Gibt es überhaupt Bücher die zu 100% gut sind?

    • (1) 15.07.18 - 23:12

      Hallo,
      Meine Kinder stehen im Moment total auf die Raupe Nimmersatt. Nun wollte ich gerne noch andere „Klassiker“ besorgen aber es ist gar nicht so leicht da was (in meinen Augen passendes) zu finden!!!
      Alles was mir bisher vorgeschlagen wurde hat in irgendeiner weise negative Bewertungen. Aber eben nicht „vernachlässigbare“ wie zb „das Kaninchen hätte besser braun dargestellt sein sollen“ sondern es geht dann um „falsche“ werte die da unterschwellig vermittelt werden sollen.


      Als mein Schwiegervater neulich auf Netflix etwas für die Kinder aussuchen wollte kam von ihm „mach doch ein Märchen an, das kann ja nicht schlecht sein.“ (ich hatte vorher die Aussage getroffen dass er nicht einfach „irgendwas“ anmachen soll, sondern etwas dass er/man kennt“)
      Daraufhin meinte ich dass Märchen ja auch nicht ohne sind usw. und je nachdem wie die dann dargestellt sind auch nicht gerade passend.

      Also: welche Geschichten kann man denn seinen Kindern in euren Augen vorlesen?

      Ich bin mittlerweile wieder auf dem Tripp dass ich eher „Wissensbücher“ wähle weil ich eigentlich an fast jeder erfundenen Geschichte irgendwas auszusetzen habe.

      Zb das Buch „wir sind jetzt 4“: als ich das vor 3 Jahren meinem damals 1,5 jährigen gezeigt habe war ich begeistert. Er hatte allerdings nie Interesse an der richtigen Geschichte sondern ich hab ihm anhand der Bilder alles etwas erklärt. Nun ist Nummer 3 unterwegs und ich habe das Buch für beide „großen“ (fast 5 und fast 3) wieder rausgeholt und dieses Mal richtig vorgelesen. Ergebnis: ich bin gar nicht mehr so begeistert. Klar ist am Ende alles gut aber irgendwie kommt doch raus „wenn ich meiner Mama nicht mit dem Baby helfe, hat sie keine Zeit mehr für mich. Und das Baby schreit eigentlich nur.“ meinen 2. hat man kaum bemerkt die ersten Monate, es war total harmonisch! Da ich nun weiß wie es laufen KANN sehe ich nicht den Sinn darin bei den Kindern schon Panik zu verbreiten dass da bald ein immer quengelnder Quälgeist bei uns wohnt.

      Oder auch andere Bücher zu so „umstrittenen Themen“ wie trocken werden: ich mag Töpfchen überhaupt nicht, ich will dass die Kinder direkt auf die Toilette gehen.

      Wenn ich da ein „für mich“ passendes Buch finden will müsste ich ein Studium im Buchladen machen.

      Und da ich an fast allem was auszusetzen habe gab es bisher kaum Bücher zum vorlesen, sondern eher Bilderbücher wo ich erzähle.

      Hmm, Ich glaube ich sollte selbst Bücher schreiben damit ich zufrieden bin. 😂


      Also... auf die Gefahr hin dass ich jetzt als super anstrengende Gluckmama rübergekommen bin:
      wie seht ihr das? Kennt ihr die ultimativen Kinderbücher? Oder Seid ihr da nicht so pingelig wie ich?

      Lg

      • nein... #schock
        so pingelig bin ich in der tat nicht. ;-)

        es geht hier ja dann doch nur um die anschaffung eines kinderbuches für ein kleinkind und nciht um den kauf eines dreifamilienhauses...

        • (3) 19.07.18 - 07:38

          Ja, also man kann es auch echt übertreiben 😄
          Ich habe früher am liebsten Märchen geguckt oder gelesen....ja auch die „bösen“ wie Hänsel und Gretel. Trotzdem sind meine Werte einigermaßen in Ordnung geworden und einen bleibenden Schaden habe ich auch nicht davon getragen...

          • (4) 19.07.18 - 07:45

            Und ich finde es furchtbar, seinen Kindern in dem Alter schon seine Meinung überzustülpen. Wenns im Buch anders steht, als ihr es handhabt, dann sagt doch einfach „hier steht, dass Babys einen Schnuller brauchen. Du hattest aber nie einen, es gibt auch Babys, die lieber die Brust nehmen“.
            Und es geht doch nur um einen Schnuller und nicht darum, dass Frauen an den Herd gehören.

            Es wird euch später oft passieren, dass eure Kinder von anderen die gesellschaftliche Idealmeinung aufgedrückt bekommen. Sei es im Kindergarten, in der Schule, im Verein. Davor kann man sein Kind nicht ewig beschützen. Es sollte lieber lernen, diese Dinge zu reflektieren und sich seine eigene Meinung dazu zu bilden.

      Hey sorry kein Tipp von mir, aber ich kann dich voll verstehen! Ich hab auch hier so ein paar Bücher rumliegen wo ich denke "So ein Quatsch". Wenn da zB steht, was ein Baby braucht: Schnuller, Body, Windel, Kinderwagen - öhh nein?! Hab auch schonmal drüber nachgedacht, dass ich ein Babybuch schreiben sollte, in dem das Baby nur die Brust bekommt und nicht ständig weggelegt wird und dann schreit.. naaaja
      Aber ich sage das bei solchen Büchern dann einfach dazu, dass ich das Quatsch finde oder so nicht richtig - daraus lernen Kinder auch, dass man nicht alles glauben muss, was irgendwo steht!

      Die Sandmännchen-Gutenachtgeschichten find ich denke ich recht unbedenklich, einfach weil völlig abstrus, da hat man als Erwachsener echt was zu lachen (Zitat "Und weil die Leute sich so freuten, schenkten sie dem kleinen Nachtwächter Blumen und Wiener Würstchen" oder "Weil er Geburtstag hatte, bestellte er sich eine Schüssel Mayonnaise") :-D Hmm Petterson und Findus vielleicht?

      Hallo,

      mein Mann und ich haben drei Kinder (11, 9 und 5 Jahre alt) und finden (Vor-) Lesen bzw. anfangs Bilderbücher anschauen ebenso wichtig wie bereichernd. Entsprechend viele Bücher haben unsere Kinder zur Verfügung. Darunter zahlreiche Klassiker, jedoch auch neuere Geschichten.

      Es gibt welche, die wir alle sehr gern mögen und andere, die eher die Kids bevorzugen. Das Einzige, was mir wirklich überhaupt nicht gefällt, sind Disney-Bücher o.ä. #augen.

      Das von Dir genannte Buch "Wir sind jetzt vier" haben wir auch. Ich finde, dass Du es etwas "über-interpretierst". Es geht doch nur darum, sehr jungen Kindern anhand dieses Buches etwas näher zu bringen, "Hey, da kommt bald ein Baby zu uns in unsere Familie!" und eben ansatzweise, wie der Alltag aussehen KÖNNTE. Intention meines Erachtens eher, "Du bist schon groß und eine super Hilfe mit dem Baby. Das ist noch klein und kann anfangs noch nichts allein." KANN sich ja durchaus positiv auf das Selbstwertgefühl/die Vorfreude auswirken. Und im Alltag mit Säugling und Kleinkind ist es doch tatsächlich so, dass das ältere Kind- ebenso wie das Baby "umgekehrt" auch, gelegentlich mal warten muss. Auch ohne, dass das neue Familienmitglied "dauer-brüllt" ;-). "Panikmache" entnehme ich da nicht- es ist und bleibt schliesslich ein Bilderbuch und sollte nicht überbewertet werden. Da gibt es ausserdem noch zahlreiche andere Bücher- vielleicht sagt Dir/Euch da ja eines eher zu.

      Zum Thema "Trocken werden" gibt es übrigens diverse Bilderbücher, in denen kein Töpfchen eine Rolle spielt, sondern gleich die Toilette. Unsere Kinder hatten auch kein Töpfchen, sondern haben von Anfang des Trockenwerdens an die Toilette benutzt. Ein Bilderbuch mit Töpfchen hatten wir trotzdem- mehr zufällig- und es hat unseren Kindern nicht geschadet. Intention: sich "trauen", das "Ding" zu benutzen (Töpfchen = in unserem Fall Toilette, die "Übertragung" gelang bereits unseren zu dem Zeitpunkt gerade jeweils Zweijährigen) und "stolz wie Bolle" sein, wenn's dann tatsächlich klappt #huepf.

      Mit "Glucken-Mama" hat Deine Haltung Bilderbüchern gegenüber meines Erachtens nichts zu tun. Ich empfinde das jedoch als "über-kritisch"- man muss nicht jedes Buch zwingend "auf Unzulänglichkeiten scannen" ;-), sondern kann sehr viele "einfach guten Gewissens" vorlesen, sich gemeinsam mit dem Kind daran erfreuen, ggf. ein bisschen darüber sprechen- und alles ist gut. Es gibt auf jeden Fall Bücher, die Einen als Eltern/Erwachsenen überhaupt nicht ansprechen, das ist bei uns auch so. Aber jedes Buch "zensieren" und "in der Luft zu zerreißen" ist meines Erachtens übertrieben und verdirbt bei Eltern UND Kindern irgendwann die Freude am Lesen.

      Bücher, die ich für Kindergarten-Kinder schön finde, sind z.B. Frederick, Irgendwie Anders, Das alte Haus, Sandmännchens Geschichtenbuch, Der kleine Mondbär, ... .Etwas später (im Vorschul-Alter) auch Astrid Lindgren und Ottfried Preußler. Wir haben aber auch diverse Wissens- und Märchenbücher, gefühlte hundert "Conni"-Geschichten (die wir Eltern durchaus kritisch sehen, weil bei Conni immer alles SOFORT klappt bzw. sie alles SOFORT bekommt #augen, jedoch nicht so extrem kritisch, dass wir sie deshalb "aus Prinzip" nicht vorlesen würden. Unsere Kids im Kindergarten-Alter mögen/mochten sie gern und für uns ist das völlig okay. Da wird ggf ein Satz dazu gesagt, z.B. dass es eben NICHT normal ist, im "nächsten Schwimmkurs am Dienstag" sofort einen Platz zu bekommen oder "Reit-Unterricht auf Knopfdruck" :-p, aber der "Rest" (nahe am Alltag von Kindergarten-Kindern, etc.) passt schon).

      Wir sind durchaus anspruchsvoll, was Lesen & (Bilder-)Bücher betrifft, ich denke aber tatsächlich eher nicht "pingelig" ;-).

      Liebe Grüße & alles Gute #baby,

      Kathrin

Ich sehe Bücher als Abenteuerreise und nicht als ich- Spiegelung. Lesen ist für uns Genuss und Aufbruch in neue Welten, also lese ich querbeet die Klassiker vor: meine Kinder kennen Peter Pan, Nils Holgersson, Pippi, Michel und Jim Knopf aus Büchern (und nicht aus Filmen, die kamen später).

Als sie noch kleiner waren, kamen bei uns Conni und Jakob Bücher sehr gut an, die kleine Spinne Widerlich, tatsächlich auch Märchen in wunderschön illustrierten Büchern (z.b. von Marcus Lefrancois).

Richtige Babybücher gab es bei uns weniger, meine wollten schon früh "Stoff". ;-)

Huhu,

ich bin auch ne super anstrengende Gluckenmama. #schein

Manchmal gehen Bücher abet wirklich voll nach hinten los. Wir haben für den Großen neulich mit Pumuckel angefangen. Plötzlich zwickt er uns dauernd! 😒

Wir haben auch sehr viele WWW-Bücher. #pro

Und Märchen werden höchsten sehr zensiert frei erzählt und auch längst nicht alle.
Ich weiß noch wie schreckliche Angst ich als Kind vor der "Peter und der Wolf" Schallplatte hatte. Genau diese haben meine Eltern unseren Kindern aber auch schon vorgespielt. 😖

Wo ich fast zu 100% dahin stehe, ist Findus und Petterson. Da nehme ich sogar als Mama Erziehungstipps mit und kann teilweise herzlich lachen.

Schau Dir mal "Der kleine Klokönig" an. Kein Töpfchen, gleich Toilette. ;-)

LG Jelinchen

(13) 16.07.18 - 06:19

Folgende Bücher sind "gut":

- Wo ist Mami?
- Nur noch kurz die Ohren kraulen
- Der Klokönig
- Klopf an
- von Ravensburger "Meine ersten Kindergartengeschichten", "meine ersten Vorlesegeschichten"

Es sind keine Klassiker, denn die machen oft eher Angst, sondern neuere Bücher:)

  • (14) 16.07.18 - 22:15

    "Es sind keine Klassiker, denn die machen oft eher Angst, sondern neuere Bücher:)"

    Hallo,

    die von Dir genannten Bücher haben eher jüngere Kinder als Zielgruppe. Daher wohl auch Deine Hypothese, dass "Klassiker oft eher Angst machen".

    Erstens gibt es solche und solche Klassiker- man kann z.B. den Struwwelpeter nicht mit Michel "in einen Topf werfen". Und nicht jedes Märchen macht pauschal jedem Kindergarten-Kind Angst.

    Zweitens kommt es darauf an, die richtigen Bücher zum richtigen Zeitpunkt (= Entwicklungsstand des einzelnen Kindes) auszuwählen. Dabei darf man meiner Erfahrung nach den Kindern durchaus etwas mehr "input" "zutrauen" als das manche Eltern denken. Nicht wahllos, sondern mit Bedacht- aber kleinere und dem Kind entsprechende "Herausforderungen" bezüglich Inhalt, Anforderung und Spannung dürfen durchaus dabei sein.

    Viele Grüße,

    Kathrin

(15) 16.07.18 - 06:31

Mir ging/geht es so bei fast alles Büchern, die ein erzieherisches Ziel haben. Also alle, bei denen es darum geht, den Kindern zu erklären, wie Familie und Gesellschaft funktioniert und was von ihnen erwartet wird. Die finde ich größtenteils entweder saublöd oder sie stimmen einfach nicht mit meinen Überzeugungen und unserem Leben überein.

Ich lese lieber Geschichten vor, wo es um Spaß und Abenteuer zu geht. Früher zB gerne den Grüffelo und überhaupt alles von Donaldson und Scheffler. Mama Muh möchten wir auch, Moritz in der Autowerkstatt... Heute den Drachen Kokosnuss, das magische Baumhaus, die Olchis und solche Sachen.

Das wirkliche Leben erkläre ich lieber frei nach Schnauze. Wir hatten aber auch das ein oder andere Connie Buch, und die Oma hat Hänsel und Gretel vorgelesen. Hat auch niemandem geschadet.

So Bücher mit einem erzieherischen Hintergrund finde ich generell auch fragwürdig. Da haben Leute Bücher geschrieben nicht mit der Absicht unbedingt Freude am Lesen zu vermitteln, sondern um Kindern das Töpfchen schmackhaft zu machen, den Schnuller abzugewöhnen, das Zähneputzen zu erleichtern oder Geschwisterbabys zu mögen. Das sollte einem schon klar sein, wenn man so ein Buch kauft. Aber du kannst ja anschließend mit deinen Kindern sprechen. "Oh, das Baby weint aber viel. Du ... (Name deines 2. Kindes einsetzen) hast damals nur ganz wenig geweint." oder mal gemeinsam überlegen, was Neugeborene schon können und wobei Babys Hilfe brauchen.

Ansonsten sind Geschichtenbücher schon sehr wichtig und ich würde jetzt nicht nur zu Sachbüchern umschwenken. Kindern eröffnen sich mit Geschichten neue Phantasiewelten. Da sind Kinder Helden, können fliegen, sind stark, mutig und wild. Vielleicht wäre "Ich will auch Geschwister haben" von Astrid Lindgren das richtige.

Märchen sind noch einmal eine ganz andere Gattung. Dazu muss man etwas über den Hintergrund von Märchen wissen. Die sind nämlich ganz alt und wurden von den Grimm-Brüdern nur gesammelt. Damals wurden sie sich von Generation zu Generation weitererzählt. Und sie waren richtig grausam. Die meisten Märchen sind aber für Kinder heutzutage aufereitet. Aber es lohnt ein kritischer Blick.

Danke schon mal für eure Antworten. Ich werde mir mal eure Tipps im Laden ansehen und hoffentlich ein paar mit nach Hause nehmen. 👍🏻

(18) 16.07.18 - 07:24

Ach du meine Güte... trau doch bitte deinen Kindern zu, differenzierte Menschen mit eigener Meinung werden zu können und sich ihre eigenen Gedanken über Geschichten machen zu können. Was du da betreibst, erinnert fast an eine gewisse Bücherverbrennung. Ich gebe dir den Rat, deine Zensur mal sein und dein Kind Kind sein zu lassen.
Wir lesen hier so ziemlich alles und über jeden "heftigen" Inhalt wird hinterher anregend diskutiert. Meine Kinder haben zu solch alten "Erziehungsbüchern" ihre eigene Meinung, eben weil wir sie anders erziehen und ihnen vermitteln, dass Gewalt nicht in Ordnung ist. Vielleicht solltest du sowas deinen Kindern auch zutrauen.

  • (19) 16.07.18 - 09:17

    Danke für deinen Beitrag. Meine Körperbehaarung sträubt sich bei einigen Beiträgen. Bin erschrocken von den teilweise doch verbohrten Meinungen.

    Meine Kinder haben durch die Bank weg alles vorgelesen bekommen, ob pädagogisch wertvoll oder nicht. Sie liebten Pixibücher, aber auch wissensbücher und andere Klassiker und sind jetzt mit 14 und 8 in der Lage sich über den Inhalt der von Ihnen gelesenen Büchern eine eigene Meinung, unabhängig von unserer, zu bilden.

    Meine Ältere ist dabei ihr Genre zu finden und liest auch nicht mehr alles. Der Kleine hat auch so seine Vorlieben, auch ich lese nicht alles nur weil man es gelesen haben sollte.

    Lesen ist Unterhaltung und Unterhaltung darf mich nicht langweilen. Die wenige Freizeit die ich am Tag habe möchte ich für mich qualitativ „hochwertig“ verbringen.

    Für den Urlaub haben sich meine Kinder mehrere Bücher in der Bibliothek ausgeliehen, die ich nicht „zensiert“ habe. Gerade der Kleine mag sehr gerne die lustigen Taschenbücher (ich finde sie schrecklich), dann Bücher über die Superhelden (ist auch nicht meins). Parallel zu diesen Büchern liest er den ersten Band Harry Potter.

    Wollte gar nicht soviel schreiben, aber ich finde es schrecklich, wenn das ganze Leben der Kinder nur aus pädagogisch wertvoll besteht und Eltern darüber entscheiden was das ist.

    Wir erziehen unsere Kinder nach den Maßstäben hier nicht pädagogisch wertvoll, sieht man ja schon an der Literatur, aber sie bekommen regeln und werte mit auf den Weg und sind bisher sehr gut geraten, was wir von Schule , Familie und Freunden gespiegelt bekommen.

    Ist zwar am Thema vorbei, aber wer so einen Film über Kinderbücher fährt, fährt diesen auch in anderen Lebensbereichen und das ist meiner Meinung nach nicht gesund.

    Jeder Heck ist anders und das ist auch gut so.

    VG

    • (20) 16.07.18 - 16:26

      Erinnert mich an eine Szene letztes Jahr im Kindergarten :-)
      Unser Kleiner tut sich schwer mit vorlesen lassen und stört immer wieder im Kindergarten. Ich also ein Buch gesucht dass ihn "bei der Stange hält" und bin bei "Wer pupst denn da" gelandet. Er folgte der Geschichte wirklich fasziniert und Pupste mit dem Geräuschknpopf an den richtigen Stellen. Als ich das am nächsten Tag meiner Freundin und der Erzieherin im Kindergarten erzählte schüttelte eine andere Mama den Kopf und meinte ziemlich von oben herab: "Also wir lesen jeden Abend aus der Kinderbibel."
      Ja ne is klar, damit hätte es bestüüüüümt auch suuuuuper funktioniert#rofl

(21) 16.07.18 - 07:48

Hallo,

richtig schlimm fand ich diese "ersten Vorlesegeschichten" und "Gutem Nacht Geschichten" Da hatte ich ganze Bücher und fand irgendwie jede Geschichte doof, da hab ich auch am liebsten die von Pampers genommen und allen Ernstes eine selber geschrieben.

Jetzt geht es, ich betrachte Bücher aber auch anders, eher um die Welt zu entdecken und logopädisch. Bobo Siebenschläfer ist zum beispiel logopädisch sehr korrekt aufgebaut und steigert sich auch altersentsprechend. UND: Man sollte Bücher und Filme eh nicht unkommentiert stehen lassen, und bei der Buchnachbesprechnung kann man das ja dann auch ansprechen. Unser Lütte sagt selber oft "das soll man doch gar nicht". Ich sehe es eher als "so kann ich ihm schön sagen dass man nicht alles nachmachen soll und dass nicht jeder alles richtig macht".

Wir mögen hier gerade:
Briefträger Maus
Lieselotte - Serie
Pip und Posy

Liebe Grüße
WuschElke

Der Grüffelo, die Schnecke und der Buckelwal, der Riese Rick-wir sind Fans von Julia donaldson Büchern! Besonders der Grüffelo, für mich einer der wichtigsten und schönsten Klassiker!!

(24) 16.07.18 - 08:12

Je mehr du vom Mainstream abweichst, desto weniger wirst du dich und deine Familie in Büchern wiederfinden, die den Durchschnittsbürger als Zielgruppe haben. Ist ja eigentlich logisch.

Kinder möchten die Werte kennenlernen, die in ihrer Welt zählen und möchten sich einfügen. Insofern kann ich verstehen, dass du den Büchern gegenüber kritisch bist. Im harmloseren Fall kann dein Kind mit einem unpassenden Buch nichts anfangen, im schlechtesten Fall möchte es seine Welt so verändern, wie es das in den Büchern vorgelebt bekommt.

Da wir zum Beispiel unsere Kinder nicht in den Kindergarten geben, gibt es bei uns keine Geschichten, die sich hauptsächlich um Kindergarten drehen. Es gibt eigentlich von fast jedem Helden für diese Altergruppe (z.B. Leo Lausemaus) eine Geschichte, in der er nicht in den Kindergarten gehen möchte und dann merkt, wie toll der eigentlich doch ist. Das ist natürlich für eine normale Familie passend, da viele Kinder zeitweise nicht in den Kindergarten möchten. So fühlen die Kinder sich verstanden und für die Eltern ist es auch praktisch, da die Kinder durch den positiven Ausgang motiviert werden, zum Kindergarten zu gehen. Wenn ich das für meine Kinder nicht möchte, muss ich ihnen was anderes vorlesen.

So musst du es such machen. Vor allem bei Themen, wo du vom Mainstream abweichst, musst du genau hinschauen.

  • (25) 16.07.18 - 08:49

    Da hast du wohl recht!
    Ich habe zb 2 Jungs und die wissen bisher nicht was Indianer und Piraten sind, und kennen keine „Kampfspiele“. Habe auch keine Lust das bewusst einzuführen. Aber „jungsbücher“ sind ja immer sehr Abenteuerhaltig...

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