Würdet ihr euch da einmischen? (Tochter wird geärgert)

    • (1) 04.07.18 - 10:56

      Hallo ihr Lieben,

      mir bereitet zur Zeit eine Sache sehr viel Herzweh.

      Meine Tochter, 4 Jahre alt, kommt jeden Tag aus der Kita und erzählt, was Mädchen X heute wieder Gemeines zu ihr gesagt hat. Ein paar Beispiele:

      "Ich mag dich nicht und will dich hier nicht mehr sehen!"
      "Du bist eine Blöde!"
      "Ich verteile Rotze über dich und mein Papa kratzt dich blutig!"

      ....und so weiter. Wisst ihr, ich gucke mir solche Sachen wirklich lange an, aber irgendwann reicht es mir als Mutter und mein Kind tut mir Leid.

      Letztens kam ich, da beobachtete ich, wie Mädchen X ihr ins Gesicht schrie und meine Tochter daraufhin nach hinten fiel. Dann sah mich mein Kind, wollte auf mich zurennen, fiel erneut hin und da war bei ihr der Ofen aus, sie weinte bitterlich. Ich habe sie getröstet und sie meinte dann, dass X und Y nicht wollen, dass sie mitspielt.

      Y ist 6 und kommt jetzt in die Schule.

      Sie tut mir so Leid und ich habe ihr jetzt angeboten, mit dem Mädchen zu reden. "Weißt du, ich möchte nicht mit ihr schimpfen, aber ich möchte ihr gern sagen, dass dich das traurig macht und du mir jeden Tag davon erzählst. Und dass ich sie dann bitte, dich in Ruhe zu lassen. "

      Der Erzieherin hatte ich letztens Bescheid gegeben, sie möchte es mal beobachten. Ich habe meiner Tochter auch gesagt, dass sie weggehen Soll, wenn die wieder so doof zu ihr ist, aber dieses Mädchen hat sich total auf meine Tochter eingeschossen. Ich glaube, sie ist auch eifersüchtig, da mein Kind sich auch gut mit Y versteht und die beiden auch oft zusammen spielen.

      Versteht ihr mich ein bisschen? Ich bin langsam wirklich sauer auf dieses Kind. Wie würdet ihr euch verhalten?

      LG, Sophie

      • Ich würde mir das nicht länger anschauen.
        Ich finde dass sich da auch die Erzieherinnen mal einmischen müssen, dass muss ja wohl mitzukriegen sein!
        Ich würde den erzieherinnrn druck machen denn offensichtlich leidet deine tochter ja.
        Kennst du die Mutter gut?
        Wenn ja würde ich einen runden tisch zusammen mit den eltern und Erziehern machen damit es neutral bleibt.

        Alles gute!

        Huhu,

        ich bin mit den Erzieherinnen von meinem Sohn immer im Gespräch. Ich melde ihnen solche Sachen zurück, damit sie wissen, wie er es wahrnimmt und was er erzählt. Aber immer beim eigenen Kind bleiben.

        Das andere Kind kannst Du nicht erziehen. Und bei den Eltern eine Reaktion einfordern oder bei den Erzieherinnen etwas das andere Kind betreffend fordern, das steht Dir nicht zu.

        Ansonsten hier auch wieder der Rat: das eigene Kind stark machen. "Stopp" sagen üben. Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl stärken.

        https://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2015/02/selbstbewusstsein-selbstwertgefuehl-selbstvertrauen-wie-kann-man-sein-kind-staerken-und-foerdern.html?m=1

        LG Jelinchen

        Ich bin zwar der Meinung, das Konflikte erleben , lösen oder davon Abstand nehmen, zum heranwachsen dazugehört.
        Aber wenn immer dieselbe Person täglich ihren Frust oder Unzufriedenheit, an andere ausläßt, würde ich als Mutter auch ein Ende setzen, indem , wie du schon getan hast die erzieherin mit ins Boot zu holen und wenn das nichts ändert mal deren Mutter darauf ansprechen. Zeigt sich deren Mutter ignorant bund unintersssiert, würde ich sogar mit dem Mädchen selbst mal Reden, warum sie das tut.
        Irgendwo muss der Frust ja herkommen...meist aus fehlender Aufmerksamkeit oder Unzufriedenheit.

      • Hallo.

        Ich bin da sehr direkt.

        Meine Tochter wurde gelegentlich auch von ein paar Größeren immer mal wieder (deutlich leichter als bei euch) verletzend angesprochen. Sowas bricht einem das Herz.

        Als das aber in meinem Beisein passierte, habe ich das betreffende Mädchen direkt mal deutlich zurechtgewiesen. Ich sagte einfach "xy was du sagst ist richtig gemein, sowas möchte ich nicht hören. Und wenn das nicht sofort aufhört, wird es auch zu keiner Spielverabredung kommen." Das Mädchen hatte nämlich schon nach einer Verabredung gefragt. Ob das pädagogisch wertlos ist, ist mir wurscht. Das betreffende Mädchen hat sich dadurch beeindrucken lassen. Heute sind sie ganz normal befreundet und haben natürlich auch schon daheim gespielt.

        Ich habe auch schon andere unfaire Situationen immer direkt bei den Kindern angesprochen, wenn ich dabei war. Bisher hatte ich immer Glück und es hat ohne Nebenwirkungen gefruchtet.

        Alles Gute für deine Tochter

        (6) 04.07.18 - 13:49

        Hi,

        über die Erzieher oder Eltern gehen. Nicht an das Kind! Unser Kindergarten ging da sehr konsequent (zum Glück) gegen vor wenn Eltern fremde Kinder maßregelten.

        Man weiß nie, auf welchem Stand Kindergarten und andere Kinder miteinander sind. Vielleicht gibt es dort schon längst Gespräche, vielleicht gibt es Defizite, vielleicht hat das Kind selbst an Mobbing zu leiden und gibt das an schwächere weiter. Es ist Aufgabe der Erzieher die Situation zu beobachten und die richtigen Wege einzuleiten.

        Ich war einmal auf der anderen Seite. Mein Kind kam heulend nach Hause, weil eine andere Mutter ihn scharf angefahren hatte. Dabei hatte er längst von der Erzieherin eine Strafe bekommen und auch zu Hause deutliche Worte gehört. Dieses Kind wiederhole der Mutter gegenüber immer wieder einen Vorfall der Wochen zurücklag und variierte sehr einfallsreich in den Geschehnissen. Ich habe drei Kreuze geschlagen, als dieses angebliche Opfer in die Schule kam. Auch unserem Kindergarten war ich mehr als dankbar, dass Sie unseren Sohn dann abgeschirmt haben.

        Damit möchte ich nicht behaupten dass dein Kind lügt. Aber du kennst die Hintergründe nicht und weißt nicht ob es vielleicht doch dazu gekommen ist, dass deine Tochter auch mal geschubst hat. Deshalb bitte immer über die Erzieher.

        Gerade Kinder mit einer geringen Frustrationstoleranz neigen dazu zu schreien, denn sie dürfen ja nicht hauen. Wenn sie sich nun gereizt fühlen und den Drang verspüren sich aus der Situation zu lösen oder wollem ihren Kopf durchzusetzen, werden sie halt laut. Die entsprechen Eltern sind wahrscheinlich schon froh, dass das Kind in der Situation nicht geschubst oder gehauen hat. Ein Kind das so reagiert ist nicht automatisch unerzogen oder aggressiv. Es hat nur noch nicht gelernt auf adäquater Weise seine Befindlichkeit zu kommunizieren.
        Gruß Ornella

        • (7) 04.07.18 - 20:55

          Also sorry, aber wenn ich so etwas mitbekommen würde, dann wäre es mir ehrlich gesagt scheiss egal, auf welchem Stand Erzieher und Kind wären. Es ist schließlich MEIN Kind und nicht das der Erzieher und wenn ich der Meinung bin, dass mein Kind jetzt Beistand braucht, dann bekommt es den von mir. Da hat das andere Kind dann eben mal Pech gehabt. Vielleicht versteht es dann umso besser was sein Verhalten ihm bringt.
          Als Mutter ist es mein Job für das Wohlbefinden meines Kindes zu sorgen( sei es das körperliche oder seelische) , für das der anderen Kinder sind deren Eltern zuständig.
          Es ist natürlich auch ein Unterschied, ob so etwas einmal passiert oder wie in diesem Fall, ständig.
          Das soll jetzt kein Angriff gegen dich sein, mach du das wie du meinst, ich sehe es halt anders.
          Gruß Pfreni

          • (8) 04.07.18 - 20:59

            Und wenn ich heute noch einmal mitbekomme, das irgendeine besserwisserische Mutter der Meinung ist, mein Kind Maßregeln zu müssen, hat sie Glück wenn ich das Thema mit ihr vor der Kindergartenleitung diskutiere. Wenn ich sie alleine erwische, wird es unfreundlich.

            Heutzutage darfst du noch nicht mal ein Kind von einem Spielgerät heben ohne dass eine hysterische Mutter wutentbrannt herbei eilt. Aber verbal angreifen darf man es?

            • (9) 04.07.18 - 21:51

              Mag sein. Ich hätte jedenfalls kein Problem, wenn eine andere Mutter mein Kind maßregelt, natürlich der Situation angemessen.

              • (10) 04.07.18 - 22:03

                Mein Kind dürfen die Leute maßregeln denen ich es anvertraue. Erzieher, Lehrer, Betreuungspersonen.

                Wenn sie älter sind auch ein Busfahrer bei dem sie sich daneben benommen haben.

                Der "Situation angemessen" wäre mir da zu schwammig. Wo die eine noch freundlich belehrt, ist die andere Mutter schon kurz vor einer Kernschmelze.

            (15) 05.07.18 - 11:07

            Hallo.

            Wenn du nicht möchtest, dass dein Kind auf ein Fehlverhalten aufmerksam gemacht wird, dann sorge doch dafür, dass es sich nicht falsch verhält. Ich lasse mir von nichts und Niemandem verbieten mein Kinder einer Situation angemessen zu schützen wenn sie akut vor meinen Augen passiert. Ist dieser Schutz verbal möglich, tue ich das. Aber ich würde auch ein anderes Kind anfassen, wenn es mein Kind zB gerade körperlich angehen würde. Genauso wie ich ein Kind anfassen würde, wenn es Hilfe braucht. Was du da behauptest ist total weltfremd. Dass leider zu Viele Eltern so denken ist schlimm, hält mich aber trotzdem nicht ab, mich innerhalb meiner Ansichten korrekt zu verhalten.

            Es geht um akute Situationen in meiner Anwesenheit! Wenn da nunmal gerade keine Erzieherin bei ist, die handelt, handele ich selbst. Da kann eine Kitaleitung auch nichts gegen tun. Das ist nicht verbietbar sondern normale soziale Interaktion.

            Das stelle man sich mal vor. Im Beispiel der TE. Kind 1 wird von Kind 2 verbal stark nieder gemacht, sodass es bereits weint (mit der genannten Vorgeschichte). Dann gehe ich und hole eine Erzieherin anstatt selbst meinem Kind sofort beizustehen?

            Oder anders. Wenn mein Kind beim Abholen in meinem Beisein von einem anderen Kind geschlagen, getreten, gebissen, geschubst oder was auch immer wird, dann entferne ich mich um eine Erzieherin zu holen? Blödsinn. Ich sage dem Kind es soll aufhören, tut es das nicht, halte ich es davon ab, weiterzumachen. Danach würde ich auch einer Erzieherin Bescheid geben was passiert ist.

            Ich lasse mir auch im Geschäft nicht von Eltern verbieten etwas zu sagen, wenn ein Kind mich bewusst ärgert, sei es der berühmte wiederholt in die Hacken gerammte Kindereinkaufswagen. In meiner Welt "normale" Eltern würden darauf nicht angefressen reagieren, sondern sich entschuldigen und ihrem Kind ebenfalls erklären, dass das gezeigte Verhalten falsch war.

            Und bevor du jetzt irgendetwas konstruieren willst, verbal und auch körperlich würde natürlich keine unverhältnismäßigen oder gar strafrechtlich relevanten Verhaltensweisen beinhalten. Also kann man mit rein rechtlich gar nichts.

            Freundliche Grüße

            • Genau so sehe ich das auch.

              (17) 05.07.18 - 20:18

              #pro

              (18) 06.07.18 - 00:12

              Ich mache das auch in anderen Situationen und finde es erschreckend, dass so viele Eltern so oft zuschauen und nichts sagen.

              Bspl: Letzten Sommer auf dem Spielplatz waren ein paar Kinder (maybe 7 oder 8 J). Wir kamen gerade und unser Kleiner spielte auf dem Kleinkinderklettergerüst bis ich merkte, dass es pappig ist und die Rutsche klebte fürchterlich, teilweise waren noch nasse Seen darauf. Es war alles voller Cola. Da waren mehrere Eltern direkt daneben auf der Bank und bei der Schaukel. Mich ärgerte das sehr und eine Mutter meinte dann, dass diese Jungs Spaß dran hatten ihre Cola überall zu verschütten. Auch due anderen Mütter hatten das alles gesehen, aber gesagt hatte niemand was. Und Jetzt? Sag ich meinem Kind "Sorry dann gehen wir halt wieder?"

              Ich habe die Jungs herzitiert, sie gefragt ob sie das waren: Ja. Die nahmen das immernoch sehr lustig, waren echt ziemlich frech und finben an zu lügen während sich andere ins Fäustchen darüber lachten.

              Mir war das echt Wurst, ich habe ihnen unmittelbar zu verstehen gegeben, dass sie diese Schweinerei säubern müssen. Erst als ich damit drohte ihre Eltern ausfindig zu machen und es bei der Gemeinde anzuzeigen, haben sie gekuscht. Sie freuten sich darüber,letztendlich nochts zum Putzen dabei zu haben. Ich hatte aber eine Menge Tücher dabei und zufällig auch Wasser. Da putzten sie dann fleißig.

              Geärgert habe ich mich aber hauptsächlich über die erschreckende Passivität der vielen Mütter am Spielplatz. Da können sich Kinder aufführen (auch ihren Müll haben sie aus Gaudi überall verteilt) und keine Mutter sagt etwas? Die sitzen da und schauen zu?

              Ich hätte da keine 3 Sekunden zugeschaut. Wenn mein Kind sich in der Öffentlichkeit daneben benimmt und ich/wir bin/sind nicht dabei, dann erwarte ich von meinen Mitmenschen sogar, dass sie was sagen. Ärgern würde es mich, wenn sie diese Reaktion von niemanden erfahren würden und zwar prompt in jeweiligen Situationen!

              LG Snow

              Ich finde es ehrlich gesagt auch nicht richtig andere Kinder zu Maßregeln! Ich finde es auch sehr vermessen das eigene Maß der Dinge auf andere zu übertragen! Auf jeden Fall würde ich meinen Kind beistehen und auf jeden Fall würde ich es aus der Situation retten und auf jeden Fall würde ich das so nicht stehen lassen aber ein anderes Kind zur Schnecke machen oder gar anfassen... Never ever! Und ich verbitte mir das auch schärfsten bzgl. meines Kindes!

              • Zur Schnecke machen schrieb ich auch nirgends. Und wenn ein anderes Kind zB meinem Kind fortwährend weh tut und nicht aufhört, kann sich verbitten wer will, dann fasse ich das Kind zur Not auch an wenn es auf verbales nicht reagiert und habe ich bereits getan. Danach können Eltern gerne beleidigt sein. Aber ich stelle mein Kind nicht als Prellbock zur Verfügung.

                Das kommt natürlich auf die Umstände an. Aber wenn mein Kind unterlegen ist und schmerzhaft angegangen wird, handele ich wie beschrieben. Das lasse ich mir auch nicht verbieten.

                LG

          Ehrlich, wenn mir dein Kind im Supermarkt wiederholt in die berühmten Hacken fährt, darf ich es (als Fremde) nicht ansprechen und bitten mir nicht mehr weh zu tun?!

          • (22) 11.07.18 - 13:04

            Mein Kind fährt dir erstens nicht wiederholt in die Hacken und zweitens kommt ihr jetzt vom Hundertsten ins Tausendste.

            Wir sprachen von Vorfällen im Kindergarten unter Aufsicht der Erzieher und nicht von einem Einkaufsbummel sonstwo.

            Man kann jetzt tausend Situation kreieren. Trotzdem bleibe ich dabei, dass die Betreuungsperson anzusprechen ist und man nicht irgendein fremdes Kind anblökt.

            Vor allen Dingen nicht im Kindergarten.

            Und ich werde jetzt nicht jeden einzelnen Fall im Schwimmbad, im Kino oder sonstwo diskutieren.

            Und hier werden jetzt die Tatsachen verdreht Punkt der Vorfall um den es sich hier dreht ist nicht im Beisein der Eltern passiert, sondern unter Aufsicht der Erzieher! Und dementsprechend ist er auch mit den Erziehern zu klären !

    (23) 05.07.18 - 10:16

    Der Unterschied ist doch der: wenn ich ein Kind maßregle wegen etwas was 3 Wochen zurück liegt, wäre das albern und da gebe ich dir recht, da weiß ich nicht, ob schon Konsequenzen erfolgten.

    Bin ich aber dabei, dass ein Kind meinem blöd kommt, werde ich sicher nicht zu gucken.

    • (24) 05.07.18 - 10:18

      Schönes Beispiel:

      Mein Kind hängt an einer Kletterwand und will oben aufs Klettergerüst. Oben steht ein Zwerg, der meint mein Kind nicht rauf lassen zu wollen. Hab ich mir ne Weile angeguckt. Als der Giftzwerg allerdings nach meinem Kind haute, gab es von mir eine eindeutige Ansage. Kurz und knapp und wirksam.

      Die Eltern vom Kind anderen Kind waren in dem Moment nicht da.

Hallo,

erst einmal herzlichen Dank an euch.

Ich glaube, die Mama von Mädchen X ist nicht mehr präsent. Ich sehe in Abhol-,Bringe- und Veranstaltungssituationen immer nur den Vater.

Ich werde auf jeden Fall nochmal mit der Erzieherin ins Gespräch gehen, da ja keine Besserung eintritt.

Danke für eure Meinungen:)

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