Kinder, die einem einfach nicht antworten...

    • (1) 07.05.18 - 20:59

      hallo,

      heute würde mich mal interessieren, ob das verhalten meiner tochter hier jemandem bekannt vorkommt, ich wäre sehr dankbar für erfahrungen und tipps.

      sie wird im august 5.

      von ihrem zwillingsbruder kenne ich es so, dass man mit ihm ganz normale dialoge führen kann. man quatsch miteinander, fragt ihn was, bkommt antwort.

      bei ihr leider nicht.
      bei ihr ist es wie eine art glücksspiel - in 50% der fälle antwortet sie ganz normal, in der andeen hälfte der fälle ignoriert sie mich.

      das beginnt nach dem kiga, ich frage, wie es war, mit wem sie gespielt haben, was sie erlebt, gegessen haben - manchmal textet sie mich zu, manchmal hat sie mir bis abends zum bettgehen noch nichts beantwortet.

      diese macke macht mich manchmal wahnsinnig...
      heute ist es dann eskaliert. eine freundin mit mama hat sie mit zu sich heim genommen. am abend bringt sie mir sie wieder mit den worten "sie hat mir drei stunden lang auf nichts eine antwort gegeben " - ich glaube kaum, dass sie sie sobald wieder mitnehmen.

      heue abend ist jeder versuch , mit ihr drüber zu reden, abgeprallt. sie schaut dann in die andere richtung und plappert was ganz anderes vor sich hin. bestenfalls kommt ein "weiss nicht" aus ihr raus.

      was soll das? ist das "normal" in dem alter???
      was tun??

      • Ich frage mich gerade warum sie denn groß kommunizieren muss?
        Sohnemann ist vier und an und für sich eine totale Quatschtasche, aber bei dieser „Ausfragerei“ reagiert er eher wortkarg. Ich weiß aber, dass er irgendwann schon was erzählt. Oder eben auch nicht...

        • es geht hier nicht um ausfragerei.

          es geht um grundlegende dinge, die die andere mutter heute gefragt hat ("bist du eingecremt, musst du noch vorher pipi, magst du was trinken") und darauf hat sie keine antwort gegeben. find ich nciht schön-

            • eben.
              sie hat tage, da will sie nicht ohne mich weg, das akzeptiere ich und wir gehen zusammen.

              aber wenn sie sich freut, mit ihnen was zu unternehmen, dann erwarte ich auch schon, dass sie da ein bisschen kooperiert :-(

              • Also eher schüchtern...
                Vielleicht war sie mit der Situation überfordert?
                Sohnemann verweigert sich dann irgendwann komplett, wenn man dann auch drängelt.
                Seinem Vater ist das auch total ein Dorn im Auge. Der ist viel unterwegs mit ihm bei „fremden“ Leuten und erwartet ein Mindestmaß an Kommunikation....
                Ich selbst war als Kind auch so und halte mich heute noch zurück in solchen Situationen, habe also vollstes Verständnis fürs Kind 😬
                Ich glaube aber wirklich, dass da nur „üben“ hilft und ich denke nicht, dass die Mutter da ein Problem mit hatte, oder? Hat sie denn mit ihrer Freundin gesprochen?

      Ichi würde mal einen hörtest machen lassen. Viellelicht hört sie nicht gut und versteht die fragen gar nicht richtig,

      Ist sie schüchtern?
      Ihnwürde nciht so viel wert darauf legen, dass sie bei der freundin nicht geantwortet hat.

      Erzählt sie denn con sich aus?
      Also irgendwas, oder beim spielen etc?

    (10) 07.05.18 - 22:16

    So ein seltenes Phänomen ist das ja nun auch nicht. Meine Tochter macht das öfter, von anderen Kindern kenne ich es auch.
    Bei meiner Tochter weiß, was Sache ist, wenn sie auf Durchzug stellt oder ablenkt. Bestes Beispiel die Fragerei direkt nach dem Kindergarten. Ihr Kopf ist voll, sie ist gar, hungrig und hat einfach keinen Bock auf Konversation. Ganz ehrlich, in der Kombi (nach der Arbeit) würde ich am Liebsten auch nur mein Gegenüber anknurren....da ich erwachsen bin darf ich das leider nicht mehr.
    Oder sie sie lenkt auch gerne ab, nicht weil das Thema nicht ihrs ist, nein sie macht es weil ich sie einfach mit meinem Gespräch überfordere. Da sie ja oft quatschen wie ein Wasserfall vergißt man halt schnell, das sie halt noch nicht so reif im Kopf sind. Passiert mir öfter. Schaut sie mich dann an und miaut (Ja, sie ist halt gerne eine Katze#rofl), dann raffe ich es erst, das ICH den Bogen überspannt habe.

    Ich sehe das Ganze nicht als Macke, sie wissen sich halt noch nicht anders zu helfen.

    So, und wenn hier ein Besuchskind nciht wirklich mit mir sprechen will, dann nerve ich es nicht 3 Stunden lang. Ich akzeptiere das einfach. Ich sage dann einfach nur zu meinem Kind: "Ich stell euch da was zu trinken hin." Himmel, so ein Kind ist mir tausendmal lieber als diese distanzlosen Klugscheißer. Nichts ist schlimmer als Menschen, die KInder unbedingt zu etwas zwingen wollen....hier ein Gespräch. Man kann so viel non verbal regeln.

    Was tun? Achte auf dein Timing. Du erwartest doch nich wirklich, das dein Kind nach einem langen Tag noch richtig Rede und Antwort stehen kann, oder?
    Nein, es ist kein Macke, das Kind ist 5 und nicht 15. Obwohl ich denke, das sie da genauso wortkarg sind, nur hat das dann andere Gründe.
    Oft muß man gar nicht fragen, zu gegebener Zeit kommen die Sachen ganz von allein raus.

    Das ist nicht nur in DEM Alter normal, sondern noch eine ganze Weile. Das Alter, in dem man lernt, dass man auf Fragen bestimmter Personengruppen immer zu antworten hat, kommt erst deutlich später.
    Die meisten Kinder erzählen zwar gern von sich aus, aber eben nicht alle Kinder sind solche Quasselstrippen.

    • Ich finde Deine Antwort sehr merkwürdig.
      Du hälst es für normal, dass ein Kind tagelang über viele Stunden auf keine einizige Frage antwortet?
      Wie kommst Du darauf, dass das normal ist? "Normal" im Sinne von "das machen mehrere/viele Kinder so", ist es ganz sicherlich nicht.
      Ich kenne von keinem der Kinder, die mir in meinem bisherigen Leben begegnet sind, solch eine Verhaltensweise. Dass ein Kind mal ein paar Minuten still ist und nicht sofort auf jede Frage antwortet, OK, kein Problem. Aber stundenlanges schweigen (und das über viele Tage) halte ich definitiv nicht für "normal".

      Und zwischen "Quasselstrippe" und stundenlangem Nichtssagen liegen wohl auch Welten!

      • Ja, halte ich für normal. Das liegt einfach daran, das Menschen Individuen sind. Nicht alles ist gleich krankhaft.
        Mein Jüngster hatte 6 Jahre gebraucht um den Sinn und Nutzen von Lautsprache überhaupt zu verstehen - oh, es war nicht der Punkt, dass er die Wörter nicht kannte. Er wollte eben einfach nicht. Da kam 6 Jahre lang kein einzigstes Wort. Als es aber darum ging lesen zu lernen, MUSSTE er die Lautsprache verwenden. Also hat er es getan. Von dem Tag an hat er in perfekter Grammatik ganze Sätze gesprochen. Bei meinem Sohn steht ein Autismus dahinter - also eine Erkrankung.
        Nur es gibt auch die normale kindliche Erscheinung von "kein Bock" und "lass mich doch endlich mal in Ruhe" oder "halt doch mal deine Klappe" bis hin zu "siehst du nicht, dass du nervst"...
        Das Kind redet doch. Es antwortet halt nur nicht immer.

        • Autismus war tatsächlich der erste Gedanke, den ich beim lesen hatte. Also eben ganz sicherlich nicht „normal“ im Sinne von „machen viele Kinder so“!
          Deine übrigen Ausführungen kann ich immer noch in keinster Weise nachvollziehen.

          • Der nicht ganz unwichtige Unterschied zwischen dem Kind der TE und einem Autisten, welcher nicht spricht ist einfach: Das Kind der TE SPRICHT. Mein Sohn hat 6 Jahre gar nicht geredet. Also kein Babygebrabbel, noch nicht mal irgendein Ton, jahrelang sogar weder ein lautes Weinen oder Lachen.
            Du vergleichst ein Kind, welches behinderungsbedingt jahrelang keinen Ton von sich gibt mit einem Kind, welches mal ein paar Stunden nicht redet. Wobei beide Kinder natürlich die Sprache verstehen können.

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