Extrem empfindliche Blase - Tipps?

    • (1) 23.04.18 - 03:37

      Hallo zusammen,

      meine Tochter (6) hat eine extrem empfindliche Blase. Sie verkühlt sich unglaublich schnell und pinkelt dann plötzlich wieder sehr viel ein (tags und nachts). Es ist ihr inzwischen selber schon total unangenehm und sie versucht es möglichst zu verbergen. Wir haben morgen schon einen Termin beim Kinderarzt, aber vielleicht hat ja noch jemand Tipps?
      Zur Info: wir achten schon sehr darauf, dass sie sich nicht auf kalten Boden setzt, warm genug angezogen ist, beim schwimmen trägt sie schon immer einen Neoprenanzug, wir holen sie beim ersten Anzeichen von blauen Lippen (was leider sehr schnell passiert) aus dem Wasser, etc etc und trotzdem passiert es leider immer wieder.
      Hat jemand einen Tipp, was man noch machen könnte?

      • (2) 23.04.18 - 07:11

        Was heißt denn “verkühlt“? Hat sie dann eine Blasenentzündung? Schmerzen beim Wasserlassen?
        Was tut ihr bisher dagegen und wie lange dauert es, bis sich alles wieder reguliert hat?

        "Verkühlen" gibts schlicht und ergreifend nicht. Ein Harnwegsinfekt wird durch Bakterien ausgelöst. Putzt sie sich nach dem Pinkeln alleine ab? Ich würde mit ihr üben, dass sie von vorne nach hinten abwischt oder das ggf. als Eltern nochmal eine Zeitlang übernehmen. Habt Ihr den Urin mal untersuchen lassen? Evtl. braucht sie auch mal eine längere Antibiotika-Gabe, um den Urin ganz "sauber" zu kriegen.

        • Ja, wir haben das alles schon mal abklären lassen. Die Kinderärztin hat Kulturen angelegt, um eine Blasenentzündung auszuschließen und wir waren auch über einen längeren Zeitraum beim Kindernierenspezialisten, da sie zwischendrin zuviele rote Blutkörperchen im Urin hatte (jetzt nicht mehr). Letzten Endes war alles ok und schien nicht im Zusammenhang mit irgendeiner Entzündung zu stehen. Sie hat auch keine Schmerzen oder Probleme beim Wasserlassen, sie pinkelt nur häufiger ein. Das ist aber eh schon ihre Schwachstelle, denn sobald sie eine intensive geistige Entwicklung durchmacht, passiert ihr das auch des öfteren, anscheinend, weil sie geistig woanders ist und in dem Moment ihren Körper nicht so gut spürt. Solche Phasen dauern zwischen ein-zwei Tagen und über einer Woche.
          Behandelt haben wir das bisher (nach Absprache mit der Ärztin) mit Pulsatilla Globuli und die Ärztin hat ihr auch noch etwas homöopathisches gegeben, was auch gut geholfen hat. Dennoch kommen diese Phasen immer wieder (und oft geht es mit Situationen einher, in denen sie in irgendeiner Form gefroren hat, auch schon mal mit einer Erkältung) und es würde mich interessieren, ob noch jemand diese Erfahrung gemacht hat.

          • (5) 23.04.18 - 13:19

            Hm, ich würde mich vermutlich an eine Enuresis-Ambulanz wenden.
            Schaut mal, ob ihr so etwas in der Gegend habt.

            Ich hatte mein Leben lang sehr viel mit Blasenentzündung zu tun und diesen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Kälte und Einnässen kenne ich nicht, wohl aber, dass Kälte Blasenentzündungen begünstigt.

            Wenn organisch alles in Ordnung ist (wurden denn Spiegelung, MCU, Nierenszintigraphie etc. gemacht?), scheint es ja eher ein Wahrnehmungsproblem zu sein, was hinter dem Einnässen steckt. Wäre da vielleicht eine Klingelhose etwas? Oder Ergotherapie??

            • Die Kinderärztin hat heute vermutet, dass es etwas mit der Verarbeitung von neuen Dingen in ihrem Leben zu tun hat. Sie hat ihr heute noch einmal Globulin gegeben, die ihr beim letzten Mal gut geholfen haben. Ich weiß nicht, ob Ergotherapie o.ä. was ist. Zwischenzeitlich funktioniert es ja monatelang gar nicht. Und es scheint ja keine richtige Blasenentzündung zu sein, denn sie hat ja keine Schmerzen/ Brennen o.ä. Und die Ärztin hat in solchen Fällen auch nie was entdeckt, wenn sie den Urin untersucht hat. Vermutlich ist das einfach ihr Schwachpunkt, der sich bemerkbar macht, sobald sie etwas mehr zu verarbeiten hat. So wie anderen schlecht schlafen oder grantig werden. Vermute ich. Danke trotzdem für eure Hilfe.

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