Schwimmkurs - ICH hab Angst

    • (1) 22.06.18 - 23:47

      So. Das hat man nun davon, wenn man heimlich online Blödzeitung liest.
      In den vergangenen zwei Jahren habe ich mehrere Berichte über Kinder gelesen, die im Schwimmbad starben.
      Weil die Mutter/Bademeister/Schwimmlehrer nicht aufgepasst hat.

      Nun habe ich mein Kind (5) zum Schwimmkurs angemeldet.
      Es ist entwicklungsverzögert.
      Ich habe Angst, dass es nicht hört und einfach das Absperrband zu den Schwimmern überschwimmt, weil nicht aufgepasst.
      Oder von der Gruppe weggeht und ohne Schwimmflügel vom Beckenrand springt.

      Kurz: ich dreh durch.

      In der Ankündigung heißt es, die Eltern dürfen auf keinen Fall dabei sein.
      Ich versteh ja, warum.
      Aber ich hab trotzdem Angst.
      Was mach ich jetzt?

      Wie lief das bei euch?
      Durftet ihr zuschauen?
      Ab wann gehen die Kinder ins tiefe Wasser, wo sie nicht stehen können?

      • Die Entwicklungsverzögerung muss unbedingt mitgeteilt werden! Auch aus Rücksicht auf die Arbeit der Kursleitung. Dann kann man auch Ausnahmeregeln o.ä. besprechen. Es sollten maximal!! 5-6 Kinder pro Betreuer sein.
        Ein Anfängerkurs findet nach Möglichkeit (fast) komplett im Lehrschwimmbecken statt und nicht im tiefen Wasser, allein schon wegen der TemperaturTemperatur.

      Guten Morgen
      Meine große Tochter hat mit knapp 6 Jahren einen Schwimmkurs angefangen.
      Ich habe vorher mit dem Schwimmlehrer telefoniert und er meinte, die Eltern dürfen gerne zuschauen, solange die Kinder sich dadurch nicht ablenken lassen. Sollte er merken dass die Kinder nicht mit machen oder ständig zu den Eltern gucken würde er die Eltern weg schicken. War schlüssig für mich.
      Mittlerweile weiß ich dass es in den anderen Bädern hier ähnlich gehandhabt wird.
      Zu einem Schwimmkurs, wo die Eltern keinesfalls zuschauen dürfen , würde ich mein Kind ehrlich gesagt nicht schicken!
      Ins tiefe Wasser sind sie bei uns bereits in der dritten Stunde gegangen.
      Letztendlich haben wir aber den Schwimmkurs abgebrochen nach vier Stunden da meine Tochter mit den Lehrer nicht klar kam und nur geweint hat.... sie hat es aber im selben Sommer ein paar Wochen später dann am Baggersee gelernt (mit meiner Schwägerin) und kann mittlerweile super schwimmen.
      LG Silke

      Hey, sprich offen mit dem Kursleiter. Wegen der Entwicklungsverzögerung und v.a. wg. des nicht-Hörens!
      Ins tiefe Wasser gehen die Kinder hier bei uns sofort, ab Säuglingskurs. Ab 3 etwa mit Schwimmflügeln oder auch stattdessen mit Nudel oder Schwimmbrett und wenn sie wassersicher sind ohne alles. Sie lernen blitzschnell, was passiert, wenn man einfach reinspringt oder herumalbert, statt sich, wie man soll, z.B. am Rand entlanghangelt.
      Etwas Vertrauen dem Trainer gegenüber gehört schon dazu, egal bei welcher Sportart - oder auch den Lehrern gegenüber (über-)nächstes Jahr, wenn dein Sohn in die Schule kommt.
      Schwimmen soll Spaß machen :-).

    • Ich würde einen anderen Schwimmkurs suchen, bei dem ich zuschauen kann. Kenne ich nur so. Halt von oben oder vom Cafe aus durch die Glasscheibe, aber zugeschaut hat immer einer von uns.

      Deine Ängste sind berechtigt, ich bin beim Schulschwimmkurs in der 1. Klasse fast ertrunken, weil mich ein Klassenkamerad reingestoßen hat, als die Lehrerin nicht zugesehen hat.

    (9) 23.06.18 - 10:32

    Bei uns durften auch keine Eltern mit. Und ins Tiefe ging es ab dem 1. Tag (mit Schwimmnudel).

    Schilder dem Trainer deine Sorge, vor allem bezüglich der Entwicklungsverzögerung.

    (10) 23.06.18 - 11:31

    Ich würde es auch mit dem Trainer besprechen.
    Bei uns ist ein Elternteil anwesend, wenn mal ein Kind zur Toilette muss, damit die Trainer nicht aus dem Wasser müssen. Es war ein Kind mit Epilepsie dabei. Da hat der Papa dann die Funktion den ganzen Kurs übernommen. Vielleicht geht das bei euch auch.
    Ansonsten wird in der Regel auf die Trainer besser gehört als auf die Eltern. Bei uns werden zuallererst die Regeln während des Kurses gelernt.
    Traust du das deinem Kind zu? Hör auf zu googeln! Ja, passieren kann immer was. Aber ich persönlich finde es schlimmer, sein Kind aus Angst vor allem fern zu halten.
    Schwimmen ist toll und macht Spaß. Und es powert aus.
    Hoffe, ihr könnt dort beide gute Erfahrungen sammeln!

    Alles Gute

    (11) 23.06.18 - 12:13

    Hallo,

    Bei den Schwimmkursen meines Sohnes durfte immer ein Elternteil dabei sein und am Beckenrand zuschauen.

    Hat bei unsrem auch wirklich 2 Notfälle verhindert. Beim ersten hat er sein Froschabzeichen (Wassergewöhnung) bekommen, mir in die Hand gedrückt und ist ins tiefe Schwimmerbecken gesprungen. Einfach aus Übermut. Ich habe ihn gerade so zu fassen bekommen, sonst wäre ich hinterher gesprungen. Der Trainer hat von dem alles nix mitbekommen,weil er gerade am verteilen der Abzeichen war.

    Beim 2.Mal ist Sohnemann mit Schwimmnudel reingesprungen, hat diese verloren und ist untergegangen wie ein Stein. Auch hier habe ich ihn zum Glück vom Beckenrand aus zu greifen bekommen.

    Ich wage mal zu behaupten, dass für den Trainer eine gewisse Sicherheit mitschwingt weil ja die Eltern.aufs Kind schauen und notfalls eingreifen.

    Einen Kurs belegen, in dem man als Elternteil garnix sieht (und sei es hinter der Scheibe) würde ich nicht. Hätte ich auch Angst, solange das Kind echt Nichtschwimmer ist und nichtmal bis zum Beckenrand kommt.

    Unser Sohn schwimmt mittlerweile und hat seinen Piraten gemacht. Mit diesem Stand würde ich ihn auch allein zum Schwimmkurs geben.

    Grüße

    Hallo


    Hier geht man direkt ins "tiefe" Wasser.

    Das Wasser ist 1.40m tief. Mein Kind 1.14m groß

    Aber die Kinder haben die erste Woche schwimmkissen um. Und was der Lehrer sagt ist Gesetz. Wenn das nicht befolgt wird müssen die Kinder auf der Bank warten bis sie dran sind. Da gibt es hier 0 Spielraum! und das ist auch gut so.

    Ich finde es ist wichtig wie viel Kinder pro schwimmlehrer sind.

    Ich habe damals einen schwimmkurs gemacht. 30 Kinder 1 Lehrer. Es war mehr hampeln im Wasser als das wir was gelernt hätten. Und aus meiner Sicht ist das auch hochgradig unverantungsvoll.

    Im schwimmkurs meiner Tochter sind 4 Kinder 2 Lehrer.
    Ich habe keine Angst das mein Kind ertrinkt.


    Wenn du Sorge hast Ruf den Lehrer an und Rede mit ihm über deine Bedenken.


    LG

    • Achso und zum Thema zugucken

      1x in der Woche dürfen die Eltern die letzten 10 min nachkommen und mal gucken wie es läuft.

      Das wird überall anders gehandhabt.

      Bei meiner Freundin war es so das sie 1x eine ganze std pro Woche gucken durfte aber der Kurs war 4 Wochen lang 3x pro Woche.

      Bei uns ist der Kurs 2 Wochen mo-fr


      LG

(14) 24.06.18 - 18:28

Hallo,

ich verstehe Dich, ich hatte auch Angst.

Gibt es denn keinen Schwimmkurs, bei welchem Du dabei sein kannst? Bei unserem Schwimmkurs darf man zuschauen. Mit der Zeit ging es mir dann besser...

Eine Idee wäre noch mit der Schwimmschule zu sprechen, zu sagen weshalb Dir unwohl ist und ob es nicht, in Deinem speziellen Fall (Entwicklungsverzögerung) eine Ausnahme geben kann?

Wichtig ist, dass man sich wirklich im Hintergrund hält und nicht den Schwimmkurs stört (das wird wahrscheinlich der Grund sein, weshalb Eltern nicht dabei sein sollen).

LG

(15) 24.06.18 - 22:21

Hallo,

bei unserer Tochter durften Eltern dabei sein.

Ich würde an Deiner Stelle einen Anbieter nehmen, bei dem Du mit im Schwimmbad bleiben darfst, oder dem Kind selbst Schwimmen beibringen.
Bei einem entwicklungsverzögerten Kind kann ich Deine Bedenken verstehen.

LG

Heike

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