Großes Geschäft-unsicher, wie weiter verfahren

    • (1) 24.04.18 - 08:47

      Hi, bin sehr an Ratschlägen bezüglich meines Großen interessiert. Er wird im Juli vier und ist seit ca 9 Monaten tags und nachts trocken. Das große Geschäft ging stets in die Windel. Habe ihm diese stets gegeben. Kinderarzt meinte, ihn zu zwingen, würde in einem Machtkampf ausarten, den wir verlieren.
      Seit ca vier Wochen hat er nun mehrmals in die Toilette gemacht, wenn es nicht anders ging, z.B. zweimal im Kiga, zweimal im Restaurant, einmal bei Oma und einmal auch zu Hause. Grundsätzlich also an Orten, wo er keine Windel zur Verfügung hatte. Unterwegs hab ich nämlich keine dabei. Zu Hause fordert er aber weiter dir Windel. Alles loben und locken bringt nix. Geben wir sie ihm nicht, hält er tagelang ein. Mir ist schon klar, dass wir auch sehr inkonsequent agieren. Da wir ihm die Windel ja dann doch geben. Will ihn aber auch nicht total unter Druck setzen. Weiß wirklich im nicht mehr, welche Linie wir fahren sollen. Klar ist, dass wir uns für eine entscheiden müssen. Wenn wir ihm aber jetzt konsequent die Windel verweigern, führt das evtl dazu, dass er bis zur totalen Verstopfung einhält. Und dann nach mehreren Tagen wieder ne Windel rauszurückrn wäre ja auch blöd. Oder sollen wir echt einfach warten, bis er von selbst auch zu Hause keine mehr fordert?
      Danke für eure Beiträge.

      • Hi,

        ich verstehe nicht, warum ihr es euch so schwer macht. Bisher habt ihr ihm seinen Willen gelassen und er bekam die Windel.
        Alles war gut und seit neustem klappt es außerhalb ohne Windel.

        Und anstatt dass ihr euch über den Teilschritt freut, macht ihr jetzt gleich Druck, dass es jetzt zu Hause auch gehen muss.
        Lasst es doch erst Mal so weiterlaufen. Wenn es außerhalb klappt, dann würde ich ihm zu Hause die Windel noch weiter geben, bis es irgendwann auch zu Hause klappt.
        Das ist auch nicht inkonsequent, denn es ist ja klar geregelt, zu Hause Windel, außerhalb nicht.

        Hat euer Sohn schon mal gesagt warum er lieber die Windel mag? Manche mögen es wohl nicht, wenn das Wasser so hochspritzt und bekommen dann Angst. Evt. wäre dann ein Töpfchen eine Alternative. Das ist mir nur gerade noch eingefallen. Aber habt ihr wahrscheinlich schon probiert.

        • Danke für deine ehrliche Antwort. Du hast Recht, eigentlich sollten wir uns über den Fortschritt freuen. Ich bin nur so verunsichert, weil ich von allen Seiten zu hören kriege, dass er nur mit uns spielt, weil er eben weiß, dass er bei uns die Windel kriegt. Und dass er es ja grundsätzlich könne. Irgendwie gibt mir ein Großteil unseres Umfeldes das Gefühl, ich könne mich bzw mein Mann sich nur nicht durchsetzen. Mein Mann ist übrigens dafür, ihmit die Windel zu geben.

          • Klar kann er grundsätzlich. Aber muss man deswegen unbedingt etwas anders machen als man will? Irgendwann wird er es wahrscheinlich selbst doof finden oder ein anderes Kind bekommt es mal mit und lacht drüber und dann ist es vielleicht auch Geschichte´.

            Mein Großer ist 3 Jahre und 2 Monate und trägt auch noch Windeln. Ich glaube auch, dass er es grundsätzlich schon merkt, gelegentlich hat es schon Mal funktioniert mit dem aufs Klo gehen. Er hat auch kein Problem Pipi oder Groß auf Toilette zu machen, er meldet sich halt einfach nicht. Ihn stört es auch nicht, wenn die Windel voll mit Pipi ist, erst, wenn sie kurz vorm platzen ist, meldet er sich mal.
            Beim großen Geschäft mal so mal so.
            Unser Kia meinte, das ist alles so ok und wir sollen ihm Zeit geben, was ich sowieso mache, da ich selbst da kein Problem mit habe.Der Kia meinte noch, er wird sich das evt. auch im Kiga jetzt abschauen. Ich hatte natürlich gehofft, dass er trocken wird, bevor seine Schwester auf die Welt kommt, so dass ich nur noch ein Kind zum Wickeln habe, andererseits, braucht er ja meist nur 3 Windeln am Tag, also was solls. Ich erwarte für die nächsten 4 Wochen kein Wunder.:-)

            Und ignoriert andere Leute. Ihr wart beim Arzt der hat gesagt, nicht drängen. Verweist die Dummschwätzer an den Kinderarzt, der hat studiert und sieht mehr Kinder und kann besser entscheiden, was normal ist und was nicht.

      Ich würde auch sagen, dass ihr ihm die Windel geben sollt. Wenn ihr keine dabei habt und er unterwegs muss, okay, aber zu Hause darf es ruhig die Windel sein.

      Mein Sohn war schon lange tags und nachts sauber, ging zuverlässig allein aufs Klo und dennoch... zum Mittagsschlaf musste ich ihm eine Windel ummachen. Das war nämlich seine Zeit. Da war er entspannt und für sich allein im Bett... wie auch immer, er hat immer zum Mittagsschlaf in die Windel gemacht. Wenn ich dachte, ich setz ihn halt aufs Töpfchen oder Klo bevor ich ihn zum Mittagsschlaf lege, saß er dort ne Stunde und es passierte gar nichts. Sobald ich entnervt aufgab und ihn ins Bett brachte, konnte er ganz entspannt...
      Wir haben das dann eben so gemacht... einfach auch weil wir versucht hatten uns auf diesen Machtkampf einzulassen, nicht wissend, dass wir den nur verlieren könnten. Unser Kind konnte auch tagelang anhalten, wenn es keine Windel gab, immer mit dem Ergebenis, dass wir ihm dann Lecicarbon -Zäpfchen geben mussten, damit überhaupt etwas geht und uns ein Besuch im Krankenhaus erspart bliebe.
      Sobald wir akzeptiert hatten, dass es eben seine Zeit war und er das mit Windel eben so macht, war alles in Ordnung. Mein Mann hat mal ganz treffend zu mir gesagt, dass ich ihn doch lassen solle... er würde das schon noch lernen. Ihm sei kein erwachsener Mann bekannt, der noch in die Hose ka.... Und das war es, was mich umdenken ließ...

      Allerdings war unser Kind noch etwas jünger... mit 4 lag das Ganze schon ne Weile komplett hinter uns...

        • wie gesagt, mir hat sehr geholfen, dass uns niemand bekannt ist, der als Erwachsener immer noch in die Hose macht.

          Wenn organische Ursachen ausgeschlossen sind, würde ich mich jetzt einfach zurück lehnen... und warten.

          Wir haben als die Windelzeit dann vorbei war auch verschiedene Rituale entwickelt, die für meinen Sohn zur Toilette dazu gehörten... lange (so gar Jahre). Ich musste immer mit ihm mitgehen und er hat mir was erzählt... dann war er offenbar entspannt genug, um zu können (in unserem Bad steht deshalb eine kleine Bank, so dass ich dort sitzen konnte und seinen Geschichten lauschen)... Inzwischen geht er allein.
          Glaub mir, es ist viel schlimmer, wenn er nicht mehr macht... dann doch lieber in die Windel.
          Wir hatten viel Geschrei und Tränen deshalb, auch von meiner Seite...
          Er hat über Monate Movicol genommen, damit es geschmeidig bleibt und wie gesagt, immer Lecicarbon im Haus und auf Reisen dabei...

    Der Arzt hat euch doch was dazu gesagt, wieso macht ihr jetzt doch einen machtkampf daraus?

    Ja ihr könnt nur verlieren, wie du sagst, die verstopfung wird kommen und DANN fängt der teufelskreis erst so richtig an.
    Das haben wir, nur das meiner die Windel nie forderte sondern gleich beschloß einfach garnicht mehr kaka zu machen.
    Glaub mir, diesen Weg willst du nicht.
    Gib ihm seine Windel und gut ist.

    • Darf ich dich fragen, wie alt deiner ist undas welchen Weg ihr jetzt für euch gefunden habt? Und hat er beschlossen nicht mehr zu machen, als ihr die Windel verweigert habt oder einfach so?

      • Nein einfach so wir haben sie garnie verweigert.
        Er ist 3 jahre 3 monate alt und wurd 2 wochen vor seinem Geburtstag trocken tagsüber...auch kaka und aufeinmal meinte er darüber zu bestimmen und entschied nicht mehr auf Klo zu gehen, das löste natürlich ne verstopfung aus und die löste Angst aus.
        Seither haben wir kaka Drama.
        jetzt ist es als ein hin und her zwischen Angst und Vernunft quasi.
        Die Windel bot ich ihm sogar an, nahm er auch meist, nur macht er Pipi halt nicht da rein und zog die dann dafür wieder aus, aber nicht mehr an und machte sich dann meist in die Hosen.
        Jetzt war er wieder 2x aufm Klo und nu fragte er selbst nach der Windel,nachdem er das Klo verweigert hatte bekam er die windel! Ihm ist halt selbst nicht wohl dabei, aber SO ist es die beste lösung ich hoffe jetzt wirklich sehr das er immer die Windel verlangt dafür und den rest entscheidet er dann auch selbst, alles besser wie verdrücken oder in die Hose kacken!

Hallo,
das Thema kenne ich von meiner älteren Tochter. Sie war mit 3 Jahren tags und nachts trocken, aber das große Geschäft war noch sehr lange ein Problem. Anfangs hat sie auch nicht angekündigt, dass sie muss, sondern kam IMMER jammernd angelaufen mit der ganzen Misere in der Unterhose... ich war froh, als es irgendwann geklappt hat, dass sie wenigstens Bescheid gibt und wir ihr eine Windel für das Geschäft anziehen konnten. Den ganzen Tag Windel anlassen, obwohl sie trocken war, wollten weder sie noch wir.
Wir haben sie auch immer mal wieder animiert, dazu auf die Toilette zu gehen, aber sie hat sich entweder gleich geweigert oder auf der Toilette ewig geweint- den Kampf wollten wir nicht, vor allem, weil sie sowieso zu Verstopfungen geneigt hat.
Das Ganze zog sich sehr lange hin, aber kurz vor ihrem 5. Geburtstag ist auf einmal ganz von alleine der Knoten geplatzt, und seither ist das alles überhaupt kein Problem mehr. Im Nachhinein hätte ich mir die ganzen Sorgen sparen können...

  • Danke für deinen Erfahrungsbericht. Und wie habt ihr das Thema behandelt, als sie noch in die Windel gemacht hatte? Unkommentiert? Und wie platzte dann der Knoten?

    • Naja, ich habe zumindest VERSUCHT, da gar keinen großen Wind drum zu machen. Ist mir leider nicht immer gelungen, weil ich manchmal auch echt genervt war von dem ganzen Thema (das hat auch meistens nicht so geklappt, dass sie die Windel angezogen bekam und gleich reingemacht hat, sondern sie ist dann oft die nächsten Stunden damit rumgelaufen und hat alle 10min gefordert, dass ihr jemand den Popo abwischt, weil es da "schmierig" wäre). Letztendlich war aber offensichtlich, dass reden da sowieso nichts bewirkt, die Belehrungen konnte ich mir also sparen...
      Der Knoten ist ohne erkennbare Ursache geplatzt. Auf einmal hat sie beim normalen Toilettengang ganz ohne Theater das große Geschäft gemacht und war selbst ganz stolz auf sich (zuvor hat es ab und zu zwar auch geklappt, aber das war immer sehr mühselig). Ab da ging es problemlos. Kein Einhalten mehr, keine Verstopfung, keine Tränen...

Der Kinderarzt hat doch eindeutig seine Meinung dazu kund getan:

KEINEN Druck aufbauen.

Ich würde Dir raten Dich zu entspannen. Mach es einfach so wie bisher. Versuche nicht ihn zu zwingen. Mein Großer hat damals auch bis 3,5 in die Hose gemacht. Ich habe mich so verrückt gemacht weil jeder was anderes zu nörgeln hatte. #augen Er hat es dann irgendwann auch gelernt und ich kann sagen fast unfallfrei. ;-) Bei meinem zweiten Kind war es mir einfach gesagt egal wie lange er in die Windel macht. Ich habe ihm trotzdem immer gezeigt was und wie man es macht. :-p Er war dann mit 2 Jahren und 2 Monaten trocken und sauber. Es passiert ca. einmal die Woche ein Unfall, das er zu spät auf´s Klo kommt und die Hose nass wird. Ich weiß das es einfach gesagt ist sich zu entspannen. Ich konnte es bei meinem ersten Kind auch nicht. #zitter

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