Kinder, die einem einfach nicht antworten...

    • (1) 07.05.18 - 20:59

      hallo,

      heute würde mich mal interessieren, ob das verhalten meiner tochter hier jemandem bekannt vorkommt, ich wäre sehr dankbar für erfahrungen und tipps.

      sie wird im august 5.

      von ihrem zwillingsbruder kenne ich es so, dass man mit ihm ganz normale dialoge führen kann. man quatsch miteinander, fragt ihn was, bkommt antwort.

      bei ihr leider nicht.
      bei ihr ist es wie eine art glücksspiel - in 50% der fälle antwortet sie ganz normal, in der andeen hälfte der fälle ignoriert sie mich.

      das beginnt nach dem kiga, ich frage, wie es war, mit wem sie gespielt haben, was sie erlebt, gegessen haben - manchmal textet sie mich zu, manchmal hat sie mir bis abends zum bettgehen noch nichts beantwortet.

      diese macke macht mich manchmal wahnsinnig...
      heute ist es dann eskaliert. eine freundin mit mama hat sie mit zu sich heim genommen. am abend bringt sie mir sie wieder mit den worten "sie hat mir drei stunden lang auf nichts eine antwort gegeben " - ich glaube kaum, dass sie sie sobald wieder mitnehmen.

      heue abend ist jeder versuch , mit ihr drüber zu reden, abgeprallt. sie schaut dann in die andere richtung und plappert was ganz anderes vor sich hin. bestenfalls kommt ein "weiss nicht" aus ihr raus.

      was soll das? ist das "normal" in dem alter???
      was tun??

      • (2) 07.05.18 - 21:27

        Ich frage mich gerade warum sie denn groß kommunizieren muss?
        Sohnemann ist vier und an und für sich eine totale Quatschtasche, aber bei dieser „Ausfragerei“ reagiert er eher wortkarg. Ich weiß aber, dass er irgendwann schon was erzählt. Oder eben auch nicht...

        • (3) 07.05.18 - 22:22

          es geht hier nicht um ausfragerei.

          es geht um grundlegende dinge, die die andere mutter heute gefragt hat ("bist du eingecremt, musst du noch vorher pipi, magst du was trinken") und darauf hat sie keine antwort gegeben. find ich nciht schön-

          • (4) 07.05.18 - 22:34

            Da hätte ich auch die Frage: wie gut kennt sie diese Mutter? War es schonmal anders?
            Mein Sohn kommuniziert leider auch nicht mit jedem... nur wäre er auch nicht zum Spielen dahin ;-)

            • (5) 07.05.18 - 22:36

              eben.
              sie hat tage, da will sie nicht ohne mich weg, das akzeptiere ich und wir gehen zusammen.

              aber wenn sie sich freut, mit ihnen was zu unternehmen, dann erwarte ich auch schon, dass sie da ein bisschen kooperiert :-(

              • (6) 08.05.18 - 07:36

                Also eher schüchtern...
                Vielleicht war sie mit der Situation überfordert?
                Sohnemann verweigert sich dann irgendwann komplett, wenn man dann auch drängelt.
                Seinem Vater ist das auch total ein Dorn im Auge. Der ist viel unterwegs mit ihm bei „fremden“ Leuten und erwartet ein Mindestmaß an Kommunikation....
                Ich selbst war als Kind auch so und halte mich heute noch zurück in solchen Situationen, habe also vollstes Verständnis fürs Kind 😬
                Ich glaube aber wirklich, dass da nur „üben“ hilft und ich denke nicht, dass die Mutter da ein Problem mit hatte, oder? Hat sie denn mit ihrer Freundin gesprochen?

      (7) 07.05.18 - 22:11

      Ichi würde mal einen hörtest machen lassen. Viellelicht hört sie nicht gut und versteht die fragen gar nicht richtig,

      Ist sie schüchtern?
      Ihnwürde nciht so viel wert darauf legen, dass sie bei der freundin nicht geantwortet hat.

      Erzählt sie denn con sich aus?
      Also irgendwas, oder beim spielen etc?

    (10) 07.05.18 - 22:16

    So ein seltenes Phänomen ist das ja nun auch nicht. Meine Tochter macht das öfter, von anderen Kindern kenne ich es auch.
    Bei meiner Tochter weiß, was Sache ist, wenn sie auf Durchzug stellt oder ablenkt. Bestes Beispiel die Fragerei direkt nach dem Kindergarten. Ihr Kopf ist voll, sie ist gar, hungrig und hat einfach keinen Bock auf Konversation. Ganz ehrlich, in der Kombi (nach der Arbeit) würde ich am Liebsten auch nur mein Gegenüber anknurren....da ich erwachsen bin darf ich das leider nicht mehr.
    Oder sie sie lenkt auch gerne ab, nicht weil das Thema nicht ihrs ist, nein sie macht es weil ich sie einfach mit meinem Gespräch überfordere. Da sie ja oft quatschen wie ein Wasserfall vergißt man halt schnell, das sie halt noch nicht so reif im Kopf sind. Passiert mir öfter. Schaut sie mich dann an und miaut (Ja, sie ist halt gerne eine Katze#rofl), dann raffe ich es erst, das ICH den Bogen überspannt habe.

    Ich sehe das Ganze nicht als Macke, sie wissen sich halt noch nicht anders zu helfen.

    So, und wenn hier ein Besuchskind nciht wirklich mit mir sprechen will, dann nerve ich es nicht 3 Stunden lang. Ich akzeptiere das einfach. Ich sage dann einfach nur zu meinem Kind: "Ich stell euch da was zu trinken hin." Himmel, so ein Kind ist mir tausendmal lieber als diese distanzlosen Klugscheißer. Nichts ist schlimmer als Menschen, die KInder unbedingt zu etwas zwingen wollen....hier ein Gespräch. Man kann so viel non verbal regeln.

    Was tun? Achte auf dein Timing. Du erwartest doch nich wirklich, das dein Kind nach einem langen Tag noch richtig Rede und Antwort stehen kann, oder?
    Nein, es ist kein Macke, das Kind ist 5 und nicht 15. Obwohl ich denke, das sie da genauso wortkarg sind, nur hat das dann andere Gründe.
    Oft muß man gar nicht fragen, zu gegebener Zeit kommen die Sachen ganz von allein raus.

    (11) 07.05.18 - 22:25

    Das ist nicht nur in DEM Alter normal, sondern noch eine ganze Weile. Das Alter, in dem man lernt, dass man auf Fragen bestimmter Personengruppen immer zu antworten hat, kommt erst deutlich später.
    Die meisten Kinder erzählen zwar gern von sich aus, aber eben nicht alle Kinder sind solche Quasselstrippen.

    • (12) 09.05.18 - 10:50

      Ich finde Deine Antwort sehr merkwürdig.
      Du hälst es für normal, dass ein Kind tagelang über viele Stunden auf keine einizige Frage antwortet?
      Wie kommst Du darauf, dass das normal ist? "Normal" im Sinne von "das machen mehrere/viele Kinder so", ist es ganz sicherlich nicht.
      Ich kenne von keinem der Kinder, die mir in meinem bisherigen Leben begegnet sind, solch eine Verhaltensweise. Dass ein Kind mal ein paar Minuten still ist und nicht sofort auf jede Frage antwortet, OK, kein Problem. Aber stundenlanges schweigen (und das über viele Tage) halte ich definitiv nicht für "normal".

      Und zwischen "Quasselstrippe" und stundenlangem Nichtssagen liegen wohl auch Welten!

      • (13) 09.05.18 - 13:53

        Ja, halte ich für normal. Das liegt einfach daran, das Menschen Individuen sind. Nicht alles ist gleich krankhaft.
        Mein Jüngster hatte 6 Jahre gebraucht um den Sinn und Nutzen von Lautsprache überhaupt zu verstehen - oh, es war nicht der Punkt, dass er die Wörter nicht kannte. Er wollte eben einfach nicht. Da kam 6 Jahre lang kein einzigstes Wort. Als es aber darum ging lesen zu lernen, MUSSTE er die Lautsprache verwenden. Also hat er es getan. Von dem Tag an hat er in perfekter Grammatik ganze Sätze gesprochen. Bei meinem Sohn steht ein Autismus dahinter - also eine Erkrankung.
        Nur es gibt auch die normale kindliche Erscheinung von "kein Bock" und "lass mich doch endlich mal in Ruhe" oder "halt doch mal deine Klappe" bis hin zu "siehst du nicht, dass du nervst"...
        Das Kind redet doch. Es antwortet halt nur nicht immer.

        • (14) 10.05.18 - 00:09

          Autismus war tatsächlich der erste Gedanke, den ich beim lesen hatte. Also eben ganz sicherlich nicht „normal“ im Sinne von „machen viele Kinder so“!
          Deine übrigen Ausführungen kann ich immer noch in keinster Weise nachvollziehen.

          • (15) 10.05.18 - 10:45

            Der nicht ganz unwichtige Unterschied zwischen dem Kind der TE und einem Autisten, welcher nicht spricht ist einfach: Das Kind der TE SPRICHT. Mein Sohn hat 6 Jahre gar nicht geredet. Also kein Babygebrabbel, noch nicht mal irgendein Ton, jahrelang sogar weder ein lautes Weinen oder Lachen.
            Du vergleichst ein Kind, welches behinderungsbedingt jahrelang keinen Ton von sich gibt mit einem Kind, welches mal ein paar Stunden nicht redet. Wobei beide Kinder natürlich die Sprache verstehen können.

            • (16) 10.05.18 - 14:00

              Nein, ich vergleiche überhaupt nichts. Der (hinkende) Vergleich kam von dir selbst!
              Ich habe der TE geschrieben, dass sie das fachmännisch abklären soll.

(17) 08.05.18 - 00:14

Ehrlich gesagt bin ich erstaunt über die bisherigen Antworten. Ich kenne das gar nicht...weder von meiner Tochter noch von all ihren Freunden.

Manche quatschen mehr, manche weniger. Manchmal gibt es auf Fragen nur Kopfschütteln oder Nicken und manchmal einen 5 minütigen Monolog, aber das ein Kind so gar nicht kommuniziert, selbst die schüchternen, habe ich noch nicht erlebt.

Ich würde mal im Kindergarten nachhören wie es dort läuft. Und auch mein Kind fragen, warum es mit der anderen Mitter nicht gesprochen hat.

Mit fast 5 kann sie das ja doch schon erklären.

Vg Isa

Hallo,

na ja... soviel Aufmerksamkeit ist natürlich schön für das Kind. Sie steht doch so die ganze Zeit im Mittelpunkt. Ich würde konsequent einmal fragen und nur wichtige Dinge (wie es im KiGa war erzählen sie von alleine oder eben auch nicht - das muss man nicht zwingend fragen). Wenn dann keine Antwort kommt ist das Thema durch. Beispiel: "Möchtest du noch etwas essen?" Keine Antwort ist auch ne Antwort und der Teller kommt weg. Das hört sie dann irgendwann von selber auf.

Wir haben drei Töchter wovon nur noch die Jüngste im KiGa ist. Diese Schweigephasen hatten alle mehr oder weniger, also insbesondere, dass sie auf Fragen bzgl. KiGa-Tag und so nicht geantwortet haben. Aber wenn ich sie etwas frage worauf eine Antwort für mich wichtig ist dann erwarte ich diese auch. Das hat was mit Respekt zu tun.

Ich würde ihr diese Bühne die sie sich damit erobert nicht geben. Natürlich wenn klar ist, dass sie gut hört. Aber ich denke, dass das nicht das Problem ist.

Viele Grüße

(19) 08.05.18 - 13:11

Also vorweg: ich habe schon öfters gehört dass man sich das "und wie war's?" verkneifen sollte. Warum genau das so ist weiß ich nicht mehr, aber ich persönlich achte darauf bei meinem Sohn (6). Ich frage ihn stattdessen gezielt ob heute etwas besonderes im Kindergarten passiert ist oder ob ihm das Essen geschmeckt hat. Meistens sprudelt es dann aus ihm heraus und erzählt dieses und jenes. Es gibt Tage an denen er nichts erzählen möchte. An solchen Tagen frage ich ihn vor dem schlafen gehen ob er mir noch etwas erzählen will. Wenn dem nicht so ist ist das ok. Mein Sohn muss nichts erzählen, aber er muss auf Fragen antworten. Das gehört zum gesunden Respekt und das wird ihm so beigebracht. Auch wenn ich mit ihm "schimpfe" und er mich danach ignoriert erwarte ich auf "HAST DU MICH VERSTANDEN" eine Antwort. Da gebe ich nicht nach.
Mein Kind dürfte Freunde erst dann wieder besuchen wenn er weiß wie er sich zu benehmen hat.

  • (20) 08.05.18 - 13:25

    danke für deine antwort, das klingt für mich sinnvoll.
    irgendwie muss ich der kleinen dame beibringen, dass man antworten gibt...
    es ist jetzt wirklich nicht so, dass wir sie mit fragen löchern und zutexten.

    • (21) 08.05.18 - 13:36

      Ich verstehe was du meinst. Wie gesagt, mein Sohn muss mir nicht erzählen wie sein Tag war. Aber bei Fragen wie "Ist dir kalt, möchtest du etwas essen, warst du schon Zähne putzen ect. ect." erwarte ich eine Reaktion.

(22) 08.05.18 - 21:28

Hallo,
Ich wundere mich wie so oft sehr über die Antworten hier... Ich finde es nicht normal und unhöflich.
Wäre sie bei mir zu Besuch gewesen, hätte ich mich wohl äußerst unwohl gefühlt.
Du schreibst ja oft, dass deine Tochter sich seltsam bzw anders verhält. Ich würde mich wohl tatsächlich mal beraten lassen.

(23) 08.05.18 - 22:51

Wie ist es denn im Kindergarten?
Beantwortet sie Alltagsfragen (Hast du Durst/Hunger? Musst du aufs Klo?...) oder ignoriert sie das auch?
Ist sie zu anderen Kindern auch so oder nur zu Erwachsenen?

Hallo,
ich kenne das auch. Aber weniger von meinem Kindern. Sondern von meinem Mann und er ist 40. Und es nervt. Da fragt man ihn was und bekommt keine Antwort. Vielleicht mal ein Kopf schütteln oder nicken, was man aber nicht mitbekommt, wenn man ihn nicht anschaut.
Manchmal ist es auch so, dass man gerade was erzählen will und er steht auf und geht (raus zum Rauchen). Und das nervt noch mehr. Das ist ne blöde Macke und die wird er wohl nicht mehr los.
Blöderweise hat mein Sohn sich das tlw. schon angeschaut.

Lg

(25) 09.05.18 - 10:56

Nein, ich halte das nicht für normal. Ich kenne auch kein Kind, welches sich so verhält oder jemals verhalten hätte.
Ich kenne durchaus, dass Kinder, die z.B. sehr verträumt sind/viel in ihrer Phantasiewelt leben oder aber sehr schüchtern bei Fremden oder aber viel Ruhe für sich brauchen, durchaus mal keine Lust zur Kommunikation besteht.
Aber nicht in dem Ausmaß über viele Stunden und viele Tage hintereinander.
Ich würde ebenfalls den angesprochenen Hörtest machen lassen und das Thema mit dem Kinderarzt besprechen und über die weitere Vorgehensweise beraten.
Mit nun bald 5 Jahren ist sie ja ein Vorschulkind und wird vermutlich in 1 Jahr eingeschult. Da finde ich es höchste Zeit, abzuklären, ob eine Art von Spleen/Macke dahinter steckt oder ein medizinisches Problem oder was auch immer. Falls es für das Verhalten eine einfache Erklärung gibt - wunderbar. Aber das würde ich mir von einem Fachmann bestätigen lassen.

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