

      • Hallo.

        Ich verstehe Dich nicht so ganz. Du willst im Ernst 3000€ geltend machen weil,Euer Kiga renoviert wird.
        Es wird ja einen guten Grund haben warum so eine große Renovierung nötig ist.
        Was wäre denn die Alternative. Kein Umbau bis ihr endlich raus geht, renovieren ( mit allen Nebenwirkungen) mit Kindern vor Ort, Containerdorf während der Renovierung?.?

        Wir haben das übrigens auch für 12Monate mitgemacht. Ja es war ein wesentlich längere Weg, der Ersatzort war auch nicht so toll und es gab großes Heimweh seitens der Kinder.
        Trotz alledem hat es sich gelohnt, die Renovierung hat einiges an Plus in die Einrichtung gebracht.

        Solche unverhältnismäßigen Forderungen hat bei uns keiner gestellt!

        Amile

        • Es waren insgesamt 4 Ausweichobjekte im Gespräch.
          Nur eines so weit weg. Dieses war zunächst vom Tisch, eben weil so weit weg.
          Nun wird es plötzlich favorisiert.
          Ich möchte mit der Forderung nicht wirklich das Geld.
          Eher erreichen, dass man aufwacht und ein Objekt in der Nähe wählt.

          Was heißt hier unverhältnismäßig?
          Für berufstätige ist eine zusätzliche Strecke von einer Stunde auch unverhältnismäßig.Abgesehen von dem finanziellen Mehraufwand der Fahrstrecke... Wie soll man das denn schaffen? Jeden Tag, Woche für Woche , ein Jahr lang. Da würde ich persönlich das Containerdorf vorziehen.... Ich war in der Grundschule in Containern unntergebracht und mir ist es garnicht aufgefallen und da war ich 8-9!
          LG

      (5) 19.04.18 - 16:25

      Hallo,

      wir sind auch seit Weihnachten letzten Jahres ausquartiert worden weil der Kindergarten grundsaniert wird.

      Unsere Kita ist bei uns sprichwörtlich um die Ecke....und jetzt müssen wir mit dem Auto in einen anderen Stadtteil fahren....also auch für uns Zeit und Geldverlust....aber ob du mit Forderungen durchkommst bezweifle ich um ehrlich zu sein........

      Da bleibt nur zu hoffen dass alles schnell über die Bühne geht.

      • Nix mit schnell.
        Ein Jahr. Unser letztes.
        Wir sehen den eigentlichen Kindergarten nie wieder.

        Wenn das ein oder zwei Monate wären, die sind sicher überbrückbar, klar.
        Aber ein ganzes Jahr lang 250 Euro Fahrtkosten zusätzlich???
        Wieso bin ich die Einzige, die das unverschämt findet?

        Und wieso hat anscheinend ein jeder das Geld übrig ohne mit der Wimper zu zucken...:-[

        • Um wieviele Kilometer handelt es sich?

          Ich würde übrigens, nur als kleiner Tipp, nicht allzu sehr auftrumpfen. Betreuungsverträge können auch von Trägerseite her gekündigt werden.

          • Da man gerade im Winter nicht immer den allerkürzesten Weg nehmen kann, hatte ich 10000 km überschlagen. Die Verwaltung nennt einen Weg, der 8800 km in dem Jahr ergibt.
            Das macht dann per Kilometerpauschale "nur" 2640 Euro, nicht 3000.
            Selbst das finde ich unverschämt, das sind 220 Euro Mehrbelastung für jeden.
            Nur für die Fahrerei.
            Ich frage mich ernsthaft, ob das überhaupt alle so einfach stemmen können.

        Ich finde es auch schlicht unverschämt das ein Ersatz Objekt derart weit weg sein soll! Was sagen sagen die Elternsprecher und co?

        • Elternsprecher und Co. scheint das irgendwie nicht anzuheben...teilweise wird gesagt, es sei ja noch Zeit...oder man verabschiedet sich komplett vom Thema...:-[
          Das ist ja das, was mich so verständnislos dastehen lässt.

          Wenn die alle nicht voll arbeiten wie ich, sich somit nicht an dem Zeitaufwand stören, warum haben die dann so viel Geld übrig, dass das nicht ins Gewicht fällt??? #kratz

          Ich wünsche mir ein Objekt in der Nähe. Da werden dann Argumente dagegen gebracht, die sich beseitigen lassen würden. Die Entfernung zum anderen Objekt lässt sich nicht beseitigen...
          Aber Zitat: "Es ist doch so schön..."
          (Ich frage mich, in welcher verklärten Einhorntraumzauberwelt die alle leben, wenn schön ausreicht als Argument...#augen)

          Btw: Ich finde es am Meer ja auch sehr schön, da wäre die Luft so gesund...ich sehe aber ein, dass wir unsere Kinder deshalb trotzdem nicht täglich da hin fahren können...#rofl

      (13) 19.04.18 - 18:12

      Hi, bei uns dauert der Umbau auch vorerst 1 jahr, wahrscheinlich länger! Unser Kindergarten bietet aber einen Bus an der morgens die Kinder einsammelt in der Nähe der alten KITA und nachmittags wieder dorthin bringt, plus Begleitperson im Bus. Vielleicht kann man das ja bei euch auch machen? Dein Sohn ist ja schon älter also könnte er bestimmt problemlos im Bus mitfahren. Meiner ist erst 3 deswegen bringen und holen wir ihn noch selber....

      Du bist nicht die Einzige..... Ich finde es auch unverschämt. Wenn solche Umbauten notwendig sind, dann muss man eine geeignete Alternative finden. Das Containerdorf wie oben beschrieben finde ich noch nicht mal schlecht.
      Abgesehen vom finanziellen Aufwand, wäre das für mich zeitlich garnicht machbar, arbeite vollzeit und eine Stunde mehr Fahrzeit wäre in meinem und in anderen Fällen die ich kenne indiskutabel.
      Ich glaube schon, dass Du Mitstreiter finden würdest. Ob Du wegen des Geldes durchkommst, weiß ich nicht, aber wenn die Fahrtstrecke unzumutbar ist, finde ich auch das ein Argument.
      LG und viel Glück!

Die Ersatzstätte ist also ca 20 km einfache Strecke entfernt? Das fände ich in der Tat auch ärgerlich.
Gäbe es die Möglichkeit des Transportes der Kinder? Wie ein Schulbus. Sammelhaltestelle, feste Abfahrtszeit... Wie ich Deutschland kenne vermutlich Utopie (Versicherung, Aufsichtspflicht etc). Das zig Familien ggf jeden Tag 40 km extra fahren ist meiner Meinung nach eine ganz schöne Forderung. Wenn die Arbeit dann vielleicht noch in die entgegen gesetzte Richtung liegt.....

Du schreibst auch es sei bis dato nur eine Alternative von mehreren. Ich würde versuchen mit den anderen Betroffenen eine schnellere verbindliche Auskunft zu erreichen. Dann weiß man worum es konkret geht und kann über Fakten streiten.

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