Nur noch genervt! Junge 5 Jahre braucht pausenlos Aufmerksamkeit

    • (1) 19.05.18 - 14:11

      Hallo!

      Zur Zeit ist es wieder sehr schlimm!
      Mein Sohn will ständig das einer mit ihm spielt oder was mit ihm macht. Er kann sich nicht mal 5min alleine beschäftigen.

      Ich war damit auch letztes Jahr beim Kinderarzt und wir sind auch in Behandlung. Entwicklungsdiagnostik und intelligenztest wurde gemacht aber das endgespräch steht noch aus und das ist erst Ende Juli 😫

      Ich weiß eig auch nicht so Recht was ich jetzt hören will.... wahrscheinlich einfach nur mal los werden...es ist einfach momentan sooooo anstrengend...dauernd quatscht ein einer voll und unterbricht ein bei seinen Tätigkeiten und dann schimpf ich und ich hab ein schlechtes Gewissen weil eig meint er es nicht böse und er ist nur neugierig und will sich ausstauschen...

      Es ist zum verrückt werden! 😵

      • Huhu...

        Meine Tochter ist ähnlich es sei denn wir sind draußen... da kann sie dann auch mal ne halbe Stunde alleine schaukeln oder so.. aber alleine im Haus beschäftigen ging nie... wir sind angefangen das sie mittags in ihr Zimmer musste während ihr Bruder schlief... angefangen sind wir mit 20 min(1 cd) und inzwischen klappt es auch 1,5 h... in dieser Zeit muss sie leise alleine für sich spielen... sonst hat sie auch null Möglichkeit mal runterzukommen etc...

        Ihm ist wahrscheinlich langweilig und hat eure Aufmerksamkeit immer bekommen... warum nun plötzlich nicht mehr denkt er sich... wenn es sich stresst und du mal was fertig bekommen möchtest dann sag es und stelle feste Zeiten auf... dabei hat meine Tochter auch super die Uhr gelernt... geb ihm 20 min die er sich alleine beschäftigen soll....kommt er raus beginnen die 20 min von vorne... und dann steigerst du es immer... vlt kommt es dann ja iwann von alleine bei ihm... ich denke mir immer als Teenager wollen die meine Aufmerksamkeit nicht mehr so... hoffentlich:-D

        • Ja sagt sich so einfach. Auch alles schon gemacht was du vorgeschlagen hast.

          Aber er war so schon von Anfang an. Ich sehe die Unterschiede auch sehr deutlich seit sein geschwisterchen da ist. Das Spielverhalten ist komplett unterschiedlich. Ich hatte mich früher immer schön gefragt warum das mit den anderen Babys nicht passt weil ich mir das nicht vorstellen konnte aber jetzt weiß ich es.

          Und er stellt es so geschickt an wenn er alleine spielen soll, das man garnicht merkt daß man schon wieder mit ihm im Dialog ist. Es fängt meist mit einer harmlosen Sache an wie "kannst du mir mal helfen...." Oder "ich möchte was trinken..." Oder er will mir halt stolz zeigen was er geschaffen hat zb was er gebastelt hat und schon sind es wieder max 10min Selbstbeschäftigung weil man unterbrochen wird. 😬

          Übrigens draußen das gleiche dilemma. Auf dem Spielplatz alleine zu spielen ist nicht möglich. Es sind immer Rollenspiele wo er am liebsten der Regisseur ist und Anweisungen gibt.

          Wenn andere mit ihm den Tag verbringen, empfinden sie ihn auch als anstrengend weil er ständig Austausch braucht.

          • Ja aber dann weiß er das du dich austricksen lässt....gebe ihm vorher was zu trinken..frage ihn vorher was er machen möchte und du noch was helfen sollst und danach hat er zu warten... wenn er Hilfe braucht dann muss er halt was anderes machen....durst muss warten... lass dich nicht ausspielen und Versuch dich durchzusetzen...

            • Ja da hast du Recht. Irgendwann sag ich dann auch schon, nein ich kann jetzt nicht, ich hab zutun. Einfach auch als Selbstschutz weil ich mal auch einfach eine Gedankenpause brauche.
              Aber er tut mir dann auch gleich wieder leid weil ich halt nicht direkt glaube das er mich austrickst sondern wirklich nur Hilfe braucht. Aber er ist mittlerweile ja auch schon 5. Er sollte auch versuchen Probleme alleine zu lösen. Aaaaccchhhh..... 😌

      Mein Sohn ist auch so. Er braucht einen Gegenimpuls und damit einen Mitspieler. Noch dazu hält er nicht lange durch wenn er etwas spielt, er möchte also dauernd was anderes. Ich weiß also genau wie es dir geht und weiß auch das man oft ein schlechtes gewissen hat wenn man dann ärgerlich wird. Ich versuche es trotzdem immer wieder ihn dazu zu bringen mal was alleine zu machen. Sei es aquabeads oder Bügelperlen oder malen etc.

    Ist er in einem Verein?
    Fußball, Schwimmverein, Hockey ect.
    Vielleicht würde dies ihn etwas mehr ausgleichen, worin er sich auspowern kann.

    • Ja er macht Karate und tanzen. Früher war er im Kinderturnen. Spielplatz sind wir bei gutem Wetter so 2-4h. Wir gehen auch den Weg zur Kita zu Fuß bzw mit Roller/Fahrrad. Sind 15-20min die wir brauchen.


      Wir überlegen ihn jetzt aber für ein Mannschaftssport anzumelden. Evt ist das für den Kopf nochmal anders.


      Also er ist müde abends wenn wir 6h im Zoo verbracht haben 😅

Darf ich fragen, wie lange er täglich im Kindergarten ist? Vielleicht genießt er danach einfach Zeit mit euch, statt alleine zu spielen? War nur mein erster Gedanke. VG

  • Er ist im Durchschnitt 6h in der Kita. Wir haben zwar ein Vollzeitplatz, schauen aber das er so gegen halb 4 abgeholt wird. Hingebracht wird er so zwischen halb 9/9.
    Manchmal fragt er mich, wenn ich da bin ob er noch länger dableiben darf spielen.

    An sowas hatte ich auch gedacht und hab extra Zeit mit ihm verbracht in der Hoffnung es würde besser werden.

    • Wenn er bis halb 4 in der Kita ist, kann ich es verstehen, dass er die verbleibenden Stunden gerne mit euch verbringen möchte. Das mit der Extrazeit für ihn finde ich gut, das genießt er sicher sehr und ich würde das auch beibehalten. Im Gegenzug kannst du aber auch Zeit für dich allein einfordern, z.B. Wecker stellen auf 30 min, in denen er sich selbst beschäftigen muss, egal wie. Du hättest dann Zeit für einen Kaffee, ein Telefonat oder 5 Seiten lesen.
      Meine Kinder waren / sind immer nur bis 12.30/13 Uhr in der Kita (gewesen), nach dem Essen gab es immer 45 min Zimmerzeit - meine und ihre Pause als fester Tagesbestandteil.
      Alles Gute für euch & schöne Pfingsten

Hi, vermutlich wolltest du wirklich einfach mal ein wenig Frust rauslassen und ich finde, dass tut auch mal gut.

im Endeffekt ist es aber so: Der Kinderarzt überweist i.d.T. kein Kind zur umfangreichen Diagnostik (womöglich SPZ?), "nur" weil es sich nicht alleine beschäftigen kann. Der Kinderarzt mach es i.d.R. dann, wenn mehrere Auffälligkeiten zusammentreffen (z.B. Verzögerungen, mot. Unruhe, Konzentrationsstörungen etc.pp) und/oder er vllt auch in eine bestimmte Richtung denkt z.B. AD(H)S oder irgendetwas anderes.

Das was du beschreibst ist bei unserem älteren Kind auch schon immer so gewesen. Heute ist er in der Grundschule und es ist nach wie vor so. Mit 5 bekam er vorläufig nur Ergotherapie und peu à peu kam ein Schritt nach dem anderen. Inzwischen hat/te er viele Testungen, Untersuchungen und verschiedene Therapien.

Aber unsere Kinderärzte hätten uns nicht zur E-Diagnostik überwiesen, wenn ein "nicht alleine Spielen können" seine eizige "Auffälligkeit" gewesen wäre.
Bei euch kommt das "ständige Unterbrechen/dazwischen reden" noch dazu, wie ich das verstanden habe. Aber auch das kann erziehungsbedingt einfach begünstigt worden sein.

Verstehe mich bitte nicht falsch, denn das ist sicherlich keine Wertung. Wir waren z.B. immer sehr bedürfnisorientiert, auch wenn wir auch oft mal geschimpft hatten, genervt waren und ich denke, das Erziehung nie etwas starres ist und jede Mutter/Vater schließlich "Mensch" ist. Ich denke halt nur, dass euer Kind entwicklungsdiagnositisch angeschaut wird/werden sollte, weil man nicht nur das "nicht alleine beschäftigen können" wahrgenommen hat. Denn genau DAS trifft auf unheimlich viele Kinder mit 5 Jahren zu und ist absolut keine Seltenheit.

Wenn du dir Gedanken machst und dich sorgst, dann sollte euer Kinderarzt der richtige Ansprechpartner sein um das nochmal in Ruhe zu besprechen. Wobei ich glaube das es mehr Sinn macht, das Ergebnisgespräch abzuwarten. Möglicherweise erhellt es nichts und die Ergebnisse der Diagnostik ergeben ein altersentsprechend, gesund entwickeltes Kind. Das wäre natürlich wünschenswert. Aber Unterstützung wird in der Regel immer empfohlen (Heilpädagogisch oder z.B.ergotherapeutisch o.ä.) , denn "umsonst" findet eine solche Diagnostik nicht statt => sei also nicht geknickt wenn dem so sein sollte. Unterstützung ist nichts Schlimmes, es macht den Kindern i.d.R. Spass und Ziel sollte natürlich u.a. sein, das Kind hinsichtlich seiner schulischen Kompetenzen zu fördern, damit es sich später leichter tut und sich nichts bis zur Einschulung "verschleppt".

Also wenn Empfehlungen ausgesprochen werden, dann nimm sie bestenfalls an. Hier kann dir natürlich niemand sagen, was die Diagnostik ergeben wird. Bei uns führte sie zum Beispiel zu weiteren Untersuchungen, Pädaudiologie zum Beispiel.

Ich kenne aber auch Kinder, die nach dem ersten Diagnostikblock "entlassen" wurden und es bei bspw. bei einer Empfehlung zum Beispiel "Ergotherapie" blieb.

Liebe Grüße und viel Ausdauer und Kraft wünsche ich dir.

Snow

Top Diskussionen anzeigen